Japan (2011) – Kyoto – 02-03 – Viel Tee gegessen (Matcha)

20110404_095325-IMG_2640_ji 3 Matratzen, japanischer Art :-), waren so das Minimum, was mir die Nacht erträglich machte. Dennoch spürte ich meinen Rücken, als ich am Morgen das Aufstehen in Angriff nahm. Zeit zum Jammern blieb allerdings nicht viel, denn wir wollten heute das “10 Yen Gebäude” ansehen.

Natürlich hieß das Gebäude nicht so, sondern es handelte sich um den Byōdō-in Tempel, der lediglich heute seine Fassade auf dem Rückseite des 10 Yen Stück zeigt und aus meiner Sicht ein wirklich hübsches Gebäude darstellt.

Vor der Bewunderung der Schönheit stand ersteimal wieder die Anreise. Da das Gebäude nicht im Zentrum Kyotos zu finden ist, war Zug fahren angesagt. Wir waren glücklicherweise so früh am Zug, so dass es keine Probleme gab einen Sitzplatz zu ergattern.

20110404_043817-IMG_2197_ji Am Reiseziel angelangt, entdeckte ich vor dem Bahnhof ein paar putzige Frauen Figuren. Eri erklärte mir, dass wir hier in einer sehr berühmten Gegend für die Produktion von grünem Tee wären und es sich bei den Figuren um Abbilder von Frauen in den Teefeldern handelt. Wie ich im weiteren noch feststelle, drehte sich hier wirklich sehr viel um das Thema Tee.

Schon der erste Snack, eine Art frittierter Keks, war in seiner Grundmasse ordentlich mit grünem Tee durchsetzt. Es schmeckte wahrlich lecker. So ließ sich der weitere Weg, mit dem Snack in der Hand, durch eine der engen Straßen, die zudem durch Reparaturarbeiten verengt wurde, ertragen, denn Fußgänger, Radfahrer und Autos teilten sich den verbliebenen spärlichen Platz.

Auf letzten Metern zum Byōdō-in Tempel reihten sich Geschäfte, Restaurants und Teehäuser aneinander. Bei fast allen spielte das Thema grüner Tee eine sehr bedeutende Rolle.

20110404_054858-IMG_2265_ji

Der Byōdō-in Tempel zeichnete sich für mich durch seine sehr hübsche Parkarchitektur und das sehr ästhetisch schön anmutende Hauptgebäude aus. Ich bedauerte lediglich, dass hier der Frühling noch nicht so weit Einzug gehalten hatte, dass all die Pflanzen in voller Pracht dieses malerische Gelände mit Farbe füllten. Dennoch gefiel es mir so gut, dass wir uns außergewöhnlich lang hier aufhielten.

20110404_060213-IMG_2314_ji Besonders Freude hatte ich an den erblühten Kirschblüten. Um diese wenigen frühen Boten des Frühlings scharrten sich die Besucher und fotografierten was das Zeug hielt. Da wurde selbst ich, mit meinem stets zuckenden Finger, in den Schatten gestellt.

Wir streiften noch durch das in der Anlage befindliche Museum und zu den anderen Gebäuden. Doch alles überstrahlte das Hauptgebäude, das egal aus welcher Richtung man es anschaute, einen großen Eindruck auf mich vermittelte.

Es war vorgerückter Nachmittag, als der Hunger zu drücken begann und wir eines vor den Türen des Tempels liegenden Restaurants aufsuchten. Wir besuchten eines, in dem hausgemachte Nudeln in Suppe angeboten wurden. Natürlich waren diese Nudel auch durchsetzt mit grünem Tee und was soll ich sagen, es schmeckte lecker.

20110404_084155-IMG_2453_ji Selbst das Eis, welches sich Eri als Nachtisch gönnte und das wie ein kleines Kunstwerk einher kam, konnte dem grünen Tee nicht entkommen. Doch es schmeckte ihrer Informationen zu Folge ebenfalls ausgesprochen gut.

So konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt wahrlich behaupten, dass wir reichlich Tee an diesem Tag gegessen hatten.

Als nächstes Ziel stand der Ujigami-jinja Schrein auf unsere zu besuchenden Sehenswürdigkeiten. Um zu ihm zu gelangen galt es den örtlichen Fluss zu überqueren. Dies zu bewältigen gab es zwei Möglichkeiten, zum einen eine Autobrücke oder über hübsche rote Bücken zu denen im Fluss liegenden Inseln.

20110404_085343-IMG_2471_ji Dass wir uns für die Inselvariante entschieden war zweifelsfrei. Besonders, da es dort hübsche Kirschbäume gab. So flanierten wir am Fluss entlang und genossen die Pracht der Kirschblüten.

Auf den Ujigami-jinja Schrein waren wir schon sehr gespannt, denn er war  von der UNESCO zum Weltkulturerbe Historisches Kyōto (Kyōto, Uji und Ōtsu) ernannt. Natürlich wollten wir erkunden warum dies so war.

Obwohl es sich nicht um ein atemberaubend beeindruckendes Gebäude handelte, verströmte es seinen Charme und als historisches Gebäude, hatte es auf jeden Fall die Auszeichnung zum Weltkulturerbe verdient.

20110404_092922-IMG_2566_ji Was mich etwas verwunderte, waren die beiden Sandhügel in der Anlage. Ich dachte spontan man hätte irgendwelche Reparaturarbeiten. Ach, wie peinlich war diese Überlegung. Nein, es war Sand, dem an erwarb und dann wieder verstreute, um dadurch seine Seele zu reinigen. Tja, so geht es einem, wenn man sich nicht auskennt.

Damit endete unser Ausflug ins historische Kyoto für diesen Tag. Nun galt es nur noch wieder zum Hotel zurückzukehren. Was erneut bedeutete Zug zu fahren. Da nun die Rushhour begann, war der Zug relativ voll und dennoch ergatterten wir einen bequemen Sitzplatz.

20110404_103057-IMG_2712_ji In Kyoto stürmten wir nur noch einen Supermarkt in dem wir uns für den Abend verpflegten. Doch die Preise in diesem Markt  schlugen uns etwas auf den Magen und so machte dieser Einkauf nicht wirklich Spaß. Trotzdem verließen wir mit vollen Tüten das Geschäft und überließen uns einem ruhigen und gemütlichen Abend mit Blick auf den beleuchteten Tō-ji Tempel.

 

012 20110404 Kyoto 02-03Galerie

Japan (2011) – Kobe – Zeit der Kirschblüte

20110407_114914-IMG_3221_ji Spät ist sie in diesem Jahr, die Kirschblüte.

Voller Sehnsucht wird sie von den Japanern erwartet. Die wenigen Blüten die sich bislang zeigten, wurden von Menschmengen belagert, bestaunt, fotografiert und freudig verehrt.

Kann ich das verstehen? Es fällt etwas schwer diese Begeisterung und fast überschwängliche Begeisterung nachzuvollziehen. Doch eines kann ich trotzdem sagen, es sieht gigantisch aus, wenn die Bäume ihre Blüten zeigen und alles in pink, weiß und anderen Farben strahlt. Irgendwann beginnt man die Begeisterung der Japaner zu teilen und das Ereignis zu genießen.

20110407_120502-IMG_3277_ji Mit meinen Augen sehe ich natürlich nur Bäume mit herrlicher Blütenpracht, doch für die Japaner ist es mehr. Es ist ein japanisches Kulturgut und beschreibt so vieles in der Japanischen Kultur. So ist es der Beginn des Frühlings, oder ein Symbol der Verfänglichkeit von Schönheit und vieles mehr.

Wer etwas mehr dazu wissen möchte sollte die folgenden Artikel lesen

 

Auf jeden Fall nicht wundern, wenn sich in den div. Artikeln natürlich auch haufenweise Bilder von der Kirschblüte zu sehen gibt. Den Anfang mache ich mit meinem Besuch im Oji Zoo, in dem die Kirschblüte mit einer herrlichen Illumination gefeiert wird.

Eri und ich stürzten uns in das Getümmel und genossen die Pracht der tausendfach leuchtenden Blüten.

 

002KirschblueteGallerie

Japan (2010) – Arima – Ausflug in die Berge

20100606_043949-IMG_8393_ji Das praktische an Kobe ist, dass sowohl das Meer, als auch dichter Wald und seine Berge in Fußweg Entfernung liegen. Also eine Flucht aus dem Trubel der Stadt ist mehr als einfach zu bewerkstelligen. Besonders bemerkenswert ist bei einem Besuch des Waldes, dass man sofort vergisst, dass nur weniger Meter hinter einem eine Großstadt liegt.

An diesem Tag wollten wir diese günstige Gelegenheit einmal nutzen und uns auf machen, um zum einen diese Natur und zum anderen den ältesten Ort mit heißen Quellen (Onsen) zu besuchen. Dies schien ein wirklich spannender Ausflug zu werden, denn erst sollte es via Kabelbahn hinauf in die Berge um den Mt. Rokko gehen, im Übrigen ein Beliebtes Ausflugs- und Wandergebiet mit Aussicht auf die Stadt – und auf der “anderen Seite”  via Seilbahn wieder hinunter nach Arima (englischsprachiger Link) das Onsen.

20100606_025635-P6060254_ji Doch bevor es wirklich ins Grüne ging, hieß es in unserem Falle erst einmal Bahn fahren um dann noch etwas mit einem Bus durch die Gegend geschunkelt zu werden. Das mit dem Bus wurde dann mal wieder spannend, denn die Menschenschlage die sich vor uns schon gebildet hatte, war beträchtlich und so füllte sich der Bus zusehends und ich wunderte mich schon ein wenig wie die Tür letztlich noch zu ging. Wir hatten darauf verzichtet uns auch noch hinein zu quetschen, denn der nächste Bus sollte schon 10 Minuten später eintreffen und wir bildeten den Anfang der nächsten Schlange.

Während wir nun warteten konnte man zusehen wie die neue Schlange minütlich anwuchs. Diesen Umstand hatte das Busunternehmen erkannt und stellte einen zusätzlichen Bus. Das fand ich wirklich toll, denn wir kamen schnell weiter und dieses Beispiel an  Flexibilität war wirklich beeindruckend.

Vom Bahnhof arbeitete sich der Bus den steilen Berghang durch die Stadt hinauf zur Kabelbahn Haltestelle und ich war froh, diesen Anstieg nicht zu Fuß erledigen zu müssen. Dass alle Fahrgäste nicht zum Mt. Rokko wollen, merkten wir, als wir an der Universität hielten. Hier schien es eine Veranstaltung zu geben und so leerte sich der Bus erheblich. So konnten wir auf den nächsten Metern etwas befreiter atmen.

20100606_033042-IMG_8299_ji Die Kabelbahn fahrt, die danach folgte war wirklich nett, wenngleich es etwas an der Möglichkeit fehlte die Aussicht zu genießen. Das Fahrzeug bot genügend Fenster, Glas in der Decke und ähnliches, doch fuhren wir zumeist durch den Wald der sich die steilen Hänge hinauf zog.

Oben angekommen merkte ich, das die Sicht ohnedies heute nicht besonders doll war und so ließ sich der mangelnde Ausblick auf der Fahrt wirklich verkraften.

So kletterten wir gleich in den bereitstehenden Bus. Wenngleich wir anfangs noch etwas Platz hatten und wir sogar einen Sitzplatz ergattern konnten, entschlossen sich mehr und mehr Leute einzusteigen und so wurde es wieder gemütlich eng.

20100606_035528-IMG_8349_ji Bei der Fahrt durch die Berge merkte man, dass der Busfahrer die Strecke oft befuhr, denn die Kurve konnte nicht so eng sein, dass er diese nicht in Rally Manier nahm und es die Passagiere in die Ecken oder gegeneinander drückte.

Auch wenn sich bei so manchem Stopp der Bus etwas leerte, so konnte man gewiss sein, beim nächsten füllt er sich wieder, denn schaute man aus dem Fenster, so sah man wahre Heerschaaren an super ausgerüsteten Wanderern und leger vor sich hin schlendernde Ausflügler.

Doch als wir den Bus an der Gondel, der uns nach Arima (englischsprachiger Link) bringen sollte anhielt, war der Bus fast leer. Auch die Gondelstation war wie ausgestorben. So hoffte ich eine ruhige Fahrt mit der Gundel verleben zu können.

20100606_050213-IMG_8437_ji Was soll ich sagen, es wurde nichts draus. Unsere Gondel war wieder knacke voll und ich schaute wirklich voller Sehnsucht auf die Gondel aus dem Tal, in der sich nur eine Hand voll Menschen befand.

Durch die hohe Packdichte war es nun auch nicht wirklich möglich die Aussicht gebührend zu genießen, was ich wirklich schade fand, denn trotz der nicht besonders überzeugenden Sicht, war es eine wirklich spannende Fahrt.

Von der Gondelstation ging es mit den Touristenbus hinein nach Arima (englischsprachiger Link). Doch das was sich schon aus der Gondel erahnen ließ, bewahrheitete sich.

Obwohl der Ort mehr als 1000 Jahre bekannt als Bad mit heißen Quellen ist, hat man architektonisch dieses Erbe wirklich nicht in die Gegenwart gerettet. Was ich wirklich sehr schade fand.

20100606_055451-IMG_8513_ji Trotz dieses Umstandes war der Aufenthalt durchaus als nett zu bezeichnen. Auch die Menschenmassen ließen sich ertragen. Als besonders angenehm stellte sich der betonierte Flusslauf heraus. Hier hatte man eine kleine Bachlandschaft nachgestellt und dort ließ es sich wahrlich gut aushalten und der Sonne entfliehen.

Beim weiteren Spaziergang kamen wir an einem Straßenkünstler vorüber, der mit seinem Affen eine kleine Show bot. Die Zuschauer waren ob der Kunststücken des Affens schier aus dem Häuschen und genossen die Vorführung.

Von der Vorführung bogen wir in die kleinen Straßen des Ortes ab, wo ich der Ansicht war, dass diese nur für Fußgänger geeignet seien, denn sie waren wirklich sehr eng. Doch weit gefehlt, auch hier quälten sich Autos durch die Gassen. Allerdings ganz kleine 🙂

20100606_061808-IMG_8614_ji Was die Auslagen in den Geschäften deutlich von mir bislang bekannten Touristischen Zielen in Europa unterschied war der Umstand, dass man den üblichen Krimskrams fast vergeblich suchte. Stattdessen wurden örtliche Leckereien feil geboten. Dies Dinge konnte man zumeist nur an einem Ort kaufen. Sie wurden nicht in andere Landesteile exportiert und so stellten sie stets ein sehr beliebtes Mitbringsel dar. Mir war das viel lieber als alles andere.

20100606_055840-IMG_8526_ji Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Tempel und einer netten Erholungsphase, traten wir langsam unseren Rückweg nach Kobe an. Da wir nun nicht die Abkürzung über die Berge nahmen, sondern via Zug durchs Tal, dauerte diese Fahrt etwas länger.

 

Japan (2010) – Kyoto – Ein paar von Kyoto’s Schätzen (2/3)

20100524_055202-IMG_3640_ji Der neue Tag begann, wie der vergangene aufgehört hatte, mit viel Regen. Na, eigentlich stimmt es nicht ganz, mit mehr Regen. Trotz allem, hatten wir ein schönes Besichtigungsprogramm für den Tag zusammengestellt.

Unsere Ziele lagen heute etwas entfernt von der Innenstadt und so hieß es erst einmal wieder U-Bahn fahren, doch das störte nicht, denn hier war es ja schließlich trocken.

Doch genug vom Regen, den sieht man noch genügend in den Bildern.

20100524_021218-IMG_3121_jiUser erstes Ziel war der Kaju-ji Tempel (englischsprachiger Link). Dieser Tempel wurde im Jahre 890/930 errichtet und wurde an jener Stelle gebaut, an der die Frau des Tenno die meiste Zeit ihres Lebens verbracht hatte.

Von Touristen wird dieser Tempel eher  selten besucht, was er nicht verdient hat. Doch bei einem Angebot an rund 3000 Sehenswürdigkeiten (Tempel / Schreine / Gärten …) in der Stadt, gibt es immer wieder Schätze, die im Verborgenen existieren.

20100524_021145-IMG_3116_jiDieser Umstand war für uns gut und so genossen wir auch fast ganz allein  das Terrain. Es war einmal wirklich angenehm, nicht von Menschenmassen durch den Park getrieben zu werden, sondern die Ästhetik der Gebäude und den herrlich arrangierten Garten ganz in Ruhe genießen.

Ok, die Pfützen im Grass und auf den Wegen waren so tief, dass es so manchen Balanceakt bedurfte, um einigermaßen trockenen Fußes vorwärts zu kommen.

20100524_024809-IMG_3263_jiIch bewunderte besonders mit welcher Kunstfertigkeit der Garten hergerichtet worden war, und war dann noch erstaunter, als wir den kleinen See der Anlage erreichten und sah wie kunstgerecht er arrangiert worden war. Besonders die Flächen pittoresk auf mich.

So hielten wir uns außergewöhnlich lange in diesem Tempel auf, doch die nächste Sehenswürdigkeit rief und so ging es weiter zum Zuishin-in Tempel. Zum Glück lag er nur wenige hundert Meter vom Kaju-ji Tempel und so ließ sich die geschäftige Straße an der wir entlang trotteten ertragen.

20100524_043614-IMG_3439_jiFreudig nahm ich zur Kenntnis, dass wir diesen Tempel von innen besuchten. Das gab wahrlich Gelegenheit etwas zu trocknen. Von den Innenräumen durfte zwar keine Fotos gemacht werden, doch die herrliche Gartengestaltung machte dies alle mal Wett. Es fiel mir wirklich schwer, mir vorzustellen, dass dieser Tempel im Jahre 991 erbaut, heute noch aktiv genutzt wurde und keine sichtbaren Alterserscheinungen aufwies.

So hockten sich Eri und ich so manches mal auf die Treppen, die in den Garten zeigten und wir genossen das satte Grün, das plätschern des Wasser und die völlige Ruhe, denn hier waren wir wirklich ganz allein.

20100524_042139-IMG_3402_jiDas nächste Stück Weg, welches uns zum Daigo-ji Tempel brachte zeigte nur  wenig interessant und war eher gefährlich.

Wir mussten an einer Art Landstraße entlang laufen an dem es keinerlei Einrichtungen für Fußgänger gab. Da nicht mit sonderlich viel Rücksicht von Seiten der Autofahrer zu rechnen war, hieß es aufpassen wie ein Lux, damit dieses Stück Weges heil überstanden wurde.

20100524_050306-IMG_3530_jiDoch trotz dieses Ungemach gab es einen Einblick in das normale, fast ländlich anmutende Leben in Japan. Dies bedeutete, dass es zwischen den Häusern, bei denen es sich um Einfamilienhäuser handeln konnte, oder auch richtige Wohnblocks, Felder zu sehen gab. So bekam ich meine ersten Reisfelder zu Gesicht.

Während es sich bei den zuvor besuchten Anlagen um kleinere Tempel handelte, war der Daigo-ji Tempel flächenmäßig wirklich gewaltig. Zudem lagen die diversen Gebäude, die den Tempel bildeten, in einem Wald /großzügige Parkanlage  verstreut. Eine Informationstafel teilte uns mit  dass wer einen Überblick über die gesamte Anlage erhalten möchte, einen der Berge der Tempelanlage besteigen müsse. Diesen Aufstieg schenkten wir uns, denn auch so war es eindrucksvoll.

20100524_060957-IMG_3690_jiMal ging es durch Alleen, mal über einfache Wege und  immer wieder gab es die verschiedensten Gebäude zu entdecken. Ich gebe zu, dass lediglich das Wetter diesen Aufenthalt etwas erschwerte und eintrübte.

Besonders erinnere ich mich an ein kleines Gebäude, welches an einem kleinen See liegend in den Wald eingebettet lag. Mit seiner roten Farbe, leuchtete es so herrlich, dass man ob dieser Schönheit nur jauchzen konnte.

20100524_062714-P5240292_jiDer Tag war mittlerweile erheblich fortgeschritten und wir hatten nun noch den Besuch einer Anlage auf unserem Programm. Diese konnten wir später am Tag besuchen, denn dort bestand nicht die Gefahr einer frühen Schließung, so wie es bei den bislang aufgesuchten Tempeln der Fall war.

Zu nächsten Sehenswürdigkeit hieß es erst wieder an einer Straße entlang zu laufen, so wenig spektakulär dies war, gab es dennoch etwas zu entdecken. In diesem Fall war es ein Friedhof, den ich mir im Vorrübergehen betrachtete.

Oh, ja noch einmal das Thema  Wetter. Für den Abend war noch stärkerer Regen vorher gesagt worden. Ich fragte mich wie der Regen noch stärker werden könnte, denn meine Schuhe, die Hose, Hemd, alles war so nass, dass ich sicherlich an einem Wet T-Shirt Contest teilnehmen könnte (ok, ob das 20100524_081456-IMG_3829_ji jemand sehen wollen würde, lassen wir mal dahin gestellt).

Doch wie freue es mich, dass die Vorhersage falsch lag. Es hörte auf zu regnen und so war es wirklich angenehm, als wir unser letztes Ziel den Fushimi Inari-Taisha Schinto-Schrein erreichten.

Ausgesucht hatte ich ihn mir, da im  Reiseführer ein Bild einer ewig langen Alleen aus Tausenden von scharlachroten Torii gesehen hatte und dieser mich wirklich lockte. Was ich aber nicht ahnte wie gewaltig diese Alleen waren.

20100524_081429-IMG_3826_jiAnfangs nahm ich nur zur Kenntnis, dass der Tempel restauriert oder  repariert wurde und somit einige Gebäude verschalt waren. Da es aber genügend andere Dinge zu sehen gab, nahm ich diesen Umstand wirklich nur am Rande war.

Schließlich erreichten wir die erste Torii Allee. Hier vermutete ich noch, dass es sich um nur wenige Meter Allee  handeln  würde, doch schnell merkte ich, dass diese Allee mehr als beeindruckend waren. Von Eri erfuhr ich schließlich noch, dass wenn wir durch alle Alleen laufen wollten, wir wohl deutlich mehr als eine Stunde bräuchten. Ich war platt.

20100524_084523-IMG_3979_jiDie Torii zogen sich durch Wald und bildeten einen grandiosen Kontrast zur umliegenden Natur. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, warum dieser Schrein der beliebteste in Japan ist.

Auch wenn die Torii so herrlich leuchteten, konnten sie nicht darüber hinweg täuschen, dass es mittlerweile langsam dunkel wurde und wir mit diesem eindrucksvollen Erlebnis unsern Ausflugstag beendeten.

 

Japan (2010) – Kyoto – Der letzte Tag (1/3)

20100523_045959-P5230293_ji Als hätte man es nicht ahnen können. Jetzt ging es endlich in eine der bedeutendsten Städte Japans und es wird Regen angesagt. Zudem hatte mich die Erfahrung gelehrt, dass wenn Regen vorhergesagt wird, er auch wirklich und zumeist kräftig kommt.

So liefen Eri und ich am Morgen in strömenden Regen zum Bahnhof von Kobe. Nun zugegeben, kalt war es nicht, doch wenn man langsam beginnt aufzuweichen, wird es doch kühler. Aber zumindest im Zug ergatterten wir einen der raren Sitzplätze und so durften wir in angenehmer Position unsere Fahrt nach Kyoto durchführen (dieses Glück hatten nicht alle).

In Kyoto regnete es natürlich nicht weniger und so war ich wirklich froh, dass es zum Hotel erst mal via U-Bahn weiter ging. Doch irgend wann muss man wieder hinaus ins Freie und schon hat einen die Feuchtigkeit wieder.

Wie ich schon ein paar Mal erwähnt habe, werden in Japan Straßen nicht mit Straßenschildern mit ihren Namen drauf versehen. So mögen zwar Namen existieren, doch es kennt sie keiner und verwenden kann man sie somit auch nicht.

Warum ich auf dem Thema herumhacke, ganz einfach. Wir mussten unser Hotel suchen und es kam wie es kommen musste. Wir verliefen uns und konnten uns nicht wirklich gut in den engen Gässchen der Stadt orientieren. Erst nach Einholung von Informationen in einem Lebensmittelgeschäft fanden wir die Richtung wieder.

20100523_051750-IMG_2773_jiJetzt fragt sich vielleicht der ein oder andere, wonach wurde denn gefragt, wenn es keine Straßennamen gibt. Das wäre ein berechtigter Einwand. Glücklicherweise wussten wir, dass sich gegenüber des Hotels ein Museum befand, und so fragten wir wie wir dort hin kämen. Das ist ohnehin die übliche Navigation, man hangelt sich von Gebäude zu Gebäude, bis man halt dort ankommt wo man hin möchte.

Unser Gepäck konnten wir lediglich einlagern, da wir etwas zu früh im Hotel eingetroffen waren, doch das war auf jeden Fall schon eine schöne Erleichterung für unseren anstehenden Ausflug in die Kultur der Stadt.

Ich gebe zu, als wir in Kyoto ankamen und ich mir die Stadt das erste Mal anschaute und auch auf der weiteren Fahrt zu unserer ersten Sehenswürdigkeit, sah ich eine Stadt die nicht schön aussah und sich nicht wirklich von Kobe unterschied. Doch erreicht man schließlich die vielen Sehenswürdigkeiten, so ändert sich das Bild erheblich und ich fühlte mich tatsächlich in die historische Geschichte Kyotos versetzt und ich sah ein, dass rund 800 Jahre Residenz des Tenno, ihre Spuren hinterlassen hatten.

20100523_050124-IMG_2726_ji Unser erstes Ziel war Kinkaku-ji (“Goldener-Pavillon-Tempel”). Auf ihn freute ich mich schon sehr, den er lag an einem kleinen See und reflektierte so herrlich golden.

Ob ich dies jedoch zu sehen bekam, blieb abzuwarten. Erst einmal lernte ich, dass strömender Regen kein Grund ist, dass man alleine unterwegs ist. Am Kinkaku-ji trafen sich Unmassen an Reisegruppen und Schulklassen auf Ausflug und so wurde der Besuch nicht nur ein schwimmen im Regen, sondern auch in einer schier nie endenden Menschenmasse.

Von diesem Umstand einmal abgesehen, erwies sich der Besuch als wirklich  schön und ich genoss die herrliche Gartengestaltung, den Tempel und durchaus auch die Stimmung im Menschenstrom. Dennoch war ich irgendwie froh, als wir diese Massen wieder hinter uns ließen.

20100523_065258-IMG_2820_ji Ich freute mich noch mehr, als wir den Shintō-Schrein Kitano Tenman-gū erreichten und ich meinte wir seien fast ganz allein. Das stimmte zwar nicht ganz, doch ist diese Aussage nicht wirklich weit von der Wahrheit entfernt. So ließ sich dieser Ort mit viel mehr Ruhe erleben.

Als wolle jemand etwas an mir gut machen, denn ich war zwischenzeitlich so nass vom Regen, dass sich mein Laufen so anhörte als würde ich stetig im Wasser stehen (stimmte auch meine Schuhe waren völlig durchnässt), hatte ich das große Glück, an einer traditionellen Japanischen Hochzeit (Heiraten in Japan) teilhaben zu können. Es war zwar nur der Fototermin, doch der war alle Mal eindrucksvoll, denn Braut und Bräutigam waren aufs trefflichste herausgeputzt.

20100523_070043-IMG_2857_jiEs war schon eindrucksvoll zu sehen, wie an den beiden gezupft, gezerrt oder drapiert wurde, bis schließlich die Aufnahme gemacht wurde. Irgendwie taten sie mir leid. Besonders die Brau musste einiges über sich ergehen lassen. Doch sie schien so glücklich, dass sie das alles wohl nicht wirklich bemerkte.

Neben diesem Highlight genossen wir aber auch Kitano Tenman-gū und ich war mal wieder begeistert zu sehen welchen Möglichkeiten die Erbauer gefunden hatten ihrer Individualität Ausdruck zu verleihen. Besonders hübsch fand ich die teilweise vergoldeten oder teilweisen schwarzen Lampen. Sie verliehen Kitano Tenman-gū u.a. seinen Charme.

Abschließen wollten wir unseren Tag mit dem Besuch der Burg Nijō-jō, welches der Sitz des Shōguns in Kyōto war. Doch wer konnte schon damit rechnen, dass die Besuchszeit um 16 Uhr endet und so standen wir vor verschlossenen Türen und konnten nur noch die letzten Besucher die Anlage verlassen sehen.

20100523_081427-P5230345_jiIch war mittlerweile so durchnässt, das mich dieser Umstand aber nicht wirklich störte. So beendeten wir unsere Ausflug und es begannen unsere Fahrt zurück zum Hotel. Die einzige Unterbrechung die diese Fahrt, war ein Halt im Shopping Center vom Kyotoer Hauptbahnhof. Hier erwarb ich einen neuen Regenschirm, der von seinem Durchmesser adäquater zu mir passte, als jener der mir heute nicht wirklich Schutz bot.

So sah ich mich schließlich, nachdem ich mich von einem beträchtlichen Sümmchen getrennt hatte, für den nächsten Tag besser gerüstet, denn die Wettervorhersage lautete, morgens und mittags starker Regen. Abends noch stärker. Was das wohl zu bedeuten haben würde?

 

Südamerika (2009) – Bolivien – 19. Tag – Stadt unter dem Himmel (25.08.2009)

Was das Frühstück betraf, so hatte ich ehrlich gesagt mit einer kleinen Enttäuschung gerechnet, doch wie das gesamte Hotels, war auch das wirklich als schick zu bezeichnen und so begann dieser Tag durchaus erfreulich.

Heute stand ein durchaus überschau barer Fahrt an, denn schon gegen Mittag sollten wir unser Ziel Samaipata und den dortigen Zeltplatz erreichen.

Auch wenn ich von den ersten Metern der Fahrt noch etwas mitbekam, versank ich doch recht schnell im Schlaf der Gerechten. Mitbekommen da ich allerdings noch, dass plötzlich ein Bolivien bei der Stadtdurchqerung vor uns auftauchte, sich vor unser Fahrzeug stellte und wie ein Giftzwerg auf und ab sprang und mit den Armen so wild fuchtelte, dass man meinte er sei ein Kolibri. Er hatte sich wohl durch eines unsere Fahrmanöver übervorteilt gefühlt, doch wer das Gewimmel an Autos und die Art und Weise wie hier gefahren wird sieht, kann sich darüber nur wundern.

Dass man bei Ampeln anhält fand ich schon erstaunlich, denn eigentlich wurde ständig gedrängelt, gehubt und irgendwie versuch vorwärts zu kommen. Ich fand das schon etwas beängstigend.

Wie gesagt ansonsten bekam ich von dem ersten Teil der Fahrt nicht viel mit und wunderte mich etwas, als wir einen kleinen Stop machten, dass wir durch eine durchaus liebliche Berglandschaft fuhren an dessen steilen Hängen herrliches Grün zu sehen gab.

P8250018 ji

P8250020 ji

IMG 0021 ji

Als wir Samaipata erreichten war ich erst einmal etwas erschrocken als ich die Häuser usw. sah, doch das verflog sehr schnell, als wir den inneren Bereich des Ortes erreichten. Hier war der Ort wirklich sehr ansehnlich und wirkte sehr malerisch.

Die Straße zum Zeltplatz wirkte auf mich sehr herausfordernd. Die Straße war eng, nicht befestigt und das Fahrzeug schrammte an den Büschen und Bäumen vorüber.

Der Platz dem wir unsere Nachtruhe für die nächsten zwei Nächte anvertrauen wollten erwies sich als sehr hübsch gelegen und der Eigentümer hatte ihn sehr durchdacht angelegt und für einen gemütlichen Aufenthalt optimiert.

Es sei noch erwähnt, dass mit dieser Rast nun langsam unser Aufstieg in die Höhen der Berge begann. Wir befanden uns hier zwar nur auf rund 1600 Höhenmeter, doch in den nächsten Tagen sollte noch einiges mehr an Höhe anstehen.

Nach dem Aufbau der Zelte und einem kräftigenden Mittagsmahl, begann der zweite Teil des Tages ein Ausflug zum „El Fuerte de Samaipata„. Dazu stiegen wir in die geländegängigen Fahrzeuge eines örtlichen Veranstalter um, und eine steiler Aufstieg über befestigte Wege auf rund 2000 Meter begann.

Bei „El Fuerte de Samaipata“ handelte es sich um eine religiöse Anlage, die im Verlaufe ihrer Existenz zweier Religionen Platz bot. Das besondere war, dass die Eroberer das vorgefundene nicht zerstörten, sondern den Komplex erweiterten.

IMG 0097 ji

Was mich erstaunte war einfach die Tatsache, dass man so weit oben eine Stadt erreichtet hatte, in der rund 2500 Menschen lebten. Für alle Bauten mußte alles herbeigeschafft werden und da hier auch Könige lebten, kann man sich vorstellen, dass die edelsten Dinge ihren Weg hier hinauf fanden.

IMG 0129 ji

IMG 0171 ji

IMG 0192 ji

Auch wenn die Anlage sehr eindrucksvoll war, konnte sie nur schwer die wirkliche Pracht, Sinn und Zweck aller hier zu entdeckenden Nischen und Löcher vermitteln. Doch der Guide erklärte mit viel Sachverstand alles und so erstand diese Metropole vor dem geistigen Auge.

IMG 0181 ji

Galerie

 

Südamerika (2009) – Brasilien – 17. Tag – Das Pantanal wird verlassen weiter in Richtung Boliven (23.08.2009)

In der Nacht hatte es ein kleines Gewitter gegeben und es hatte zu Regnen begonnen. Auch wenn es am Morgen ersteinmal trocken war, gab es ab und an Schauer, die schließlich in einen leichten Dauerregen überging.

Heute ging es hinaus aus dem Pantanal weiter nach Corumba, um dann am folgenden Tag nach Bolivien weiter zu reisen. Ich gebe zu, dass bei dem etwas missligen Wetter der Aufbruch nicht so schwer fiel.

Die Staubpiste war heute eine Schlammpiste und so hatte die Stecke durchaus einen etwas anderen Charakter. Das Fahrzeug war binnen kürzester Zeit vollständig zugesaut. Die Entfernung für das Geschunkel wurde auf spannende Weise bemessen. Die Brücken auf dieser Strecke wurden gezählt und da es etwa pro Kilometer eine Brücke gab, war es ein praktisches Mittel seinen Standort zu ermitteln und eine Vorstellung zu haben wie weit noch zu fahren sei. Unsere Unterkunft hatte an Brücke 42 gelegen.

IMG 8685 ji

IMG 8691 ji

Eine spannende Unterbrechung unserer Fahrt gab es an der Brück über den Rio Paraquay. Von unserer Seite stieg sie wie ein gewaltiger Hügel an, um diesen Fluß zu überwinden. So bot diese Brücke einen netten Ausblick auf das Buschland und den Fluß. Durch den Anstieg kam es etwas vor, als würde man einen kleine Hügel besteigen und vielleicht sollte dies schon eine kleine Einstimmung auf die gewaltigen Berge Boliviens sein.

IMG 8716 ji

IMG 8705 ji

Corumba erreichten wir um die Mittagszeit. Der Ort machte einen etwas herunter gekommenen Eindruck, was aus der Sicht eines Fotografen durchaus verlockend war. Auch das Hotel mochte nicht das neuste sein, doch mir gefiel es, besonders der innen liegend Hof, um die die Zimmer über 6 Etagen angeordnet waren. Leider hatte dieser Hof auch den Nachteil eine gewaltige Lärmbrücke zu sein, dennoch sah es schick aus.

IMG 8747 ji

Erfreulicherweise konnte man auch das Dach des Hotels besteigen und von dort den Ausblick auf die Stadt genießen. Ich nutze das natürlich aus.

Nach einem, mir gut schmeckenden Mittagessen, bei dem wir wieder von Fleischspieß unser Essen abgeschnitten und vorgelegt bekamen, ging es gut gesättigt auf einen an den Ort grenzenden Hügel. Auf ihm befand sich eine große Christus-Statue. Die 12 Apostel die ihn umgaben waren gewaltige Sendemasten. Ich fand dieses Bild toll und bizarr.

An der extrem steilen Straße, die unserem Bus viel Kraft abverlangte, gab es in Form von Skulpturen kleine Bilder, die die Leidensgeschichte Christus zeigte. Die Figuren waren zwar eher naive Kunstwerke, doch an ich es toll, dass man so etwas hat entstehen lassen.

IMG 8822 ji

IMG 8829 ji

Vom Hügel selber bot sich dem Betrachter ein schicker Blick auf Corumba und das Pantanal. Es sah aus, als würde die Zivilisation an die Natur grenzen und sich nicht weiter vor wagen, oder die Natur konnte sich tapfer verteidigen.

Vom Hügel ging es wieder hinunter in die Stadt und zum Hafen. Dort unternahmen wir eine kleine Bootsfahrt auf de, Rio Paraquay. Unser Bötchen kam einem Seelenverkäufer schon sehr nahe. Da störte es nicht einmal, dass wir uns immer schön gleichmäßig Steuerbord und Backbord verteilen mussten, damit das Boot keine Schlagseite bekam. Eher fiel das morsche Holz und das stellenweise durch rostete Metall auf. Doch er Ausflug war nett und man ließ sich eine schöne frische Priese um die Nase wehen.

P8230052 ji

IMG 8924 ji

An diesem Abend fand an diesem Abend ein kleines Konzert statt, in dem eine Künstlerin ihr Können zeigte. Als sie nach dem ersten Stück ihre Ansprache hielt, hatte sie auch uns entdeckt und begrüßte uns exklusiv und widmete den nächsten Song den Gästen aus fernen Landen.

IMG 8968 ji

Galerie

Südamerika (2009) – Brasilien – 16. Tag – In den Sand gesetzt (22.08.2009)

Informationen zum Pantanál … http://de.wikipedia.org/wiki/Pantanal

Die Unternehmung für diesen Tag fand zu 100% meine Zustimmung. Ich freute ich auch schon darauf, denn es sollte mit den schon bekannten Pickups tiefer ins Pantanál gehen, um dort noch das ein oder andere für uns unentdeckte Tier zu finden.

Weit kamen wir nach dem Fahrtbeginn wirklich nicht. Wir waren vielleicht 500 Meter gefahren und schon wurde das erste Mal gehalten, denn unser Guide hatte Otter entdeckt. Wie er das immer machte, dass er die Tiere entdeckte wird mir auf immer ein Rätsel bleiben, doch diese Fähigkeit genoss ich sehr.

Was die Otter angeht, so war ich wirklich verdutzt was für riesige Pfoten (die mich sehr stark an Hände erinnerten) diese Tiere haben. Wie das Tier nun eine Fisch fraß war schon etwas gewöhnungsbedürftig, doch es schmeckte allem Anschein nach.

IMG 7892 ji

Bis zu unserem größeren Stopp an einer Kreuzung, an der ein winziger Laden seine Stellung hielt, hatten wir so viele Tiere gesehen und genossen, dass sich schon jetzt abzeichnete, dass es sehr eng auf meiner Speicherkarte in der Kamera werden würde.

IMG 7952 ji

IMG 7955 ji

IMG 7987 ji

Den Aufenthalt in der Raststätte nutze jeder auf seine Weise. Ich gönnte mir eine Mate Limmo. Sie schmeckte ähnlich wie der Tee, also etwas bitter. Damit der Schmerz gleich etwas größer ausfällt, hatte ich mir zwei Flaschen gegönnt. Es wurde letztlich durchaus etwas schwierig das grüne Getränk zu vernichten. Aber was macht man nicht alles, um den Urlaub unvergesslich zu machen.

Weit kamen wir auch nach diesem Stopp nicht. Wir hielten an einem anderen See, auf dem sich wahre Heerscharen an Tieren tummelten. Ich wusste überhaupt nicht wohin ich zuerst schauen sollte.

IMG 8063 ji

IMG 8037 ji

Auch wenn ich nicht genug bekommen konnte mehr und mehr Vögel gezeigt zu bekommen, fand ich es doch sehr spannend, als wir an eine Gruppe von brasilianischen Cowboys vorüber kamen. Sie trieben ein paar Kühe und Reittiere. Vornweg kämpfte der Cooki mit seinen Lasttieren, denn eines wollte partou nicht auf ordentliche Weise seine Pflicht erfüllen. Er bekam das Tier aber schließlich auf den rechten Weg.

IMG 8128 ji

Das was nun folgte wird mir wirklich lange in Erinnerung bleiben. Wir verließen die Piste und setzten die Fahrt auf einem sehr sandigem Weg fort. Hier gab der Fahrer so richtig Gas und ich wunderte mich erst warum er so über den Weg schoss. Er erklärte es mir, denn der Sand war so weich, dass er stecken bleiben würde, würde er zu langsam fahren, oder gar stehen bleiben. So wurde dieses Wegstück zur reisten Sufshow, denn so weich der Sand unter den Räder war, so schwammen wir mal links mal rechts auf dem Weg. Ging es durch Kurven kam es mir vor als würden wir wie durch eine Welle surfen. Es war einfach nur Toll. Der Fahrer kurbelte die ganze Zeit sehr heftig am Lenkrad und konzentrierte sich auf diese Aufgabe.

Ich war schon etwas enttäuscht, als wir unser Tageszeit, ein kleines Wasserloch im Nirgendwo erreichten. Hier begannen wir einen kleinen Fußmarsch durchs Unterholz, in der Hoffnung noch mehr Tiere zu entdecken. Anfangs versuchte ich noch mir irgendwie zu merken, wie es zum Fahrzeug zurück geht, doch bald gab ich es auf und verließ mich darauf, dass ich die Truppe nicht verliere und der Guide wußte was er tat (diesbezüglich hatte ich keine Sorgen).

IMG 8230 ji

IMG 8297 ji

IMG 8351 ji

Nachdem wir glücklich nach einem etwa zweistündigen Marsch durchs Unterholz zum Fahrzeug zurückkehrten, gab es ein leckeres Buschmahl. Es bestand aus Reis und Fleisch. Auch gab es etwas Salat.

Damit wir es uns gemütlich machen konnten wurden kurzerhand ein paar Palmblätter abgeholzt und es wurde ein herrliche Sitzfläche – ähnlich einer Decke – bereitet.

Während wir saßen, aßen und danach eine kleine Pause genossen, veränderte sich der Himmel deutlich. Auch hörte man immer wieder Gewittergrollen. Ich fürchtete schon, wir würden in heftigen Regen kommen, doch diese Befürchtung erfüllte sich nicht. Stattdessen ereilte uns etwas viel Aufregenderes.

Die Rückfahrt ging wieder über die Sandpiste und der Fahrer surfte in bekannter Manier über den Weg, durch die Kurven und ich genoss dieses Abenteuer. Wurde der Sand etwas tiefer, wurde herunter geschaltet und das Fahrzeug ackerte durch den weichen Untergrund. Das ging auch zumeist gut, bis plötzlich der Motor abstarb und wir sehr tief im Sand fest steckten.

Auch wenn es für uns Anfangs schon eher Aufregend war, wandelte es sich etwas in Besorgnis, als das Fahrzeug nicht wirklich aus der Misslichen Situation befreit werden konnte. Da half kaum die Palmen-Blättern und Äste unter den Rädern. Auch das Freilegen der Reifen hatte nicht wirklich geholfen. Ich hatte schon den Eindruck, dass ein gewisses Maß an Unruhe einschlich.

Doch was für ein Glück wir hatten, ist kaum zu ermessen. Die gesamte Zeit auf dieser Piste hatten wie ein anderes Fahrzeug gesehen, doch jetzt kam ein dicker Traktor vorüber. Er wurde gestoppt und der Fahrer gebeten uns zu retten. Für dieses Kraftpaket war es eine leichte Übung aus aus dem Sand zu zerren.

Ich zumindest war durchaus erleichtert, als das Fahrzeug wieder festen Boden unter den Rädern hatte und trotzdem genoss ich auch den weiteren Surf über die Sandpiste.

P8220141 ji

Erneut legten wir ein Pause bei der kleinen Station ein. Doch im Gegensatz zum Morgen waren nun etliche Einheimische hier, die den Ort ordentlich beschallten. Auch liefen nach und nach mehr von anderen Ausflugsfahrzeugen ein, so dass es schließlich richtig voll wurde.

P8220149 ji

Dass es auf dem Weg zurück zur Lodge noch einiges zu sehen gab, braucht wohl nicht gesondert erwähnt werden. Neben den Tieren, versank die Sonne langsam golden hinter dem Hintergrund.

IMG 8590 ji

Galerie

 

Südamerika (2009) – Brasilien – 15. Tag – Piranhas an der Schnur (21.08.2009)

Informationen zum Pantanál … http://de.wikipedia.org/wiki/Pantanal

Heute stand Reiten auf dem Programm. Nicht wirklich das womit man mich locken kann. So meinte ich, dass ich eher nicht an dieser Aktivität teilhaben möchte. Als ich dann hörte, dass man auch von Seiten der Pferdebesitzer eine nicht Teilnahme anraten würde, hatte ich zumindest eine offizielle Ausrede.

Zudem war ich noch völlig beseelt von dem herrlichen Sonnenaufgang am Morgen und das herrliche Licht was über der Landschaft lag, lockte mich eher die Kamera zu nehmen und auf Vogelpirsch zu gehen, als durch die Gegend geschaukelt zu werden.

IMG 7200 ji

IMG 7211 ji

Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen zuzusehen wie die Pferde verteilt wurden und dann in einer langen Reihe in Richtung Buschland aufgebrochen wurde. Trotz dieses romantischen Anblicks, kam bei mir kein Gefühl von Verlust auf.

IMG 7395 ji

Ich gebe zu, weit kam ich bei meiner Vogelexkursion nicht wirklich. Ich schätze mal, dass ich gerade 500 Meter Stück Straße schaffte. Doch auf dieser kurzen Wegstrecke gab es so viel an Tieren zu beobachten, dass ich einfach nicht vorwärts kam.

IMG 7413 ji

IMG 7430 ji

IMG 7453 ji

Besonders große Begeisterung fand bei mir, ein kleines fast der Austrocknung nahes Wasserloch. Hier tummelten sich allerlei kleinere Vögel. Diese Nutzen dieses Gewässer für ausgiebige Waschorgien. Ich habe noch nie so viele Vögel so begeistert baden sehen. So hielt ich mich hier besonders lange auf.

IMG 7664 ji

Als ich zur Unterkunft zurückkehrte, war ich doch erstaunt, dass der Reitausflug schon vorüber war. Zudem erfuhr ich, dass einer aus meiner Reisegruppe, diesen Ausflug nicht ganz Schadlos überstanden hatte. Was genau passiert war weiss ich nicht, er war jedoch kopfüber vom Pferd geplumpst, nachdem das Tier wohl etwas unwillig war die Last weiter zu tragen. Nach dem Abwurf muss das Pferd auch noch, in guter alter Westlernmanier, gebockt und buckelt haben. Na, da war ich um so mehr froh, dass ich dieses Abenteuer ausgelassen hatte.

Nach dem Mittagessen, stand das nächste Highlight des Tages an. Ein Piranhas Angelausflug. Ich gebe schon wieder zu, dass weder das Thema Angeln, noch Fisch im allgemeinen oder Piranhas im Speziellen Begeisterungswallungen hervorrief. Doch trotzdem nahm ich an dem  Ausflug teil, allerdings nur als Zuseher.

Zur Angelstelle ging es heute das erste Mal mit dem für dieses Gebiet typischen Fortbewegungsmittel. Es war ein Pickup, auf dessen Ladefläche 2 Bänke befestigt waren und auf denen die Passagiere Platz nehmen durfte. Eine unter Umständen sehr zugige Erfahrung oder auch bei Trockenheit sehr staubig.

Da die zu befahrende Strecke eher eine Piste als eine Straße ist, gab es gehörige Schläge auf das Hinterteil und den Rücken und so manches Mal wurde man ordentlich durch geschüttelt. Irgendwo machte es aber Spaß. Zumindest ein Mal.

IMG 7785 ji

Am Angelplatz angelangt wurde Fleisch vorbereitet und nach einem kurzen Fußmarsch durch den Busch, war jene Stelle erreicht an der sich den Nervenkitzel Piranhas Angeln gestellt werden sollte. Jeder hatte dazu sein Stöckchen mit Schnur und Hacken. An den Haken kam ein kleines Stück Fleisch und das ließ man ins Wasser hängen. Bei unserem Guide dauerte es auch nicht lange, bis er das erste Tier aus dem Wasser gezogen hatte. Bei allen Anderen dauerte es eher langer, denn zumeist fraßen die Fische den Köder ohne sich fangen zu lassen.

Beobachtete man den Guide, erkannte man schnell, warum er ein deutlich besseres Händchen hatte, denn nachdem er merkte, dass ein Fisch am Köder war, zog er kräftig an der Leine und der Fisch war erledigt. Machte man das nicht so, wurde der Köder lustig gefressen. Trotzdem kam im Verlaufe der Zeit einiges an Fischen zusammen.

Eines merkte man aber auch, dass unser Guide mit den Tieren sehr respektvoll umging. Wenn sie noch irgendwie zuckten, sprang er eher einmal zurück ,als den Helden zu spielen. Also ganz so ungefährlich scheinen diese Tierchen wahrlich nicht zu sein.

IMG 7814 ji

Die Rückfahrt durfte ich im Fahrerhaus verbringen und so hatte ich eine sehr bequemen Rückfahrt. Auch war dieser Fahrer wirklich sehr behutsam und so durfte sich auch das Geschunkel auf der Ladefläche in Grenzen gehalten haben. Ein klein wenig Nachteilig war mein Platz lediglich in Sicht auf die Tiere, die wir auf der Fahrt zu sehen bekamen. Hier gab unser Guide per Klopfen Zeichen, dass gehalten werden sollte. Nun mußte ich jedes mal Aussteigen, um zu sehen was es zu sehen gab, doch eigentlich passte das alles sehr gut und ich hatte viel Spaß bei dieser Rückfahrt.

IMG 7826 ji

Galerie

Südamerika (2009) – Brasilien – 14. Tag – Auf ins Pantanál (20.08.2009)

Am Morgen war von dem Unwetter nicht mehr viel zu merken. Die Landschaft lag jungfräulich vor einem, so als wäre nichts gewesen. Ich hatte nichts dagegen, unter diesen Voraussetzungen ins Pantanál aufzubrechen.

Am Abend hatte ich schon begonnen mein Gepäck vorzubereiten und hier hatte sich schon herausgestellt, dass es etwas schwierig wird. Ich hatte mich nämlich was das Volumen meines Gepäcks angeht und dem Rucksack in den alles sollte etwas verschätzt. Ich bekam zwar alles hinein, doch fürchtete ich beim öffnen, dass alles explosionsartig heraus katapultiert würde.

Für die Fahrt ins Pantanal stand ein kleiner Bus zur Verfügung, der für mich, etwas eng war. So war die Fahrt nicht übermäßig bequem. Aber wer hatte auch schon behauptet, dass ich zum Spaß hier sein.

Die erste Zeit verschlief ich, doch als wir die Hauptstraße verließen und auf eine Piste abbogen, lohnte es sich alle mal aus dem Fenster zu schauen. Die Landschaft ähnelte, dem was wir schon geraume Zeit sahen, doch nahm der Tierreichtum deutlich zu. So wurde ab und an angehalten und weil und Guid etwas entdeckt hatte, was sich zu beobachten lohnte. So bekamen wir allerlei Getier und Pflanzen zu sehen und die Anreise wurde sehr kurzweilig. Dass das geholper und geschunkel ab und zu Unterbrochen wurde, hatte auch wirklich seinen Reiz.

IMG 6525 ji

IMG 6560 ji

IMG 6610 ji

Sehr erfreut war ich auch über die Tatsache, dass wir an ein paar Cowboys vorüber kamen und auch hier einen klein Stopp einlegten.

IMG 6647 ji

Schließlich erreichte der Bus die Unterkunft, deren Namen auf eine der Attraktionen des Orten hinwies, nämlich blaue Papageien. Die Lage der Gebäude war grandios. Es lag in einem offenen Teil dieser Savannenlandschaft an mehreren Wasserlöchern. Diesem Umstand sollte es zu verdanken sein, dass es hier wahrlich viel Tierleben gab und somit auch viel zu entdecken gab. Zudem kamen am Abend die besagten blauen Papageien ans Wasser. Alles in allem rosige Aussichten für die kommenden Tage.

Weniger begeistern tat der Umstand, dass Gemeinschaftszimmer bezogen werden sollten. Im Grunde störte mich das ja nicht, doch all zu oft hatte ich in Vergangenheit wegen meines Schnarchens große Probleme grabt. So meinte ich, dass ich dort nicht schlafen könne. Ich würde auch gern auf einer Isomatte irgendwo auf einer Veranda liegen. Doch daraus wurde nichts. Ich erhielt stattdessen ein eigenes Zimmer. Was für eine hübsche Überraschung.

IMG 6710 ji

Eine erste Erkundung der Wasserlöcher ergab, dass diese voll mit Ksimanen waren. Sie kamen auch gleich heraus gekrochen, und so konnten sie ausführlich bestaunt werden. Auch wenn die Vorstellung, dass der Mensch nicht in sein Beuteschema gehört beruhige, wurde ein gewisser respektvoller Abstand gehalten. Bis auf den Streichelkaiman. Diesen durfte man von Hinten vorsichtig am Strand streicheln. Dies lag mir eher fern und so verzichtete ich darauf.

IMG 6667 ji

IMG 6688 ji

Bevor wir unseren Nachmittäglichen Ausflug in die Landschaft unternahmen, gab es noch eine kleine Einführung in das Gebiet. So erfuhr ich, dass dieses Gebiet eine Fläche des Deutschland vor 1989 einnahem und es ein wahres Tier und vor allem Vogelparadies ist. Dadurch, dass der größte Teil des Gebietes nicht erschlossen ist und nur via Pferd erlebt werden kann, dürfte das wohl auch noch eine Weile so bleiben.

Die Region kennt zwei Jahreszeiten, die sich aber nicht durch große Temperaturschwankungen bemerkbar macht, sondern anhand der Wassermenge die sich hier befinden. So gibt es jene Zeit in der das Gebiet weitflächig überschwemmt ist und die Zeit, in der es mehr oder weniger Trocken ist. Wir waren hier währen der Trockenzeit.

Mit diesen und viel mehr an Informationen begannen wir unseren Ausflug. Hier gab es so viel zu sehen und zu entdecken, dass das Auge mehr als ruhelos durch die Landschaft glitt.

Etwas unangenehm wurde es für mich, als wir gleich zu Beginn an einem See vorüber kamen. Hier schlug unser Guid einen Weg via Machetee. So brauchte nicht mehr mit dem Gestrüpp gekämpft werden, mehr mit dem völlig durchweichten Untergrund. Es kam wie es kommen musste ich versank bis zur Hälte meiner Wade. Beim Versuch mich zu Befreien versank der andere Fuß auch gleich und mein Schuh blieb im Dreck verschwunden.

Es dauerte einiges an Zeit und Mühe, bis ich auch dieser Situation befreit war.

Der weitere Weg brauchte dann nur noch genossen werden, auch wenn ich den Untergrund argwöhnisch beobachtete und ich auch aufpassen musste.

IMG 6837 ji

IMG 7041 ji

Der Tag wurde mit der Beobachtung der blauen Papageien am Haus abgeschlossen und so fand ein durchaus abenteuerlicher Tag sein Ende.

IMG 7092 ji

Galerie

Südamerika (2009) – Brasilien – 13. Tag – Erster Eindruck Pantanál (19.08.2009)

Informationen zum Pantanál … http://de.wikipedia.org/wiki/Pantanal

An diesem Tag sollte ich einen ersten Eindruck vom Pantanál erhalten, denn es stand ein Bootsausflug auf dem Rio Salobra auf dem Programm.

Doch begonnen wurde der Tag mit einem wirklich tollen Frühstück Büfett. Es gab wieder Wurst, Käse, Brot, Kuchen, Obst, Müsli und viel mehr. Das ganze dazu wider sehr ansprechend präsentiert, so das es eine Freude war sich den Genüssen hinzugeben.

P8190008 ji

P8190009 ji

Nach diesem fürstlichen Mahl stand die Abfahrt zu unserem Ausflug an. Doch bevor diesen begannen, mussten wir uns von einem Mitglied verabschieden, denn heute begann die Überführung des Fahrzeugs nach Bolivien.

Nicht weit von Miranda entfernt begann schließlich unser Ausflugsabenteuer in typischen Fischerbooten der Einheimischen. In diese kleine Nussschale zu klettern erwies sich für mich mal wieder als etwas kniffelig, denn schwankender Boden ist nicht meine Welt und so war ich froh, als ich schließlich saß und die Fahrt nur noch genießen brauchte.

IMG 5731 ji

Schon kurz nach dem Beginn des Ausflug gab es die ersten Vögel zu sehen. Mein Bootsführer tippte mir auch immer gleich auf die Schulter, wenn er etwas entdeckte, damit auch ich in dem vielen Grün die Vielfalt der Tiere entdecken konnte.

Neben den vielen Vögeln, gab es auch Wasserschweine und Kaimane zu sehen. Wirklich alles in allem sehr aufregend.

IMG 5759 ji

IMG 6080

Am Endpunkt des Vorstoß auf den Rio Salobra gab es eine kurze Unterbrechung der Fahrt, die ich mit einem Kniefall in den Schlamm begann. Hier durfte, wer wollte baden und das kühl des Flusses genießen. Ich gebe zu, ich verzichtete darauf.

IMG 6190 ji

Ich denke die Rückfahrt machte den Bootsführern am meisten Spaß, denn hier drehten sie mal so richtig am Gashebel und rasten den Fluss hinunter. Dass es auch mir Spaß gemacht hat, über den durch das dichte grün windende Fluss, hinweg zuschießen, kann ruhig zugegeben werden. Trotz der rasanten Fahrt wurde ab und an gehalten, um erneut div. Vögel bestaunen zu können.

IMG 6323 ji

Den Abschluss dieses Ausflug bildete mal wieder ein herrliches Mittagessen. Es gab ein typisches Pantaneiro-Gericht – also viel Fisch. Ich schaute mir ihn nur an, denn mit Fisch habe ich es nunmal nicht so sehr. Satt wurde ich aber alle mal.

Zurück in Miranda schauten wir noch in einer Einrichtung vorbei, in der man die handwerkliche Kunst der Ureinwohner der Region bestaunen konnte und auch das ein oder andere Schmuckstück erwerben konnte.

IMG 6511 ji

IMG 6509 ji

Mit diesem Besuch war unser heutiges Programm beendet und der restliche Tag stand zur freien Verfügung. Diese Tatsache nutze ich, um mich in den örtlichen Supermarkt zu verkrümeln und mir das ein oder andere zu kaufen. Besonders wichtig war mir, meinen Vorrat an Mückenstich zu erweitern, denn lieber einmal zu viel etwas aufgespürt, als noch mehr wie ein Streuselkuchen auszusehen, als es ohnehin bis jetzt der Fall war.

Der Tag endete mit einem gewaltigen Gewitter. Die Wassermassen an diesem Abend vom Himmel fielen, hatte ich wohl im gesamten vergangenen Jahr nicht in Deutschland abbekommen. Zudem schlug der Blitz regelmäßig in die Stromversorgung ein, so dass ich ab und zu kurz im Dunklen saß und viel verehrender ich keinen Internetzugang mehr hatte.

 

Galerie