Japan – Was essen die Japaner überhaupt? z.B. Shabu Shabu

20140119_113301_P1191034_ji Shabu Shabu ist ein Brüh Fondue bei dem sehr dünnes Fleisch und Gemüse in heißem Wasser gebrüht wird.

Dieses Gericht wird auch sehr gerne zu Hause gegessen, wir hatten uns aber für ein Restaurantbesuch entschieden. Hier wählten wir eines der angebotenen Menüs aus, bei dem wir so viel essen durften wie wir wollten und konnten. Die einzige Einschränkung die es gab war, dass wir nur 90 Minuten dieses Angebot nutzen konnten.

Mit der abgegeben Bestellung erhielten wir zwei Teller mit hauch dünn auf geschnittenem Rind- und Schweinefleisch. Zudem konnten wir uns am Gemüse-Büfett so viel bedienen wie wir wollten.

Das Büfett offerierte einem allerlei Gemüse, jedoch auch Mochi, Tofu und andere Dinge bei denen ich nicht weiß wie sie heißen :-).

20140119_112446_P1191025_ji Das Gemüse gaben wir nach einander portioniert in das kochende Wasser und kochten es etwas. Entnahmen es, tauchten es in die bereitgestellten Dips und ließen es uns schmecken.

Das Fleisch nahmen wir mit den Stäbchen, und schwenkten es im heißen Wasser bis es gar war. Das dabei entstehende Geräusch ist die Grundlage des Namens für das Gericht “Schabu Schabu”.

Was das Zeitlimit betraf, so waren wir schon vor dem Erreichen der 90 Minuten mehr als gesättigt.

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Japan (2013/14) – Kobe – Kitano-Cho & Der Wasserfall

20140113_055011_IMG_6112_ji Mein Ausflug in die Stadt bestand eigentlich nur aus Zufällen.

Heute machte ich mich allein in die Stadt auf den Weg, was für mich noch immer ein kleines Abenteuer darstellt, denn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln stehe ich noch immer etwas auf Kriegsfuß.

Mit welchem Bahnunternehmen in von unsere Wohnung in die Stadt fahre war egal. Es kam nur drauf an wie weit ich bis zum Bahnhof laufen und wie lange ich unterwegs sein wollte (Je nach Bahnhof handelte es sich auch immer um eine andere Gesellschaft. Jede hat grundsätzlich ihre eigenen Bahnhöfe aber auf jeden Fall ihre eigenen Streckennetze). Zumeist entschied ich mich für die Faulenzer-Variante, denn da waren es gerade mal 5 Min. bis zum Bahnhof. Nun brauchte diese Bahn etwas länger, doch mir war es im Grunde ja egal.

Etwas schwieriger war dann schon mit welcher Bahn ich fahren konnte, denn es gibt Lokale Züge, die überall halten, Schnell Züge die weniger halten und Super Schnell-Züge die noch weniger halten. Zumeist musste man sich dann auch noch die richtige Schlange am Bahnsteig aussuchen, denn jeder Zugart hatte im Prinzip ihre eigene. Ok, das Ticket kaufe habe ich vergessen. Hier heißt es immer seinen Zielbahnhof heraussuchen und dann am Automaten das entspr. Ticket kaufen, doch das klappte im kleinen schon etwas.

Ok, dies traf für meinen Bahnhof nicht zu, denn dort hielt nur der Bummelzug. Dieser fuhr aber immer nur eine Station, um dann 5-10 Min. zu pausieren. Es wurde ein Schnellzug vorgelassen und man konnte hier in den Schnellzug umsteigen.

Am heutigen Tag nahm ich diese Möglichkeit wahr, wenngleich dies zumeist bedeutete stehen zu müssen, denn je schneller die Züge waren, um so voller schienen sie zu sein. Doch ich brauchte nur 2 Stadtionen zu fahren und da war es wirklich egal und ich sparte rund 15 Min. Fahrzeit gegenüber dem lokalen Zug.

20140113_043835_IMG_5883_ji In der Stadt angekommen war die Frage was ich unternehmen sollte. Ich kam direkt an einem Plan vorüber auf dem die Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgelistet waren und ich fand auch gleich welche die ich nicht kannte und die für mich zu Fuß zu erreichen war. Das einzige Problem konnte lediglich sein, dass ich keinen Stadtplan oder ähnliches hatte und damit die ohnedies schwierige Navigation (ohne Straßenschilder) zudem erschwerte.

Also lief ich erst einmal einen Ort an den ich kannte und zwar den in der Innenstadt gelegenen Ikuta-Schrein.

Als ich ihn nach kurzem Fu0weg erreicht hatte, stellte ich fest, dass die Menschenmassen die hier zum Neujahr aufliefen nichtmehr vorzufinden waren. Dennoch bildeten sich vor dem Schrein noch immer eine sehr lange Schlange, in der die Leute geduldig warteten, bis sie bis zum Gebäude vorgedrungen waren und dort beten konnten.

20140113_043925_IMG_5886_ji Ich war schon verhältnismäßig oft an diesem Ort und trotzdem machte es mich noch immer viel Freude mich hier aufzuhalten, die Ruhe innerhalb der Großstadt und das Grün zu genießen.

Vom Schrein wendete ich mich in Richtung Berge und die waren wirklich nicht weit weg. Vom Meer bis zum Beginn der Berge kann man sicherlich bequem in 20 Minuten gehen und so erklärt sich sicherlich auch die hohe Baudichte auf diesem doch recht schmalen Stück Flachland.

Die Berge sind nur im unteren Bereich bebaut, weiter oben gibt es nur Wald und das halte ich durchaus für schlau, denn die Hänge sind relativ steil und durch einen Wald hat der Grund meiner Ansicht nach wesentlich höhere Festigkeit. Ob dies jedoch der Grund ist, ich weiß es nicht.

20140113_051807_IMG_5995_ji Während ich nun ziellos durch die Straßen lief, kam eine Touristengruppe nach der anderen an mir vorüber und ich dachte mir, dass ich hier sicherlich nicht all zu falsch sein könnte und tatsächlich alsbald entdeckte ich einen Plan, der dem Besucher durch dieses Gebiet lotste. Ich war in “Kitano” (englischer Link) gelandet einem der historischen Stadtteile von Kobe. Die Gebäude entstanden dort etwa um die Zeit von 1915, doch leider ist durch Krieg und Naturkatastrophen nicht mehr all zu viel von diesen historischen Gebäuden übrig. Doch das was es gibt, kann man sich wirklich ansehen.

Um zu den eigentlichen Häuser zu gelangen musste ich ziemlich klettern und auch einiges an steilen Treppen überwinden. Doch es lohnte sich. Ich bekam das ein oder andere schicke Haus zu sehen und auch die Aussicht auf Kobe wurde wirklich toll.

20140113_055011_IMG_6112_ji Ich lief immer weiter nach Oben in Richtung Wald und verschwand schließlich in ihm. Ich überlegte, ob ich zurückgehen solle, um noch mehr Gebäude zu entdecken, doch der Wald lockte mich mehr und so begann ich einen etwa 3 Kilometer Spaziergang an den Hängen entlang. Ich hatte wirklich große Freude daran und genoss die immer wieder möglichen Aussichten auf die Stadt.

20140113_062832_IMG_6293_ji Am Ende des Weges ergab sich schließlich noch eine weitere verlockende Möglichkeit, nämlich der Besuch eines Wasserfalls.

20140113_070319_IMG_6444_ji Während meines letzten Aufenthaltes hatte ich ganz in der nähe dieses Wasserfalls gewohnt und es nie geschafft ihn zu besuchen. Zum einen aus Zeitmangel und zum Anderen weil sich mir nie wirklich erschloss wie ich ihn erreichen könnte. Also warum nicht an diesem Tag die Möglichkeit wahrnehmen.

Hätte ich jedoch geahnt welch ein Schweißbad mir das ganze einbringen würde, ich hätte es wohl gelassen.

20140113_072727_IMG_6531_ji Anfangs verlief der Weg sehr moderat. Doch bald erreichte ich eine Treppe und sie schien mir fast unendlich den Berg hinauf zu führen. Trotzdem startete ich den Aufstieg und bald brannten mir die Beine. Natürlich war dies nur meiner Statur geschuldet, aber ich war froh, dass auch andere etwas zu Stöhnen begannen.

Oh, was war ich froh, als der Wasserfall erreicht war und ich hielt mich wirklich lange dort auf, obwohl er im Schatten lag und mit, so durchgeschwitzt wie ich war, wirklich sehr kalt wurde. Doch ich wollte die Zeit hier genießen.

20140113_075558_IMG_6562_ji Der Abstieg war nicht weniger Angenehm und ich war mehr als froh, als ich weiter unten war und irgendwann, als ich wieder zwischen den Häusern verschwand mich diversen Rolltreppen anvertrauen konnte.

Damit war dieser Ausflug schon wieder vorüber und ich fand es toll, was sich alles durch Zufall so ergeben hatte. Ich würde diesen Tag wahrlich als eine kleine Erfolgsgeschichte des Zufalls für mich verbuchen wollen.

 

Japan (2013/14) – Himeji – Das Schloss in der Box

20140106_050407_IMG_3514_ji Ok, ich wusste es ja, dass die absolute Attraktion von Himeji, das Schloss, für 5 Jahre renoviert wird und es dementsprechend Einschränkungen beim Genuss geben könnte.

Trotzdem machten wir uns auf den Weg das wohl eindrucksvollste Schloss Japans zu besuchen.

Als wir in Himeji den Bahnhof verließen, sah ich schon was es bedeutete, dass das Schloss renoviert wird. Es war, bis auf ein Gebäude vollständig eingerüstet. Doch gleichzeitig realisierte ich, dass man sich irgendwie Gedanken gemacht hatte, denn auf die große Box, die das Schloss einhüllte war die Kontur des Gebäudes gemalt. So konnte man sich zumindest etwas Vorstellen, was man sehen würde, wenn man etwas sehen würde 🙂

Am Gelände des Schlosses angelangt, reifte alsbald die Erkenntnis, dass, obwohl das Hauptgebäude nicht zu sehen war, es noch so viel zu entdecken gab, dass ein Aufenthalt trotzdem ein Erlebnis zu werden schien und so war es dann auch. Ich war am Abend mehr als glücklich hier gewesen zu sein.

20140106_052204_IMG_3549_ji Anfangs führte uns der Weg entlang an den gewaltigen Mauern und Tore und mehr als einmal musste ich die grandiose bautechnische Leistung bewundern, besonders wenn man bedachte, dass dieses Schloss schon um 1333 erbaut worden war.

Um das Schloss zu erreichen, hieß es stetig nach oben zu laufen und über die ein oder andere Treppe weiter an Höhe zu gewinnen. Das mit den Treppen bereitete mir wirklich etwas Probleme, denn seit dem Besuch der Ise Bucht hatten sich meine Knie nicht mehr so richtig erholt.

20140106_052636_IMG_3568_ji Irgendwann standen wir zu Füßen der großen Box, doch damit war nicht einfach Ende. Man hatte die Möglichkeit geschaffen, einen Ort innerhalb der Box zu besuchen, der einem Einblicke auf die Renovierungsarbeiten erlaubte.

Wir hatten heute wirklich Glück, wir hatten nur mit rund 30 Min. Wartezeit zu rechnen. Betrachtete ich die Vorbereitungen, so konnte man wirklich davon ausgehen, dass es durchaus sein konnte, dass man mehrere Stunden warten müsste, um das Gebäude von innen sehen zu können.

Die 30 Min. vergingen dann auch vergleichsweise rasch und durch das gute Besucher Management, verlief auch alles ohne Gedränge oder anderen Problemen.

20140106_061814_IMG_3688_ji An dem Panoramafenster, in dem man einen Blick auf das Gebäude werfen konnte, steuerte man die Besucher nichtmehr und so gab es zwar kein Gedrängel, aber sich einen guten Blick zu ergattern war durchaus anstrengend.

Besonders nervig war, dass es Bildschirme über der Panoramascheibe gab, die Hintergrundinformationen zu den Bauarbeiten gab. Nun standen die Leute vor der Panoramascheibe, starrten jedoch auf den Bildschirm und verhinderten dadurch, dass man zur Scheibe vordringen konnte. So war ich erneut froh, dass es wirklich wenig Besucher gab und man es schließlich immer schaffte einen Blick auf das Gebäude werfen zu können.

Wenn der Durst nach Innenansichten gestillt war, gab es auch noch die Möglichkeit hinunter auf Himeji zu blicken. Während der Blick auf die Stadt mich nicht wirklich begeisterte, fand ich div. Details wirklich spannend.

20140106_061038_IMG_3672_ji So konnte man die Außenmauern des Schlosses sehen und das dahinter beginnende Häusermeer. Es wirkte auf mich wirklich als würden die Häuser wie das Meer gegen die Bauern banden. Ich fand es toll. Neben diesem Bild begeisterte mich ein kleiner Hügel. Um ihn flossen die Häuser förmlich herum, und er schien aus dem besagten Häusermeer herauszuragen, ohne von ihnen erobert zu werden.

20140106_063215_IMG_3741_ji Nachdem wir die Box wieder verlassen hatten, führte uns der Labyrinthisch anmutenden Weg durch die Schlossanlage. Es war toll uns wir verharrten immer wieder um uns die Verzierungen, die Mauern oder die zu dieser Jahreszeit aufblühenden Kirschblüten zu bestaunen.

20140106_072847_IMG_3876_ji Zum Abschluss besuchten wir noch ein Wohngebäude. Die darin befindlichen Wohnräume waren wahrlich nicht groß und ich konnte mir gut vorstellen wie kühl es hier mindestens in der Winterzeit gewesen sein musste.

Schließlich durchtraten wir eine wirklich massive Tür innerhalb des Gebäudes. Dort wurden wir darauf hingewiesen, dass diese Tür so massiv war, da dahinter der Wohnbereich der Frauen begann und diese Tür die weiblichen Bewohner von zu aufdringlichen Personen schützen sollte.

Jeder der diese Information lass, musste mindestens schmunzeln.

20140106_080733_IMG_3994_ji Mit diesem Gebäude näherten wir uns rasch dem Ende unseres Besuches in diesem Bauwerk und ich möchte noch einmal betonen, dass trotz der Revolvierung und der Tatsache dass das gesamte Hauptgebäude in einer Box verschwunden war, es ein gelungener Ausflug war.

Auf dem Weg zum Bahnhof stromerten wir noch durch ein ein paar Einkaufsstraßen.

20140106_085840_IMG_4050_ji Als wir den Zug bestiegen war ich nur froh, dass wir einen Platz ergatterten, denn wir waren mal wieder in die Rush-Hour gekommen, die sich hier ca. von 17-22 Uhr erstreckt.

 

Japan (2013/14) – Wo wohnen wir in diesem Jahr in Kobe – Street View

Bei allen Besuchen in Japan habe ich kurz mit Google Street View gezeigt wo ich aktuell wohne, also habe ich mir gesagt, warum nicht auch in diesem Jahr.

Dieses Mal wohnen wir ein klein wenig Außerhalb und trotzdem ist es eine geniale Wohngegen. Das genial bezieht sich hier nicht auf die herrliche Wohnumgebung, als mehr auf die Tatsache, dass wir genau zwischen zwei Bahnlinien Wohnen und dadurch schnell und billig nach Kobe kommen. Auch Einkaufen ist sehr angenehm, es gibt etliche Supermärkte und sonstige Geschäfte. Also um gut Leben zu können ist es eine gute Ecke.

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Japan (2013/14) – Kobe – “seijin no hi” – Tag der Erwachsenen

20140113_034823_IMG_5770_ji Wie überall in der Welt werden aus Kindern Jugendliche und schließlich Erwachsene. In Japan wird dies besonders begangen und dieser Tag nennt sich “seijin no hi”.

An diesem Tag feiern man den Übergang zum Erwachsen werden, die zwischen April des Vorjahres und April des akt. Jahres das 20. Lebensjahr vollenden.

Zu diesem Anlass gibt es eine große Zeremonie bei der die jungen Leute auf die Verantwortung des erwachsen seins Hingewiesen werden.

Als Ausdruck dieses besonderen Anlasses, tragen die jungen Frauen teure traditionelle Kimonos und die jungen Männer zumeist schwarze Anzüge. Nur ab und zu sieht man einen jungen Herrn, der noch einen Kimono trägt, was ich persönlich ein wenig schade finde.

Ich war nur durch Zufall an die Information gelangt, dass “seijin no hi” statt findet. Und so ließ ich es mir nicht nehmen in die Stadt zu gehen. Ich hatte nicht recht eine Ahnung was mich erwarten würde und als ich ankam entdeckte ich nur ab und an ein paar herrliche gekleidete Frauen.

Man hatte mir noch den Hinweis gegeben, dass man sich am Besten in der Nähe von Fotogeschäften, Fotoautomaten aufhielte, denn dort zog es die frisch gekürten Erwachsenen hin, nachdem die offiziellen Zeremonien vorüber waren.

Durch puren Zufall fand ich eine solche Straße und hier gab es eine wahre Pilgerwanderungen und ich war völlig Begeistert und genoss die Zeit. Ich war auch froh, dass man mich sie fotografieren ließ und sogar für mich poste.

Ich hoffe meine kleine Sammlung an Fotos gibt einen Eindruck von der Farbenpracht und der Freude die ich an diesem Tag erleben durfte.

 

Japan (2013/14) – Der große Unterschied zwischen Abfalleimern und Toiletten

P1061014_ji Irgendwie scheint mich das Thema Toiletten in Japan zu verfolgen. Doch es ist so einzigartig herrlich und angenehm in Japan, dass man es einfach Thematisieren muss.

Hier nun die Auflösung zum Thema, was ist der große Unterschied zwischen Abfalleimern und Toiletten.

Toiletten findet man wirklich überall (selbst ein Lebensmittel Supermarkt, ein Convenience Store/ Nachbarschaftsladen besitzen einen – selbst wenn man nichts erwirbt kann man sie aufsuchen) und Menschen mit schwacher Blase brauchen sich in Japan wahrlich keine Sorgen machen, nicht rechtzeitig ein stilles Örtchen finden zu können. Bei Abfalleimern sieht das ganz anders aus. Dies ist eine zum Aussterben bedrohte Spezies. Es ist wirklich schwer solch ein Behältnis zu finden und dies gilt auch bei Veranstaltungen. Ich schleppe daher zumeist sehr lange meinen Abfall durch die Gegend, bis ich ihn irgendwann los werde.

Nach diesem Unterschied sind wir auch schon indirekt bei einer Gemeinsamkeit. Obwohl es keine Abfalleimer gibt, sind die Städte fast klinisch rein. Grundsätzlich kommt hier keiner auf die Idee seinen Müll in die Gegend zu schmeißen. Es ist beeindruckend.

Das Thema Sauberkeit gilt auch für Toiletten, selbst die vermeintlich schmutzigste Toilette ist immer noch so sauber, dass ich beeindruckt bin und erfreulicher Weise bekommt man auch oft die von mir so geschätzten Hightech-Toiletten geboten.

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Japan (2013/14) – Voll aus den Socken gehauen

Wir waren auf der Fahrt nach Kobe und mit jedem Kilometer wir Kobe näher kamen, ging es mir schlechter. Ich fror, mir war übel und alles rumorte in mir. Von die Service Stopps bekam ich kaum mehr mit.

In Osaka angelangt, wo es hieß vom Bus in den Zug umzusteigen, begann die nächste Episode des Dramas. Ich musste nur noch zusehen irgendwie mich in Richtung Toilette zu bewegen und die Dramen die sich dort abspielten, möchte ich mich nicht einmal mehr erinnern.

Wie ich es bis zum Hotel in Kobe schaffte, ich weiß es nicht und von meinem Bett hatte ich in dieser Nacht nicht viel.

Alles in Allem zog sich das Elend fast 3 Tage hin und ich muss sagen, ich habe nicht wirklich eine Ahnung hatte was die Ursache war. Ich vermutete einfach eine übelst verdorbenen Magen. Von einer Lebensmittelvergiftung zu sprechen scheint mir etwas zu übertreiben, doch ganz von der Hand weisen möchte ich es nicht.

Japan (2013/14) – Takayama

20131226_020121_IMG_1258_ji Takayama war der Ausgangs- und Endpunkt für unseren Ausflug nach Shirakawa-Go. Daher war eigentlich keine Zeit für den Ort selber eingeplant. Lediglich am Tag unserer Abreise in Richtung Kobe, erlaubte es uns etwas durch den Ort zu streifen und die Zeugnisse der Edo-Zeit, was Takayama den Zusatznamen Klein-Kyoto einbrachte.

Ich lass nun einmal dahin gestellt, ob der Vergleich mit Kyoto nicht doch die ein oder andere Enttäuschung beinhaltet, denn mit der Pracht und dem grandiosen Angebot an Sehenswürdigkeiten kann der Ort sicherlich nicht Schritt halten.

Dennoch die Altstadt mit seinen kleinen Geschäften und den kleinen Handwerksgeschäften hatten wir ja schon kennenlernen dürfen. Heute ging es darum noch etwas mehr durch den Ort zu streifen und die anderen Perlen des Ortes zu finden. Ein guter Stadtplan, den es sogar in Deutsch gab, was ich wirklich toll fand, erleichterte den Rundgang trefflich.

Unseren Rundgang begannen wir mit dem neben unserem Hotel gelegenen Schrein. So klein die Anlage sie war, dennoch gab es allerlei größere und kleinere Schätze entdecken. Ich muss gestehen, dass mir sicherlich das ein oder andere entgangen wäre, hätte mich Eri nicht darauf aufmerksam gemacht.

20131223_020340_IMG_8571_ji Besonders hübsch fand ich immer wenn Skulpturen mit Schnee bedeckt waren. Das verlieht der Szene immer etwas besonders.

20131223_020724_IMG_8585_ji Vom Schrein ging es zum durch die Stadt verlaufenden Fluss, an dessen Ufern ein morgendlicher Markt stattfinden sollte. Bevor wir jedoch den Markt erreichten, bestaunten wir etwas skurril wirkende Skulpturen auf einer der Bücken, die sich durch übermäßig lange Extremitäten auszeichneten. Welche Bedeutung es hatte, ließ sich nicht ergründen, doch hatte es etwas.

Der Markt war etwas überschaubar. Eri, die zuvor schon einmal mit ihrem Vater hier gewesen war, meinte, dass sie den Markt größer und geschäftiger in Erinnerung hatte. Ich vermutete, dass es einfach an den Temperaturen und den Wetterverhältnissen lag, dass es nur wenige Stände war. Dieses System kannte ich auch von den Berliner Wochenmärkten. Wenn es so richtig kalt wurde, gab es kaum mehr Stände.

So verließen wir die Straße mit den Ständen und schlenderten am Fluß entlang, wo wir mit einer netten Aussicht auf ein großes Tor belohnt wurden und wir konnten eine hübsche kleine Brücke überqueren.

20131226_022325_IMG_1302_ji Dieses Tor (Torii) beeindruckte eröffnete uns den Weg zum nächsten Schrein, der sich als sehr Eindrucksvoll erwies und ich genoss mich dort umzusehen. Einmal entdeckte ich eine Box, voll mit Schreibutensilien und Pinseln. Ich wunderte mich etwas, doch die Lösung fand sich auf einem dort angebrachten Schild. Es war eine Erinnerung an einen bekannten Kalligrafie Künstler und die Leute hatten dort ihre Utensilien als Opfergaben hinterlegt, und sicherlich etwas für ihre eigenen Künste erbeten.

20131226_023539_IMG_1325_ji Neben Hauptschrein fanden wir einen weitern, doch dieser ließ Eri etwas stutzen, denn dort gab es wenig japanische Götter, sondern es war wohl eher eine Indische Gottheit für dieser Schrein errichtet worden war. Dies war in der Tat etwas ungewöhnlich.

Als nächstes Ziel hatten wir uns einen kleinen Hügel auserkoren, auf dem sich die Ruinen eines Schlosses befinden sollten. Auf dem Weg dort hin, kamen wir an der örtlichen Bücherei vorbei. Dort gab es haufenweise Holzstücke, die von den Kindern der Gemeinde zu verschiedenen  Themen bemalt worden waren.

Ich war wie immer beeindruckt zu sehen was mit Phantasie entstanden war, besonders weil sich bei mir, bei solchen Aufgaben immer eine fürchterlich Blockade aufbaut und mir nicht im entferntesten einfällt  was ich machen soll.

20131226_034348_IMG_1471_ji Ein kleines lustiges Schild ließ sich auch noch bei der Bibliothek finden. Auf ihm sah ich einen Hund der Wasser ließ und eine Ameise, die ein Blatt zum Schutz über ihren Kopf hielt. Ich überlegte ob es zu bedeuten hätte, dass Hunde Ameisen nicht auf den Kopf pinkeln sollten. Mit dieser Annahme lag ich natürlich völlig falsch. Dieses Schild sollte sagen, das Hunde auf die dort befindliche Grünanlage nicht Wasser lassen sollen, denn sie haben dadurch das Gras so nachhaltig zerstört, dass es kaputt ging. Ja, so kann man sich täuschen.

Schließlich begann der Anstieg auf den Berg und ich muss sagen es war steil. Doch die Ruine erreichten wir nicht, denn wir hätten durch den dort befindlichen Wald laufen müssen und der Weg war vereist und der Schnee Dronte von den Bäumen zu fallen. So ließen wir diese Attraktion des Ortes aus. Stattdessen versuchten wir einen Blick auf Takayama zu werfen, doch berauschend war die Aussicht nicht und selbst wenn es ihn gegeben hätte, war das Stadtbild nicht wirklich spannend.

20131226_041859_IMG_1530_ji Wir kletterten den Berg wieder nach Unten, um schließich in der Historischen Altstadt zu landen. Diese hatten wir ja schon bei der Illumination kennengelernt, doch jetzt, am Tag wirkte sie ganz anders. Sie war noch immer nett anzusehen, doch ich muss gestehen im Illuminierten Zustand hatte der Ort noch einen ganz anderen Zauber und ich war froh, dass wir hatten es erleben können.

20131226_050530_IMG_1596_ji Bevor wir unsere Abreise in Angriff nahmen, wollten wir uns noch ein Mahl gönnen. Dazu gingen wir in die örtliche Fleischerei mit angeschlossenem Restaurant. Die Preise in der Fleischerei und dem Restaurant waren wirklich sportlich und ich suchte jedes Mal die Goldeinlage, doch die gab es nicht.

Ich gönnte mir etwas für den BBQ Gill und so konnte ich etwas im Tisch eingelassen vor mich hin brutzeln und es mir schmecken lassen.

20131226_060336_IMG_1621_ji Es war 16 Uhr als wir Takayama verließen und wir uns in Richtung Kobe auf machten.

 

Japan (2013/14) – Shirakawa-go – 3 Tage in Eis und Schnee

Nun hatte ich in diesem Urlaub wirklich Gegensätze kennenlernen dürfen. So z.B. die einsamen Inseln der Ise Bucht (Ise Bucht – Auf ans Meer / Insel Kamishima – Ein wilder ritt / Ise Bucht – Zurück aufs Festland), das Gewusel und Hektik in Tokyo (Tokyo – Wo bleibt der Schnee / Tokyo – Gundam / Tokyo – Rush Hour & Sumo Live / Tokyo – Die Megakreuzung) oder die grandiosen Einblicke in die Geschichte Kyotos (Kyoto – 35 Kg brennen in meinem Fleisch / Kyoto – Herbstfarben & Hallo Fugu / Kyoto – Im Bambus-Hain). Doch auf das jetzige Ziel freute ich mich insgeheim am meisten.

Heute ging es für 3 Tage und 2 Nächte nach Shirakawa-go einem kleinen Ort in den japanischen Alpen, welches 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden war.

Besonderheit dieser Orte sind die dort errichteten Gebäude, welche pragmatisch gesehen durch ihre Bauweise (an ein Dreieck erinnernd) einfach nur den gewaltigen Schneemassen standhalten sollten. Mehr spirituell erinnert die Bauweise zum Gebet gefaltete Hände. Doch egal was es war, auf mich wirkte es nur faszinierend und ich wollte es einfach einmal live sehen.

Der Besuch wurde durch die Tatsache gekrönt, dass in diesem Jahr sehr früh Schnee fiel und ich somit den Ort, die Landschaft und die Berge mit Schnee bedeckt erleben konnte. Einfach nur eine auf den Schnee wartende Landschaft zu erleben, wäre auch ok gewesen, doch der Schnee war die Körnung dieses Besuchs.

Shirakawa-Go_8725 Durch die Popularität des Ortes waren wir gezwungen jeweils nur eine Nacht in einer Unterkunft verbringen zu können, was sich im Nachhinein wahrlich als Glücksfall herausstellte, denn so konnten wir zwei unterschiedliche Übernachtungsstiele genießen. Zudem bot uns das Wetter 3 unterschiedliche Szenarien, die jeden Tag unseres Aufenthaltes spannend hielt und es immer wieder ein Abenteuer war durch den Ort zu schlendern.

Am ersten Tag kamen wir in einer sehr traditionellen Unterkunft unter. Es war eines der Spitzhäuser, die innen zwar auf dem neusten technischen Stand war, und trotzdem dem Gast das urtümliche traditionelle Wohnerlebnis vermittelte.

Dies bedeutete, dass wir auf dem “Boden” (Tatami Matten und den auf diesen ausgelegten Matratzen)  schliefen und saßen.

Zwischen den einzelnen Räumen existiere jeweils nur eine mit Papier überzogene Tür, welches einem hautnah am Geschehen des Nachbarn teilhaben ließ, wenn dieser sich nicht an die Etikette – ruhe zu halten, über das Maß hinaus was wir vielleicht für ruhig halten – hielt. Ok, wir hatten solch ein “Glück”.

Shirakawa-Go_9021Nachdem wir uns eingerichtet hatten traten wir unseren ersten Rundgang durch den Ort an. Das Wetter zeigte sich wechselhaft. Es gab sonnige Abschnitte, aber auch etwas düstere Zeiten, doch insgesamt gesehen war es ein freundliches Wetter. Ich fühlte mich wirklich herzlich willkommen und ich konnte den Spaziergang genießen.

Direkt unserer Unterkunft hatte sich ein Film-Crew eingefunden, die hier einen Film wohl über den Ort drehte. Das war zum einen spannend, zum anderen etwas lästig, denn sie blockierten eine wirklich grandiose Aussicht auf ein paar der besten Häuser im Ortes. Zudem zogen sie natürlich durch den Ort und so trafen wir immer wieder auf die Produktion.

Ich möchte nicht Ungerecht sein, auch wir bekamen unsere Aussichten und wir konnten wirklich alles genießen. Zudem hielten sich die Besucherzahlen wirklich in Grenzen und so manches Mal hatten wir das Gefühl wir seien allein.

Shirakawa-go - Der Fluss Während der Tag überwiegend sonnig war, zog sich der Himmel am Abend etwas zu und es legte sich eine Nebeldecke auf den Ort. Das wirkte zum einen etwas gespenstisch, aber auch romantisch schön. Ich konnte mir jeweils das mir passende Gefühl aussuchen.

Wir kehrten in der Dunkelheit zu unser Unterkunft zurück und wurden mit einem besonderen Geschenk bedacht. Denn eines der Häuser auf unserem Zugang zum Haus war herrlich von Innen beleuchtet und es gab eine herrliche Stimmung die ich lange und ausgiebig genoss. Natürlich nicht ohne meinen Fotoapparat etwas zu strapazieren.

Schließlich kroch doch die Kälte in die Knochen und wir zogen uns in unsere Unterkunft zurück. Dort war gerade das Bad frei (es gab ein Gemeinschaftsbad, welches man sich reservieren konnte) und so verschwanden wir sogleich dort und tankten im heißen Wasser wieder Wärme und Behaglichkeit.

Während wir badeten wurden unsere Betten hergerichtet. D.h. es wurden die Matratzen herausgeholt und auf dem Boden gelegt und ein Berg an Zudeckmöglichkeiten darauf gestapelt. Man rechnete wohl mit einer kalten Nacht. Doch so kalt wurde es mir nicht und auch Eri empfand das Angebot als bequem und vor allem warm.

Bei dieser Art des Schlafens erwachte ich regelmäßig Morgens mit Rückenschmerzen, doch auch die hielten sich einigermaßen in Grenzen. Die Matratzen schienen hier deutlich besser und bequemer zu sein als in all den anderen Unterkünften zuvor. Ich hatte wahrlich nichts dagegen.

Der nächste Tag begann mit einem japanischen Frühstück. Ich mochte es, doch das hocken auf der Erde war nicht mein Ding und so war ich froh, dass ich ein kleines Höckerchen bekam und man auch meinen Tisch etwas aufbockte. Dadurch ließ sich das Mahl genießen.

Aus unserer Unterkunft mussten wir bis 9 Uhr ausgecheckt haben. Das fand ich schon sehr früh, doch so waren die Regeln. Zum Glück hatten wir am Vortag schon erkundet wo sich unsere andere Unterkunft befand und wie wir am schnellsten dort hin kamen. So brachten wir den Wechsel der Unterkünfte in rund 15 Minuten hinter uns.

Shirakawa-Go_9510 Vor dem Frühstück hatte ich noch ein kleines Panorama (360×180 Grad) geschossen und genoss schon da einen leichten Schneefall. Doch nun, wo wir zur anderen Schlafstätte liefen hatte ein kräftiger Schneefall eingesetzt, welcher dem Ort eine ganz andere neue Stimmung verlieh.

Der Schneefall ließ auch über Tag nur unbedeutend nach und obwohl wir den gesamten Ort schon erkundigt hatten, ergaben sich ganz neue Perspektiven und Einblicke.

20131224_031453_IMG_9624_ji Trotz des Schneefalls entschieden wir uns gegen Mittag  in einen der Shuttle Busse zu hüpfen, der uns zum Aussichtspunkt über den Ort bringen sollte. Sehr hoffnungsfroh was die Aussicht anging war ich nicht und dennoch sah ich etwa mehr als ich mir vorgestellt hatte. Insgeheim träumte ich von einem schönen sonnigen Tag, doch dieser war heute so weit weg, dass es nur ein Traum blieb.

Ich weiß nicht wie oft wir die Wege und Straßen von Shirakawa-go abliefen und trotzdem für uns blieb es stets spannend und wir waren auch selber überrascht, dass wir stets neue Dinge entdeckten.

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Auch heute kehrten wir erst bei Einbruch der Dunkelheit ins Hotel zurück, wo wir nun auch gleich unser Zimmer beziehen konnten.

Es war wirklich angenehm, dass wir einen richtigen Raum mit einem richtigen Bett hatten. Oh, das war wirklich angenehm. Wirklich ruhiger war es jedoch nur bedingt, denn auf unserem Gang war eine sehr aktive Großfamilie untergebracht und die verursachten einen gewissen Grundgeräuschpegel.

Bevor wir an diesem Abend unser Abendbrot genießen wollten, ging es ins Bad. Im Gegensatz zur letzten Unterkunft, in der wir zwar ein Gemeinschaftsbad hatten, dies durch eine Reservierung für uns allein hatte, gab es in diesem Hotel ein richtiges Onsen.

Wir machten uns gemeinsam auf den Weg, doch alsbald trennten sich unsere Wege und der konnte das Bad für sich genießen. Mich quälte dabei die Sorge, dass ich mich falsch verhalten würde und einen Fehler nach dem anderen Machte und ich übel auffiel. Doch ich war fast allein im Bad und so konnte ich es recht befreit genießen, wenngleich ich versuchte alles richtig zu machen.

Gut durchgewärmt trafen sich Eri und ich beim Speisesaal. Ich trug mein Jinbei und Eri den bereitgestellten Kimono. Damit waren wir standesgemäß bekleidet und auch die anderen Gäste waren so begleitet.

Das Essen war wieder typisch japanisch und lecker. Alles war sehr hübsch hergerichtet und meine anfänglichen Bedenken, dass die so klein anmutenden Portionen mich nicht sättigen würden, bestätigen sich nicht. Auch bekam ich wieder ein kleines Höckerchen, so dass ich in einer für mich akzeptablen Position sitzen konnte.

Nach dem Mahl ging es wieder auf Zimmer und wir genossen wieder den Trubel in den anderen Zimmer. Doch irgendwann wurde es dann doch ruhig und es konnte gut geschlafen werden.

IMG_0004_ji Der nächste Tag begann ich der freudigen Erkenntnis, dass mein Traum von einem strahlend blauen Himmel und Sonne wahr geworden war. Ich konnte es kam erwarten hinaus zu kommen und dieses Wetter genießen zu können.

Doch bevor wir das Hotel verließen, gab es ein Frühstück und ich war wie jedes Mal überrascht, dass ich am Ende wirklich satt war. Zudem mundete mir es jedes Mal, auch wenn ich mich etwas nach einer Scheibe Brot mit Wurst oder Käse sehnte.

Heute hieß es bis um 10 Uhr auszuhecken. Diese Zeit nutzen wir auch bis zum bitteren Ende aus, denn im Örtchen fuhr noch kein Shuttle und alles war noch geschlossen.

Als wir das Hotel schließlich verließen, nicht ohne unser Gepäck dort hinterlegt zu haben, denn wer wollte denn schon sein ganzes Gepäck den Tag über durch die Gegend schleppen, ging es als erstes zum Shuttle der uns zum Aussichtspunkt brachte.

IMG_0261_ji-1024px-compressor Oh, welch eine Pracht uns erwartete. Ich mochte mich überhaupt nicht satt sehen und ich schlug das Herz bis zum Hals die mit Schnee überzogenen Berge bei herrlichem blauen Himmel zu erleben. Durch die frühe Stunde waren es auch wirklich wenige Menschen am Aussichtspunkt und so ließ die Sicht wirklich genießen.

Shirakawa-Go_0976 Zurück im Ort, zogen wir wieder unsere Runden und wie schon am Vortag staunten wir, wie anders der Ort auf uns wirkte in diesen Licht und Wetterverhältnissen. Ich kann wirklich aus ganzem Herzen behaupten, auch wenn wohl maximal 1 Tag für das Entdecken des gesamten Ortes ausreichend wäre, so würde ich keine einzelne Sekunde missen wollen und zu Verdanken hatte ich es wirklich den so unterschiedlichen Wetterverhältnissen in diesen 3 Tagen.

Ich war so glücklich.

Shirakawa-Go - Drohne Im weiteren Verlauf unseres Undganges entdeckte ich wieder eine Filmcrew. Dieses Mal machte man Aufnahmen vom Ort mit einem Octocopter. Ich hatte schon Videos im Internet gefunden die Shirakawa-go aus dieser Perspektive zeigte und so war es um so spannender zu erleben wie solche Aufnahmen entstanden.

Doch irgendwann ist auch die schönste Zeit vorüber und es hieß zum Hotel zurückzukehren, das Gepäck einzusammeln und sich auf zur Bushaltestelle zu machen.

Am Bus angelangt, wollte ich mein Gepäck im Bauch des Fahrzeugs unterbringen, doch der Busfahrer gab mir verstehen, dass es keinen Platz mehr gäbe. Stattdessen sollte ich mit meinem 25 Kilo Rucksack (plus 10 Kg Fotorucksack) in den Buseinsteigen und ihn dort auf einer Sitzbank deponieren. Das war jedoch einfacher gesagt als getan, denn schon ohne Gepäck hatte ich Probleme mich durch den schmalen Gang zu quetschen, doch mit Gepäck – oh, Mann, das war eine Aufgabe und eine Entschuldigungs-Orgie.

IMG_1216_ji Doch auch dieses Aufgabe konnte bewältigt werden und nun war der Aufenthalt in Shirakawa-go tatsächlich vorüber und ich war froh so lange hier gewesen zu sein.

 

Ausnahmsweise habe ich dieses Mal 3 Tage in einem Bericht zusammengefasst. Was auch bedeutet, dass es ganze 3 Foto-Galerien gibt. Ich weiß, dass es viel gleiches zu sehen gibt, hoffe ich durch die 3 Galerien die unterschiedlichen Eindrücke und Stimmungen wiedergeben zu können.

 

Tag 1

Tag 2