Südamerika (2009) – Bolivien – 18. Tag – Ankunft Bolivien (24.08.2009)

Ich nehme fast an, dass dies einer der kürzesten Berichte werden wird, denn zum einen ging es heute nur darum von Brasilien nach Bolivien zu reisen und zum Anderen durften wir uns, an unserem Ziel angekommen etwas ausruhen.

Die Ausreise aus Brasilien ging früh am Morgen wirklich reibungslos von statten, so dachten wir. Als wir jedoch mit unserem Bus die Fahrt fortsetzen wollten, wurden wir angehalten und die Papiere des Fahrers gefilmt. Irgendwas passte dabei den Beamten nicht und so war Schluss mich der Busfahrt. Wir mussten stattdessen in Taxen umsteigen.

Bevor wir diese jedoch bestiegen ging es darum die Einreiseformalitäten für Bolivien zu erledigen. Ich füllte mein Formular so gewissenhaft wie möglich aus und war dann doch etwas enttäuscht, als man weder das Passbild, die Angaben oder sonstiges Prüfte. Ich erhielt meinen Stempel und für mich war die Einreise erledigt.

Die Taxen die uns zum Flughafen brachte, hätten in Deutschland nicht einmal den Schrottplatz verlassen dürfen, geschweige denn auf Straßen fahren dürfen. Doch was solls, man wurde am Flughafen abgeliefert und somit sollte man nicht weiter darüber nachdenken.

Südamerika (2009) – Brasilien – 17. Tag – Das Pantanal wird verlassen weiter in Richtung Boliven (24.08.2009)

In der Nacht hatte es ein kleines Gewitter gegeben und es hatte zu Regnen begonnen. Auch wenn es am Morgen ersteinmal trocken war, gab es ab und an Schauer, die schließlich in einen leichten Dauerregen überging.

Heute ging es hinaus aus dem Pantanal weiter nach Corumba, um dann am folgenden Tag nach Bolivien weiter zu reisen. Ich gebe zu, dass bei dem etwas missligen Wetter der Aufbruch nicht so schwer fiel.

Die Staubpiste war heute eine Schlammpiste und so hatte die Stecke durchaus einen etwas anderen Charakter. Das Fahrzeug war binnen kürzester Zeit vollständig zugesaut. Die Entfernung für das Geschunkel wurde auf spannende Weise bemessen. Die Brücken auf dieser Strecke wurden gezählt und da es etwa pro Kilometer eine Brücke gab, war es ein praktisches Mittel seinen Standort zu ermitteln und eine Vorstellung zu haben wie weit noch zu fahren sei. Unsere Unterkunft hatte an Brücke 42 gelegen.

IMG 8685 ji

Südamerika (2009) – Brasilien – 16. Tag – In den Sand gesetzt (22.08.2009)

Informationen zum Pantanál … http://de.wikipedia.org/wiki/Pantanal

Die Unternehmung für diesen Tag fand zu 100% meine Zustimmung. Ich freute ich auch schon darauf, denn es sollte mit den schon bekannten Pickups tiefer ins Pantanál gehen, um dort noch das ein oder andere für uns unentdeckte Tier zu finden.

Weit kamen wir nach dem Fahrtbeginn wirklich nicht. Wir waren vielleicht 500 Meter gefahren und schon wurde das erste Mal gehalten, denn unser Guide hatte Otter entdeckt. Wie er das immer machte, dass er die Tiere entdeckte wird mir auf immer ein Rätsel bleiben, doch diese Fähigkeit genoss ich sehr.

Was die Otter angeht, so war ich wirklich verdutzt was für riesige Pfoten (die mich sehr stark an Hände erinnerten) diese Tiere haben. Wie das Tier nun eine Fisch fraß war schon etwas gewöhnungsbedürftig, doch es schmeckte allem Anschein nach.

Südamerika (2009) – Brasilien – 15. Tag – Piranhas an der Schnur (21.08.2009)

Informationen zum Pantanál … http://de.wikipedia.org/wiki/Pantanal

Heute stand Reiten auf dem Programm. Nicht wirklich das womit man mich locken kann. So meinte ich, dass ich eher nicht an dieser Aktivität teilhaben möchte. Als ich dann hörte, dass man auch von Seiten der Pferdebesitzer eine nicht Teilnahme anraten würde, hatte ich zumindest eine offizielle Ausrede.

Zudem war ich noch völlig beseelt von dem herrlichen Sonnenaufgang am Morgen und das herrliche Licht was über der Landschaft lag, lockte mich eher die Kamera zu nehmen und auf Vogelpirsch zu gehen, als durch die Gegend geschaukelt zu werden.

IMG 7200 ji

Südamerika (2009) – Brasilien – 14. Tag – Auf ins Pantanál (20.08.2009)

Am Morgen war von dem Unwetter nicht mehr viel zu merken. Die Landschaft lag jungfräulich vor einem, so als wäre nichts gewesen. Ich hatte nichts dagegen, unter diesen Voraussetzungen ins Pantanál aufzubrechen.

Am Abend hatte ich schon begonnen mein Gepäck vorzubereiten und hier hatte sich schon herausgestellt, dass es etwas schwierig wird. Ich hatte mich ämlich was das Volumen meines Gepäcks angeht und dem Rucksack in den alles sollte etwas verschätzt. Ich bekam zwar alles hinein, doch fürchtete ich beim öffnen, dass alles explosionsartig heraus katapultiert würde.

Für die Fahrt ins Pantanal stand ein kleiner Bus zur Verfügung, der für mich, etwas eng war. So war die Fahrt nicht übermäßig bequem. Aber wer hatte auch schon behauptet, dass ich zum Spaß hier sein.

Die erste Zeit verschlief ich, doch als wir die Hauptstraße verließen und auf eine Piste abbogen, lohnte es sich alle mal aus dem Fenster zu schauen. Die Landschaft ähnelte, dem was wir schon geraume Zeit sahen, doch nahm der Tierreichtum deutlich zu. So wurde ab und an angehalten und weil und Guid etwas entdeckt hatte, was sich zu beobachten lohnte. So bekamen wir allerlei Getier und Pflanzen zu sehen und die Anreise wurde sehr kurzweilig. Dass das geholper und geschunkel ab und zu Unterbrochen wurde, hatte auch wirklich seinen Reiz.

Südamerika (2009) – Brasilien – 13. Tag – Erster Eindruck Pantanál (19.08.2009)

Informationen zum Pantanál … http://de.wikipedia.org/wiki/Pantanal

An diesem Tag sollte ich einen ersten Eindruck vom Pantanál erhalten, denn es stand ein Bootsausflug auf dem Rio Salobra auf dem Programm.

Doch begonnen wurde der Tag mit einem wirklich tollen Frühstück Büfett. Es gab wieder Wurst, Käse, Brot, Kuchen, Obst, Müsli und viel mehr. Das ganze dazu wider sehr ansprechend präsentiert, so das es eine Freude war sich den Genüssen hinzugeben.

P8190008 ji

Südamerika (2009) – Brasilien – 12. Tag – Das Ende einer Reise (18.08.2009)

Dieser Tag sollte wieder ein Fahrtag werden, jedoch mit mehreren Besonderheiten. Zum einen sollte die Fahrt mit 4 Std. sehr kurz ausfallen, doch wesentlich bedeutsamer sollte sein, dass wir uns heute für die nächsten Tage vom Fahrzeug trennen. Wir würden nämlich für die nächsten Tage im Pantanál (ein riesiges Schwemmland) verschwinden, um anschließen mit dem Flieger nach Bolivien weiter zu Reisen. Das Fahrzeug würde von hier überführt werden, was die Bewältigung von etlichen tausend Kilometern bedeutet.

Erst einmal durfte der Tag aber geruhsam begonnen werden. Auch wenn der Himmel am Morgen sehr traurig wirkte, so war zumindest ein Regenschauer wie in der Vornacht nicht vorgekommen. Es gab lediglich ab und zu leichte Regenschauer.

Ich nutze den Morgen, um die Umgebung etwas zu erkunden und dabei den ein oder anderen Vogel zu entdecken, die hier auf dem Zeltplatz in großer Vielfalt vorzufinden waren. So entdeckte ich doch tatsächlich meinen ersten Kolibri in freier Natur – ein tolles Gefühl.

IMG 5492 ji

Südamerika (2009) – Brasilien – 11. Tag – Der Arche Noha sehr nah (17.08.2009)

Noch nie war ich dem Freischwimmerdabzeichen innerhalb eines Zeltes so nah wie in dieser Nacht. Was war passiert?

Als ich am vergangenen Abend im Bett verschwand war es so heiß, dass ich großzügig auf eine Decke verzichtete. Auch hatte ich nur das Innenzelt aufgebaut, um so etwas mehr Luft im Zelt zu haben. Um etwaigen Wetteränderungen Rechnung zu tragen, hatte ich das Zelt in einem der überdachten Flächen anvertraut. Doch all dies erklären aber noch nicht den Wassereinbruch im Zelt.

Ich hatte schon mitbekommen, dass in der Nacht die heiß und trocken begonnen hatte, viele Wetterleuchten den Himmel erhellten. Ich dachte aber darüber nicht weiter nach, vor allem was dies bedeuten könnte. Ich drehte mich stets um und schlief weiter. Irgendwann setzte ein heftiger Wind ein und ich merkte, dass das Wetterleuchten in ein ordentliches Gewitter, mit gewaltigen Sturmböen gewechselt hatte. Auch das ignorierte ich noch, denn ich hatte mein Zelt ja untergestellt.

Irgendwann ließ sich der Sturm und er Regen nicht weiter ignorieren, denn der Regen fiel mittlerweile waagerecht und wurde durch den Sturm gegen das Zelt gepeitscht. Das führte schließlich dazu, dass irgendwann der Wasserpegel in meinem Zelt zu steigen begann. Ich gebe zu, besonders aufregen tat mich das nicht, sonder ich nahm mein Handtuch, was sehr saugfähig sein sollte, und wischte alles fleißig auf. So hielt ich das Unangenehme an dieser Situation etwas in Grenzen.

Südamerika (2009) – Brasilien – 10. Tag – Fast komplett verschlafen (16.08.2009)

Nachdem es in der Nacht für meine Verhältnisse vor dem Hotel etwas turbulent zugegangen war, stand ich nach rund 2 Std Schlaf etwas gerädert auf. Eigentlich sollte ich froh, sein, dass ich der Dusche kein warmes Wasser entlocken konnte, denn so wurde ich zumindest etwas munterer.

Auch wenn dieses Hotel vielleicht etwas einfach gehalten war, so wurde beim Frühstück sehr viel Wiedergutmachung betrieben. Es gab ein wahrlich überwältigendes und mich begeisterndes Angebot.

IMG 5093-1-P8160018

IMG 5093-2-P8160023

Südamerika (2009) – Brasilien – 09. Tag – Weit ist der Weg & Wie man eine Brücke NICHT baut

Auch wenn dies ein etwas längerer Fahrtag war, so brauchte nicht übermäßig früh aufgestanden werden. Ich gebe zu dennoch habe ich gleich erst einmal ein Schläfchen eingelegt. Bekam aber trotzdem mit, dass wir bei herrlichem Wetter den Tag begannen und es sicherlich heiss werden würde.

IMG 4964-b-P8150016 ji

Nach dem Ersten Halt nahm ich dann doch mal die Landschaft wahr und fühlte mich durchaus an deutsche Landschaften erinnert. Alles war sehr ländlich und es wuchs das Getreide kräftig. Von dem Urwald den es hier früher einmal gegeben hatte und der den Besiedlern alles abverlangte. Heute jedoch sah ich nur noch blühende Agrarlandschaft, die den Nachkommen der Besiedler wohl ein ordentliches Auskommen brachte.

Zu Mittag hielten wir in einem kleinen Ort, in dem wir uns erneut an einem Büfet laben durften. Dieses war jedoch etwas anders als alle bisherigen. Dieses Mal kam man mit riesigen Spießen an den Tisch und man bot uns die daran steck enden Fleischsorten an. Hatte man Interesse, ließ man sich ein Stück abschneiden und bekam es vorgelegt. Hui, war das lecker und vor allem mal wieder sehr viel. Doch es wird nicht gejammert, sondern genossen.

Seite: Zurück 1 2 3 ... 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 Weiter