Japan (2016) – Osaka – Matsuodera Tempel

025- Japan (2015) - Osaka - Matsuodera TempelIm Gegensatz zu allen anderen Besuchen in Tempeln und Schreinen,  resultierte dieser Besuch auf einer Einladung, und ich konnte dadurch einmal einen Tempel besuchen, der nicht so im Fokus des touristischen Interesses steht. Dies bedeutete aber nicht, dass es ein spannender Platz sein würde.

Die Fahrt zum Tempel war erfreulich einfach, wenngleich diese, mit öffentlichen Transportmitteln rund 1 Stunde dauerte, und dann noch einmal etwa 10-15 Minuten mit einem Auto. Wir wurden nämlich am Zielbahnhof abgeholt und bis zum Tempel gefahren.

Schon im Vorfeld hatte ich gelernt, dass diese Anlage auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurückblickt, und früher in dieser Region bis zu 1000 Mönche lebten.

Heute war natürlich davon, für mich als Außenstehenden, nicht mehr so viel zu merken, doch die Gebäude waren nicht desto weniger *sehr beeindruckend*.

025- Japan (2015) - Osaka - Matsuodera TempelAuch dieser Tempel stand noch immer ganz im Zeichen des Neujahrs,  und so pilgerten viele Einheimische hierher, um das Jahr mit einem Besuch dieses Tempels zu beginnen.
Doch war dies bei weitem nicht die Anzahl Menschen, die direkt in der Stadt unterwegs waren.

Der Tempel befand sich in einem Waldstück und es gab dort einen kleinen Pilgerweg, an dem man heilige Orte ablaufen konnte. Ich fand es etwas verlockend,  und so liefen wir den Weg ein wenig ab und genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit der Anlage.

025- Japan (2015) - Osaka - Matsuodera Tempel 025- Japan (2015) - Osaka - Matsuodera TempelZurück im Tempel besuchten wir eines der absoluten Highlights, nämlich das Haupt – Tor der Anlage; Es war wirklich eindrucksvoll und sehr schön in seiner Holzkunst. Ich konnte mich kaum satt sehen.

025- Japan (2015) - Osaka - Matsuodera Tempel 025- Japan (2015) - Osaka - Matsuodera TempelVom Tempel auf dem Hügel stiegen wir eine wahrlich steile Treppe hinunter, um uns eine weitere Anlage anzusehen. Auch wenn diese etwas kleiner war, so gefiel sie mir,  mit seinem hübschen Garten und den Gebäuden,  fast noch ein bisschen besser.
Innerhalb der Anlage gab es auch noch einen,  etwa 700 Jahre alten,  Baum und dieser schien mir noch voller Kraft und Vitalität zu sein, denn selbst jetzt im Winter trug er noch Blätter und zeigte sich in seiner ganzen Schönheit.

025- Japan (2015) - Osaka - Matsuodera TempelNach diesem Besuch hieß es,  die zuvor herunter gestiegene steile Treppe wieder nach oben zu kommen. Ich muss gestehen, meine Knie fanden das niedrige Sitzen in Japan, die vielen Treppen usw. nicht mehr all zu witzig,  und so musste ich mich schon etwas abmühen, um die Stufen nach oben zu klettern.

Auch dieses Mal tröstete es mich, dass es anderen Menschen nicht anders ging und auch sie etwas unter dem Anstieg litten.

Auf der anderen Seite war es dann ein etwas frustrierendes Erlebnis, als auf einmal das örtliche Kinder-Baseball – Team an mir vorbei schoss und das Ende der Stufen einfach nur so erstürmten.

025- Japan (2015) - Osaka - Matsuodera TempelDer Strom der Baseballspieler schien kein Ende zu nehmen, und ich wunderte mich ein wenig, was sie hier machten und obwohl es keine wirkliche Erklärung gab, so schien für das Team eine besondere Zeremonie abgehalten zu werden.

Anfang standen noch alle vor dem Schrein, doch dann verschwanden alle in das Gebäude. Danach entzog sich das Geschehen meiner Augen, doch akustisch konnte man trotzdem teilnehmen.
Wir hörten den Mönch mit seinen Rezensionen,  und ab und zu gab es von ihm einen kleinen Lacher, denn auch, wenn es eine durchaus ernste Veranstaltung war, wurde es mit einem Spritzer „Humor“ vollzogen.

025- Japan (2015) - Osaka - Matsuodera TempelMit diesem Erlebnis beendeten wir den Besuch, und wir wurden wieder zurück zum Bahnhof gebracht, was ich wirklich sehr nett fand.

Auf der Rückfahrt hatten wir stets das Glück einen Sitzplatz zu erhalten, denn die größeren Menschenmengen stiegen immer ein paar Stationen später zu, also wenn wir schon im Zug waren und es uns gemütlich gemacht hatten.

So ließ sich die Fahrt wahrlich aushalten,  und wir erreichten sehr entspannt unsere Wohnung.

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