Japan – Was essen die Japaner überhaupt? z.B. Natto

IMG_7989_ji Diese japanische kulinarische Besonderheit, möchte ich dem geneigten Leser wahrlich nicht vorenthalten.

Nun gebe ich zu, dass selbst bei den Japanern das Land sich in zwei Fraktionen teilt. Es gibt die, die Natto "hassen" und die, die es "lieben".

Ich muss gestehen, dass ich mittlerweile zu jenen gehöre, die Natto mögen.

Einschränkend muss ich aber gestehen, dass es etwas von der erworbenen Marke abhängig ist und zudem benötige ich immer einen Spritzer Senf und Sojasauce, der zumeist dem Produkt beiliegt :-).
IMG_7995_ji Was neben dem Geschmack, den Verzehr etwas als wagemutig erscheinen lassen mag, ist die schleimige Substanz, die die Bohnen nach dem Zubereiten umgibt. Führt man schließlich die Bohnen zum Mund, so ziehen sie lange etwas klebrige Fäden hinter sich her her und all zu leicht hat man mit diesen Fäden seinen persönlichen Kampf.

Wie schon gesagt ich mag es und schätze es zum Frühstück, aber auch zu anderen Mahlzeiten.

Als Snack gibt es das ganze auch noch und das ist wirklich lecker. Man schüttet die völlig trockenen Bohnen in den Mund und wenn man nun genüsslich auf ihnen herum kaut, nehmen sie die zuvor beschriebene Konsistenz an.

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Ich empfehle auf jeden Fall sich einmal dem Genuss noch Natto hinzugeben.

Japan (2011) – Alles hat ein Ende & Zurück nach Deutschland

20110324_180306-P3240454_ji Kopie1 [1] 4 Wochen Urlaub sind nicht viel, besonders wenn die Zeit angefüllt ist mit Vorbereitungen für die eigene Hochzeit. Trotzdem war es eine schöne Zeit und es schwingt ordentlich Wehmut mit, dass ich wieder zurück nach Deutschland muss.

Mittlerweile habe ich wieder deutschen Boden unter meinen Füßen und reflektiere die 18 Std. im Flieger und ich muss sagen, dass ich froh bin, dass es vorüber ist..

Um zu einem guten Platz zu kommen, hatte ich rechtzeitig das Online Check in durchgeführt und mir Plätze ausgesucht die mir hoffentlich eine gemütliche Heimreise bescherten. Deshalb wunderte ich mich, als ich in Osaka bei meinem Gate saß und die Flugbegleiter dauernd zu mir herüber schauten. Als sich schließlich eine von ihnen auf machte und geradewegs auf mich zu lief, war ich doch etwas verdutzt. Man bat mich um meine Board Karte, studierte sie und verschwand ohne jeden Kommentar.

Merkwürdig … Ein paar Sekunden später kam wieder jemand zu mir. Dieses Mal hatte man sich aber entschlossen mit mir zu sprechen. Es stellte sich heraus, dass man mir einen Platz zukommen lassen wollte, der für mich bequemer war, denn der Flieger war wohl sehr voll und aktuell hätte ich direkte Sitznachbarn gehabt.

Man bot mir an, mir einem Platz zu geben an dem der Sitz neben mir frei war. Das fand ich sehr nett und Vorausschauend und ich nahm es natürlich sehr gerne an. So kam ich zu einem weitestgehend angenehmen Platz, denn in diesem Flugzeug blieb noch immer das Problem, dass man die Lehnen nicht hoch klappen konnte. Ich also den extra Raum nicht wirklich nutzen konnte und ich zudem den Kopfhörersteker nicht in die entsprechenden Löcher (sie zeigten in den Sitzbereich) stecken konnte.

P4230446_ji Ich gebe zu, dass ich von den 12 Std. Flug ohnehin nicht wirklich viel mitbekam. Das erste Essen nahm ich noch mit, doch dann verschwand ich in tiefem Schlaf.

Oh, was das Essen angeht, so hatte ich mich beim Herflug erneut für das japanische Menü entschieden, was letztlich durchaus lecker war. Das westliche hingegen, sah nicht wirklich toll aus. Beim Frühstück gab es auch Auswahl, doch welches man nahm, schien egal zu sein, denn sie boten beide keinen überzeugenden Anblick.

In Doha gelandet, wurden wir erneut via Bus zum Terminal geschunkelt. Das nervte, denn es dauerte etwa 15 Min. – Im Terminal angekommen ging es gleich zur Sicherheitsüberprüfung und da gab es eine gewaltig lange Schlange. Doch das Personal arbeitete es wirklich sehr zügig ab. Ob das zu Lasten der Qualität der Prüfung ging, oder die Leute nur gut waren, lasse ich mal offen. Ich hatte so meine eigene Meinung, wenn ich sah mit welcher Begeisterung gearbeitet wurde.

P4230447_ji Das Terminal war wieder angefüllt mit Menschenmassen – ist voll das richtige Wort … hmmm – Es war wirklich voll :-)))

Der Weiterflug nach Berlin, erneut 6 Std., war ebenfalls ok. Wenngleich ich wirklich im Luxus badete.

Auch dieser Flieger war voll und die Reihen waren zum bersten gefüllt. Nur ich hatte eine ganze Reihe für mich allein. Na, wenn das nicht Luxus ist. So wurde ich von den anderen Fluggästen neidisch, oder wie auch immer beäugt, während sie Schlangen vor den Toiletten bildeten.

Nebenbei sei erwähnt, ich habe noch nie einen Flug erlebt, bei dem so intensiv Schlangen vor den Toiletten gebildet wurden, wie hier. Fast den gesamten Flug über, also 6 Std. gab es diese Schlangen. Spaßig wurde das ganze nur noch, wenn es darum ging die Service Wagen irgendwie durch diese Schlangen oder den stetig zur Toilette strebenden Menschen zu lotsen.

Das Thema essen muss man für diesen Kurz Flug nicht vertiefen, doch alles in allem, sah man von dem Lehnen Problem, dem Essen und dem Bustransfer Terror ab, konnte man wirklich mit Qatar Airlines fliegen.

Oh, eines fand ich noch ganz witzig. In der Reihe vor mir saß eine Inderin und sie trug ein Tuch was übersät war mit Pajetten. Wenn diese von der Sonne beschienen wurden, meinte ich mich in eine Disko versetzt. Auf allen Wänden, dem Sitz vor ihr … ach überall … leuchteten und tanzten bunte Punkte. Ja, ich hatte Freude daran.

In Berlin drängten die Fluggäste, wie üblich mit aller Gewalt aus dem Flugzeug. Ich ließ mir Zeit und war dann auch der letzte der durch die Passkontrolle kam. Nun traf ich alle Leute wieder, die nervös vor dem Gepäckband warteten. Das Drängeln und sich Beeilen hatte sich “wirklich ausgezahlt”

Mein Gepäck kam erstaunlich früh und nachdem in Japan mein Busticket für die Fahrt nach Hause in der Waschmaschine vernichtet hatte – das war die Strafe, wenn man sein Kleidung nicht ordentlich durchsucht und den ganzen Geldbeutel in die Waschmaschine verfrachtet – gönnte ich mir ein Taxi Heim.

Hier hatte ich Glück und ich bekam einen Kleinbus – ja, für mich alleine 🙂

Der Fahrer war nett, wir plauderten ausgiebig. Als er erfuhr, dass ich aus Japan kam, machte er sich etwas Sorge, dass ich radioaktiv verseucht sein könnte. 🙂

So kam ich dann sehr entspannt in meiner Wohnung an. Lediglich der Fahrstuhl in meinem Wohnhaus war nervig, denn nachdem ich meinen Etagenknopf gedrückt hatte, dauerte es etwa 3 Min. bis sich die Tür schloss und die Fahrt in meine Etage begann. Ok. letztlich war ich froh, dass er überhaupt fuhr und ich mein Gepäck nicht in meine Etage buckeln musste.

 

Ich hoffe alle Leser hatten Freude an meiner Reise und den Erzählungen. Ich hatte Spaß und eine gute Zeit und werde sicherlich lange und gerne auf diese Reise zurückblicken.

Japan (2011) – Die Hochzeitsreise 06-06 – Stadt ohne Sehenswürdigkeiten?

20110420_071815-IMG_7410_ji Es ist wirklich witzig, beschäftigt man sich mit der Stadt Okayama, so gibt das Internet als auch unser Reiseführer wirklich nicht sehr viel her, was hier spannend sein soll. Doch zum Glück gibt es einen Park, den Kōraku-en (englischsprachiger Link – der deutsche taugt nichts) und das angrenzende Schloss. So hatten wir unser Highlight, welches wir auf unsere Besuchsliste für den heutigen Tag setzten.

Wir waren bezüglich des Parks sehr gespannt, denn er sollte zu den schönsten Japans gehören.

Bevor wir jedoch den Park genießen konnten war erst wieder Zug fahren angesagt, was bedeutete eingequetscht von einem Ort zum nächsten geschaukelt zu werden. Also umfallen konnte ich hier wirklich nicht.

20110420_052301-IMG_7167_jiIn Okayama angelangt, verstauten wir unser Gepäck und ich hatte etwas Gelegenheit mich ein wenig umzusehen.

Die Stadt machte auf dem Vorplatz des Bahnhofes einfach den Eindruck einer normalen Stadt, ohne besonders einladend oder abschreckend zu sein.

Erfreulicher Weise schaffte ich es hier aber endlich einmal ein Foto zu schießen, welches sehr anschaulich dokumentiert, wie sich japanische junge Frauen auf Brezeln und durch die Stadt laufen. Doch selbst dieses Beispiel ist noch fast als Normal zu bezeichnen. Deshalb hier ein Link auf eine Seite die anschaulich dokumentiert was als sexy und heiß in bei Japans Jugend angesagt ist.

20110420_060430-IMG_7226_ji Die Busfahrt zum Park war durchaus  angenehm, denn die Anzahl an Fahrtgästen war mehr als überschaubar. Ich war der letzte, der etwas dagegen einzuwenden hatte. Denn mein Verhältnis zum Bus fahren hatte sich hier in Japan doch deutlich verschlechtert.

Der Park selber erwies sich aus meiner Sicht als zumindest nett. Auch wenn ich den Aufenthalt genoss, wirklich überschwängliche Begeisterung kam bei mir nicht auf. Ich nahm einfach erst einmal an, das wir nicht unbedingt die beste Jahreszeit erwischt hatten, um ihn in seiner ganzen Pracht zu erleben.

Als wir den Park durchstreift hatten, stellte sich die Frage was wir noch machen könnten, doch wie schon erwähnt, war der Reiseführer eher der Ansicht es gäbe nichts weiter zu sehen. Zudem hatte ich mir zum Xten Mal einen ordentlichen Sonnenstich eingefangen und es ging mir ehrlich gesagt nicht wirklich gut.

So entschieden wir uns in die Innenstadt zurückzukehren. Dort hockten wir uns in ein Cafe. Da es mir, selbst nach geraumer Zeit ,nicht wirklich besser ging, blieb ich einfach hocken, während Eri in die nähere Geschäftewelt aufbrach.

20110420_111614-IMG_7544_ji Für die Rückfahrt nach Kobe hatte Eri den Shinkansen gewählt. Eigentlich wird die Strecke zwischen diesen beiden Städten in rund 30 Min. zurückgelegt (ca. 120 km). Doch hatte das einen gewaltigen Nachteil. Diese Zeit war zu kurz, um sich ein Ekiben zu gönnen. So wählten wir die Bummelbahn unter den Shinkansen. Das bedeutete wir würden 60 Min. für die Strecke brauchen und so könnte ich zu meinem Ekiben kommen.

Gesagt, getan. Eri erwarb zwei wirklich schöne Ekiben und nachdem wir es uns im Zug gemütlich gemacht und die Fahrt begonnen hatte, ließen wir uns die div. Leckereien schmecken. Das war wahrlich der Abschluss, den ich mir für diese wirklich tolle Hochzeitsreise gewünscht hatte.

 

013 Hochzeitsreise Koraku-enGalerie

Japan (2011) – Die Hochzeitsreise 05-06 – Altstadt von Kurashiki “Bikan”

20110419_101709-IMG_6896_ji Nicht nur, dass wir ein herrliches Hotel hatten, es befand sich auch noch direkt neben der Altstadt (englischsprachiger Link) von Kurashiki, die, wie ich schon bei unserer Ankunft bemerkte, besonders ansehnliche Bauten zu bieten hat.

Wir erfuhren zwar auf unserem Spaziergang von Einheimischen, dass dieses Gebiet durch die Kommerzialisierung und Restaurierungen an Charme verloren hätte, doch da ich es nicht vergleichen konnte, musste ich für mich feststellen, dass es eine hübsche Ecke ist, in der man sich gut aufhalten kann.

Nach Einbruch der Dunkelheit, verschlug es in ein kleines Lokal in dem traditionelle japanische Kost angeboten wurde. Es war zwar etwas teuer, doch lecker war es alle mal.

Als wir das Lokal verließen leuchtete die “blaue Stunde” wunderbar und tauchte die Altstadt in ein anderes, wunderschönes Licht.

 

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Japan (2011) – Die Hochzeitsreise 04-06 – Zurück zum Festland

20110419_035309-P4190438_ji Es ist Fahr-Tag. Es geht von Shikoku zurück zum “Festland”. Dafür wahr wieder etwas schippern mit einer Fähre angesagt und auch Zug fahren stand ganz oben auf dem Programm.

Die Fahrt mit der Fähre dauerte nur 60 Min. und ich muss sagen, dass die Sicht hinaus auf die Inseln und das Meer wirklich toll waren. Lediglich die etwas raue Dünung und der heftig wehende Wind machte es etwas schwierig nicht umgeworfen zu werden. Trotzdem die Sonne, das Meer, es war einfach toll.

Wir legten in einem Örtchen an, wessen Namen mich sehr an ein bekanntes Spiel erinnerte. Der Ort nannte sich “Uno”. Von hier wollten wir eigentlich mit dem Bus weiter fahren, doch diese Verbindung war aufgegeben worden. Zum Glück gab es aber einen Bahnhof und den galt es anzusteuern.

20110419_055634-IMG_6677_ji Auch wenn Uno auf den ersten Blick einfach nur ein kleiner, nicht besonders hübscher Ort war, so konnte ich auch hier viele nette Details entdecken. So hatte man am Bahnhof Tier Skulpturen, eine Meerjungfrau und ähnliches aufgestellt, was dem Vorplatz eine gewisse Attraktivität verlieh.

Im Bahnhof erfuhren wir, dass wir nur 30 min. warten brauchten, bis ein Zug den Ort verließ. Das war die gute Nachricht. Die schlechte war, dass wir 2 Mal den Zug wechseln mussten, bis zu unserem Ziel Kurashiki. Wir hofften nun inständig, dass wir nicht die ganze Zeit in Zügen herumstehen brauchten.

20110419_071933-IMG_6730_ji Unser Wunsch wurde erfüllt. Lediglich auf der letzten Fahrtstrecke nach Kurashiki, die nur 15 Min. dauerte, war stehen angesagt. Im übrigen Umfallen konnten wir in diesem Zug auch dann nicht, denn er war nämlich voll gestopft mit Menschen.

Dieses letzte Teilstück der Fahrt beinhaltete neben den beengten Verhältnissen noch ein anderes Erlebnis.

Das Zusteigen in den Zug hatte dieses Mal nicht viel mit der japanischen Ordnung und Zurückhaltung zu tun. Obwohl Fahrgäste noch versuchten auszusteigen, drängte die Masse an Menschen gleich von Beginn vom Bahnsteig in den Zug. Ob dies Ursache für das folgende Vorkommnis war, kann ich nicht ganz ausschließen.

20110419_063651-IMG_6720_ji Die Türen des Zuges schlossen sich gerade und der Zug machte Anstalten die Fahrt zu beginnen, als ich sah, dass ein Mann seinen Regenschirm zwischen die Türen rammte. Er wollte damit das Schließen der Türen verhindern, doch die Türen taten alles, nur nicht sich nicht schließen. So steckte der Schirm eingeklemmt in der Tür und der Fahrgast und andere Menschen versuchten den Regenschirm herauszuziehen. Mittlerweile hatte sich der Zug langsam in Bewegung gesetzt, doch als der Regenschirm aus der Tür befreit war, gab es einen Ruck und der Zug stand. Durch die Maßnahme war eine Notbremsung ausgelöst worden.

Die Tür ging auf und der Fahrgast stürmte, ohne links oder rechts zu schauen einfach aus dem Zug. Auch die heraneilenden Bahnangestellten ignorierte er und zog von dannen.

20110419_084948-IMG_6775_ji In Kurashiki angelangt, liefen wir sogleich unser Hotel an. Für diese Nacht hatte Eri ein besonders gutes Hotel ausgesucht, welches auch ein sehr ansprechendes Ambiente haben sollte und dazu ein grandioses Frühstücksbüfett.

Als wir das Gebäude erreichten, waren wir schon etwas schockiert, denn von außen machte das Gebäude keinen Überzeugenden Eindruck. Doch von innen, sah das ganz anders aus. User Zimmer stellte sich schließlich als wirklich tolle Suite mit moderner, hübscher Einrichtung heraus. Wir waren beide begeistert.

 

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Japan (2011) – Die Hochzeitsreise 03-06 – Kotohira-gū

20110418_082829-IMG_6409_ji 60% Regenwahrscheinlichkeit. Was für eine unerfreuliche Neuigkeit für diesen Tag. Besonders freute ich mich darüber, denn zusätzlich erfuhr ich, dass es bis zum Kotohira-gū Schrein, den wir heute als Ziel ausgewählt hatten, 786 Treppenstufen zu überwinden galt. Oh, und das dann noch im Regen.

So schlecht war das Wetter morgens dann doch nicht, doch das war ohnehin egal, denn wir fuhren Bahn bis in die Stadt Kotohira der Präfektur Kagawa, in der sich der Schrein befand.

In Kotohira angekommen, fing es natürlich pünktlich an zu regnen.

20110418_050622-IMG_6052_ji Schon die Straße die vom Bahnhof weg führte vermittelte mir, durch die dort stehenden Figuren, dass dies ein besonderer und wohl auch schöner Tag werden könnte. Den Regen, der immer stärker wurde, versuchte ich zu ignorieren

Als wir dem Anstieg zum Schrein  beängstigend nahe waren, kamen wir an einem Udon Restaurant vorüber und das nutzten wir, um ein frühes Mittagsmahl einzunehmen und zu Versuchen den Regen auszuhocken.

20110418_055448-IMG_6080_ji Das Essen war wirklich lecker und machte der Tatsache, dass diese Präfektur für ihr Udon berühmt war, alle Ehre. Das mit dem Regen aushocken, klappte nur bedingt. Als wir vor das Restaurant traten, war es zwar trocken, doch all zu lange hielt das nicht an.

Bis die ersten Treppenstufen auftauchten, dauerte es nicht lange und ich gebe zu, ganz so brutal sah es nicht aus. Es gab immer ein paar Stufen zu überwinden gefolgt einem mehr oder weniger langer Absatz. Links und rechts gab es viele Geschäfte, in denen der Tourist  glücklich gemacht werden sollten.

Unter anderem wurden Bambusstöcke angeboten, die als Wanderstöcke dienen sollten. Kurz dachte ich über den Erwerb nach, verwarf den Gedanken jedoch, was ich später doch etwas bereute.

20110418_061315-IMG_6130_ji Alsbald erreichten wir ein Schreintor (Torii) und hier wurde ich dann doch etwa blass, als ich sah, in welchem Winkel sich die Stufen nun gnadenlos den Berg hinauf zogen. Ich war froh, dass Eri in einen Laden verschwand und ich den Schock in Ruhe verarbeiten konnte.

Beim Umsehen stellte ich fest, dass an dieser Stelle Männer einen besonderen Service anboten. Man konnte sich von ihnen den Berg hinauf tragen lassen. Wie das genau aussah, konnte ich nicht ergründen, denn niemand nahm das Angebot wahr. Es gab wohl einfach zu wenige Touristen an diesem Tag. Als ich mir das Angebot etwas genauer anschaute, meinte ich eine gewisse Angst in den Augen der Männer zu erblicken. Ich fragte mich, woher das wohl kommen mochte 🙂

20110418_062455-IMG_6161_ji Schließlich wagten wir uns an diesen ersten, für mich anstrengenden Anstieg. Viele Pausen und natürlich die Möglichkeit des Fotografierens, halfen mir diese Kletterei zu überstehen. Natürlich wurden wir von allerlei Volk überholt.

Etwas peinlich war es für mich, nicht die Tatsache, dass mich 90jährige überholten, nö, das war mir egal, eher junge voll durch gestylte Japanerinnen. Nicht nur dass sie sich mit Hochhackigen die Treppen hinauf arbeiteten, nein, man musste auch einen Minirock tragen, der diese Bezeichnung schon fast nicht mehr verdient hatte, so kurz war er.

Wir warteten, bis diese Mädels verschwunden waren, denn man konnte nicht nach oben schauen, ohne, dass es peinlich wurde.

20110418_063646-IMG_6206_ji Nach etwa 400-500 Stufen erreichten wir erneut ein Torii. Mit seiner Durchquerung erreichten wir die eigentliche Tempelanlage. Hier wurde kurzfristig etwas flacher und es gab keine Geschäfte mehr. So war es hier wesentlich besinnlicher und schöner.

Der Weg zog sich nicht grade den Berg hinauf, sondern es gab immer wieder Richtungsänderungen. Diesen Teil des Weges konnte man nicht einsehen und so stöhnte ich jedes Mal, wenn ich um die Ecke kam, und sah, dass es wieder neue Stufen zu überwinden galt.

Schließlich kamen wir um eine Ecke und die Anzahl der Stufen war mir einfach zu monströs. Ich brach innerlich zusammen. Glücklicherweise gab es hier ein Restaurant und es brauchte nicht viel Überredungskunst von Eri, mich hinein zu locken. Wir gönnten uns dort eine Kleinigkeit zu Essen und Tee.

20110418_064009-IMG_6220_ji Während wir versuchten wieder etwas trocken zu werde, nahm draußen der Regen fast Wolkenbruch artige Ausmaße an.

Von einer Bedienung erfuhren wir, dass es nur noch rund 250 Stufen bis zum Haupt Shintō-Schrein seien. Da wollte ich nicht aufgeben und wir nahmen in heftigstem Regen diese letzten Stufen in Angriff.

Trotzdem stöhnte ich jedes Mal, wenn immer mehr Stufen auftauchten und es einfach kein Ende zu geben schien. Es tröstete mich etwas, dass es anderen Menschen ebenso erging. Regelmäßig hörte man Bekundungen der Enttäuschung, wenn die Leute feststellten, dass das Ende einfach nicht in Sicht kam.

20110418_083823-IMG_6465_ji Ich mochte es kaum glauben, als ich schließlich am Haupt Schrein eintraf. Allerdings dämpfte das Wetter etwas die Begeisterung.

Am Aussichtspunkt, von dem man eigentlich einen grandiosen Ausblick haben sollte, schauten wir nur in den Nebel oder in eine Wolke. Ob es das eine oder das andere war, dürfte egal sein. Es gab nichts zu sehen.

Das Wetter war auch Schuld, dass der Aufenthalt etwas kurz ausfiel, obwohl es wirklich viel zu entdecken gab.

Auf den Abstieg freute ich mich wirklich nicht, denn die Stufen waren steil, nass und es gab keine Geländer. Das war der Moment, in dem es mich reute, keinen Stock als Unterstützung für den Abstieg erworben zu haben.

20110418_081408-IMG_6363_ji Ich arbeitete mich schließlich zwar unsicher die Stufen den Berg nach unten und meine Knie meldeten mir langsam, dass sie keine Lust mehr hatten Stufen zu laufen. Doch als es fast nicht mehr ging, hatte ich die letzten Stufen überwunden – dachte ich 🙂 … Am Bahnhof nämlich musste wir von einem Gleis zum anderen wechseln, welches nur über eine Brücke möglich war. Diese Stufen waren dann auch der Moment, an dem ich diese Teile zu Hassen begann. Um so glücklicher war ich, dass wir im Zug einen Sitzplatz bekamen und die Rückfahrt durchaus gemütlich war und dies trotz ländlicher Rush-Hour 🙂

 

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Japan (2011) – Die Hochzeitsreise 02-06 – Ritsurin Park

20110417_055048-IMG_5786_ji Als es darum ging den Ritsurin Park (Link 1 “Ritsurin Park” / Link 2 “Ritsurin Park” beides sind englisch sprachige Seiten) in Takamatsu zu besuchen, erklärte mir Eri, dass es eines der schönsten Parkanlangen Japans sein solle und die Errichtung rund 100 Jahre in Anspruch nahm.

Ich gebe zu, ich konnte mir kaum vorstellen warum es 100 Jahre dauert einen Park zu bauen. Jetzt weis ich es!

Sehr viele der Baume in diesem Park wurden auf Bonsai Art veredelt und schon das dürfte ohne Probleme die 100 Jahre Zeit für die Gestaltung des Gartens rechtfertigen. Zudem wurde die Anlage mit viel Bedacht und ästhetischem Gefühl errichtet.

Für einen Besuch las ich oft  2 Stunden einzuplanen. Ich würde jedoch sagen, wer den Park besucht, sollte mehr Zeit mitbringen, um die Bäume, die Brücken, die Seen in Ruhe genießen zu können.

 

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Japan (2011) Die Hochzeitsreise 01-06 – Auf nach Shikoku

20110416_225456-IMG_5168_ji Es war 2 Uhr in der Früh, als ich ins Bett verschwand und sagenhafte 90 Minuten später erinnerte mich der Wecker daran, dass Eris und meine Hochzeitsreise beginnen sollte.

Es sollte auf die Insel Shikoku gehen, nachdem wir uns schon im Vorfeld meiner Reise nach Japan darauf verständigt hatten, die Reise nach Tokio nicht durchzuführen, wegen der aktuellen Probleme in Fukushima.

Um ganz ehrlich zu sein, nicht in die Großstadt zu fahren, sondern etwas vom Land zu sehen, begeisterte mich mittlerweile ohnehin etwas mehr. Wenngleich ein Besuch Tokios irgendwann durchgeführt werden muss.

20110416_230406-IMG_5255_jiUm uns etwas Stress zu ersparen, gönnten wir uns eine Fahrt mit dem Taxi in die Stadt. Was wirklich sehr angenehm war. So hatte ich schon jetzt Gelegenheit zur Kenntnis zu nehmen, dass es der Wetter Gott wirklich sehr gut mit uns meint und es ein herrlich sonniger Tag werden würde.

Am Hafen ging es gleich ins Terminal. Schnell merkte ich, dass dieser Ausflug ohne Eri sicherlich bedeutend schwieriger geworden wäre, denn hier war keine der Information in romanischer Schreibweise. Man musste also wirklich Japanisch können. Auch sprach allem Anschein nach kein einziger der Mitarbeiter auch nur ein Wörtchen Englisch. Na, zum Glück brauchte es mich nicht schrecken, denn Eri machte das schon 🙂

20110416_231211-IMG_5317_jiLange mussten wir nicht warten und es ging aufs Schiff. Schnell war eine nette Sitzecke gefunden und wir machten es uns gemütlich. Eri unternahm einen kurzen Streifzug durchs Schiff, während ich auf das Gepäck aufpasste.

Als sie zurückkehrte, klärte sie mich über das Schiff auf.

So erfuhr ich, dass es eine Etage über uns einen Aufenthaltsraum nur für Frauen gab. Ich konnte nun aufpassen mich nicht versehentlich dort hin zu verlaufen. Zudem gab es einen japanischen Aufenthaltsraum. Dies bedeutete, dass der Raum lediglich mit Futon Matten ausgelegt war und man saß und lag auf diesen– Es gab keine weiteren Sitzmöbel.

20110417_013858-IMG_5463_ji Mit diesen Informationen mache ich mich auf den Weg, um das Ablegen vom Pier und die Fahrt hinaus aus dem Hafen zu beobachten. Bei dem herrlichen Wetter wurde es eine grandiose Fahrt und ich mochte mich kaum satt sehen.

So vergingen die 4 Stunden Fahrt wie im Fluge und es hatte sich mein Wunsch erfüllt, endlich einmal zu erleben, dass es sich bei Japan um ein Land aus Inseln handelt.

 

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Japan (2011) – Was ist „Ekiben“?

Unbenannt-1 Kopie Es ist was zum Essen 🙂 .. Na, wer hätte das gedacht? Worüber sollte ich denn auch sonst schreiben.

In Japan an eine kleines leckeres Menü in einer Schachtel zu kommen, ein so genanntes Bento, ist wahrlich kein Problem.

Fast in jedem Supermarkt, oder auch in Restaurants usw. kann man sie erwerben und mitnehmen. So kommt man auf sehr einfache Art und Weise zu einem wirklich leckeren Essen für Unterwegs, zur Mittagspause usw.

Wie sich so ein Bento zusammensetzt kann so vielfältig sein. Wie die japanische Küche selber. Ich war jedes Mal begeistert, wenn ich vor dem Angeboten stand und mich zu entscheiden hatte, welche Leckerei ich mir gönnen sollte.

Mit dem Begriff Bento haben wir schon ein Teil des Begriffs “Ekiben” aufgeklärt.

Nun bleibt noch das der Teil “Eki”. Die Übersetzung ist einfach nur “Bahnhof”. Also ist ein Ekiben, ein Menü im Kästchen, welches man im Bahnhof ersteht und zumeist während der Zugfahrt verspeist. Auch wenn man dies in jedem Zug machen könnte, sind es doch wohl zumeist die Shinkansen (Schnellzüge), in denen man sie sich gut schmecken lässt.

 

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Für unsere Freunde des japanischen Schnellzuges “Shinkansen”, ein kleines Video (leider in etwas bemitleidenswerter Qualität). Trotzdem Spaß beim Ansehen und staunen, wie lang diese Züge sein können …

 

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Japan – Was essen die Japaner überhaupt? z.B. Udon

20110418_051532-IMG_6066_ji Udon beschreibt eine Nudel Art, die der japanischen Küche entspringt. Deren Zubereitung kann auf verschiedenste Weise erfolgen. Um es vorweg zu nehmen, ist auch das eine leckere Art und Weise, um sich die japanische Küche schmecken zu lassen.

Da ich die Präfektur Kagawa besuchte, die für die Udon Zubereitung besonders bekannt ist, die Nudeln dort dementsprechend  lecker sein sollten und dort zudem bei den Einheimischen ausgesprochen beliebt sind, war der Konsum unausweichlich.

20110418_051536-IMG_6067_ji Auch wenn es an jeder Ecke ein Udon Restaurant gab, beschränkten wir uns auf den zwei maligen Genuss (natürlich gab es Udon auch schon zuvor an anderen Orten).

Ich lernte, dass, wie bei allem, die Zubereitung die Kunst war und Udon nicht Udon ist und man durchaus das Restaurant seiner Wahl finden muss. Die Konsistenz der Nudeln waren genau die Kunst, die es wohl zu beherrschen galt.

Egal wie man es sah, Udon ist lecker und man muss es sich schmecken lassen.

 

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