Japan (2015) – Izumo – Genialer Tag beim Hinomisaki Schrein

Japan (2015 - Izumo - Hinomisaki SchreinDer Morgen war kalt und es hatte geregnet. Es war wahrlich keine Freude,  vor die Tür zu treten. Bei diesen Bedingungen konnten wir wirklich nicht erahnen, dass dies für uns einer der genialsten Tage werden würde.

Es ging von Izumo via Bus zum Hinomisaki Schrein, was bedeutete,  mit dem Bus über eine –  in die steile Küste hinein gebaute – Straße zu folgen,  so manches Mal den steilen Abhang hinunter zu blicken und zu hoffen, dass der Busfahrer wirklich gut war.

Während dieser Fahrt saß eine ältere Frau vor mir. Während ich aus dem Fenster schaute und die Landschaft vorüberziehen sah, kippte die ältere Dame plötzlich zur Seite und verschwand aus meinem Blickfeld.

Etwas erschrocken schaute ich nach, was passiert war. Ich fürchtete schon, es ginge ihr nicht gut. Doch sofort stellte sich heraus, dass alles in Ordnung war, die Dame hatte sich nur für ein kleines Schläfchen auf die Seite gelegt.

Die Fahrt zum Schein dauerte gerade mal 20 Minuten,  und so war das Ziel schnell erreicht.

Mit uns verließen gerade einmal 3 andere Personen den Bus, dies verhieß uns, einen schönen ruhigen Besuch dort.

Doch wir hatten uns gerade in Bewegung gesetzt, als ein Bus eine Besuchergruppe brachte und diese sich schnell über den Ort und den Schrein ergossen. So beängstigend sich das im ersten Moment darstellte, so unproblematisch war es am Ende.

Da Gruppenreisen immer einem gewissen Zeitplan unterlagen, spazierten sie kurz in den Schrein, liefen eine kleine Runde und dann ging es schon wieder zurück zum Bus.

Da erinnerten wir uns an eine Aussage im Touristen – Büro von Izumo:
dort hatte man gemeint,  dass wir wohl den Ort wieder mit dem selben Linien Bus verlassen könnten, mit dem wir ankämen , denn „es gäbe ja nicht wirklich viel zu sehen“  .

Japan (2016) - Izumo - Hinomisaki-SchreinDiese Aussage mussten wir recht schnell Lügen strafen, denn wir waren,  von der ersten Sekunde an,  von diesem Schrein begeistert und,  da er zudem am heutigen Tag nicht wirklich stark besucht war, bot sich an ein paar Panorama-Fotos zu machen, was dann gleich die Zeit des Besuches überdurchschnittlich in die Länge zog, aber auch die Gelegenheit gab,  sich noch intensiver mit diesem Ort zu beschäftigen.

Besonders gefiel mir hier, dass die Anlage auf verschiedenen Ebenen errichtet wurden und mich das Gesamtbild dadurch noch mehr ansprach.

Während dieses Aufenthaltes lernten wir auch gleich noch etwas über den Schrein von Izumo und über diesen hier.

Panorama - Japan (2016) - Izumo - Hinomisaki Schrein
Auf das Foto klicken, um das Panoramafoto zu sehen — – Japan (2016) – Izumo – Hinomisaki Schrein
Panorama - Japan (2016) - Izumo - Hinomisaki Schrein
Auf das Foto klicken, um das Panoramafoto zu sehen — – Japan (2016) – Izumo – Hinomisaki Schrein

Beide Schreine haben eine fundamentale Bedeutung für den Shintoismus und dessen Glaubenslehre; in diesem Fall bedeutete dies, dass der Schrein von Izumo seinen Schutz über Japan während der Tageszeit ausübte.
Der Schrein von Hinomisaki hingegen schütze Japan in der Nacht. So lernte ich, dass beide Anlagen zusammen gehörten und gemeinsam für den Schutz des Landes sorgen soll.

Japan (2016) - Izumo - Hinomisaki-Schrein Japan (2016) - Izumo - Hinomisaki-SchreinAls der Schrein ausführlich erkundet war, wollten wir noch die andere Sehenswürdigkeit angehen, einen Leuchtturm. Er sollte der höchste des Landes sein,  und trotzdem versprachen wir uns nur bedingt einen weiteren spannenden Aufenthalt.

Ach, was hatten wir uns da getäuscht! .. .

Japan (2016) - Izumo - TAISHACHO HINOMISAKIDer Schrein lag in einer kleinen Bucht, umgeben von div. Wohnhäusern und einem kleinen Hafen. Der Hafen an sich sah ganz nett aus, doch mehr gefielen uns die Felsen und die Landschaft. Natürlich störten mich wieder einmal die Flut-Schutz-Wälle, doch, wie ich schon zuvor geschrieben hatte, verstand ich es mit dem Verstand, doch mein Gefühl störte sich halt daran.

Vom Hafen ging es, über eine kleine Straße, einen Berg hinauf und mehr und mehr gewannen wir einen Überblick über die Küste, und das, was wir sahen, freute uns.

Japan (2016) - Izumo - TAISHACHO HINOMISAKI Japan (2016) - Izumo - TAISHACHO HINOMISAKIKurz vor dem Leuchtturm kamen wir an einem kleinen Restaurant vorüber und da nun Mittagszeit war, bot es sich an, hier ein Mahl zu uns zu nehmen. Natürlich gab es hier fangfrischen Fisch zum Essen, und ich muss sagen die Sahsimi-Schüssel, die wir erwarben,  wurde zu einem der Besten, die wir bislang jemals gegessen hatten. So schmackhaft hatte ich bislang noch keinen Fisch in meiner Erinnerung, wie er hier serviert wurde.

So gestärkt, ging es zum Leuchtturm und da wir ihn nicht gleich direkt anlaufen wollten, bogen wir auf einen kleinen Weg ab, der etwas von einer Picknick Stelle erzählte.

Japan (2016) - Izumo - TAISHACHO HINOMISAKIWir waren gerade ein paar Meter gegangen, als wir schon an einer genialen und atemberaubenden Steil –  Felsenküste standen, von der aus wir von oben hinunter zum Meer sehen konnten. Dabei wiesen die Felsen gleichmäßige, und sehr hübsch anmutende, Musterungen auf oder es gab bizarre wilde Felsformationen zu sehen. Wir hatten keine Ahnung, wohin wir zuerst schauen sollten.

Zu allem wehte hier eine echt steife Brise und die sorgte dafür, dass die Wolken aufgerissen wurden und sich herrliche Sonnenstrahlen aus den Wolkenlöchern, auf das Meer und die Landschaft, ergossen.

Japan (2016) - Izumo - TAISHACHO HINOMISAKI Japan (2016) - Izumo - TAISHACHO HINOMISAKIWir waren so verzückt, dass wir an diesem Ort direkt strandeten und versuchten diese Herrlichkeit in uns aufzunehmen und via Foto festzuhalten.

Während wir so vor uns hin knipsen,  kam noch ein Einheimischer, der meinte, dass an diesem Abend wohl mit einem tollen Sonnenuntergang zu rechnen sei, und dass es auf dem größten Felsen sogar eine riesige Vogelkolonie gäbe, die man jedoch nur am Morgen zu sehen bekam.

Auch wenn wir diese Informationen nicht nutzen konnten, empfand ich es mehr als nett, dass man uns freiwillig mit solch guten Informationen versorgte.

Japan (2016) - Izumo - TAISHACHO HINOMISAKISchließlich liefen wir dann doch zum Leuchtturm, und da zu seinen Füßen unser Weg weiterführte, folgten wir diesem und wurden nicht enttäuscht. Eher wurde die Landschaft noch reizender und schöner in unseren Augen.

Leider erreichten wir bald den Punkt, dass wir den Aufenthalt beenden mussten, denn sonst fuhr der Bus ohne uns. Trotz dieser Aussicht, gingen wir noch ein kleines Stück weiter und erreichten einen anderen Aussichtspunkt, von dem wir über eine kleine Bucht schauen konnten, in der sich größere und kleinere Inseln und Felsen verteilten.

Japan (2016) - Izumo - TAISHACHO HINOMISAKIDieses Bild werde ich wohl kaum vergessen, denn es sah nur wunderschön aus, und ich mochte wirklich den Ort nicht verlassen, doch wir mussten zurück.

Japan (2016) - Izumo - TAISHACHO HINOMISAKIDen Bus erreichten wir gerade, als der Busfahrer ernsthaft darüber nachdachte, seine Türen zu schließen und die Fahrt nach Izumo zu starten.

Noch auf der Fahrt reflektierte ich das Gesehene, und ich musste diesen Tag auf jeden Fall in die Reihe der absoluten Highlight dieser Reise einreihen.

Foto Galerie
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2 Gedanken zu „Japan (2015) – Izumo – Genialer Tag beim Hinomisaki Schrein“

  1. Sehr schöne Bilder. Die Panos sind Dir wieder gut gelungen.

    Das Ufer ist vielleicht deshalb so schön, weil es unerwartet rauh ist (gegenüber Euren bisherigen Meer-Begegnungen). Die Halbinsel liegt aber auch sehr prominent – darum befinden sich wahrscheinlich gute Strömungen und machen das Wasser wild. Dazu noch die tolle Wolken-Sonnen-Mischung …

  2. Danke Dir. I h hätte gerne mehr Panos auf der Reise gemacht, doch es hatte nicht sein sollen. Oft sind sie wegen schlechtem Wetter ausgefallen, aber auch wegen Stativverbot oder mangels Zeit.
    Ich habe das Stativ aber viel mehr zu Einsatz gebracht als sic Reisen. Ich habe es mal nicht nur immer blöd durch fur Gegend geschleppt.
    Was das Meer angeht, da hast du recht. Die Japanische See ist insgesamt viel rauher und natürlich spielte das Wetter mit.
    Nochmal Danke
    Andre

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