Kein Babybett - Flug Helsinki nach Osaka

Japan (2017) – Harte Flugreise – Kein Babybett

Wie kann man einen 9 Stunden Flugreise noch anstrengender machen, als er ohnedies schon ist. Das ist wirklich einfach, wenn ein Reisebüro nicht das macht was man sich gewünscht hat.

In diesem Jahr verreiste ich mit meiner ganzen Familie, was hieß, auch mit meinem 6 Monate alten Sohn. Für ihn hatte sich, gerade meine Frau viele Gedanken gemacht, wie man die lange Reise nach Japan so Stress frei wie möglich gestalten könnten. Was, wie sich herausstellte, kein all zu einfaches Unterfangen sein sollte.

Um die Langstrecke so „angenehm“ wie möglich überbrücken, war klar, dass wir mit dem Flug auch ein Babybett buchen würden. Dies tat ich dem Reisebüro kund und wir nahmen auch in Kauf, dass der Flug teurer ausfiel, denn der Wunsch das Babybett zu bekommen war am wichtigsten.

Alles war gebucht, doch eine gewisse Unsicherheit war stets vorhanden, ob auch wirklich alles klappen würde. Also nahm ich erneut Kontakt mit dem Reisebüro auf, wurde aber durchaus Rüde und zickig darauf hingewiesen, man könnte die Reservierung des Babybettes nicht prüfen und man hätte ja schließlich eine Reservierung durchgeführt und es wäre schon alles ok.

Am Tage vor unserer Abreise, als ich das Online Boarding vornahm, staunte ich nicht schlecht, dass weit und breit nichts von einem Babybett für meinen Sohn zu sehen war. Ein Telefonat mit der Fluggesellschaft, bestätigte den Verdacht. Man verwies mich an mein Reisebüro, doch es war Sonntag und somit war keine Möglichkeit irgendetwas unternehmen zu können.

Für den Flug nach Japan war nichts mehr zu retten, doch für den Rückflug gelang es mir noch ein Bettchen zu buchen. Kostenlos war das ganze wahrlich auch nicht, denn ich musste nicht nur die Reservierung für das Bett, sondern auch für einen zweiten Sitzplatz durchführen, was alles im allem 60 Euro kostete.

Was mich im weiteren Verlauf verunsicherte war, dass ich keine E-mail Bestätigung über die Buchung eines Bettchens bekam, sondern nur eine kryptische Abrechnung der Buchung über meine Kreditkarte. So schwingt auch jetzt eine große Sorge für den Rückflug bei mir mit und die Hoffnung, dass dieses Mal alles klappen wird.
(Ich hatte im Nachgang Finnair gebeten mir die Reservierung nochmals zu bestätigen, doch diese Anfrage wurde bislang ignoriert).

Ich nahm noch Kontakt mit meinem Reisebüro auf und man entschuldigte sich, sah jedoch keinerlei Versagen bei sich selber, sondern nur bei dem Ansprechpartner über den man Informationen zur Buchung eingeholt hatte. Der Tatsache, dass ich um eine erneute Prüfung gebeten hatte, schenkte man keine Beachtung. Auch von einem Entgegenkommen oder sonstige Wiedergutmachung war weit und breit nichts zu sehen.

Der Flug wurde am Ende so hart, nein härter, als gedacht. Mein Sohn und wir litten während der gesamten Reise und seine Stimmung wurde zunehmend schlechter. Entsprechend kaputt und ausgelaugt kamen wir in Osaka an.

Am Flughafen verlief die Einreise überraschend reibungslos und schnell. Bei der Pass- und der Gepäckkontrolle wurden wir sehr zuvorkommend behandelt, so dass der Prozess der Einreise für mich ungewöhnlich schnell von statten ging. Ich würde vermuten weit mehr als doppelt so schnell als ich es bislang erlebt hatte.

Da wir Berge an Gepäck hatten und irgendwie noch nach Kobe kommen mussten, überließen wir deren Transport einem Dienstleister, der sogar dafür sorgte, dass unsere 3 großen Koffer am selben Tag bei unserer Wohnung ankam.

Wir selber reisten mit einem Boot vom Flughafen in Osaka nach Kobe, was auch eine Herausforderung war, denn es stürmte extrem an diesem Tag und das Boot wurde heftigst hin- und her geschüttelt. Doch schneller und bedingt bequemer konnte man kaum nach Kobe kommen.

In Kobe nahmen wir ein Taxi zu unser Wohnung, doch der Preis für diese verhältnismäßig kurze Fahrtstrecke war erschreckend, denn wir konnten rund 50 Euro an den Fahrer aushändigen.

Doch am Ende waren wir nur froh endlich angekommen zu sein.