Südamerika (2009) – Argentinien – 08. Tag – Argentinischer Teil von Iguacú

Um zum Wasserfall auf der argentinischen Seite zu gelangen, standen heute einige Zollformalitäten ins Haus. Dieser Umstand und weil wir vor den größten Touristenströmen bei Iguazú ankommen wollte, hiess es etwas früher aufzustehen. Dieses frühe Aufstehen fiel zwar nicht leicht, doch wie sich beim Aufenthalt am Wasserfall zeigt, war es was das Licht, die Tiere und den Ansturm betraf eine wahrlich gute Sache.

Eigentlich hatte ich gedacht ich müsse hier heftigste über die Zollformalitäten der Brasilianer oder der Argentinier schimpfen, doch rutschten wir so zügig hindurch, dass wir noch vor der offiziellen Öffnung des Parks vor dessen Toren standen.

Nachdem die Tickets erstanden und eine kurze Absprache des Ablaufs des Besuches erfolgt war, begannen wir die Fälle zu erkunden.

Die Sage

Erzählungen der Caingangues-Indianer zufolge sandte der Götterkönig Tupá seinen Sohn, M’Boi, den Schlangengott, damit er über den Volksstamm wache. M’Boi lebte im Paraná-Fluß. Der Häuptling des Stammes, Igobi, hatte seine bildhübsche Tochter Naipi dem Gott M’Boi versprochen, der sich unsterblich in sie verliebt hatte. Unglücklicherweise war aber ein Stammeskrieger, Tarobá, der Geliebte Naipis. Am Hochzeitstag M’Bois Naipis flohen daher letztere und ihr Geliebter Tarobá mit einem Kanu über den Fluß. Maisalkohol hatte die Stammesbrüder in einen Rauschzustand versetzt, so daß sie die beiden nicht bemerkten. Bloß M’Boi erwachte vom Geräusch der aufs Wasser schlagenden Ruder und ließ, fuchsteufelswild über den Betrug, durch einen kraftvollen Schwanzschlag eine Schlucht entstehen, in die das Liebespaar hineinstürzte. Naipi wurde in einen Felsblock am Fuß der Wasserfälle verwandelt und ist so ständig der Gewalt des Flusses ausgesetzt. Tarobá ist ein die Fälle überragender Palmbaum geworden, der bis in alle Ewigkeit seine große Liebe betrachten muß, ohne zu ihr gelangen zu können.

Unter besagter Palme verbirgt sich eine Höhle, in der sich M’Boi versteckt hält und sich am Unglück der Liebenden ergötzt. Kein feiner Zug … Seine Schadenfreude und sein Lachen werden jedoch durch den Lärm der herabstürzenden Wassermassen übertönt. Die Palme ist eindeutig zu erkennen, den Felsen erahnt man bloß.
(Quelle: interconnections)

Zu Beginn beliefen wir jenen Wanderweg, der oberhalb der Fälle entlang führte. Nachdem der erste Aussichtspunkt erreicht war bot sich mir ein optisches Highlight nach dem anderen. Ich wusste zumeist nicht, wo ich zuerst hinschauen soll.

IMG 4393 ji

IMG 4402 ji

Eine wirkliche Besonderheit sind die Vögel Namens „Greis-Segler„. Sie haben sich hier einen ganz besonderen Ort zum nisten heraus gesucht, nämlich hinter den Wasserfällen. Das bedeutete, dass wenn sie zu ihren Nestern wollen oder es verlassen, sie todesmutig durch die gewaltigen Wände aus Wasser fliegen müssen. Selbst die Jungvögel müssen bei ihren ersten Flugversuchen dieses Wagnis auf sich nehmen. Das zu beobachten war wahrlich atemberaubend.

IMG 4479 ji
Segler die nicht unter dem Wasserfall leben

IMG 4546 ji
Segler vor dem Durchstoßen des Wasserfalls

IMG 4693

Später am Nachmittag fuhren wir mit einer kleinen Bahn zum „Garganta del Diablo“. Hätte ich geahnt wie gewaltig und toll dieser Wasserfall ist hätte ich sicherlich nicht so lange auf dem Steg herumgetrödelt, der über den Fluß gebaut worden war. Dieses Schauspiel mit Worten zu beschreiben ist eigentlich nicht möglich und daher lass ich die Bilder sprechen.

IMG 4821 ji

IMG 4832 ji
Garganta del Diablo

IMG 4892

 

Südamerika (2009) – Brasilien – 07. Tag – Verdammt viel Power (13.08.2009)

Hui, ich konnte erneut ausschlafen. Dies hat durchaus seine Bedeutung, denn schliesslich bin ich ja im Urlaub. Doch dies bildete nicht das besondere Highlight dieses Tages, sondern der Besuch des gewaltigsten Wasserkrftwerkes der Welt. Dieses Wunderwerk der Technik wurde auf einmalige Weise durch die Länder Brasilien und Paraguay geplant und mit einer gewaltigen Anstrengung an Geld, Knowhow und wirtschaftlicher Voraussicht umgesetzt.

Dass zwei Länder bei diesem Wunderwerk ihre Finger im Spiel haben, macht sich auf sehr kuriose Weise bemerkbar, denn alles wurde genau zu gleichen Teilen aufgeteilt. Selbst das Kontrollzentrum besteht aus einem Brasilianischen und einen Paraguanischen Teil. Die Turbinen für die Stromversorgung machen hier keine Ausnahme, auch sie sind zu gleichen Teilen errichtet wurden. Nur, benötigt Paraguay nur einen Bruchteil ihrer Tourbinenleistung und so wird die Überschüssige Leistung an Brasilien verkauft.

IMG 4161

Was den Besuch selber betraf, so war dieser ausgesprochen streng Organisiert. So waren Stops für Fotos eher selten und selbst bei diesen wurde genau festgelegt wie weit man sich bewegen darf. Am Kuriosesten war jedoch die Tatsache, dass wir, die Besucher, eine Schutzmaske beim Besuch des inneren Teil des Staudammes tragen mussten. Damit sollte verhindert werden, dass die Schweinegrippe eingeschleppt wird.

IMG 4065

IMG 4248

Wer mehr über dieses grandiose Bauwerk erfahren möchte, sollte sich den den folgenden Artikel ansehen.

Itaipú – http://de.wikipedia.org/wiki/Itaip%C3%BA

Dem Besuch des Kraftwerkes folgte nach einer kleinen Stärkung ein kurzer Besuch der Stadt die in den Vergangen Tagen unsere Heimat war – Foz Do Iguacu

Nun handelt es sich bei diesem Ort mit seinen rund 300.000 Einwohnern um eine Ausgewachsene Stadt, doch bei unserem kurzen Besuch wurde bestenfalls der Eindruck einer Kleinstadt geboten. Auch das Stadtbild machte es nicht ganz so leicht ihr schöne Seiten abzugewinnen, doch wer genau hinsah, entdecke durchaus die ein oder andere hübsche Ecke.

IMG 4272 ji

IMG 4274 ji

Dieser entspannd verlaufende Tag fand langsam sein Ende mit einem Besuch des Dreiländer-Ecks. Hier treffen sich Brasilien, Argentinien und Paraguay, lediglich getrennt durch die Flüsse Río Iguazú und Río Paraná, die sich an dieser Stelle vereinigen.

IMG 4337

IMG 4341 ji

Sein entgültiges Ende fand dieser Tag mit dem Besuch eines Steineladens, in dem es allerlei herrlich gemusterte und strukturierte Steine zu sehen und natürlich auch zu erstehen gab. Es war schon erstaunlich zu sehen zu welchen Kunstwerken die Natur fähig ist und vorallem was der Mensch so daraus gewillt ist zu produzieren.

IMG 4349 ji

 

Südamerika (2009) – Brasilien – 06. Tag – Ein ultimativer Reisetag (12.08.2009)

Dies war ein Tag, so voll von Eindrücken, dass es sich auch hier mit einer wirklich grossen Anzahl an Bildern bemerkbar macht.

So unterschiedlich die verschiedenen Stationen dieses Tages auch waren, keine war weniger Eindrucksvoll. Wir begannen den Tag mit dem Besuch eines Vogelparks. Dieser hatte ursprünglich als Pflegestation begonnen und sich schließlich zu einem sehr eindrucksvollen Gelände entwickelt, auf dem der Besucher eine sehr bunte Vogelwelt zu bestaunen. Es gab zwar auch normale Voliere, doch die großen konnten durchlaufen werden und ich kam den Tieren aufregend nahe.

Auch wenn es nicht leicht ist hier eine Besonderheit herauszustreichen, sind es dann für mich die Kolibris. Diese kleinen Flitzer begeisterten mich wirklich sehr. Bei meinen Versuchen sie auf ein Bild zu bannen, musste ich immer wieder kleine Pausen einlegen und ruhige, sich nicht bewegende Blumen fotografieren, um wieder etwas Ruhe zu empfinden.

IMG 2618

IMG 2761

IMG 2970

IMG 2982

IMG 3213

Nach dem Besuch des Vogelparks gab es erst einmal eine kleine Stärkung am Fahrzeug, während dessen ich die herrlichen Bilder etwas verarbeitet. Ahnen was mir anschliessend bevorstehen würde konnte ich jetzt wahrlich nicht. Ich hatte nur eine schwache Vorstellung was ich sehen würde doch wie grandios die Wasserfälle von Iguaçu sein würden war nicht möglich. Selbst jetzt wo ich die Bilder sehe, bin ich jedes Mal überwältigt.

Infos zu Iguaçu gibt es hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Igua%C3%A7u

IMG 3240

IMG 3227

IMG 3345

IMG 3511

Oh, wie lecker war dieser Abend und diese Aussage bezieht sich nicht nur auf das Essen. Die Tanzveranstaltung mit Buffet rundete diesen eindrucksvollen Tag aufs trefflichste ab.

Die Veranstaltung begann damit, dass ein grandioses Buffet bereitgestellt worden war, bei dem für jeden Geschmack etwas gefunden wurde und zur Völlerei verleitete. Es war aber auch zu lecker.

Dem Mahl folgte der Show-Teil. Hier wurde eine Reise durch Musik, Tänze und Trachten Südamerika unternommen.

IMG 3700

IMG 3815

IMG 4039

 

Südamerika (2009) – Brasilien – 05. Tag – Nur 750 Kilometer (11.08.2009)

Dieser Tag begann mit dem schmerzhaften klingeln des Weckers um 3 Uhr Morgens. Dies ist wirklich nicht meine Lieblingsuhrzeit und schon überhaupt nicht im Urlaub. Versöhnt wurde ich mit dem Frühstück, denn das war üppig und vor allem sehr lecker. Ich genoss es sehr.

Nach dem Verladen des Gepäck und dem Reisebeginn, bekam ich für die ersten Stunden nicht viel davon mit, denn ich war sofort eingeschlafen.

Lediglich die mehr oder weniger kurzen Stopp, um sich die Beine zu vertreten, bekam ich mit.

IMG 2360 ji

IMG 2363 ji

IMG 2374 ji

IMG 2375 ji

IMG 2380 ji

IMG 2394 ji

IMG 2427 ji

Zum Mittagessen hielten wir an einem Rasthof, an dem uns ein grandioses Buffet geboten wurde. Von Gemüse, Salate, Nudeln bis hin Fleisch und süßen Leckereien gab es alles. Bei dem reichhaltigen Angebot konnte ich mich sehr schwer entscheiden, was ich probieren wollte. Doch alles was ich mir auflegte schmeckte hervorragend.

Am Morgen waren die Wetterbedingungen eher widrig gewesen, doch das hatte sich im Verlaufe des Vormittags geändert und so konnte man sich in die Sonne stellen und Wärme tanken.

P8110045 ji

IMG 2439 ji

IMG 2472 ji
Kleiner Laden in dem es leckere Dinge zu erstehen gab
Käse, Salami, Kekse … einfach nur lecker

IMG 2473 ji

IMG 2483 ji

IMG 2487 ji

IMG 2494 ji

IMG 2500 ji
Mautstelle

IMG 2501 ji
Mautstelle

P8110057 ji

P8110061 ji

Auch 12 – 13 Stunden Fahrt sind irgendwann einmal vor rüber und ich war dankbar dafür.

Südamerika (2009) – Brasilien – 04. Tag – Erkundung der Insel „Ilha Do Mel“ (10.08.2009)

Als ich beim Studium im Vorfeld der Reise die Beschreibung zu diesem Tag las, das Wort „mehrstündige“ Wanderung las und an mir herunter schaute, wusste ich, dass diese Wanderung für mich wohl eher nicht in Frage kommt. Diesem Wunsche kam man entgegen, doch verzichten brauchte ich deswegen auf die Besichtigung nicht. Ich nahm lediglich ein anderes Bötchen, welches mich zum Endpunkt der geplanten Wanderung brachte.

Wegen der halbstündigen Überfahrt machte ich mir etwas Sorge, denn ich neige doch sehr dazu Seekrank zu werden. Ich hatte dieses Mal jedoch Glück und ich konnte die gesamte Überfahrt genießen. Außer mir war nur noch der Dorfpolizist an Bord und so konnte ich nach allen Seiten über das Meer blicken. Die Hügelkette die sich auf dem Festland entlang zogen und mit zunehmender Entfernung immer besser zur Geltung kamen verzückten mich. Ich genoss es sehr sie teilweise steil und bizarr in den Himmel ragen zu sehen.

Infos zur Insel „http://de.wikipedia.org/wiki/Ilha_do_Mel“

IMG 2025 ji ji

IMG 2045 ji

IMG 2061 ji

IMG 2062 ji ji

Auf der Insel angelangt, begann ich sogleich meinen Rundgang. Vom Hafen ging es über einen Sandweg an vielen kleinen Läden vorüber. Im Moment schien keine Saison zu sein und so waren die meisten Läden geschlossen. Bei der Masse der Unterkünfte und Angeboten war hier sicherlich zur Saison sehr viel los. Ich war froh, diese Ruhe war mir lieber.

Ich landete schnell auf der anderen Seite der Insel von wo ich mein erstes Ziel einen Leuchtturm entdeckte. Der Weg dort hin erwies sich als etwas abenteuerlich. Dies machte sich durch sehr feuchte Wegabschnitte bemerkbar und alsbald stampfte ich etwas durch Schlamm und Dreck. Irgendwie scheint mir diese Art der Fortbewegung im Blut zu liegen.

Am Wegesrand entdeckte ich viele hübsche Blümchen, Blätter und Farne. So kann sich jeder vorstellen, der mich kennt, dass ich nicht wirklich schnell vorwärts kam. Mich störte es nicht, denn die Sonne schien und ich fühlte mich wohl.

Kurz bevor ich den Leuchtturm erreichte kam ich durch eine herrliche Baumallee. Diesen Ort erklärte ich sogleich zu meiner Lieblingsstelle. Zum einen wirkte sie sehr europäisch, doch der Hauptgrund waren zwei Bänke mit einem wirklich hübschen Ausblick. Diese Stelle nutze ich später auch für eine sehr genussvolle Stunde.

Doch jetzt ging es weiter zum Leuchtturm. Kurz bevor der Anstieg beginnen sollte bog ich auf einen Strand ab und staunte, nachdem ich bislang nur durch Morast gelaufen war, wie herrlich er war. Ich genoss den weißen Sand unter den Süßen. Es kam dabei wirklich Urlaubsstimmung auf.

IMG 2084 ji

IMG 2113

IMG 2153 ji

IMG 2155 ji

IMG 2157 ji

IMG 2178 ji

IMG 2199 ji ji

Der Aufstieg zum Leuchtturm war durch einen hübschen Steinweg und Stufen zwar steil, aber sehr bequem. Je höher der Weg mich führte um so grandioser wurden die Aussichten. Ich blieb oft stehen, atmete tief durch und zog die Luft und die Eindrücke in mich ein.

IMG 2201 ji

IMG 2247

IMG 2265 ji

IMG 2280

IMG 2298 ji

IMG 2302 ji

IMG 2306 ji

IMG 2319 ji ji

Den Rückweg zum Hafen gestaltete ich etwas anders. Ich lief nun durch den kleinen Ort. Die Straßen waren schmale Sandpfade und das gefiel mir sehr gut. So gab es hier keinen Verkehr, sondern nur Genuss.

IMG 2329 ji

IMG 2334 ji ji
Gütertransport auf der Insel, da es keine Fahrzeuge gibt

Am Hafen hatte gerade ein Schiff mit Gütern angelegt und diese wurden einzeln an Land getragen, um anschließend auf Karren geladen zu werden und ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. So ließ sich die Wartezeit herrlich verleben.

Schließlich tauchten die anderen auf. Wir setzten uns noch kurz in eine Bar, um den Aufenthalt ausklingen zu lassen. Lustig an diesem Besuch war, dass die Bestellung etwas holperig ausfiel, denn viele der Sachen die ich gerne gehabt hätte, gab es nicht mehr. Ich musste meine Bestellung gleich mehrere Male anpassen.

Während nun lautstark im Hintergrund Reggae Musik lief, hockten wir zusammen, plauderten, genossen unsere Getränke und genossen Meeresfrüchte. So ließ sich die Reise wirklich genießen.

Die Rückfahrt Boot mir ein herrliches Lichtspiel und so bot sich mir die Landschaft in ganz anderem Bild. Es ist immer ein Genuss zu sehen zu welchen herrlichen Spielen die Natur fähig ist.

IMG 2345 ji

IMG 2351 ji ji

Den Zeltplatz hatten wir am Morgen schon geräumt. Wir fuhren noch eine kurze Strecke bis in die Hafenstadt Paranagua, wo der Abend und Tag mit einem Inselaufenthalt aus klang.

Ach, einen kleinen Schrecken gab es doch noch, denn wir erfuhren, dass wir am kommenden Tag 750 km fahren wollten und wir um 4 Uhr zum Frühstück auftauchen sollten.

Südamerika (2009) – Brasilien – 03. Tag – Zugfahrt & Atlantik (09.08.2009)

Dieser Tag begann für einen Urlaub nach meinen Maßstäben sehr früh, denn schon um 6 Uhr mußte gefrühstückt werden. Auch wenn mir vorgeworfen wird, ich würde immer vom Essen reden, möchte ich hier erwähnen, dass das angebotene Mahl wirklich schick war. Ich fand alles, was mir ein Frühstück ausmacht – Ei, Wurst, Käse, Säfte und vieles mehr.

Für heute stand eine Zugfahrt auf unserem Programme, die uns vom Inland in Richtung Küste bringen sollte. Sie war seinerzeit errichtet worden, um den Güterfluß zwischen diesen beiden Regionen zu verbessern, denn die Bergkette die sie trennte machte den Güteraustausch sehr schwierig. So schwer es war Waren zu transportieren, so aufwendig, teuer und abenteuerlich war die Errichtung der Eisenbahnstrecke. Für den Ausflug sollte dies aber zumindest eine aufregende und abenteuerliche Fahrt werden und da das Wetter gut zu werden sollte, war die Spannung sehr groß. Leider spielte der Wettergott nicht wirklich gut mit. So gab es bis zur Bergkette wirklich den Anschein eines grandiosen Tages, doch als wir den höchsten Punkt erreichten und die Wetterscheide überschritten hatte, wurde es so nebelig und regnerisch, dass von den tollen Aussichten nichts mehr übrig blieb. So betrüblich sich das anzuhören mag, war es denn dann für mich nicht, denn die Fahrt führte durch tollen Regenwald und der zeigte bei diesen Wetterbedingungen sein bestes Gesicht. Allzu gern wäre ich ausgestiegen und hätte es genossen. Doch auch ansonsten gefiel mir die Fahrt gut und vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal die Gelgenheit die grandiosen Ausblicke zu sehen.

IMG 1721

IMG 1741 ji

IMG 1763

IMG 1787

IMG 1800 ji

IMG 1801

IMG 1807 ji

IMG 1821

IMG 1844

IMG 1865

IMG 1869 ji

Am Zielbahnhof wurden wir eingesammelt und es ging zum Ort unserer heutigen Übernachtung, einem Zeltplatz direkt am Atlantik gelegen. Als wir ankamen waren die Wetterbedingungen nicht wirklich viel besser als während der Zugfahrt, doch handelte es sich lediglich um Tau der sich absetzte und so deutlich zu spüren war, dass ich fast meinte es würde regnen.

Nachdem wir unser Mittagsmahl eingenommen hatten, ging es heute das erste Mal daran die Zelte aufzubauen. Für mich entstand nach dem Aufbau einen wahrer Ballsaal, denn ein Zelt für 2 Personen nur für mich, da lässt es sich herrlich ausbreiten.

Den weiteren Nachmittag durften wir am Strand verbringen und da der Wettergott doch ein Einsehen hatte, wurde es zu einem wirklichen Vergnügen den Strand zu erkunden.

IMG 1920 ji

IMG 1923 ji

IMG 1931

IMG 1940

IMG 1944

IMG 1976

IMG 1987

IMG 2015

Der Abend fand einen leckeren Ausklang mit sehr schmack haften Flüsterton Gerichten, in denen sich allerlei Leckereien befanden und nicht nur mir ausgesprochen mundeten.

Die Anreise noch in den Knochen zog ich mich rasch zurück und schlief so schnell ein, dass mir jegliche Erinnerung an diese Ereignis fehlt.

Südamerika (2009) – Brasilien – 02. Tag – Chaos & Staunen (08.08.2009)

Verhältnismäßig gut ausgeschlafen erreichte ich Sau Paulo. Noch beim Aussteigen war ich der festen Überzeugung, dass der Prozess der Einreiseformalitäten und des neu Einchecken problemlos von statten gehen würde. Einen Hinweis, dass es nicht so reibungslos von statten gehen würde hätte ich bekommen können, als ich das Formular mit Fragen zur Schweingrippe ausfüllte, denn das war eine echte Tortur. Man wollte wissen wo man in den nächsten 14 Tagen wäre, mit Ortsangaben, Telefonnummern usw. Für die Art meiner Reise, also einer Rundreise war dieses Teil kaum ausfüllbar.

Im Flughafen angelangt, ging es die Einreiseformalitäten hinter sich zu bringen. Hier gab es kaum Probleme, der Schalterbeamte war, als ich dran kam so abgenervt, dass er die Formulare kaum mehr zur Kenntnis nahm. Doch bis ich hier her gelangt war, waren rund 60 Min. des Wartens in einer Schlange vergangen.

Nun hieß es das Gepäck finden, doch da der Unterschied zwischen Ankunft und Suche nach dem Gepäck so gross war gab es keine Infos mehr auf welchem das Gepäck kreisen könnte. So hieß es sich durch die Menschenmengen zu arbeiten und zuzusehen, auf welchem Band das Gepäckstück auftaucht. Ich gebe zu, nachdem ich geraume Zeit gewartet und gesucht hatte, fiel mir ein echter Stein vom Herzen, als ich mein Gepäck entdeckte.

Meinen Weg bis zum Abreiseterminal möchte ich mir hier schenken, es sei nur erwähnt, dass auch das nicht so einfach war. Ein wesentlich größerer Schock war es, als das Abflugterminal betreten wurde. Hier wimmelte es von Menschenmassen und es gab irgendwo beginnende Menschenschlangen. An welcher man sich anstellen mußte um an sein Ziel zu gelangen war wirklich nicht klar. Erst nach viel Fragen und verwirrenden Antworten fand ich die Schlange der ich mich anvertrauen wollte. Es war schließ endlich sogar die richtige.

So kam es dass die 3 Std. ausschließlich damit angefüllt war, bis zum Flieger zu gelangen und ich gerade rechtzeitig zum Bring ankam.

Der Inlandflug sei hier als wirklich positives Erlebnis erwähnt. Genügen Platz, so weit möglich, es gab Essen und was zu drinnen und das Personal war bislang das freundlichste.

In Curitiba angelangt ging es darum das Gepäck einzusammeln und schon wurde wirklich brasilianischer Boden betreten und wir wurden auch sogleich herzlichste von der Reiseleitung begrüßt. Überrascht wurden wir von der Ankündigung, das es an diesem Tag gleich noch einen Ausflug geben sollte. Das Wetter war gut, also sprach nicht viel dagegen. Als erzählt wurde, dass bis heute das Wetter eher als wirklich mies zu bezeichnen war, war diese Programmänderung noch angenehmer.

Wir besuchten den Vila Velha State Park, wo es gigantisch anmutende Sandsteingebilde zu sehen gab. Diese hatten sich im Verlaufe von Jahrtausenden durch Gletscher, Erosion, Wind und Regen gebildet. Ich muss zugeben, dass mich die vielfältigen Gebilde wirklich beeindruckten und ausgesprochen gut gefielen.

IMG 1531 ji

User erstes Essen

IMG 1553 ji

IMG 1572 ji

IMG 1585 ji

IMG 1593 ji

IMG 1613 ji

IMG 1633 ji

IMG 1648 ji

Der Tag endete im Hotel mit einem wirklich schicken Essen. Lang hielt es mich aber nicht, denn die Aussicht im Bett verschwinden zu können war zu verlockend.

Seite: Zurück 1 2 3 ... 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 Weiter