Japan (2015) – Osaka – Expo’70

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70Als wir vor ein paar Tagen via Bus nach Osaka kamen, hatten wir eine große Skulptur am Wegesrand entdeckt. Eine kurze Recherche hatte ergeben, dass sie zur Anlage, der 1970 – in Osaka stattgefundenen – EXPO gehörte.

Es war die erste EXPO in Japan,  bzw. Asien überhaupt,  und so war klar, dass wir das Gelände jetzt 45 Jahre später auf jeden Fall einmal.

Die Anreise war denkbar einfach: Erst ein bisschen U-Bahn fahren und die letzten Stationen mit einer Einschienenbahn.

Während die U-Bahn noch vergleichsweise leer war, stapelten sich förmlich die Menschen in der Einschienenbahn. Nun stand kurz die Befürchtung im Raum, dass diese vielen Menschen auch das selbe Ziel hätten. Tatsächlich traf dies zu, doch irgendwie auch nicht.

Am EXPO Gelände hatte man ein großes Shopping-Center hochgezogen und,  obwohl nun viele Menschen am selben Bahnhof wie wir dem Zug entstiegen, zog es den Hauptstrom der Menschen ins Shopping-Center.

Ich muss gestehen, ich war einigermaßen erleichtert.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70Um das Gelände zu erreichen, galt es, über eine Brücke eine der Autobahnen zu überqueren, was sicherlich nicht unbedingt zu den spannendsten Dingen einer Reiseberichterstattung gehört. Doch hier zeigte sich mal wieder, dass in Japan wirklich Alles seine Ordnung hat.

Die Brücke hatte man durch Pylonen in zwei Lauf – Bereiche getrennt. Eine für die ankommenden und eine für die weg gehenden Gäste.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70So sinnreich das sicherlich ist, so verrückt wirkte es, denn nun überquerten lediglich zwei Herren und wir beide diese Brücke,  und trotzdem wurde durch Personal peinlichst darauf geachtet, dass man unbedingt auf der korrekten Seite der Brücke lief.

Diese Ordnungliebe zog sich auch über den gesamten Tag hin, und obwohl kein Mensch zu sehen war, musste das Tor verwendet werden, über dem das Wort „Ausgang“ stand und auf keinen Fall das andere…

Ich gebe zu, im späteren Verlauf des Tages, als die Besucherströme zunahmen, machte diese Regelungen durchaus wirklich Sinn.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70Auch wenn der Zutritt zum Gelände kostenlos war, mussten wir eine Eintrittskarte erwerben, denn wir wollten den, auf dem Gelände befindlichen, Japanischen Garten ansehen.

Gleich hinter dem Haupteingang standen wir zu den Füßen der großen Statue, die wir vor ein paar Tagen, von der Autobahn aus, gesehen hatten, und erst jetzt konnte man wirklich ermessen, wie riesig sie war.

Diese Skulptur nannte sich „Turm der Sonne“ und zeigte ganz oben die „goldene Maske“ , auf der Mitte der Vorderseite „das Gesicht der Sonne“  und auf der Rückseite „die schwarze Sonne“ . Sie war Bestandteil eines Themen –  Pavillon, welcher unter dem Motto „Fortschritt und Harmonie für die Menschheit“ stand.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70Wir verweilten nicht wirklich lange am Eingang, sondern begannen unseren Weg durch das Gelände. Dabei machte sich wirklich bemerkbar, dass es nun Winter war und der Park ein wenig trostlos wirkte. Zudem war nicht zu übersehen, dass er schon ein bisschen in die Jahre gekommen war. Trotzdem hatte es irgendwo seinen eigenen Charme.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 Japan (2015) - Osaka - EXPO'70Nach nicht wirklich langem Fußweg erreichten wir ein Tor, welches uns verhieß, dass es hier zum japanischen Garten ginge. Doch irgendwie stellte sich bei uns überhaupt nicht das Gefühl ein, dass wir in einem japanischen Garten wären. Es sah bestenfalls wie ein normaler Park aus.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 Japan (2015) - Osaka - EXPO'70Ich muss gestehen,  wir waren kurz davor den Besuch abzubrechen, denn jetzt im Winter gab die Anlage wahrlich nicht so viel her.
Doch bevor wir unser Vorhaben aufgaben, studierten wir einen Plan und fanden dort den tatsächlichen Zugang zum angestrebten Garten. Wir mussten feststellen, dass dieser Zugang nicht wirklich intuitiv zu finden war.

Schon nach dem Durchschreiten des Tors zum japanischen Garten wurde klar, dass dies eine wirklich schöne Anlage war,  und trotz der Tatsache, dass nun absolut nichts blühte, machte die Anlage auch im Winter noch Einiges her.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 - Japanischer GartenZu Beginn ging es in ein Gebäude, von dem aus man über einen See mit Bäumen schauen konnte. Man konnte sich dort auch niederlassen und die Aussicht genießen. Etliche Leute nahmen dieses Angebot wahr,  hatten es sich gemütlich gemacht und ließen sich dort ihr Bento schmecken.

Auch wir genossen etwas die Aussicht , begannen dann jedoch recht schnell unseren Streifzug durch den Park.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 - Japanischer GartenWir fanden div. kleinere Anlagen mit verschiedenen Pflanzen, wo wir jedoch etwas an Phantasie aufbringen mussten, uns vorzustellen, wie es zu einer anderen Jahreszeit hier aussähe, und ich kam eindeutig zu der Erkenntnis, dass es sehr schön und aufregend wäre,  hier einmal im Frühling vorbei zu schauen.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 - Japanischer Garten Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 - Japanischer GartenIm späteren Verlauf des Aufenthaltes wurde es zunehmend spannender für mich. Es gab sehr hübsche Flusslandschaften, eine kleine Anlage mit Wasserfällen, einen See mit bizarr wirkenden Felsen, die im spiegelglatten Wasser ihr Abbild zeigten,  und einen hübschen Bambus –  Hain.

Durch all diese Dinge waren wir nun wirklich versöhnt, mit dem etwas ernüchternden Beginn unseres Ausflugs zu dieser Anlage.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 - Japanischer Garten Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 - Japanischer Garten Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 - Japanischer GartenWir hatten uns etliche Stunden auf dem Gelände herumgetrieben,  und nun stellte sich ein gewisses Hungergefühl ein. Da kam es wirklich gelegen, dass es heute ein besonderes Event gab. Es fand eine RAMEN – Expo statt.

Ramen ist eine der Speisen, die Japaner wirklich sehr lieben, und bei der es sich um Nudeln handelt, die dieser „Nudelsuppe“ seinen Namen gibt.

Da jede Region Japans ihre eigene Ramen – Variante kocht, war diese Expo die Gelegenheit,  eine dramatisch große Anzahl an Ramen probieren zu können,  und somit eine kulinarische Reise durch Japan zu unternehmen.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70 - Ramen EXPONun kostete ein Ramen Gericht etwa 6,5 Euro, also beschränkten wir uns auf den Verzehr von nur einer Variante und ich muss sagen,  es schmeckte mir wirklich sehr gut, wenngleich ich durchaus noch eine weitere Portion hätte verputzen können.

Japan (2015) - Osaka - EXPO'70Vom Expo’70 Gelände verschlug es uns noch kurz ins, gegenüber gelegene,  Shopping-Center, doch diese Idee hatten so viele Menschen, dass das Center mehr als voll war.

Ich war deshalb froh, als wir diesen Konsumtempel wieder verließen und die Fahrt zurück zu unserer Wohnung antraten.

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