Japan (2013/14) – Zurück nach Deutschland

P1230032_ji2 Monate Urlaub, wenn man solch einen Urlaub antritt, scheint es ein langer, sehr langer Ausflug zu sein, doch dann verrinnt die Zeit so schnell und schließlich staunte ich, dass die Zeit dieses Urlaubs schon wieder vorüber war.

Die Zeit war dieses Mal so angenehm, dass ich auch nicht ernsthaft das Gefühl hatte etwas vermisst zu haben – ok, Pizza mit Käse vielleicht – doch ansonsten gab es viel Erlebtes und viel leckeres Essen. Also war ich ehrlich gesagt schon etwas wehmütig, als die Rückreise angetreten wurde. Es kam noch hinzu, dass es eine beschwerliche Reise wurde. Warum? Unser Berg an Gepäck war gewaltig und wenn ich hier die Zahl niederschreibe, wird evtl. der ein oder andere es kaum glauben können. Eri und ich schleppten zusammen rund 90 Kg Gepäck gen Flughafen und das war anstrengend.

Ich hatte den Wunsch geäußert dieses Mal mit dem Schiff zum Flughafen von Osaka zu fahren, doch im Nachhinein, bin ich nicht ganz sicher ob es der beste meiner Wünsche war, denn das ganze verlief wie folgt.

Zuerst zum lokalen  Bahnhof, mit der Bahn nach Kobe, Fahrschein für die Fähre kaufen, in eine Hochbahn steigen die uns zum Flughafen von Kobe brachte, dort umsteigen in einen Shuttle-Bus, aufs Boot umsteigen, gegen meine Seekrankheit kämpfen, ankommen am Flughafen Kobe, umsteigen in einen Shuttle-Bus – Glücklich sein, endlich den Flughafen erreicht zu haben.

Nee, 90 kg, das ganze Umsteigen und rennen (schleichen) mit dem Gepäck – also ich war fertig, als wir schließlich nach fast 3 Std. ankamen.

Vor dem Einchecken hatte ich auch etwas Sorge, denn durch unser Online-Check in wusste ich, dass der Flieger super voll war. Bei der letzten Überprüfung unseres Sitzplatz-Status, konnte ich gerade mal 5 freie Plätze im gesamten Flieger ausmachen.

So bemühten wir uns so früh wie möglich am Schalter zu sein und das war gut, denn so war die Gepäckaufgabe alles recht früh erledigt und dies die Abfertigung jedes einzelnen Fluggastes unverständlich viel Zeit in Anspruch nahm.

Die meisten Mitfliegenden gehörten Reisegruppen an und denen hatte man einen eigenen Schalter gewidmet und so blieb unsere Schlange eigentlich recht kurz.

So konnten wir alsbald die Personen- und Ausweiskontrollen hinter uns bringen und uns etwas im Zollfreibereich aufhalten. Doch, obwohl es erst 21 Uhr war, machten die Geschäfte alle nacheinander zu. Also ging es dann echt früh zu unserm Gate.

Dort wunderte ich mich, warum ich nicht so viele Menschen sah und es wurden auch nicht wirklich mehr bis es hieß den Flieger zu besteigen. Wir brauchten uns auch nicht groß Bemühen früh einzusteigen, denn wir hatten unser Plätze in der 8 Reihe.

Wir hatten uns für den Mittleren Block der Sitzreihe entschieden, wobei Eri und ich je einen Gangplatz gewählt hatten und wir hofften, die beiden Sitzplätze wischen uns würden frei bleiben. Ach wie froh waren wir, als dieser Wunsch wahr wurde und wir es uns wirklich gemütlich machen konnten auf diesem Flug nach Istanbul.

P1230035_jiDa wir nicht weit von Mitternacht Kobe verließen, waren sowohl Eri als auch ich rechtschaffen müde und es war ein wenig mit Anstrengung verbunden noch bis zum ersten Essen wach zu bleiben. Doch wir schafften es, versanken aber dann doch sehr schnell im Reich der Träume.

Ich wachte nach etwa 6 Stunden wieder auf, denn meine Knie und Beine schmerzten sehr. Also vertrat ich mir etwas die Beine und das brachte mich zur Küche des Fliegers. Hier gab es Onigiri und Sandwiches. Also deckte ich mich etwas ein und nahm mir auch gleich ein paar Flaschen Wasser mit.

Bis Istanbul schlief ich nochmals eine Zeit, schaute dann aber noch einen Film, bis es das Essen vor der Landung gab.

P1240041_jiIn Istanbul angelangt, waren wir erst einmal froh, dass wir keinen Shuttle-Bus zum Flughafen verwenden mussten, sondern direkt im Terminal aussteigen konnten. Doch das Glücksgefühl hielt nicht lange, denn bei der Sicherheitskontrolle gab es solch eine lange Schlange, dass ich dachte der Flughafen quillt über an Menschen. Es dauerte zwar rund 45 Min. bis wir endlich kontrolliert wurden, doch betrachtete man die gewaltigen Menschmassen die kontrolliert wurden, empfand ich es schon als fast schnell.

Auch der Flughafen selber war nicht wirklich als leer zu bezeichnen, so waren wir froh, dass wir an unserem Gate einen Sitzplatz ergattern konnten.

P1240052_jiDer Weiterflug verzögerte sich um rund 45 Min., warum wurde uns aber nicht mitgeteilt, sondern irgendwann hieß es den Bus, der uns zum Flugzeugbringen sollte, zu besteigen. Hier bemühten wir uns etwas weiter vorn in der Schlange zu sein, denn wir rechneten damit dass dieser Flieger ebenfalls sehr voll sein würde.

Wie sich herausstelle wurde der Flieger in der Tat mehr als voll. Doch durch ein Wunder war eine ganze Sitzreihe neben uns frei, während ansonsten alle Plätze belegt waren. Nachdem klar war, dass niemand mehr den Flieger bestieg, wechselten Eri und ich sofort in diese Reihe und kamen auf diese Weise zu einem wirklich angenehmen 3stündigen Flug zurück nach Berlin.

P1240067_jiDoch bevor unser Flieger Istanbul verlassen konnte, hieß es, uns mit dem Flieger in eine lange Schlange von anderen Flugzeugen einzureihen und es dauerte nochmals 30 Min. bis wir die Rollbahn erreichten und kurze Zeit später abheben konnten.

Nach 3 Stunden waren wir in Berlin und ich war froh, dass die Reise vorüber war. Nun hieß es nur noch auf unser Gepäck zu warten und auch hier kam, völlig ungewohnt, das Gepäck recht früh. Eigentlich war ich es gewohnt fast immer als einer der letzten das Gepäck vom Band hieven zu können. Doch dieses Mal musste ich darum kämpfen zum Band vorzudringen und mein Gepäck in Empfang zu nehmen.

P1240089_jiP1240132_jiP1240137_jiP1240178_jiP1240187_jiP1240190_jiJetzt hieß es ein letztes Mal die 90 Kg Gepäck zu bewegen und zu einem Taxi zu bringen. Da wir so viele Gepäckstücke hatten – 3 große Koffer und 2 kleine – nicht wirklich leichte – Rucksäcke, baten wir die Zuteiler der Taxis uns ein entspr. herauszusuchen. So kamen wir zu einem kleinen Bus und einer sehr geräumigen Heimfahrt.

Ja, damit war die Reise vorüber und es würde nur noch heißen die 8 Std. Zeitunterschied in den Griff zu bekommen. Dass dies mir schwer fiel, war für nichts neues.