Japan (2013/14) – Hiroshima

20140116_025506_IMG_9054_jiHeute stand ein besonderer Ausflug auf dem Programm, nämlich der Besuch jenes Ortes an dem die erste Atom-Bombe eingesetzt wurde. Ich muss gestehen, ich hatte etwas Respekt vor diesem Besuch, denn bislang war dieser Ort und die Vorstellung, dass hier die erste Atombombe nieder ging nur abstrakt, doch heute würde ich vielleicht eine konkrete Vorstellung bekommen was dieser Einsatz bedeutet hat.

In Hiroshima stand uns zum Transport die Straßenbahn zur Verfügung. Die Fahrzeuge reichten von romantisch alt zu super modern. Wir erwischten eine der alten und das fand ich gut. Die Zahlungsmodalitäten funktionierten ebenso wie im Bus. Man bestieg die Bahn, setzte sich, brachte die Fahrt hinter sich und bezahlte beim Aussteigen beim Fahrer. Was das ganze etwas vereinfachte war die Tatsache, dass es nur einen Preis gab und das waren 150 Yen (ca. 1,20 Euro).

Die Bahn hielt genau am Friedensdenkmal und der Atombombenkuppel, also bei jenem Gebäude welches als Mahnmal für den Einsatz dieser Waffe diente. Trotz dieses eindrucksvollen Denkmals sperrte sich mein Verstand sich vorzustellen wie fürchterlich es war, als hier das Unfassbare geschah und die gesamte Stadt ausradiert wurde.

20140116_025540_IMG_9060_ji_swWir blieben lange an diesem Ort und ich versuchte das zu sehende auf mich wirken zu lassen. Ich erstellte dafür ein aus fast 150 Fotos bestehende Aufnahme, die ich mit einem neuen Dienst im Internet zusammenbauen ließ. Ich hoffe ihr könnt es sehen.

Atombombenkuppel

Von der Kuppel liefen wir weiter in den angrenzenden Friedenspark, in dem es verschiedene Denkmale gab, die an unterschiedliche Aspekte des Krieges und des Bombenabwurfs erinnerte.

Im verlaufe unseres Rundganges landeten wir bei einer neuen Erinnerungsstätte. Wir konnten diese Anfangs nicht ganz zuordnen, doch alsbald verstanden wir was es war. Man hatte um den Bombentrichter ein Museum errichtet und man konnte im Gebäude bis auf den Grund des Einschlagskraters gehen. Es war wirklich aufwühlend.

20140116_045317_IMG_9715_jiWir waren zudem die einzigen Besucher im Moment und so war die Stille noch erdrückender und zugleich aufwühlender. Irgendwie war ich froh, als wir das Gebäude wieder verlassen hatten.

Von hier gingen wir ins Museum, in dem Stücke und Informationen zu diesem Tag gesammelt worden waren. Für einen Symbolischen Eintrittspreis von 30 cent (50 yen) konnten wir das Museum besuchen und ich muss gestehen, dass es sehr interessant aufgemacht war. Mir ging diese Ausstellung durchaus unter die Haut und so streifte ich doch recht zügig durch die Ausstellung.

20140116_035552_IMG_9661_ji20140116_050607_IMG_9722_jiMit diesem Aufenthalt beendeten wir unseren Besuch im Friedenspark und machten uns auf zum Schloss in Hiroshima. Doch viel Zeit hatten wir dafür nicht mehr, denn dieser Tag war auch unserer Reisetag zurück nach Kobe.

So spazierten wir zum Schloss und obwohl es eher klein war, war es ausgesprochen hübsch durch das verwendete Holz und seine Architektur. Ins Innere konnten wir nicht, denn dazu reicht die Zeit einfach nicht mehr. Trotzdem waren wir froh, diesen Abstecher unserem Aufenthalt hinzugefügt zu haben.

20140116_065315_IMG_9810_jiNun hieß es zurück zum Hotel, Gepäck abholen und flugs zum Bahnhof. Dort angelangt ging es natürlich wieder darum ein leckeres Ekiben zu erwerben. Doch mussten wir feststellen, dass das Angebot mehr als überschaubar war und bei weitem nicht die Vielfalt aufwies wie in Kobe. Das war wirklich schade und wir nahmen schließlich das, was da war. Es stellte sich zwar heraus, dass es durchaus lecker war, aber mehr Auswahl währe trotzdem schön gewesen.

Während wir für die Fahrt nach Hiroshima gerade mal 90 Minuten gebraucht hatten, fuhren wir heute mit dem Bummelzügen untern den Shinkansen zurück. Dies bedeutete, dass wir ganze 3 Std. für die Fahrt brauchte.

20140116_095717_IMG_9877_jiDer Zug an sich war nicht langsamer unterwegs als all die anderen, doch hielten wir bei jedem Bahnhof und ließen auch jedes Mal diverse andere Shinkansen überholen. Doch traurig war ich über die lange Fahrt nicht. So konnte ich wirklich entspannen, beruhigt ein Schläfchen einlegen und erreicht durchaus erholt Kobe.