Südamerika (2009) – Brasilien – 03. Tag – Zugfahrt & Atlantik (09.08.2009)

Dieser Tag begann für einen Urlaub nach meinen Maßstäben sehr früh, denn schon um 6 Uhr mußte gefrühstückt werden. Auch wenn mir vorgeworfen wird, ich würde immer vom Essen reden, möchte ich hier erwähnen, dass das angebotene Mahl wirklich schick war. Ich fand alles, was mir ein Frühstück ausmacht – Ei, Wurst, Käse, Säfte und vieles mehr.

Für heute stand eine Zugfahrt auf unserem Programme, die uns vom Inland in Richtung Küste bringen sollte. Sie war seinerzeit errichtet worden, um den Güterfluß zwischen diesen beiden Regionen zu verbessern, denn die Bergkette die sie trennte machte den Güteraustausch sehr schwierig. So schwer es war Waren zu transportieren, so aufwendig, teuer und abenteuerlich war die Errichtung der Eisenbahnstrecke. Für den Ausflug sollte dies aber zumindest eine aufregende und abenteuerliche Fahrt werden und da das Wetter gut zu werden sollte, war die Spannung sehr groß. Leider spielte der Wettergott nicht wirklich gut mit. So gab es bis zur Bergkette wirklich den Anschein eines grandiosen Tages, doch als wir den höchsten Punkt erreichten und die Wetterscheide überschritten hatte, wurde es so nebelig und regnerisch, dass von den tollen Aussichten nichts mehr übrig blieb. So betrüblich sich das anzuhören mag, war es denn dann für mich nicht, denn die Fahrt führte durch tollen Regenwald und der zeigte bei diesen Wetterbedingungen sein bestes Gesicht. Allzu gern wäre ich ausgestiegen und hätte es genossen. Doch auch ansonsten gefiel mir die Fahrt gut und vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal die Gelgenheit die grandiosen Ausblicke zu sehen.

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Am Zielbahnhof wurden wir eingesammelt und es ging zum Ort unserer heutigen Übernachtung, einem Zeltplatz direkt am Atlantik gelegen. Als wir ankamen waren die Wetterbedingungen nicht wirklich viel besser als während der Zugfahrt, doch handelte es sich lediglich um Tau der sich absetzte und so deutlich zu spüren war, dass ich fast meinte es würde regnen.

Nachdem wir unser Mittagsmahl eingenommen hatten, ging es heute das erste Mal daran die Zelte aufzubauen. Für mich entstand nach dem Aufbau einen wahrer Ballsaal, denn ein Zelt für 2 Personen nur für mich, da lässt es sich herrlich ausbreiten.

Den weiteren Nachmittag durften wir am Strand verbringen und da der Wettergott doch ein Einsehen hatte, wurde es zu einem wirklichen Vergnügen den Strand zu erkunden.

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Der Abend fand einen leckeren Ausklang mit sehr schmack haften Flüsterton Gerichten, in denen sich allerlei Leckereien befanden und nicht nur mir ausgesprochen mundeten.

Die Anreise noch in den Knochen zog ich mich rasch zurück und schlief so schnell ein, dass mir jegliche Erinnerung an diese Ereignis fehlt.

Südamerika (2009) – Brasilien – 02. Tag – Chaos & Staunen (08.08.2009)

Verhältnismäßig gut ausgeschlafen erreichte ich Sau Paulo. Noch beim Aussteigen war ich der festen Überzeugung, dass der Prozess der Einreiseformalitäten und des neu Einchecken problemlos von statten gehen würde. Einen Hinweis, dass es nicht so reibungslos von statten gehen würde hätte ich bekommen können, als ich das Formular mit Fragen zur Schweingrippe ausfüllte, denn das war eine echte Tortur. Man wollte wissen wo man in den nächsten 14 Tagen wäre, mit Ortsangaben, Telefonnummern usw. Für die Art meiner Reise, also einer Rundreise war dieses Teil kaum ausfüllbar.

Im Flughafen angelangt, ging es die Einreiseformalitäten hinter sich zu bringen. Hier gab es kaum Probleme, der Schalterbeamte war, als ich dran kam so abgenervt, dass er die Formulare kaum mehr zur Kenntnis nahm. Doch bis ich hier her gelangt war, waren rund 60 Min. des Wartens in einer Schlange vergangen.

Nun hieß es das Gepäck finden, doch da der Unterschied zwischen Ankunft und Suche nach dem Gepäck so gross war gab es keine Infos mehr auf welchem das Gepäck kreisen könnte. So hieß es sich durch die Menschenmengen zu arbeiten und zuzusehen, auf welchem Band das Gepäckstück auftaucht. Ich gebe zu, nachdem ich geraume Zeit gewartet und gesucht hatte, fiel mir ein echter Stein vom Herzen, als ich mein Gepäck entdeckte.

Meinen Weg bis zum Abreiseterminal möchte ich mir hier schenken, es sei nur erwähnt, dass auch das nicht so einfach war. Ein wesentlich größerer Schock war es, als das Abflugterminal betreten wurde. Hier wimmelte es von Menschenmassen und es gab irgendwo beginnende Menschenschlangen. An welcher man sich anstellen mußte um an sein Ziel zu gelangen war wirklich nicht klar. Erst nach viel Fragen und verwirrenden Antworten fand ich die Schlange der ich mich anvertrauen wollte. Es war schließ endlich sogar die richtige.

So kam es dass die 3 Std. ausschließlich damit angefüllt war, bis zum Flieger zu gelangen und ich gerade rechtzeitig zum Bring ankam.

Der Inlandflug sei hier als wirklich positives Erlebnis erwähnt. Genügen Platz, so weit möglich, es gab Essen und was zu drinnen und das Personal war bislang das freundlichste.

In Curitiba angelangt ging es darum das Gepäck einzusammeln und schon wurde wirklich brasilianischer Boden betreten und wir wurden auch sogleich herzlichste von der Reiseleitung begrüßt. Überrascht wurden wir von der Ankündigung, das es an diesem Tag gleich noch einen Ausflug geben sollte. Das Wetter war gut, also sprach nicht viel dagegen. Als erzählt wurde, dass bis heute das Wetter eher als wirklich mies zu bezeichnen war, war diese Programmänderung noch angenehmer.

Wir besuchten den Vila Velha State Park, wo es gigantisch anmutende Sandsteingebilde zu sehen gab. Diese hatten sich im Verlaufe von Jahrtausenden durch Gletscher, Erosion, Wind und Regen gebildet. Ich muss zugeben, dass mich die vielfältigen Gebilde wirklich beeindruckten und ausgesprochen gut gefielen.

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User erstes Essen

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Der Tag endete im Hotel mit einem wirklich schicken Essen. Lang hielt es mich aber nicht, denn die Aussicht im Bett verschwinden zu können war zu verlockend.

Südamerika (2009) – 01. Tag – Gepäckgewicht egal – Rennen, rennen, rennen (07.08.09)

Zum Flughafen in Berlin kam ich ohne Probleme, doch staunte ich nicht schlecht, als sich dort schon 2,5 Std. vor dem Abflug eine ordentliche Menschenschlange gebildet hatte. Hier hatte ich das erste Mal die zaghafte Erkenntnis, dass der spanisch sprechende Mensch es liebt Schlangen zu bilden und ewig in ihnen zu warten.

Ich stellte mich einfach mit an, auch wenn ich es etwas merkwürdig fand, und erhielt nach 90 Min. Stehen meinen Bordes, allerdings mit dem Hinweis, dass mit einer 30 minütiger Verspätung zu rechnen ist. Dieses Versprechen wurde auch eingehalten und bis ich in Madrid ankam waren es zwischenzeitlich sogar ganze 45 – 60 Min. Bei nur 90 Min. Aufenthalt kann man sich sicherlich vorstellten, dass es zu einer ziemlichen Hetz wurde, bis ich es zum Gate des Weiterfluges schaffte. Das erreichte ich ziemlich fertig 5 Min. vor dem offiziellen Boarding.

Hier lernte ich auch schon die ersten Mitreisenden kennen. Ich gebe zu, dass das durchaus angenehm war, denn nun war man den Unbilden der Weiterreise nichtmehr alleine ausgesetzt.

Mit einem guten Gefühl bestieg ich den zum bersten gefüllten Flieger nach Sao Paulo, denn 3 Std. Umsteigezeit sollte die weitere Reise bequem verlaufen lassen. Wie sehr ich mich da täusche, ahnte ich zum Glück noch nicht.

Auch wenn der Flieger bis zum letzten Platz voll war, schaffte ich es mir relativ gemütlich zu machen. Doch damit hatte es sich dann auch schon mit den positiven Eindrücken. Das Essen war weit davon entfernt lecker zu sein und die Filme waren so alt, dass ich es vorzog zu schlafen.

Südamerika (2009) – Der Horror des Packens

Vor jeder Reise steht das Problem, dass alles gepackt werden muß. Besonders beliebt ist diese Maßnahme ohnehin nicht bei mir, doch in diesem Jahr ist es besonders schlimm. Aus den Reiseunterlagen hatte ich erfahren, dass das Gewicht des Reisegepäcks starken Kontrollen unterliegt, dies auch kontrolliert wird und im Falle einer Überschreitung sehr teuer wird.

Dieser Umstand beschäftigt mich schon geraume Zeit, denn meine Fotoausrüstung umfasst einen nicht unbeträchtlichen Anteil des mir zur Verfügung stehenden Volumens (20 + 5).  Als ich nun letztenlich all die Dinge herumliegen sah, die es zu verpacken galt, war ich mir sicher, das es eine sehr schwierige Sache werden würde.

Nachdem ein erster Packversuch vorgenommen worden war, war klar, ich habe ein großes Problem. Ich lag deutlich über dem anzustrebenden Wert. Wie ich diesem Problem entrinne ist mir nicht klar, denn es gibt Dinge auf die ich nicht verzichten möchte und einige auf die ich nicht verzichten kann und so drehe ich mich bei der Entscheidungsfindung stets im Kreise.

Schließlich traf ich zumindest ein paar folgenschwere Entscheidungen.  Ich tauschte einen Schlafsack für bis zu -5 Grad gegen einen bis +5 Grad aus. Der Reiseveranstalter empfahl die erste Variante, was sicherlich für mich bedeutet, dass ich in den Anden fürchterlich frieren werde. Doch jetzt brachte es mir 1 Kg Packvolumen Reduktion.

Gelöst ist das Dilemma noch nicht und wie es ausgeht wird sich zeigen müssen. Ich grüble noch über der Lösung.

Südamerika (2009) – Ups, doch andersherum

Bis zum Aufbruch nach Südamerika handelt sich wirklich nur noch um einen sehr überschaubaren Zeitraum. Ich muss  zugeben, dass meine Vorfreude mit abnehmendem Abstand zum Reisetag langsam zu steigen beginnt. Diese Tatsache sollte mich auch langsam darüber nachdenken lassen, mich etwas intensiver mit meinem Reiseablauf zu beschäftigen. Ich vermute, dass ich bis heute der am schlechtest vorbereitete Teilnehmer der Reise bin.

Das merkte ich besonders an diesem Wochenende, als ich mich mit der Reisebeschreibung auseinandersetzte und verdutzt feststellte, dass die Iguazu Wasserfälle nicht in Chileliegen, sondern in Brasilien. – Nein, Scherz bei Seite. Ich gewann bei meinem Studium die Erkenntnis, dass ich nicht von Westen nach Osten reise, sondern meine Reise ihren Anfang in Brasilien haben wird. Eine durchaus wichtige Erkenntnis, denn ich hätte mich schon gewundert, warum ich auf einmal in Brasilien einreise und nicht in Chile.

Also für jeden der die nachfolgend aufgeführte Beschreibung liest, bitte bei Tag 36 beginnen und sich nach oben vorarbeiten 🙂 – oder einfach auf meine Erzählungen warten.

Südamerika (2009) – Bald wieder auf Reise – Mein Urlaub 2009

Bald ist es wieder soweit, es geht wieder auf Reise. Dieses Mal wird es mich nach Südamerika verschlagen, wo es heißt von Ozean zu Ozean zu gelangen. Auch wenn es sich dieses Mal um eine organisierte Reise handelt, wird es sicherlich kaum langweilig. Hier ein Einblick in das was mich alles erwarten wird …

Text und Beschreibung stammen vom Veranstalter (www.kondor-tours.de)

1. TAG: ABFLUG
von Deutschland mit einer Linienmaschine

2. TAG: ANKUNFT
in Santiago de Chile mit anschliessendem Inlandflug nach Arica. Empfang und Transfer in ein Hotel.

3. TAG: LLUTA-TAL  – PUTRE
Zu Beginn unserer Reise von Ozean zu Ozean erkunden wir in einem schönen Morgenspaziergang die reiche Küstenfauna an der Pazifikküste. Nachmittags erklimmen wir in spektakulärer Fahrt zum erstenmal die Anden und steigen dabei vom grünen Valle de Lluta über riesige Sandhänge hinauf in die Gebirgswelt des „Kreuzes Südamerikas. Nach der Wüste des Tals erstaunt die Vielfalt der Hochlandvegetation, und am Abend eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf unser Tagesziel Putre. In 3.500 Meter Höhe liegt der kleine Ort landschaftlich grossartig unterhalb des Gipfels des 5.825 Meter hohen Nevados de Putre.

4. TAG: PUTRE – LA PAZ
Unsere heutige Fahrt in die bolivianische Metropole La Paz ist bestückt mit vielen Naturschönheiten der Anden. Zunächst passieren wir den einzigartigen Lauca-Nationalpark mit den berühmten Doppelvulkanen Parinacota-Pomerape, wobei der Andensee Lago Chungará zu einem perfekten Andenpanorama beiträgt. Wir können Lamas, Alpacas, Vicunas, Vizcachas und jede Menge Wasservögel beobachten. Nach der Grenze (Grenzformalitäten) setzt sich die Szenerie mit dem Sajama-Nationalpark fort. Der höchste Berg Boliviens imponiert mit seinen 6.550 Metern, welche in einem dicken Eispanzer gipfeln. In seiner Nähe finden sich ursprüngliche Dörfer mit fotogenen Kirchen sowie alte Begräbnistürme. Grandiose Urlandschaft begleitet unseren Weg in Richtung La Paz, wo wir schliesslich am Abend in der Nähe des Mondtales ein Hotel beziehen.

5. TAG: LA PAZ
La Paz ist in vieler Hinsicht eine ungewöhnliche Stadt. Als höchste Metropole der Welt weist sie mit rund 1.000 Metern den grössten Höhenunterschied einer Siedlung auf, und sie besitzt den höchtsgelegenen Zivilflughafen der Erde! Bolivien ist das Land Südamerikas mit der prozentual höchsten Indiobevölkerung, La Paz trotz allem Grossstadtcharakter eine Stadt der Indios. Heute tauchen wir ein in das Getümmel und Gewusel dieser Stadt, die wohl als einzigartig bezeichnet werden kann, und wir lassen uns mitreissen vom Leben in den Strassen der ,,Stadt des Friedens”.
Dabei besuchen wir den Prado – die Lebensader von La Paz – ,die Plaza Murillo , die Kirche San Francisco und den sich täglich in den Gassen ausbreitenden riesengrossen Indiomarkt. Hier wird alles nur Erdenkliche verkauft: Lebensmittel aller Art, Kokablätter, Wolle, Farben, Kunsthandwerk, Kräuter und Pülverchen, Opfergaben für Pachamama u.s.w.!
Zeit zur freien Verfügung.

6. TAG: PALCA-SCHLUCHT
Mit örtlichem Transportmittel und Fahrer starten wir zu unserem heutigen Tagesausflug in die     Palca-Schlucht . Die Randgebiete von La Paz verlassend eröffnen sich alsbald wunderschöne Ausblicke in liebliche Täler und tiefe Schluchten vor dem Hintergrund des mächtigen Illimani. In einer eindrucksvollen Wanderung erkunden wir die Palca-Schlucht mit ihren vielfältigen faszinierenden Sandsteingebilden und der ihr ganz eigenen Vegetation. Die gesamte Gegend erinnert an eine Mondlandschaft, und sie spiegelt uns das ursprüngliche Aussehen der Region der heutigen Metropole La Paz wieder. Rückfahrt ins Hotel und Zeit zur Erkundung des hotelnahen „Valle de la Luna.

7. TAG: LA PAZ – COPACABANA
Den Kessel von La Paz hinter uns lassend erreichen wir wieder die bolivianische Hochebene. Die Fahrt geht entlang der phantastischen Königskordillere, und schliesslich erblicken wir den legendären Lago Titicacaden höchsten schiffbaren See der Erde! Unsere Strecke schenkt

8. TAG: LAGO TITICACA – SONNENINSEL
Ganztagesausflug zur bedeutendsten Insel des Lago Titicaca: zur Sonneninsel! Im Morgenlicht gleiten wir mit einem örtlichen Holzboot übers blaue Wasser des riesigen Sees, vorbei an der Isla de la Luna und entlang der Sonneninsel – bis zur Anlegebucht. Wir unternehmen eine mehrstündige Wanderung auf altem Inkapfad über den Inselrücken bis zum Südende, wo uns das Boot wieder aufnehmen wird. Der Legende nach stiegen die ersten Inkas Mama Occlo und Manco Kapac hier aus dem Wasser und lebten auf der Insel. Die fantastischen Ausblicke, das einfache abgeschiedene Leben der Indios mit ihren Schafherden und dem Terrassenanbau sowie das Geniessen einer unbeschreiblichen Stille geben der Wanderung ihren besonderen Reiz. Ziel ist das kleine Dorf Yumani bei den alten Inkaquellen und der Inkatreppe. Rückfahrt im Boot nach Copacabana.

9. TAG: TIWANAKU – ORURO
Früh machen wir uns heute auf die Weiterreise, die uns zunächst auf dem uns schon bekannten Weg zurück Richtung La Paz bringt. Über einen Abstecher gelangen wir zur wohl berühmtesten Ausgrabungsstätte Boliviens – Tiwanaku. Diese vorinkaische Hochkultur gilt als erstes Imperium im zentralen Andenraum und wird als „Wiege Boliviens bezeichnet. Vorort besuchen wir ein sehr interessantes Museum sowie das grosse archäologische Areal mit Resten einstiger Tempelanlagen, den berühmten Steinstelen und dem Sonnentor, das zum Symbol der Tiwanaku-Kultur wurde. Die gesamte Anlage wird uns zeigen, dass die Tiwanaku Meister waren in der Steinbearbeitung, filigranen Steinmetzkunst, in der Bewässerung und Organisation.
Ziel für unsere nächste Nacht ist die Bergarbeiterstadt Oruro, wo wir erst am Abend eintreffen werden.

10. TAG: ZUM BERÜHMTEN SALZSEE
Um an den grossen Salzsee im Süden des Altiplano zu gelangen, liegt eine lange, teilweise abenteuerliche Fahrt vor uns. Nach dem Ende der Asphaltstrasse passieren wir entlegene Gegenden und kommen auf der Staubpiste nur sehr langsam vorwärts, bis wir schliesslich am Horizont den Salar de Uyuni auftauchen sehen.

11. TAG: SALAR DE UYUNI
Der Salar de Uyuni ist mit rund 12.000 Quadratkilometern der grösste Salzsee der Welt . Diese Unendlichkeit aus Weiss, das Glitzern des Salzes, die Stille und Einsamkeit lässt sich nicht in Worte fassen – sie muss erlebt werden. Eine Rundfahrt über den Salzsee mit viel Zeit zum Verweilen an verschiedenen interessanten Orten, wie zum Beispiel auf der bekannten Isla de los Pescadores mit ihren eindrücklichen Kandelaberkakteen füllen den Tag aus. Dieser unwirkliche Fleck Erde wird uns in seinen Bann ziehen und uns gewiss unvergesslich bleiben.

12. TAG: ALTIPLANO – POTOSI
Weit sind die Wege im bolivianischen Hochland – und schlecht. Und so schütteln wir durch die wüstenhaften Ebenen, durch herrliche farbenfrohe Erosions- und Berglandschaften, passieren kleine Indiodörfer und gelangen am Abend schliesslich nach Potosí, in die legendäre Silberstadt vor dem „Reichen Berg, dem Cerro Rico. Im Zentrum beziehen wir ein Hotel.

13. TAG: POTOSI
Wohl keine Stadt spiegelt noch heute das Drama der südamerikanischen Geschichte so wieder wie Potosí. Vom legendären Silberrausch zeugen noch die herrschaftlichen Kolonialhäuser, Kirchen und nicht zuletzt der Münzprägepalast der Stadt. Die Indios hingegen als Verlierer der Zeit sieht man noch heute in den Minen des „Reichen Berges unter furchtbaren Bedingungen schuften. Wir besuchen Minenarbeiter im Cerro Rico als auch das Zentrum von Potosí.

14. TAG: POTOSI – SUCRE
Wir verlassen nun endgültig die anstrengenden Höhenlagen der Anden und erreichen um die Mittagszeit Boliviens offizielle Hauptstadt Sucre. Uns bleibt genug Zeit diesen kolonialen Juwel in seinen Gassen und Strassen sowie am Hauptplatz zu erleben.

15. TAG: EINSAMES BOLIVIEN
Sucre hinter uns lassend gelangen wir in Gegenden Boliviens, die völlig unberührt, ursprünglich, traditionsreich und von landschaftlicher Schönheit geprägt sind. Farbenreiche Bergwüsten, Kakteen- und Strauchvegetation, einfache Gehöfte und Dörfer der Andenbewohner begleiten uns während des heutigen Tages. An einem wildromantischen Platz inmitten dieser Gegend bauen wir am Abend in angenehmer Höhenlage zum ersten Mal die Zelte auf und bereiten unsere erste Campermahlzeit zu.

16. TAG: SAMAIPATA
Weiter geht unser Weg einem wilden Flusslauf folgend durch Täler und Schluchten in diesem reizvollen Teil Boliviens. Wir gelangen in immer tiefere Höhenlagen, erreichen schliesslich wieder Asphaltstrasse und sind alsbald von grüner Vegetation umgeben. In der Nähe des Dorfes Samaipata campieren wir auf einem schönen Zeltplatz.

17. Tag: EL FUERTE DE SAMAIPATA
Gemütlich beginnen wir diesen Tag und geniessen die schöne Umgebung des Zeltplatzes in angenehmer Höhenlage. Ein Ausflug mit örtlichem Transportmittel und Fahrer führt uns zum nahegelegenen Ruinenkomplex El Fuerte de Samaipata, der als bedeutendster archäologischer Fundort Ostboliviens gilt. Seit Jahrzehnten interprätieren Forscher verschiedenster Länder und Bereiche den „heiligen Fels mit seinen Rinnen, Nischen und Sitzen, und so lassen auch wir unseren Phantasien und Vorstellungen freien Lauf. Nicht zuletzt ist die Naturszenerie um Samaipata sehr reizvoll und beeindruckend. Im Anschluss besuchen wir einen Platz mit natürlichen Wasserbecken, die zu einem erfrischenden Bad einladen.

18. Tag: AMBORO-NATIONALPARK – SANTA CRUZ
Nach kurzer Fahrtstrecke sind wir am Ausgangspunkt für unsere heutige Wanderung im Gebiet des Amboro-Nationalparks angelangt. Die grün überwucherten roten Sandsteinberge geben der Landschaft ihre atemberaubende eigenwillige Schönheit, die wir ein einem abwechslungsreichen, abenteuerlichen Fussmarsch erkunden. Anschliessende Weiterfahrt nach Santa Cruz de la Sierra und Vorbereitung für die kommenden Tage im Pantanál.

19. TAG: SANTA CRUZ – EINREISE NACH BRASILIEN – CORUMBA
Am Vormittag Besuch des Stadtkerns von Santa Cruz. Inlandflug von Santa Cruz nach Puerto Suarez. Einreise nach Brasilien, Transfer nach Corumbá (Grenzformalitäten).

20. TAG: PANTANAL
Vier Tage nehmen wir uns Zeit fürs Pantanál, ein Tierparadies einmaliger Art auf unserem Planeten! Mit örtlichen Führern dringen wir mit deren offenen Jeeps ins Herz des 230.000 Quadratkilometer grossen Schwemmlandes ein. Auf Komfort wird gerne verzichtet für das unvergessliche Erleben der sagenhaften Flora und Fauna. Auch im Pantanál nutzen wir die günstigen Tageszeiten für Exkursionen und Tierbeobachtungen, geniessen vor allem die Morgen- und Abendstunden. Durchzogen von Flüssen und Flüsschen, Teichen, Tümpeln und Seen bietet das Pantanál beste Lebensbedingungen für eine den Menschen in Bann ziehende Tier- und Vogelwelt: Ibisse, Bussarde, Reiher, Störche, Papageien, Tukane, Kolibris, Löffler, Affen, Kaimane, Wasserschweine, Anakondas, Schildkröten, Eidechsen, Gürteltiere, Ameisenbären, Jaguare, Faultiere u.s.w. Die Piranhas in den Gewässern laden zum Angeln ein. Der unbeschreiblich intensive Kontakt zur Natur, der Wechsel von Stille und Tiergeräuschen wird uns fesseln, lässt uns das Pantanál als unvergessliche Erinnerung mit auf den Weg nehmen.

21. TAG: PANTANAL
Naturparadies Pantanál.

23. TAG: PANTANAL
Naturparadies Pantanál. Gegen Abend erreichen wir das kleine Städtchen Miranda, wo wir ein Hotel beziehen.

24. TAG: BOOTSFAHRT RIO SALOBRA
Am heutigen Tag möchten wir die einzigartige Flusslandschaft des südlichen Pantanál-Gebietes per Boot erkunden. Unweit von Miranda warten typische motorisierte Fischerboote, und Einheimische werden uns bei dem mehrstündigen Bootsausflug begleiten. Zuerst bewegen wir uns auf dem Rio Miranda flussaufwärts, um dann jedoch bei der Mündung in den klaren wildromantischen Flusslauf des Rio Salobra einzubiegen. Die Vegetation am Uferrand, die Vogelbeobachtungsmöglichkeiten, die Naturgeräusche sowie die Abgeschiedenheit dieser Wasserlandschaft werden uns zutiefst beeindrucken und unsere Pantanál-Erlebnisse um einen weiteren Blickwinkel bereichern. Nach Rückkehr zum Ausgangspunkt schliesst ein typisches Pantaneiro-Fischgericht unseren heutigen Bootsausflug ab. Nochmalige Hotelübernachtung in Miranda, wo wir heute Abend
unseren KONDOR-Bus wieder treffen!

25. TAG: BONITO – JARDIM
Im eigenen Reisefahrzeug setzen wir die Fahrt durch hübsche hügelige Cerrado-Landschaft fort. Wir erreichen das expandierende nette brasilianische Urlaubsstädtchen Bonito, wo wir einen ausgiebigen Erkundungsstopp einlegen. Weiterfahrt Richtung Süden über Jardím zu unserem ruhig gelegenen Campingplatz, wo im nahen Flusslauf gebadet werden kann.

26. TAG: RIO DA PRATA
Die  Städtchen Bonito und Jardím sind berühmt wegen ihrer schönen Umgebung mit landschaftlichen Leckerbissen und vielen Möglichkeiten attraktiver Aktivitäten. Als einer der besten Ausflüge gilt das Schnorcheln am Oberlauf des Rio da Prata. Unweit unseres Campingplatzes erreichen wir das Fazenda-Gelände, wo wir mit der nötigen Ausrüstung ausgestattet werden (Neoprenanzug und –schuhe, Taucherbrille und Schnorchel). Nach sorgfältiger Einführung geht es per offenem örtlichen Jeep und zu Fuss durch ursprünglichen Cerrado-Wald zum Ausgangspunkt der Schnorcheltour. Im basinähnlichen Quellbereich – Olho da Agua – gewöhnen wir uns an das Schnorchelequipment, bevor wir uns anschliessend den Wasserlauf des kristallklaren Rio Olho da Agua und später Rio da Prata abwärts treiben lassen. Durch das nunmehr schon etliche Jahre bestehende Angelverbot in der Region sind die Gewässer reich an verschiedensten Fischarten, und inmitten der Flora und Fauna fühlt man sich wie in einem Naturaquarium. Der „Wasserausflug ist für Jeden machbar und gewiss ein aussergewöhnliches Erlebnis! Am Nachmittag besuchen wir noch einen Platz mit besten Vogelbeobachtungsmöglichkeiten.

27. TAG: JARDIM – DOURADOS
Vorbei an grossen Rinderfazendas führt uns die Route durch Bestände des „Cerrado-Waldes Richtung Süden. Nachmittags erreichen wir Dourados, wo wir Zwischenstation für die Nacht machen.

28. TAG: DOURADOS – FOZ DO IGUACU
Weiterfahrt durch den Bundesstaat Mato Grosso do Sul und Überquerung des mächtigen Rio Paraná mittels einer gewaltigen Brücke in den gleichnamigen Bundesstaat Paraná. Fahrt durch hügeliges Land vorbei an Rinderweiden, Maniok- und Maisfeldern durch ein Gebiet, in dem uns überwiegend weisse Gesichter auffallen werden. Südbrasilien ist vielerorts von deutschen Auswanderern besiedelt.

29. TAG: ITAIPU – IGUACU-WASSERFÄLLE
Nicht weit vom Naturwunder der Iguacú-Wasserfälle entfernt erbauten die beiden Staaten Brasilien und Paraguay das sogenannte Wunderwerk Itaipú. Itaipú – „Singender Stein in der Guaraní-Sprache – ist eines der grössten Wasserkraftwerke unserer Tage und wird vom siebtgrössten Fluss der Erde, dem Paraná, gespeist. In einer sehr interessanten Führung wird uns der gigantische Bauaufwand sowie die gewaltige Grösse von Itaipú bewusst.
Nach der Führung besichtigen wir das Dreiländereck auf brasilianischer Seite und verbringen den restlichen Tag bei den Wasserfällen im brasilianischen Teil des Nationalparks von Iguacú. (Möglichkeit zum Helikopterflug – nicht im Reisepreis inbegriffen).

30. TAG: IGUACU-WASSERFÄLLE
Morgens Fahrt über die Grenze in den argentinischen Teil des Iguacú-Nationalparks. Iguacú ist ein Wort aus der Guaraní-Sprache und heisst „Grosses Wasser – wahrlich der richtige Name für die wohl schönsten Wasserfälle der Erde. Diese liegen eingebettet in sagenhafte Dschungellandschaft und bilden die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien. Die Natur legte das Wasserspektakel im Halbkreis mit einer Gesamtbreite von 2.700 Metern an. Es ist ein phantastischer Anblick, wenn die Wassermassen schäumend und spritzend bis 72 Meter in die Tiefe donnern. Zusätzlich zaubert das Sonnenlicht herrliche Regenbogen in die Gischt, und staunend versucht der Betrachter dieses wunderschöne Panorama aufzunehmen. Doch nicht nur die Wasserfälle – die ganze Umgebung mit ihrer reichen Flora und Fauna ist faszinierend. Ausgiebig werden wir das Naturschutzgebiet erforschen. Abends Rückfahrt nach Foz do Iguacú.

31. TAG: FOZ DO IGUACU – VILA VELHA
Frühzeitig brechen wir auf zu einem langen Fahrtag. Brasilien ist riesengross und hat viele Gesichter, heute erleben wir einen Teil des fortschrittlichen Handelsdreiecks im Süden des Landes. Abends Ankunft im Ponta Grossa, wo wir in einem Hotel übernachten.

33. TAG: ZUGFAHRT ÜBER DIE SERRA DO MAR
Die Stadt Curitiba liegt knapp 100 Kilometer westlich und gut 900 Höhenmeter über der Atlantikküste. Dazwischen liegt die dicht bewaldete Küstenkordillere der Serra do Mar, die auch auf der bereits 1885 fertig gestellten brasilianischen Schmalspurbahn überwunden werden kann. Die Strecke gilt nicht nur bei Eisenbahnfreunden als spektakulär, denn der gewaltige Höhenunterschied wurde mit Hilfe von 67 Brücken und 13 Tunnels bewältigt! Das bauliche Meisterwerk entlang der steilen Abhänge eröffnet dem Zugreisenden atemberaubende Ausblicke in tief eingeschnittene Täler, die von üppig wucherndem tropischen Küstennebelwald – der Mata Atlantica überzogen sind. Je nach Fahrplan endet dieses „Zugerlebnis in Morretes oder Paranaguá. Von dort aus ist es nicht mehr weit bis zu unserem Campingplatz an der Atlantikküste, wo wir ein letztes Mal die Zelte aufschlagen.

34. TAG: WANDERUNG ÜBER DIE ILHA DO MEL
Der Küste vorgelagert breiten sich verschiedene grün bewachsene Inseln im Meer aus. Die Ilha do Mel ist zum Grossteil Naturschutzgebiet, und wir erreichen sie mit dem regulären örtlichen Bootsservice. Eine mehrstündige Wanderung lässt uns die verschiedenen Gesichter der Insel erleben; so zum Beispiel zerklüftete Felsabbrüche, lange Sandstrände, kleine idyllische Siedlungen, Hügel und Berge von atlantischem Regenwald bedeckt. Die Ausblicke sind oft traumhaft schön und erinnern gar an Karibikstimmungen. Rückfahrt ist am Spätnachmittag, und wir beziehen in der alten Hafenstadt Paranaguá ein schönes Hotel. Abschlussabend.

35. TAG: SERRA DO MAR – CURITIBA – ABFLUG
Wir verlassen Paranaguá und erklimmen alsbald wieder die Küstenkordillere, die hier wegen ihres riesigen Primärwaldbestandes als Serra do Mar unter Naturschutz steht. Tatsächlich ist die Pflanzenpracht überwältigend, und der Blick zurück über all dies Grün bis zum Meer beeindruckt. Mit diesen letzten Eindrücken unserer Reise von Ozean zu Ozean erreichen wir schliesslich den Flughafen von Curitiba. Abflug nach Sao Paulo und Weiterflug nach Deutschland.

36. TAG: ANKUNFT
in Deutschland