Japan (2015) – Osaka – Spaziergang

Japan (2016) - OsakaDer Aufenthalt in Osaka begann mit etlichen Tagen Krankheit. Das war zwar nicht schön, es war aber auch ein guter Grund im Bett zu bleiben und sich zum einen auszukurieren und die etwas eindrucksreiche Zeit, die nun hinter mir lag,  zu verarbeiten.

Dieses Mal hatten wir eine Wohnung mitten in der Stadt und dies bei einer Millionen-Stadt wie Osaka. Nun hat diese Stadt, laut offiziellen Zahlen, rund 1 Millionen Menschen weniger als Berlin, doch wirkt die Stadt wesentlich voller und quirliger.

Verstärkt wird das Ganze durch die vielen Hochhäuser oder auch die Stadtautobahnen, die auf Brückenpfeilern, oberhalb der normalen Straßen, geführt werden.

Ich fühlte mich, ehrlich gesagt, etwas erdrückt, doch dass es noch voller ging, lernte ich bei einem kleinen Ausflug durch die Stadt.

Es hatte uns in den Stadteil Namba, welches für seine Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Entertainment bekannt ist,  gezogen. Dementsprechend trafen hier Einheimische und Touristen zusammen, was zu einem echten Menschenauflauf führte.

Japan (2015) - OsakaWas mich sehr beeindruckte, war die massenhafte Werbung, die an den Häusern angebracht war, und dass diese so wie überdimensionale, kunterbunte Litfaßsäulen wirkten. Ich wusste so manches Mal gar nicht,  wo ich als erstes hinsehen sollte.

Japan (2015) - OsakaWir bummelten, vielmehr folgten wir dem steten Fluss an Menschen durch eine der div. Shopping – Straßen. Besonders überraschte mich die Länge dieser Straße. Wenn ich behaupte, dass wir bestimmt einen Kilometer nur geradeaus gingen, war das bestimmt nicht übertrieben, und die Geschäfte nahmen und nahmen kein Ende.

Dabei handelte es sich gerade einmal „nur um EINE Straße“ . Ich möchte gar nicht wissen, wie viele es hier in der Stadt noch davon geben würde.

Japan (2015) - Osaka
Käsekuchen

Eine kleine Unterbrechung fand unser Spaziergang in einem kleinen Café. Hier stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen. Allerdings kommt Kuchen in Japan immer ein ganz klein wenig anders daher. Sie sollen immer aussehen wie kleine Kunstwerke .

Steht man im übrigen vor der Entscheidung, ob man die große oder die kleine Portion nimmt, so kann man bedenkenlos die große nehmen, denn auch diese sind, für das deutsche Auge, nicht wirklich übermäßig groß. Ich wage sogar zu behaupten, dass wir es als das kleinere Angebot empfinden würden.

Nach der Einkaufspassage änderte sich das Stadtbild etwas. Die Hochhäuser wurden höher und moderner. Auch ähnelten sie mehr großen Finanztürmen.

Japan (2015) - OsakaAuf unserem Weg erreichten wir auch eine große Kreuzung. Hier zeigte sich mal wieder, dass man in Japan immer versuchte, alles so gut wie möglich zu regulieren und abzusichern, denn selbst an einer Kreuzung mit Ampeln und Fußgängerübergang, gab es Personal, welches darauf achtete, dass niemand zu früh, in die falsche Richtung oder ähnliches, lief.

Auf diese Weise wurden auch Ausfahrten von Hotels, Baustellen usw. abgesichert.

Schließlich erreichten wir den Hauptbahnhof von Osaka und verschwanden in die „Unterwelt“ der Stadt.

Japan (2015) - OsakaSo lange wir uns überirdisch fortbewegten, hatte ich nur bedingt Orientierungsprobleme, doch sobald wir uns in den Untergrund,  mit seinen Gängen und Geschäften,  begaben,
hatte ich sehr schnell keine Ahnung mehr, wo wir waren und wo es genau hin ging. Ich fand diese Unterwelten immer sehr verwirrend.

Im Grunde war ich aber schon froh, dass ich es mittlerweile schaffte von unserer Wohnung bis zum Bahnhof zu laufen ohne, dass mich diese Häuserschluchten übermäßig verwirrten. Ich vermied es aber auch, in die kleinen verwinkelten Gässchen abzubiegen, denn dort war das Risiko, sich etwas zu verlaufen / verirren , mehr als möglich.

Japan (2015) - OsakaTrotzdem war ich immer froh, wenn ich wieder vor der Tür unseres Hauses stand, wenngleich es mich immer etwas schauderte , was die Treppen in diesem Hause anging.

Wir wohnten im 5. Obergeschoss und hatten keinen Fahrstuhl. Dieser Umstand war noch zu verkraften, doch die Treppe war extrem steil und sehr eng. Auf ihr konnte immer nur EINE Person gehen. Andere Personen mussten warten, bis der Weg wieder frei war.

Ich hatte ja gehofft, es würde mir mit der Zeit leicht fallen diesen Aufstieg hinter mich zu bringen, doch stellte sich bislang dieser Zustand nicht ein.

Also kämpfte ich mich auch an diesem Tag zurück in unsere Wohnung und kam wie immer atemlos und ausgepumpt an :-).

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