Dänemark (2012) – Kopenhagen – Zu Wasser & per pedes

20120518_153217-IMG_7051_ShiftN Das Wetter war uns an diesem Tag erneut wirklich hold und so stand einem erneuten Ausflug in die Innenstadt Kopenhagens nichts mehr im Wege. Zudem konnte unser Ausflug in die Stadt entspannter ablaufen als am Vortag, denn wir brauchten nicht die ganzen Strecken zu laufen, sondern konnten uns dem öffentlichen Nahverkehr überlassen. Möglich machte dies die – gegen ein stattliches Sümmchen – erworbene Kopenhagen-Card.

Ich gebe zu, dass er Erwerb der Karte einiges an Überwindung gekostet hatte. Doch im Anbetracht der Möglichkeit ohne nachzudenken alle öffentlichen Transportmittel nutzen zu können und bei einer wirklich großen Zahl an Museen usw. zum Teil kostenfrei oder vergünstigt Zutritt zu erlangen, stellte sich der Kauf fast als eine Notwendigkeit heraus. Selbst im Nachhinein muss ich sagen, dass die Kopenhagen-Card das Erleben der Stadt vereinfacht hatte.

20120518_133216-IMG_6979 Sich mit Bussen durch eine Stadt chauffieren zu lassen, stellt sich mir immer als kleiner Horror dar, da ich nie weiss wo fahren die Busse entlang, wo muss ich aussteigen, einsteigen oder gar umsteigen. Doch dieses ungute Gefühl stellte sich hier in Kopenhagen kaum ein. Denn der kleine schicke und vor allem kostenlose Stadtplan gab in angemessener Weise zum Busverkehr, aber auch S-Bahn und Metro übersichtlich Auskunft. Lediglich die wirklich vielen Großbaustellen erschwerten die Nutzung, da die Busse nicht immer so fuhren wie man es erwarten würde. Doch alles in allem, ließ sich der Transport durch die Stadt wirklich auf angenehme Weise genießen.

So landeten wir wirklich Stressfrei in der Innenstadt und sogar dort wo wir  herauskommen wollten, beim Erholungs- und Freizeitpark Tivoli. Ziel war jedoch nicht der Park, den hatten wir für einen anderen Tag auf unserem Programm, sondern das in der nähe befindliche Dänischen Design Center (englischer Link). Hier wollten wir uns einen Überblick verschaffen was unter dänischem Design zu verstehen ist und was alles von dänischen Gehirnen so ersonnen wurde.

20120518_125159-IMG_6945Ok, unser Hotel hatte auch mit dem Slogan beworben, dass die dänische Design Philosophie hier Anwendung gefunden hätte und ich muss gestehen, es war schlicht. Dieser Eindruck vertiefte sich bei unserem Museumsbesuch, doch was die Objekte im Center betraf, so zeichneten sie sich wirklich zwar durch ihre Schlichtheit aus, doch auf eine elegante und ansprechende Weise. Unser Hotelzimmer war eher als leer und extrem schlicht zu bezeichnen.

Mir gefielen die Objekte im Design Center und das machte sich daran bemerkbar, dass ich mir ein Brillen-Etui im eignen Laden des Centers erstand, um etwas praktisches zu besitzen und gleichzeitig eine hübsche Erinnerung an den Besuch der Stadt zu haben.

20120518_141544-IMG_7000_ShiftN Dem Besuch des Dänischen Design Center (englischer Link), folgte ein kleiner Spaziergang durch die Innenstadt, bei dem sich wahrlich die Herausforderung stellte, möglichst schnell diverse Großbaustellen zu umgehen, um wieder in die wirklich ansehnlicheren Teile der Stadt zu gelangen. Auf diese Weise erreichten wir schließlich das herrliche Schloss Christiansborg, welches neben seiner eindrucksvollen Architektur, wohl auch weltweit das einzige öffentliche Gebäude sein soll, in dem alle drei Gewalten eines Staates unter einem Dach zusammen finden.

Dank Kopenhagen-Card stand es außer Frage, dass wir das Schloss besichtigen wollten, denn es war mit der Karte Kostenfrei. Der Aufenthalte war sehr eindrucksvoll und wir waren von so viel Prunk begeistert. Jedoch zu meinem Leidwesen, durfte nicht fotografiert werden und die herrlichen blauen Tüten, die es galt über die Schuhe zu stülpen, um den Boden zu schonen, trübten den Besuch ein ganz klein wenig ein. Doch missen würde ich  den Besuch nicht wollen.

20120518_172103-IMG_7284 Mittlerweile war der Tag deutlich fortgeschritten und wir wollten uns als eines der besonderen Highlights des Tages eine Bootsfahrt durch die Kanäle der Stadt gönnen. So bestiegen wir eines der letzten Ausflugsboote des Tages, was den Vorteil hatte, dass es nicht mehr so voll mit Menschen war, wie jene zuvor und so konnten wir einen wirklich netten Platz ergattern, von dem sich die Fahrt mit einer guten Sicht genießen ließ.

Die Fahrt ging kreuz und quer über viele Kanäle und wir bekamen einen schönen Eindruck von der Stadt und wir bekamen Orte zu sehen, die wir so sicherlich nicht aufgesucht hätten. Diese fast 90minütige Fahrt würde ich wirklich jedem empfehlen wollen und ich selber würde sie jeder Zeit erneut unternehmen.

20120518_183852-IMG_7431 Vom Wasser aus hatten wir unter anderem die Dänische Königliche Bibliothek bewundern dürfen, welche eine der bedeutendsten Bibliotheken Skandinaviens darstellt. Mit seinem modernen Anbau, welcher ihr den Spitznamen “Black Diamond” (Schwarzer Diamant) (englischer Link) eingebracht hatte, war das Gebäude ein echter Hingucker.

Wer dieses Gebäude von außen bewundert kann die Bezeichnung Schwarzer Diamant schnell nachvollziehen, denn mit seinem herrlichen schwarzen Granit-Fassade und dessen Spiegelung im Wasser, wirkt das Gebäude in der Tat wie eines dieser schwarzen Schätze.

20120518_141442-IMG_6997 Auch von innen machte das Gebäude etwas her. Der moderne Teil der Bibliothek setzte moderne Gestaltungselemente ansprechend ein und knüpfte fließend an das historische Gebäude mit seinem Holz und rustikalen Gestaltungen an. Ich war beeindruckt und genoss dieses Spiel mit den Stielen und deren gekonnte Verknüpfung.

Mit diesem Besuch ließen wir den Tag langsam ausklingen und wir orientierten uns langsam wieder in Richtung Hotel. Natürlich wieder mit dem Bus, wenngleich ich mich dieses Mal wirklich herausgefordert fühlte eine und die korrekte Bushaltestelle für unsere Linie zu finden. Ich gebe zu, ein paar hilfreiche Kopenhagener standen mir zu Seite und so konnten wir durchaus erholsam die Fahrt zurück zum Hotel angehen.

02 Filmsteifen 18-05-2012