Japan (2017) – Kyoto – Der Berg Kurama (鞍馬山)

Ich habe Kyoto schon einige Male besucht und alle Besuche waren etwas ganz besonderes und spannend. Doch dieser Ausflug auf den Berg Kurama war ein besonders schöner Einblick in die Schätze dieser Stadt. Besonders gefiel mir die Harmonie aus Natur und Religion und die in die Landschaft eingebetteten Gebäude. Doch der Reihe nach.

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Japan (2013/14) – Kobe – Kitano-Cho & Der Wasserfall

20140113_055011_IMG_6112_ji Mein Ausflug in die Stadt bestand eigentlich nur aus Zufällen.

Heute machte ich mich allein in die Stadt auf den Weg, was für mich noch immer ein kleines Abenteuer darstellt, denn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln stehe ich noch immer etwas auf Kriegsfuß.

Mit welchem Bahnunternehmen in von unsere Wohnung in die Stadt fahre war egal. Es kam nur drauf an wie weit ich bis zum Bahnhof laufen und wie lange ich unterwegs sein wollte (Je nach Bahnhof handelte es sich auch immer um eine andere Gesellschaft. Jede hat grundsätzlich ihre eigenen Bahnhöfe aber auf jeden Fall ihre eigenen Streckennetze). Zumeist entschied ich mich für die Faulenzer-Variante, denn da waren es gerade mal 5 Min. bis zum Bahnhof. Nun brauchte diese Bahn etwas länger, doch mir war es im Grunde ja egal.

Etwas schwieriger war dann schon mit welcher Bahn ich fahren konnte, denn es gibt Lokale Züge, die überall halten, Schnell Züge die weniger halten und Super Schnell-Züge die noch weniger halten. Zumeist musste man sich dann auch noch die richtige Schlange am Bahnsteig aussuchen, denn jeder Zugart hatte im Prinzip ihre eigene. Ok, das Ticket kaufe habe ich vergessen. Hier heißt es immer seinen Zielbahnhof heraussuchen und dann am Automaten das entspr. Ticket kaufen, doch das klappte im kleinen schon etwas.

Ok, dies traf für meinen Bahnhof nicht zu, denn dort hielt nur der Bummelzug. Dieser fuhr aber immer nur eine Station, um dann 5-10 Min. zu pausieren. Es wurde ein Schnellzug vorgelassen und man konnte hier in den Schnellzug umsteigen.

Am heutigen Tag nahm ich diese Möglichkeit wahr, wenngleich dies zumeist bedeutete stehen zu müssen, denn je schneller die Züge waren, um so voller schienen sie zu sein. Doch ich brauchte nur 2 Stadtionen zu fahren und da war es wirklich egal und ich sparte rund 15 Min. Fahrzeit gegenüber dem lokalen Zug.

20140113_043835_IMG_5883_ji In der Stadt angekommen war die Frage was ich unternehmen sollte. Ich kam direkt an einem Plan vorüber auf dem die Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgelistet waren und ich fand auch gleich welche die ich nicht kannte und die für mich zu Fuß zu erreichen war. Das einzige Problem konnte lediglich sein, dass ich keinen Stadtplan oder ähnliches hatte und damit die ohnedies schwierige Navigation (ohne Straßenschilder) zudem erschwerte.

Also lief ich erst einmal einen Ort an den ich kannte und zwar den in der Innenstadt gelegenen Ikuta-Schrein.

Als ich ihn nach kurzem Fu0weg erreicht hatte, stellte ich fest, dass die Menschenmassen die hier zum Neujahr aufliefen nichtmehr vorzufinden waren. Dennoch bildeten sich vor dem Schrein noch immer eine sehr lange Schlange, in der die Leute geduldig warteten, bis sie bis zum Gebäude vorgedrungen waren und dort beten konnten.

20140113_043925_IMG_5886_ji Ich war schon verhältnismäßig oft an diesem Ort und trotzdem machte es mich noch immer viel Freude mich hier aufzuhalten, die Ruhe innerhalb der Großstadt und das Grün zu genießen.

Vom Schrein wendete ich mich in Richtung Berge und die waren wirklich nicht weit weg. Vom Meer bis zum Beginn der Berge kann man sicherlich bequem in 20 Minuten gehen und so erklärt sich sicherlich auch die hohe Baudichte auf diesem doch recht schmalen Stück Flachland.

Die Berge sind nur im unteren Bereich bebaut, weiter oben gibt es nur Wald und das halte ich durchaus für schlau, denn die Hänge sind relativ steil und durch einen Wald hat der Grund meiner Ansicht nach wesentlich höhere Festigkeit. Ob dies jedoch der Grund ist, ich weiß es nicht.

20140113_051807_IMG_5995_ji Während ich nun ziellos durch die Straßen lief, kam eine Touristengruppe nach der anderen an mir vorüber und ich dachte mir, dass ich hier sicherlich nicht all zu falsch sein könnte und tatsächlich alsbald entdeckte ich einen Plan, der dem Besucher durch dieses Gebiet lotste. Ich war in “Kitano” (englischer Link) gelandet einem der historischen Stadtteile von Kobe. Die Gebäude entstanden dort etwa um die Zeit von 1915, doch leider ist durch Krieg und Naturkatastrophen nicht mehr all zu viel von diesen historischen Gebäuden übrig. Doch das was es gibt, kann man sich wirklich ansehen.

Um zu den eigentlichen Häuser zu gelangen musste ich ziemlich klettern und auch einiges an steilen Treppen überwinden. Doch es lohnte sich. Ich bekam das ein oder andere schicke Haus zu sehen und auch die Aussicht auf Kobe wurde wirklich toll.

20140113_055011_IMG_6112_ji Ich lief immer weiter nach Oben in Richtung Wald und verschwand schließlich in ihm. Ich überlegte, ob ich zurückgehen solle, um noch mehr Gebäude zu entdecken, doch der Wald lockte mich mehr und so begann ich einen etwa 3 Kilometer Spaziergang an den Hängen entlang. Ich hatte wirklich große Freude daran und genoss die immer wieder möglichen Aussichten auf die Stadt.

20140113_062832_IMG_6293_ji Am Ende des Weges ergab sich schließlich noch eine weitere verlockende Möglichkeit, nämlich der Besuch eines Wasserfalls.

20140113_070319_IMG_6444_ji Während meines letzten Aufenthaltes hatte ich ganz in der nähe dieses Wasserfalls gewohnt und es nie geschafft ihn zu besuchen. Zum einen aus Zeitmangel und zum Anderen weil sich mir nie wirklich erschloss wie ich ihn erreichen könnte. Also warum nicht an diesem Tag die Möglichkeit wahrnehmen.

Hätte ich jedoch geahnt welch ein Schweißbad mir das ganze einbringen würde, ich hätte es wohl gelassen.

20140113_072727_IMG_6531_ji Anfangs verlief der Weg sehr moderat. Doch bald erreichte ich eine Treppe und sie schien mir fast unendlich den Berg hinauf zu führen. Trotzdem startete ich den Aufstieg und bald brannten mir die Beine. Natürlich war dies nur meiner Statur geschuldet, aber ich war froh, dass auch andere etwas zu Stöhnen begannen.

Oh, was war ich froh, als der Wasserfall erreicht war und ich hielt mich wirklich lange dort auf, obwohl er im Schatten lag und mit, so durchgeschwitzt wie ich war, wirklich sehr kalt wurde. Doch ich wollte die Zeit hier genießen.

20140113_075558_IMG_6562_ji Der Abstieg war nicht weniger Angenehm und ich war mehr als froh, als ich weiter unten war und irgendwann, als ich wieder zwischen den Häusern verschwand mich diversen Rolltreppen anvertrauen konnte.

Damit war dieser Ausflug schon wieder vorüber und ich fand es toll, was sich alles durch Zufall so ergeben hatte. Ich würde diesen Tag wahrlich als eine kleine Erfolgsgeschichte des Zufalls für mich verbuchen wollen.

 

Japan (2013/14) – Shirakawa-go – 3 Tage in Eis und Schnee

Nun hatte ich in diesem Urlaub wirklich Gegensätze kennenlernen dürfen. So z.B. die einsamen Inseln der Ise Bucht (Ise Bucht – Auf ans Meer / Insel Kamishima – Ein wilder ritt / Ise Bucht – Zurück aufs Festland), das Gewusel und Hektik in Tokyo (Tokyo – Wo bleibt der Schnee / Tokyo – Gundam / Tokyo – Rush Hour & Sumo Live / Tokyo – Die Megakreuzung) oder die grandiosen Einblicke in die Geschichte Kyotos (Kyoto – 35 Kg brennen in meinem Fleisch / Kyoto – Herbstfarben & Hallo Fugu / Kyoto – Im Bambus-Hain). Doch auf das jetzige Ziel freute ich mich insgeheim am meisten.

Heute ging es für 3 Tage und 2 Nächte nach Shirakawa-go einem kleinen Ort in den japanischen Alpen, welches 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden war.

Besonderheit dieser Orte sind die dort errichteten Gebäude, welche pragmatisch gesehen durch ihre Bauweise (an ein Dreieck erinnernd) einfach nur den gewaltigen Schneemassen standhalten sollten. Mehr spirituell erinnert die Bauweise zum Gebet gefaltete Hände. Doch egal was es war, auf mich wirkte es nur faszinierend und ich wollte es einfach einmal live sehen.

Der Besuch wurde durch die Tatsache gekrönt, dass in diesem Jahr sehr früh Schnee fiel und ich somit den Ort, die Landschaft und die Berge mit Schnee bedeckt erleben konnte. Einfach nur eine auf den Schnee wartende Landschaft zu erleben, wäre auch ok gewesen, doch der Schnee war die Körnung dieses Besuchs.

Shirakawa-Go_8725 Durch die Popularität des Ortes waren wir gezwungen jeweils nur eine Nacht in einer Unterkunft verbringen zu können, was sich im Nachhinein wahrlich als Glücksfall herausstellte, denn so konnten wir zwei unterschiedliche Übernachtungsstiele genießen. Zudem bot uns das Wetter 3 unterschiedliche Szenarien, die jeden Tag unseres Aufenthaltes spannend hielt und es immer wieder ein Abenteuer war durch den Ort zu schlendern.

Am ersten Tag kamen wir in einer sehr traditionellen Unterkunft unter. Es war eines der Spitzhäuser, die innen zwar auf dem neusten technischen Stand war, und trotzdem dem Gast das urtümliche traditionelle Wohnerlebnis vermittelte.

Dies bedeutete, dass wir auf dem “Boden” (Tatami Matten und den auf diesen ausgelegten Matratzen)  schliefen und saßen.

Zwischen den einzelnen Räumen existiere jeweils nur eine mit Papier überzogene Tür, welches einem hautnah am Geschehen des Nachbarn teilhaben ließ, wenn dieser sich nicht an die Etikette – ruhe zu halten, über das Maß hinaus was wir vielleicht für ruhig halten – hielt. Ok, wir hatten solch ein “Glück”.

Shirakawa-Go_9021Nachdem wir uns eingerichtet hatten traten wir unseren ersten Rundgang durch den Ort an. Das Wetter zeigte sich wechselhaft. Es gab sonnige Abschnitte, aber auch etwas düstere Zeiten, doch insgesamt gesehen war es ein freundliches Wetter. Ich fühlte mich wirklich herzlich willkommen und ich konnte den Spaziergang genießen.

Direkt unserer Unterkunft hatte sich ein Film-Crew eingefunden, die hier einen Film wohl über den Ort drehte. Das war zum einen spannend, zum anderen etwas lästig, denn sie blockierten eine wirklich grandiose Aussicht auf ein paar der besten Häuser im Ortes. Zudem zogen sie natürlich durch den Ort und so trafen wir immer wieder auf die Produktion.

Ich möchte nicht Ungerecht sein, auch wir bekamen unsere Aussichten und wir konnten wirklich alles genießen. Zudem hielten sich die Besucherzahlen wirklich in Grenzen und so manches Mal hatten wir das Gefühl wir seien allein.

Shirakawa-go - Der Fluss Während der Tag überwiegend sonnig war, zog sich der Himmel am Abend etwas zu und es legte sich eine Nebeldecke auf den Ort. Das wirkte zum einen etwas gespenstisch, aber auch romantisch schön. Ich konnte mir jeweils das mir passende Gefühl aussuchen.

Wir kehrten in der Dunkelheit zu unser Unterkunft zurück und wurden mit einem besonderen Geschenk bedacht. Denn eines der Häuser auf unserem Zugang zum Haus war herrlich von Innen beleuchtet und es gab eine herrliche Stimmung die ich lange und ausgiebig genoss. Natürlich nicht ohne meinen Fotoapparat etwas zu strapazieren.

Schließlich kroch doch die Kälte in die Knochen und wir zogen uns in unsere Unterkunft zurück. Dort war gerade das Bad frei (es gab ein Gemeinschaftsbad, welches man sich reservieren konnte) und so verschwanden wir sogleich dort und tankten im heißen Wasser wieder Wärme und Behaglichkeit.

Während wir badeten wurden unsere Betten hergerichtet. D.h. es wurden die Matratzen herausgeholt und auf dem Boden gelegt und ein Berg an Zudeckmöglichkeiten darauf gestapelt. Man rechnete wohl mit einer kalten Nacht. Doch so kalt wurde es mir nicht und auch Eri empfand das Angebot als bequem und vor allem warm.

Bei dieser Art des Schlafens erwachte ich regelmäßig Morgens mit Rückenschmerzen, doch auch die hielten sich einigermaßen in Grenzen. Die Matratzen schienen hier deutlich besser und bequemer zu sein als in all den anderen Unterkünften zuvor. Ich hatte wahrlich nichts dagegen.

Der nächste Tag begann mit einem japanischen Frühstück. Ich mochte es, doch das hocken auf der Erde war nicht mein Ding und so war ich froh, dass ich ein kleines Höckerchen bekam und man auch meinen Tisch etwas aufbockte. Dadurch ließ sich das Mahl genießen.

Aus unserer Unterkunft mussten wir bis 9 Uhr ausgecheckt haben. Das fand ich schon sehr früh, doch so waren die Regeln. Zum Glück hatten wir am Vortag schon erkundet wo sich unsere andere Unterkunft befand und wie wir am schnellsten dort hin kamen. So brachten wir den Wechsel der Unterkünfte in rund 15 Minuten hinter uns.

Shirakawa-Go_9510 Vor dem Frühstück hatte ich noch ein kleines Panorama (360×180 Grad) geschossen und genoss schon da einen leichten Schneefall. Doch nun, wo wir zur anderen Schlafstätte liefen hatte ein kräftiger Schneefall eingesetzt, welcher dem Ort eine ganz andere neue Stimmung verlieh.

Der Schneefall ließ auch über Tag nur unbedeutend nach und obwohl wir den gesamten Ort schon erkundigt hatten, ergaben sich ganz neue Perspektiven und Einblicke.

20131224_031453_IMG_9624_ji Trotz des Schneefalls entschieden wir uns gegen Mittag  in einen der Shuttle Busse zu hüpfen, der uns zum Aussichtspunkt über den Ort bringen sollte. Sehr hoffnungsfroh was die Aussicht anging war ich nicht und dennoch sah ich etwa mehr als ich mir vorgestellt hatte. Insgeheim träumte ich von einem schönen sonnigen Tag, doch dieser war heute so weit weg, dass es nur ein Traum blieb.

Ich weiß nicht wie oft wir die Wege und Straßen von Shirakawa-go abliefen und trotzdem für uns blieb es stets spannend und wir waren auch selber überrascht, dass wir stets neue Dinge entdeckten.

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Auch heute kehrten wir erst bei Einbruch der Dunkelheit ins Hotel zurück, wo wir nun auch gleich unser Zimmer beziehen konnten.

Es war wirklich angenehm, dass wir einen richtigen Raum mit einem richtigen Bett hatten. Oh, das war wirklich angenehm. Wirklich ruhiger war es jedoch nur bedingt, denn auf unserem Gang war eine sehr aktive Großfamilie untergebracht und die verursachten einen gewissen Grundgeräuschpegel.

Bevor wir an diesem Abend unser Abendbrot genießen wollten, ging es ins Bad. Im Gegensatz zur letzten Unterkunft, in der wir zwar ein Gemeinschaftsbad hatten, dies durch eine Reservierung für uns allein hatte, gab es in diesem Hotel ein richtiges Onsen.

Wir machten uns gemeinsam auf den Weg, doch alsbald trennten sich unsere Wege und der konnte das Bad für sich genießen. Mich quälte dabei die Sorge, dass ich mich falsch verhalten würde und einen Fehler nach dem anderen Machte und ich übel auffiel. Doch ich war fast allein im Bad und so konnte ich es recht befreit genießen, wenngleich ich versuchte alles richtig zu machen.

Gut durchgewärmt trafen sich Eri und ich beim Speisesaal. Ich trug mein Jinbei und Eri den bereitgestellten Kimono. Damit waren wir standesgemäß bekleidet und auch die anderen Gäste waren so begleitet.

Das Essen war wieder typisch japanisch und lecker. Alles war sehr hübsch hergerichtet und meine anfänglichen Bedenken, dass die so klein anmutenden Portionen mich nicht sättigen würden, bestätigen sich nicht. Auch bekam ich wieder ein kleines Höckerchen, so dass ich in einer für mich akzeptablen Position sitzen konnte.

Nach dem Mahl ging es wieder auf Zimmer und wir genossen wieder den Trubel in den anderen Zimmer. Doch irgendwann wurde es dann doch ruhig und es konnte gut geschlafen werden.

IMG_0004_ji Der nächste Tag begann ich der freudigen Erkenntnis, dass mein Traum von einem strahlend blauen Himmel und Sonne wahr geworden war. Ich konnte es kam erwarten hinaus zu kommen und dieses Wetter genießen zu können.

Doch bevor wir das Hotel verließen, gab es ein Frühstück und ich war wie jedes Mal überrascht, dass ich am Ende wirklich satt war. Zudem mundete mir es jedes Mal, auch wenn ich mich etwas nach einer Scheibe Brot mit Wurst oder Käse sehnte.

Heute hieß es bis um 10 Uhr auszuhecken. Diese Zeit nutzen wir auch bis zum bitteren Ende aus, denn im Örtchen fuhr noch kein Shuttle und alles war noch geschlossen.

Als wir das Hotel schließlich verließen, nicht ohne unser Gepäck dort hinterlegt zu haben, denn wer wollte denn schon sein ganzes Gepäck den Tag über durch die Gegend schleppen, ging es als erstes zum Shuttle der uns zum Aussichtspunkt brachte.

IMG_0261_ji-1024px-compressor Oh, welch eine Pracht uns erwartete. Ich mochte mich überhaupt nicht satt sehen und ich schlug das Herz bis zum Hals die mit Schnee überzogenen Berge bei herrlichem blauen Himmel zu erleben. Durch die frühe Stunde waren es auch wirklich wenige Menschen am Aussichtspunkt und so ließ die Sicht wirklich genießen.

Shirakawa-Go_0976 Zurück im Ort, zogen wir wieder unsere Runden und wie schon am Vortag staunten wir, wie anders der Ort auf uns wirkte in diesen Licht und Wetterverhältnissen. Ich kann wirklich aus ganzem Herzen behaupten, auch wenn wohl maximal 1 Tag für das Entdecken des gesamten Ortes ausreichend wäre, so würde ich keine einzelne Sekunde missen wollen und zu Verdanken hatte ich es wirklich den so unterschiedlichen Wetterverhältnissen in diesen 3 Tagen.

Ich war so glücklich.

Shirakawa-Go - Drohne Im weiteren Verlauf unseres Undganges entdeckte ich wieder eine Filmcrew. Dieses Mal machte man Aufnahmen vom Ort mit einem Octocopter. Ich hatte schon Videos im Internet gefunden die Shirakawa-go aus dieser Perspektive zeigte und so war es um so spannender zu erleben wie solche Aufnahmen entstanden.

Doch irgendwann ist auch die schönste Zeit vorüber und es hieß zum Hotel zurückzukehren, das Gepäck einzusammeln und sich auf zur Bushaltestelle zu machen.

Am Bus angelangt, wollte ich mein Gepäck im Bauch des Fahrzeugs unterbringen, doch der Busfahrer gab mir verstehen, dass es keinen Platz mehr gäbe. Stattdessen sollte ich mit meinem 25 Kilo Rucksack (plus 10 Kg Fotorucksack) in den Buseinsteigen und ihn dort auf einer Sitzbank deponieren. Das war jedoch einfacher gesagt als getan, denn schon ohne Gepäck hatte ich Probleme mich durch den schmalen Gang zu quetschen, doch mit Gepäck – oh, Mann, das war eine Aufgabe und eine Entschuldigungs-Orgie.

IMG_1216_ji Doch auch dieses Aufgabe konnte bewältigt werden und nun war der Aufenthalt in Shirakawa-go tatsächlich vorüber und ich war froh so lange hier gewesen zu sein.

 

Ausnahmsweise habe ich dieses Mal 3 Tage in einem Bericht zusammengefasst. Was auch bedeutet, dass es ganze 3 Foto-Galerien gibt. Ich weiß, dass es viel gleiches zu sehen gibt, hoffe ich durch die 3 Galerien die unterschiedlichen Eindrücke und Stimmungen wiedergeben zu können.

 

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Neuseeland – … und ich lebe noch – Der Fluss

Bisher hatte ich schon einiges an Widrigkeiten in meinen diversen Urlauben überstanden. Sei es das Laufen in ein Manövergebiet, in welchem gerade ein Manöver stattfindet, mit einem Ruderboot fast aufs offene Meer getrieben zu werden oder abzustürzen. Doch auf dieser Wanderung setzte ich allem die Krone auf, denn um ein Haar hätte sie ein jähes Ende gefunden.

Ich war mit dem Vorsatz nach Nelson, einem Küstenort im Norden der Südinsel Neuseelands, gefahren, um eine Wanderung auf dem ‚Abel Tasman Küstenwanderweg‘ durchzuführen.

IMG_0992 Als jedoch abends in meiner Herberge ein Diavortrag über diesen Wanderweg gezeigt wurde und der Witz die Runde machte, dass es auf ihm eine weiße Linie gäbe, damit die Wanderer, die in die eine Richtung liefen, nicht mit denen, die aus der anderen kämen, zusammenstoßen, änderte ich blitzschnell meine Ansicht und entschied mich, mir den ‚Nelson Lakes Nationalpark‘ näher anzusehen.

Über den Transport von Nelson zum Park brauchte ich mir nicht sonderlich viel Gedanken machen, denn diese Arbeit nahm John, der Besitzer der Herberge, einem ab.
Sehr zufrieden über meine Entscheidung, legte ich mich hin und schlief in dieser Nacht wie ein Stein, denn die Anreise nach Nelson war sehr anstrengend gewesen, da ich ohne Pause vom Süden der Insel bis hierher gereist war.

Am Morgen wurde die Ausrüstung für die Tour zusammengestellt und alle noch notwendigen Einkäufe getätigt.
Als alles erledigt war, hieß es nur noch auf den Bus zu warten. Er sollte mich und noch 8 weitere Wanderer zum Park bringen. Um die Mittagszeit war es schließlich soweit und nachdem alle Sachen in dem kleinen Bus verstaut waren, begann die etwa 1½ – 2 Std. dauernde Fahrt. Dass wir für etwa 110 km ’so lange‘ brauchten, hatte seinen besonderen Grund, denn die Busfahrerin betätigte sich gleichzeitig als Post- und Zeitungsbote.

Nach kurzer Fahrt hielt der Bus vor einem kleinen Geschäft. Hier sollte sich jeder noch einmal seinen größten Wunsch erfüllen können, bevor es endgültig los ging und wir in der Natur verschwanden.

Bei herrlichstem Wetter erreichten wir ‚St. Arnaud‘, den Ausgangsort für diese Tour.
Nach einem kurzen Besuch im ‚Visitor Office‘, in dem man sich für eine Tour anmeldet und hinterher auch abmeldete, stürmte ich voller Tatendrang los. Außerdem drängte die Zeit etwas, denn ich beabsichtigte heute noch bis zur ‚Bushline Hut‘ zu laufen, was bedeutete, einen etwa 3 Std. dauernden Marsch mit 1000 zu überwindenden Höhenmetern  zu absolvieren. Zu allem Überfluss war es gegen 18.20 Uhr völlig dunkel.

Der erste Teil des Weges war einfach, denn ich konnte anfangs die Spazierwege um den Lake Rotoiti und später eine Straße verwenden. Auf diese Weise überwand ich die ersten 300 Höhenmeter rasch.
Je höher ich kam, desto schöner wurde die Aussicht hinunter ins Tal. Als die Straße zu Ende war, ging es auf einem hervorragend ausgebauten Wanderweg weiter. Gegen 18 Uhr, zusammen mit dem Sonnenuntergang, erreichte ich den höchsten Punkt meiner Tagesetappe. Da ich mir nicht ganz schlüssig war, wie weit es noch bis zur Hütte sei, verschärfte ich mein Tempo, um ja nicht in die Dunkelheit zu kommen.

imageKurz vor Ende der Dämmerung erreichte ich die Hütte. Ich freute mich nun auf ein schönes warmes Feuer im Ofen, doch da es nur Kohle gab wurde nichts daraus, denn in dieser Hütte gab es kein Holz mit dessen Hilfe man die Kohle hätte zum Brennen bewegen können. Auch in dem kleinen angrenzenden Wald gab es außer Bäumen kein lose herumliegendes Stück Holz. Einen solch‘ aufgeräumten Wald hab‘ ich noch nie gesehen.

Etwa 1½ Std. nach mir traf noch eine dänische Wandergruppe ein. So wurde es ein geselliger Abend. Wir spielten Karten und unterhielten uns. Dadurch wurde es später als mir lieb sein konnte, denn ich brauchte meinen Schlaf für die Wanderung am nächsten Tag. Es war dann tatsächlich 23 Uhr, als ich in meinen Schlafsack schlüpfte.

Diese Wanderung  hatte mit Traumwetter begonnen, doch in der Nacht änderte es sich dramatisch. Es wurde wirklich sehr schlecht mit Regen und vor allem dichten Nebel.

IMG_0995Als ich am Morgen los lief, führte mich mein Weg durch solch einen dichten Nebel, dass ich nur 5 – 10 m weit sehen konnte. Darüber hinaus nieselte es und ein starker Wind riss mich hin und her.

Nach meiner Karte, führte der Weg über einen Bergrücken und nur dieses Wissen half mir, ihn zu finden. Markierungen gab es gerade einmal etwa alle 200-300m.
Bei gutem Wetter stellt das kein Problem dar, doch bei nur 10m Sicht wurde das Laufen zum Rätselraten.

Als der Weg schwieriger wurde, stieg der Nebel glücklicherweise etwas auf und ich sah, wo der Pfad entlang führte. Dies war außerordentlich praktisch denn zumeist führte der Wanderweg über Geröll und mit der gewonnen Sicht fiel mir das Laufen deutlich leichter.

Mehr als das Geröll machte mir der Wind zu schaffen, denn dieser kam mit solch starken Böhen einher, dass sie mich ab und zu umhauten und ich mich auf dem Boden wiederfand.

 

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Nach rund 3 Std. Fußweg erreichte ich die Angelus Hütte. Sie lag auf der Hälfte des heute zu bewältigenden Weges. Da sich der Nebel allerdings wieder zu senken begann und der Wind noch stärker wurde, entschied ich mich, die Wanderung für heute zu beenden, um später zu überlegen, was ich machen würde.

Etwa 4 Std. nach mir traf die dänische Gruppe und 2 Neuseeländer ein. Wie ich erfuhr waren die  Dänen in diesen Wetterverhältnissen in große Schwierigkeiten gekommen und sie hatten es nur den Neuseeländern zu verdanken, dass sie diese Hütte heil erreichten.

Den gesamten Nachmittag knobelte ich an einer anderen Variante meiner Wanderroute, doch durch mein sehr eng bemessenen Zeitrahmen kam ich zu keinem brauchbaren Ergebnis. Nach einem harten Kampf entschloss ich mich, meine Wanderung abzubrechen und von dieser Hütte ins Tal abzusteigen, um zurück nach St. Arnaud zu laufen.
Glücklich war ich über diesen Entschluss nicht, denn bisher hatte ich wegen des Wetters sämtliche Wanderungen in Neuseeland abbrechen müssen.

Nachdem ich mich für die Nacht hingelegt hatte, imagespürte ich, wie die Hütte durch den Wind förmlich hin- und her gerissen wurde. Das versöhnte mich etwas über meine Entscheidung die Wanderung zu beenden.

Als ich am Morgen erwachte und aus dem Fenster gegen eine Nebelwand blickte, fühlte ich mich in meiner Entscheidung noch einmal bestärkt. Zudem hatte der Wind nicht wirklich nach gelassen, dass das Risiko des weiter Laufens nochmals erhöht hätte.

Gegen ½10 geschah das große Wunder, der Wind flaute völlig ab und der Nebel stieg auf.
Nun sah ich das erste Mal, in welch‘ herrlicher Umgebung die Hütte lag. Durch dieses Wunder und die sagenhaft schöne Landschaft änderte ich schlagartig meine Meinung, was den weiteren Verlauf meiner Tour betraf. Ich wollte sie nun doch – wie geplant – fortsetzen.

Meine Mitbewohner staunten nicht schlecht, als sie mich packen und aufbrechen sahen.
imageEs war ½11 als ich los lief.

Anfangs führte mich mein Weg erneut über Geröll und die weiterhin nur spärlich angebrachten Markierungen erschwerten auch an diesem Tage das Laufen etwas. Schließlich führte der Pfad über einen schmalen Bergrücken und die Markierung wurde auch besser, so dass ich immer schneller vorwärts kam.

Nach etwa 2 Std. erreichte ich den höchsten Punkt dieses Tages. Nun folgte ein etwa 1000 Höhenmeter langer Abstieg. Die ersten 200 Höhenmeter waren einfach und es machte großen Spaß sie zu laufen.
Danach ging der Weg vom kargen Bergrücken in eine Wiese über. Doch wurde der Weg so glitschig, dass ich ständig ausrutschte und ich mich auf dem Hosenboden sitzend fand.

Schließlich verschwand der Weg im Busch und ich dachte das Laufen würde einfacher werden. Doch da ich täuschte ich mich gehörig. Von nun an schien der Weg fast Kerzen gerade den steilen Hang in Richtung Tal zu führen und dies über fast 700 Höhenmeter. Dies zehrte meine Beine wahrlich aus und das ewige wegrutschen und auf dem Hinterteil landend, brachte mir wirklich ein schmerzendes Steißbein ein. Ich gebe zu, ich begann alsbald wie ein Droschkenkutscher zu fluchen, doch half es nicht, nicht ständig wegzurutschen.

Als ich die Sabine Hütte erreichte, merkte ich, was meine Beine geleistet hatten, denn sie schmerzten und zitterten ohne Unterlass.

Mittlerweile war es 14 Uhr und ich nahm mit Missvergnügen zu Kenntnis, dass mir die Zeit davon zu laufen drohte. Mir stand nämlich noch ein etwa 4 Std. langer Marsch bevor, und dass wo es um 17.30 Uhr begann dunkel zu werden. Dennoch gönnte ich mir rund eine ½ Stunde Pause, bevor ich weiter lief.

In der Hütte traf ich eine verletzte Person an. Sie hatte auf der Wanderung ein Bein verletzt und nun waren Freunde unterwegs, um Hilfe zu holen. Diese Geschichte hörte sich wirklich beängstigend an.

IMG_0999Trotz der aufkommenden Müdigkeit in meinen Beinen, legte ich im weiteren Verlauf der Wanderung ein hohes Tempo vor. Erleichtert wurde das Laufen, dass der Weg lediglich durch ein Tal führte und nicht wirklich viele An- und Abstiege aufwies. Lediglich ab und zu mussten Baumstämme entlang balanciert werden, doch auch das verringerte mein durchschnittliches Tempo nur unwesentlich.

All‘ meine Bemühungen, noch rechtzeitig vor dem Einbruch der Dunkelheit bis zur Hütte zu kommen, halfen nichts. Schließlich brach die Dämmerung doch herein und ich musste mich bemühen im Abnehmenden Licht den Pfad noch zu erkennen, oder die Markierungen zu finden.

Im letzten Tageslicht entdeckte ich ein Schild, welches mir verhieß, dass es noch 10 Min. bis zur Brücke seien. Mit Hilfe dieser Brücke sollte ich den Fluss, der durch dieses Tal floss, überwinden können, um die Hütten zu erreichen.

Zur näheren Information muss gesagt werden, dass sich die beiden Hütten, die für mich als Tagesziel in Frage kamen auf der gegenüberliegenden Flussseite lagen und sich die angekündigte Brücke genau zwischen diesen Hütten befand. Laut Karte lagen die Hütten etwa 400 Meter auseinander.

Auf meinem weiteren Weg, entdeckte ich die ersten Lichter auf der anderen Flussseite und ich vermutete es sei die erste Hütte sei und somit die Brücke nicht mehr weit entfernt.

Mittlerweile war es so dunkel geworden, dass ich auf meine Taschenlampe zurückgreifen musste, um mich überhaupt noch im Bush zurecht zu finden. Ich arbeitet mich auf diese Weise durch das Unterholz und da ich mit verstreichender Zeit den Übergang nicht gefunden hatte, machte ich mir wirklich Sorge ihn überhaupt noch zu finden. Zu allem Überfluss blieb ich schließlich  noch im Unterholz stecken und kam nicht mehr wirklich vorwärts. Mir blieb nur der Rückzug als Option übrig, den ich dazu nutze weiter nach der Brücke zu suchen. Doch ich mochte mich anstrengen wie ich wollte, ich fand sie einfach nicht.

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Es war mittlerweile so dunkel, dass nur noch der Kegel meiner Taschenlampe die Umgebung erhellte. Dies lies mich etwas unruhig werden, zudem wusste ich, dass die Nacht eher kalt sein würde und die Nächtigung in einer Hütte eindeutig zu bevorzugen sei.

So keimte in mir die Idee auf, die Suche nach der Brücke aufzugeben und es mit einer Querung des Flusses zu versuche. Da dieser auf mich nicht so wild wirkte wurde mir diese Idee zusehends sympathischer. Ich gebe zu ein gewisses Unbehagen blieb. So ging ich zum Ufer, entdeckte die Lichter einer Hütte auf der anderen Uferseite und da war für mich klar, dass ich mich durch den  Fluss arbeiten würde.

Mir war schon klar, dass dies ein trickreiches Unterfangen sein würde und so überlegte ich, was ich alles zum Thema Fluss Durchquerung gelesen hatte und setzte all die guten Ratschläge um – Ich gebe zu, in keinem Buch hat gestanden in der Nacht einen Bergfluss zu durchqueren.

Schon mit dem ersten Schritt in den Fluss verschwand ich bis zur Hälfte meiner Oberschenkel im Wasser. Obwohl ich mich noch nahe beim Ufer befand, spürte ich die Macht der Strömung und ahnte, was noch auf mich zukommen sollte.

Mit winzigen Schrittchen arbeitete ich mich weiter. Einen einigermaßen guten Halt hatte ich ohnehin nur, da mein rechtes Bein mit seiner Innenseite an einen großen Stein gepresst wurde.
Und trotzdem riss mir wie aus heiterem Himmel die Strömung die Beine weg. Mein Rucksack saugte sich sofort voll Wasser und zog mich unaufhörlich auf den Grund des Flusses. Während ich tiefer und tiefer in der Strömung verschwand, wurde mit der Gewalt des Wassers weiter gerissen und ich war nur noch ein Spielball der Elemente.

Während ich durch den eiskalten Bergfluss hilflos davon gerissen wurde und verzweifelt versuchte an Luft zu kommen, dachte ich schon, es wäre mit mir aus. So nah, wie in diesem Moment fühlte mich noch nie dem Tode. Doch anstatt in Panik zu verfallen, wurde mein Denken immer klarer. So konnte ich mich schließlich darauf konzentrieren, das umzusetzen was ich gelesen hatte, was in solch einer Situation zu machen sei.

Ich musste mich von meinem Rucksack befreien, der mich wie ein Stein auf den Grund des Flusses zog und ihn davon schwimmen lassen, um mich auf meine Rettung konzentrieren zu können.

Es bedurfte einiger Mühen, um aus dem Geschirr zu klettern, denn ich kämpfte noch immer um Luft und die Strömung spielte gnadenlos mit mir.

Als ich mich schließlich vom Rucksack befreit hatte, ging es darum ihn loszulassen und mich zu retten. Doch der Rucksack begann zu schwimmen und so hielt ich ihn einfach erst einmal fest und versuchte mit ihm ans Ufer zu gelangen.

Wie weit ich getrieben worden war, Weiß ich nicht mehr ich erinnere mich nur, dass ich irgendwann den Grund des Flusses unter mir fühlte und trotzdem noch mit meinem Kopf über dem  Wasser war. Auch das Ufer war zum greifen nah gekommen.

An dieser Stelle saß ich dann erst einmal eine Weile und versuchte meine Gedanken zu sortieren und mir klar darüber zu werden wie knapp ich gerade einer Katastrophe entgangen war. Da dies aber nicht der beste Ort war, stand ich auf. Das war aber schwieriger als gedacht, denn alle meine Taschen waren volle Wasser und jedes Stück Bekleidung war vollgesaugt. Auch wen ich so schon zu kämpfen hatte, der Rucksack machte es mir noch schwerer. Dieser war so vollgesaugt, dass er nun ein vielfaches seines Gewichtes aufwies. So zog ich ihn erst mal hinter mir her und kletterte über die Uferböschung auf sicheren Boden.

Ich fühle mich wie der sprichwörtlich begossene Pudel. Um mich bildete sich eine gewaltige Wasserlache, so viel Flüssigkeit ergoss sich aus dem Rucksack und meinen Taschen.

Völlig durchnässt, zitternd und etwas verwirrt machte ich mich auf dem Weg zur Hütte, denn der Fluss hatte mich glücklicher Weise auf Seite mit der Unterkunft entlassen. Mit Erleichterung stellte ich fest, dass die Bleibe für die kommende Nacht nicht weit entfernt lag.

Nach dem Erreichen der Unterkunft stand zumindest mir für die Nacht eine Schlafstätte zur Verfügung. Doch eine besonders angenehme Nacht sollte es leider nicht werden.

Durch mein unfreiwilliges Bad war alles, ja wirklich alles Nass. Vom Essen, über die Kleidung bis hin zum Schlafsack, kein einziges Teil war verschont geblieben. So war ich froh, als ich ein T-Shirt und eine Turnhose fand, die nicht ganz so durchnässt war wie der Rest.

Eigentlich hätte ich diese Hütte gut nutzen können, um alles zu trocknen, doch daraus wurde nichts. Die Vorbewohner der Hütte hatten sämtliches trockenes Holz verbraucht und weder neues gehackt oder gar getrocknet. So blieb es mir und den anderen  Mitbewohnern verwehrt die Hütte in ein warmes Heim zu verwandeln.

Was meine Mitbewohner im allgemeinen anging, so nahmen sie an meinem Schicksal nicht wirklich Anteil. Ich musste selber sehen wie ich mich an diesem Abend versorgte. So gab es nasses Essen, welches ich auch nicht erhitzen konnte, da mein Kocher das Bad nicht verkraftet hatte. Und die Nacht wurde dank des nassen Schlafsacks ebenfalls ein feuchtes Erlebnis. Es tröstete mich dabei auch wenig, dass ein synthetischer Schlafsack, wie der meinige, selbst wenn er feucht ist, noch eine gewisse Wärmeleistung erbringt, was bei einem Daunenschlafsack wohl nicht der Fall sein sollte. Ich fror und alles fühlte sich feucht an.

Ich gebe zu, dass selbst wenn der Schlafsack trocken und warm gewesen wäre, hätte ich Schlafprobleme gehabt, denn meine Gedanken kreisten unaufhörlich um meinen Unfall und so war an Schlaf kaum zu denken. Irgendwann musste ich dann aber doch eingeschlafen sein.

Als ich am Morgen erwachte, fror ich etwas, obwohl mein Schlafsack mittlerweile von der Innenseite trocken war. Sogleich versuchte ich erneut Feuer zu machen, doch all‘ meine Bemühungen waren vergebens, da das Holz einfach nur durch und durch nass war.

Ursprünglich hatte ich überlegt in dieser Hütte zu bleiben, um meine Sachen zu trocknen, doch da es keinerlei Aussicht gab, Feuer erhalten, entschloss ich mich, den Rückweg anzutreten.

Diesen Wandertag bestritt ich dieses Mal nicht alleine, sondern ich schloss mich einem dänischen Jungen an, der die selbe Strecke zurücklegen wollte wie ich.

Nachdem wir aufgebrochen waren, beschäftigte mich erst einmal die Frage nach der Brücke, die ich am vergangen Abend nicht gefunden hatte. Sie bei Tageslicht zu finden stellte nicht wirklich ein Problem dar, doch wollte ich ergründen warum ich zuvor nicht gefunden hatte. Die Lösung war so einfach. Die Brücke war recht dunkel und schwebte nur kurz über der Wasseroberfläche. Doch das eigentliche Problem war, dass das Hinweisschild auf die Brücke durch einen Busch verdeckt war und ich hinter dem Busch entlang gelaufen war und somit den Hinweis nicht entdecken konnte.

Ich überlegte kurz, ob ich mich über mich ärgern sollte, doch warum, passiert war passiert und letztlich war ich an dem Unfall ganz alleine schuld gewesen. Also nahm ich es hin wie es war und setzte den Wanderweg einfach nur fort.

Der Rückweg verlief äußerst unspektakulär. Gelegentlich blieben wir stehen und bewunderten die Berge. Da es in der Nacht geschneit hatte und etwas die Sonne schien war es besonders schön.

Bei den Kletterpartien über die diversen Bachläufe und den Bachdurchquerungen ermunterten wir uns gegenseitig oder halfen uns, so dass wir sehr zügig unser Ziel die Sabine Hütte erreichten.

Vor uns war eine Gruppe von Engländern eingetroffen, die ordentlich eingeheizt hatten und so fand ich mich in einer kuschelig warmen Unterkunft wieder. Ich nutze den Umstand sofort und packte all meine Sachen aus und begann alles zu trockenen. Nach sehr kurzer Zeit war ich dann wieder Besitzer einer vollständig getrockneten Ausrüstung. Ich freute mich sehr darüber, war aber noch immer etwas verstimmt, dass die Gedankenlosigkeit von Wanderern mir in der letzten Hütte diesen Luxus verwehrt hatte.

Der restliche Nachmittag verlief beschaulich. Es wurde Essen gekocht, Tagebuch geschrieben oder gelegentlich Holz gehackt. Etwa gegen 19 Uhr
erreichte noch eine Gruppe unsere Hütte. Das war ein wenig unangenehm, denn hier gab es nicht so viele Liegeplätze. Nun musste ganz schön zusammengerückt werden.

Während die anderen sich ausbreiteten, knobelten Peter (der Däne) und ich über den möglichen Rückweg nach St. Arnaud. Nach einigem hin und her entschieden wir uns zwar für den deutlich längeren Weg, doch waren keine all zu große Höhenunterschiede zu überwinden.

Die Nacht war sehr unruhig und ich war froh, als es Morgen war und ich aufstehen konnte. Peter und ich brachen an diesem Tag, der im übrigen sehr schön zu werden schien, als erste auf.

Wir ließen uns beim Gehen sehr viel Zeit, da wir unbedingt vermeiden wollten zu Schwitzen. Wir mussten nämlich noch bis auf 1.100m aufsteigen und dort befand sich die Schneegrenze und es würde durchaus frisch sein.

Der erste Teil unseres Weges war durchaus als steil zu bezeichnen, doch je höher wir kamen um so flacher wurde er und der Weg lud zu einem angenehmen Laufen ein.

Kleinere Probleme hatten wir nur, wenn der Weg durch Holzbohlen befestigt worden war, denn auf dem Holz hatte sich zumeist eine dünne Eisschicht gebildet, die das Laufen nicht wirklich erleichterte.  Neben diesen Unannehmlichkeiten bereitete der Schlamm, in dem wir regelmäßig versanken, so seine Probleme.

Dennoch erreichten wir, viel schneller als erwartet, die Howard Schutzhütte. Dies lies in uns die Entscheidung reifen, nicht wie geplant nur bis zur Speargrass Hütte zu laufen, sondern gleich direkt nach St. Arnaud. Auch wenn dies eine deutliche Verlängerung unserer Tagesetappe war, wollten wir es so machen und daran hinderte uns auch nicht der viele Schlamm, der Schnee, Eis oder die Kälte.

Als wir schließlich die Speargrass Hütte erreichten, war es der rechte Zeitpunkt, um uns ein ausgiebiges Mahl zu gönnen und uns zu erholen. Während dieser Zeit überholte uns die Gruppe von Engländern, die wir in der letzten Hütte kennengelernt hatten. Auch sie wollten heute noch St. Arnaud erreichen.

Sie hatten es wesentlich eiliger als wir und so ergab sich nicht wirklich die Möglichkeit zu einem kleinen Plausch, dennoch freuten wir uns, uns am Abend womöglich wiederzusehen.

Nachdem wir uns im Hüttenbuch verewigt hatten, machten auch wir uns auf den weiteren weg. Dieser führte nun ausschließlich durch ein Tal und folgte dem dort fließenden Fluss. Das Laufen war das reinste Vergnügen und ich würde ihn in die Kategorie ‚Genuss Strecke‘ einreihen.

Der Weg verlangte uns lediglich an jenen Stellen ein mehr an Konzentration ab, wo der Fluss den Wanderweg teilweise weg gespült hatte, oder dieser überhaupt nicht mehr existent war.

Guter Dinge erreichten wir nach 10 Std. Marsch die Unterkunft in St. Arnaud.
Nun dachten wir, wir hätten keine Probleme mehr, doch leider zeigte sich der Manager unserer Unterkunft als nicht wirklich nett.

Er vermietete uns nämlich 2 Betten für die Nacht, doch wie wir feststellen konnten, gab es nur noch ein Bett. So sollte einer von uns beiden auf dem Boden schlafen.

All unsere Bemühungen, ihm zumindest einen Preisnachlass abzuringen waren vergebens. Er bot uns statt dessen an, die Herberge zu verlassen, obwohl er genau wusste, dass es keine andere Unterkunftsmöglichkeit gab.

Uns blieb also nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen, den vollen Betrag zu bezahlen und mit dem Boden vorlieb zu nehmen.

Am nächsten Tag ging ich vor der Abfahrt des Busses noch zum Touristen Büro und meldete Peter und mich aus dem Park zurück. Ich war wirklich froh, dass ich diese Handlung noch durchführen konnte.

Bevor ich den Bus für die Fahrt zurück nach Nelson besteigen konnte, hatte ich noch eine kleine Unterhaltung mit dem Fahrer zu führen, denn  ich hatte meine Fahrkarte verloren. Ohne Probleme und ohne erneut zur Kasse gebeten zu werden, durfte ich mitfahren. (Diese großzügige Verhalten war eher typisch neuseeländisch und nicht die Abzocke des Managers).

Nach 1½stündiger Fahrt erreichten wir Nelson.

Trotz all der Widrigkeiten und meines Unfalles, ist mir diese Wanderung nicht unangenehm in Erinnerung. Sie hatte mir nämlich all‘ meine Unzulänglichkeiten aufgezeigt und wird mir helfen, zukünftig wohl vorsichtiger zu sein. So hoffe ich jedenfalls, denn bislang ließ ich auf meinen Touren nicht wirklich jeden Fettnäpfchen aus, in den man treten konnte.

Norwegen – … und ich lebe noch – Mein Absturz

i0104 Mein erster Urlaub allein führte mich nach Norwegen.

Ich hatte mir eine kleines Tal ausgesucht, welches mich zum größten Fjord Norwegens führen sollte. Es war der Sognefjord und dieser erstreckt sich etwa 200 Kilometer vom Meer ins Landesinnere.

Ich war ohne Halt von Deutschland bis nach Mittel-Norwegen gefahren und obwohl mir die Anreise wirklich in den Knochen steckte, verließ ich voller Tatendrang den Zug, um meine Wanderung zu beginnen.

Die Haltestelle lag oben auf dem Fjell (Hochebene) und somit stand mir ein steiler Abstieg hinunter ins Tal bevor, gefolgt von einer etwa 30 Kilometer langen Wanderung, bis zu meinem Ziel, einem Zeltplatz im Orte Flåm‎ am Aurlandsfjord (Seitenarm des Sognefjord). Doch die Begeisterung endlich in die norwegische Natur einzutauchen war einfach zu verlockend.

Ich gebe aber zu, dass ich nicht all zu weit kam bei meiner Wanderung, denn all zu bald merkte ich, dass ich einfach nur zu müde war und ich die Landschaft nicht gebührend genießen konnte. Ich verließ daher den Weg und suchte mir eine nette Stelle in Mitten eines kleinen Hain, in dem ich mich sicher und geschützt fühlte.

Nachdem mein Zelt errichtet war, legte ich mich in die Sonne und genoss diesen herrlichen warmen Tag. Etwas unglücklich war ich lediglich über die vielen Mücken. So sah ich als bald aus wie ein Streuselkuchen.

Eine der Mücken erwischte mich an den Zehen und eh ich mich versah, wurde dieser dick und rot. Es sah nicht wirklich toll aus. Es schien, als hätte mich eine kleine Entzündung ereilt. Während der Nacht wurde mein Zeh immer dicker und schmerzte mehr und mehr. Auch kam ich nicht mehr wirklich in meine Wanderschuhe, was mein weiteres Fortkommen etwas erschwerte.

Ich versuchte unverrichteter Dinge meine Wanderung fortzusetzen, doch die Schmerzen waren einfach zu unangenehm und so entschied ich mich, meine Reise mit der Eisenbahn fortzusetzen, denn zu meinem Glück gab es in diesem Tal die Flåmsbahn. Ein Kleinod norwegischer Eisenbahn Bau Kunst und sehr beliebt bei Touristen.

So schleppte ich mich nur noch bis zur nächsten Haltestelle und legte die Strecke bis zum Fjord und dem dortigen Zeltplatz wirklich bequem zurück.

Auch wenn ich nicht durch diese herrliche Landschaft laufen konnte, so bot mir die Fahrt einen angemessenen Ausblick auf die Natur und die Umgebung. Hinzu kamen die abenteuerlichen Tunnel die mit viel Schweiß in den Fels gehauen worden waren. Ich muss gestehen, ich genoss die Fahrt in vollen Zügen.

i0062In Flåm‎ angelangt, ging es direkt zum Zeltplatz. Dort wollt ich abwarten, ob sich die Entzündung zurückbildet.
Medikamente hatte ich keine mit und so hoffte ich auf eine natürliche Heilung. Leider wurde der Zeh immer bunter und er schmerzte immer mehr. So blieb mir schließlich nichts anderes übrig, als einen Arzt aufzusuchen. Doch wie macht man das, wenn man kein norwegisch spricht und kein Wörterbuch dabei hat.

Ganz mutig fragte ich ein paar Passanten nach einem Arzt und zu meinem Glück ist das norwegische Wort für Arzt fast identisch mit dem deutschen und so verstand man, was ich meinte.

Schließlich erreichte ich ein großes Gebäude, welches meiner Meinung nach so etwas wie ein Krankenhaus sein könnte. Ich ging also hinein. Es gab etliche Hinweisschilder, doch lesen konnte ich diese nicht. So dauerte es einige Zeit bis sich mein Irrtum herausstellte. Es war kein Krankenhaus, sondern eine Seniorenresidenz. Auch wenn der Irrtum vielleicht verständlich sein konnte, so war ich froh, dass mich niemand bemerkt hatte und ich mich ungesehen wieder zurückziehen konnte.

Doch wie ich nun herausfand, war ich nicht weit von der Arztpraxis entfernt. Ich hätte die Straße lediglich ein paar Meter weiter laufen müssen.

Die Untersuchung verlief ohne Probleme, denn der Arzt sprach, welch Überraschung Deutsch und dies wollte mir auch beweisen. Ich war wirklich dankbar für diesen Umstand. So verstand ich auch ohne Probleme, dass mein Zeh kein ernsthaftes Problem hatte. Ich sollte ihn trocken halten und schonen und dann würde sich schon alles wieder regeln. Ich bekam auch noch ein Rezept und nachdem ich meinen Besuch bezahlt hatte, konnte ich meinen Urlaub entspannter fortsetzen.

Ich besorgte mir die Medikamente und nachdem ich mich noch zwei weitere Tage auskurierte ging es mir sichtlich besser und ich hatte auch wieder Lust wandern zu gehen. Aus diesem Grunde erkundigte mich bei der Zeltplatz Besitzerin welche Wanderung sie mir empfehlen könne.

Sie konnte mir auch gleich einen Tipp geben und zeigte mir einen Ausflug vom Tal hinauf ins Fjell. Mit ihrer Wanderwegempfehlung, gab sie mir auch noch den Hinweis, dass es kein ausgewiesener Wanderweg war und somit die Markierungen eher spärlich seien. Ich müsse mir den Weg selber suchen und erarbeiten. Dies galt besonders für jenen Teil des Ausfluges der mich wieder vom Fjell hinunter ins Tal bringen sollte, was zudem auch der schwierigere Teil der Route sein sollte. Über diesen Umstand freute ich mich am meisten, denn das war genau das, wie ich mir mein Wandererlebnis hier in Norwegen vorstellte.

Am Abend bereitete ich alles für den Ausflug for und machte mich relativ früh am kommenden Morgen auf den Weg. Der Anstieg in die Berge war wirklich sehr steil. Aber es machte mir trotzdem sehr viel Spaß und ich genoss die Aussicht. Besonders begeistert war ich, als ich schließlich das Hochplateau, das Fjell erreichte.

Bis dahin hatte ich keine Probleme gehabt dem Pfad zu folgen und ich war sehr zuversichtlich, dass dies so weitergehen würde.

Weit oben im Fjell erreichte ich schließlich den Punkt von dem ich auf anderem Wege mich wieder in Richtung Tal orientierte. Ab diesem Punkt musste ich das Hochland ohne jeden Weg zu queren und ich muss gestehen, es machte viel Spaß. Ein paar Landmarken, wie ein hübscher kleiner See, welcher sich in eine Senke schmiegte, wiesen mir den richtigen Weg. Auf diese Weise kam ich wirklich gut und schnell vorwärts.

i0105Lustig wurde es, als ich einer kleinen Horde Schafen begegnete und sich eines der Tiere mir an meine Versen heftete. Das Tier trottete so beharrlich hinter mir her, dass ich fürchtete es würde mich für immer folgen. Leider reagierte das Tier auch nicht auf meine Versuche es los zu werden und so hoffte ich nur, dass sich das Thema im weiteren Verlaufe erübrigen würde. So kam es dann auch und ich konnte mich wieder mehr auf den Weg konzentrieren, was jedoch immer schwieriger wurde, denn nach und nach verlor sich dieser zwischen den Gräsern. Alsbald stand ich an einem Hang und weit und breit kein weg mehr. Ich hatte nun wirklich keine Idee wohin ich mich wenden sollte.

Ich entschloss mich meine Landkarte zu studieren, doch auch das brachte keine große Erleuchtung. So entschied ich mich einem Etwas zu folgen was wie ein Pfad auszusehen erschien. Allerdings verlief sich dieser Hauch eines Pfades schließlich und zu meinem Verdruss, wurde das Gelände immer steiler und schwere zu begehen.

Schließlich meinte weiter unten auf der gegenüberliegenden Hang Seite einen gut definierten Pfad zu entdecken. Ein Abgleich mit der Karte bestätigte denn Eindruck. Deshalb begann ich vorsichtig den Hang  hinunter zu laufen (ok, klettern oder rutschen).

Schließlich erreichte ich aber einen Punkt, an dem es nicht mehr weiterging. Ich befand mich nun oberhalb einer Felsklippe. Ich schaute etwas verzweifelt an ihr hinunter und sah nicht wirklich eine Möglichkeit dieses Stück Fels zu überwinden. Auch der Hang den ich zuvor herunter gekommen war, lockte nicht mit einem Aufstieg. So versuchte ich der Klippe zu folgen und hoffte, dass sich eine Möglichkeit des Abstieges ergeben würde.

Schließlich hatte diese Klippe noch ein Höhe von rund 5 – 7 Metern und da ich keine andere Wahl sah nach unten zu gelangen, entschied ich mich einen Versuch zu starten und durch klettern dieses Hindernis zu überwinden.

Zur Absicherung hielt ich mich an einem Ast fest, als ich kurze Zeit später abrutschte und nur noch an diesem Ast hing.

In Filmen hatte ich gesehen, wie Menschen ewig lang an Klippen usw. hingen, doch bei mir dauerte es wirklich nicht lange, bis der Ast durch meine Hände zu gleiten begann und ich ahnte, dass das nicht gut gehen würde. Bei einem Blick nach unten entdeckte ich ein Geröllfeld mit ausgewachsenen Felsen und meine Zuversicht dies heil überstehen zu können sank zusehends.

Als ich mich schließlich im freien Fall befand, war nichts mehr von jeglicher Zuversicht übrig. Beim Aufschlagen auf die Felsen war ich nur froh, dass ich nichts knacken oder knirschen hörte. So meinte ich, dass wohl doch ein super schneller Schutzengel sich meiner angenommen hatte.

So war es dann auch. Ohne bedeutende Pläsuren konnte ich aufstehen und die Felsenwand hinauf schauen, die ich nur wenige Sekunden zuvor im freien Fall habe an mir vorüber gleiten sehen. Meine Erleichterung und Glücksgefühl, machte sehr wackeligen Beinen Platz und ich musste mich erst einmal hin hocken um das Erlebte zu verdauen.

Es dauerte schon eine Weile bis der Schock verdaut war und ewig konnte ich hier auch nicht hocken, denn ich wollte auf jeden Fall noch bei Tageslicht ins Tal zurück kehren. Also stand ich auf und lief auf jene Stelle im Tal zu, wo ich den Wanderweg vermutete und tatsächlich fand ich ihn.

Er war zwar noch immer sehr verwirrend, da er sich dauernd gabelte und auch ab und an ins leere verlief, doch im Großen und Ganzen hielt ich die Richtung und blieb auf dem Hauptweg. Da störte es auch kaum dass ich so manches Mal eine Bachquerung durchführen musste und dabei meine Wanderschuhe nach und nach durchweichten.

i0083 Mulmig wurde mir wieder, als der eigentliche  Abstieg ins Tal anstand, denn hier war es nun so steil, dass ohne den Weg kein Aussicht  bestand ins Tal zurückzugelangen. Zusehends wurde ich verunsichert, als ich den Weg nochmal gänzlich aus den Augen verlor, doch da ich nun etwas vorsichtiger geworden war, lief ich etwas zurück und suchte so lange, bis ich den wirklichen Pfad wiedergefunden hatte.

Von nun an ging es ohne weiteren Zwischenfall hinunter ins Tal. Und als ich es schließlich erreicht hatte merkte ich wie die ganze Anspannung der vergangenen Stunden von mir abfiel und meine Knie wirklich zu zittern begannen.

Da ich für diesen Moment wirklich genug vom Laufen und Abenteuer hatte, nutzte ich erneut die Eisenbahn um zurück nach  Flåm‎ zu gelangen.

Eigentlich hatte ich ursprünglich beabsichtigt noch etwas länger hier im Tal zu verweilen, doch in der Nacht quälten mich die Erinnerungen und ich fasst den Entschluss meine Reise fortzusetzen und an anderer stelle neue Abenteuer und Herausforderungen zu suchen, ohne gleich um mein Leben bangen zu müssen.

Südamerika (2009) – Bolivien – 33. Tag – Auf nach Chile & Das große Ups (08.09.2009)

Welche Überraschungen dieser Tag bereithalten würde war am Morgen noch nicht zu erahnen. Ich wusste nur, dass wieder früh aufzustehen war und ein mittel langer Fahrtag vor uns lag. Doch die Sonne schien von einem herrlich blauen Himmel und was konnte da schon schlimmes passieren.

Die Fahrt begann direkt nach dem Frühstück und nachdem ich von La Paz nicht wirklich etwas mitgekommen hatte, genoss ich es sehr über die „Stadtautobahn“ aus dem Tal auf 3100 Metern hinauf auf 4100 Meter geschraubt zu werden. Dabei wunderte ich mich wieder über die bizarre Bergwelt, in die man hier die Häuser baute und ich schüttelte innerlich den Kopf mich über den Mut oder die Dummheit in solch einer der Verwitterung ausgesetzten Landschaft sein Häuschen anzuvertrauen. Nun, jeder ist seines eigenes Unglücks Schmied, oder wie das Sprichwort auch heissen mag.

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Nachdem wir La Paz führte die Fahrt durch eine als durchaus gleichförmig aussehende Landschaft und es viel schwer die Augen offen zu halten. Doch eh ich mich versah, änderte sich das Landschaftsbild. Es wurde etwas schroffer und wilder und ich war froh, mich nicht dem Schlaf, welchem ich in den vergangenen 2 Tagen mehr als ausgiebig gefröhnt hatte, nachgegeben zu haben.

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Den ersten spannenden Halt hatten wir bei einer Gräberanlage der Aymara Ureinwohner, die ihre Toten in so genannten Chullpas (Link führt auf englische Seite) besetzten. Diese Chullpas wuchsen im Laufe der Generationen, da über die vorherige Generation die nächste beerdigt wurde. So wuchsen diese Grabstätten, die Türmen ähnelten, durchaus bis auf 12 Meter.

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Unseren nächsten Halt hatten wir kurz vor der Grenze nach Chile. Das einzige was etwas zu Verwirrung und zu dramatischen Konsequenzen führte, war die Tatsache, dass beim verlassen der Chullpas der Anlasser unseres Gefährts durchaus merkwürdige Geräusche machte.

Unsere Mittagspause hatte verschiedene Notwendigkeiten. Natürlich hatten wir Hunger, doch da wir nichts mit nach Chile einführen durften, sollte so viel wie möglich verputzt werden. Doch was hier geschah schlug allen etwas auf den Magen. Das Fahrzeug war zum stehen gekommen, und beim Versuch den Motor erneut an zulassen, um eine etwas bessere Parkposition zu erhalten, passierte … nichts. Der Motor machte keinen Mucks. Also wenn dies kein Ups wert ist, dann weis ich aber auch nicht.

Trotzdem blieb man noch entspannt, ließ uns auf die herrliche Landschaft los, bereitete das Essen vor und setzte sich mit dem mechanischen Problem auseinander.

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Als es das Mittagessen gab, gab es als Nachtisch die Information, dass der Anlasser des Fahrzeuges defekt sei. Nun habe ich nicht wirklich Ahnung was dies bedeutete, so fühlte ich mich doch etwas vor der Grenze nach Chile gestrandet. Doch sogleich bekam ich die Information, dass man das Fahrzeug nur kurz an schieben bräuchte und schon würde der Motor anspringen. Ich schaute respektvoll das Fahrzeug empor, visualisierte 15 – 20 Tonnen Gefährt und hatte so meine Zweifel.

Einer aus unserer Gruppe bewies wirklich Problembewusstsein. In der Nähe des Ortes an dem wir nun wie Strandgut herum standen, befand sich eine bolivianische Kaserne. Kurzentschlossen hatte er sich auf gemacht und war dort hin gelaufen und kam mit meinem Berg an Soldaten zum Fahrzeug zurück. Mit solch einem Berg an Menschen, sollte es doch möglich sein dieses Gefährt wieder ans Laufen zu bekommen.

Bevor wir uns dem Start des Gefährts widmeten, musste wohl oder übel noch das Geschirr gereinigt werden und alles an Nahrungsmitteln aus dem Gefährt entfernt werden, denn sonst wurde es nichts mit der Einreise nach Chile. Dieses Unterfangen wurde etwas zügiger als sonst erledigt und wir hatten nun sogar noch eine schicke Verwendung für all die vielen Lebensmittel die wir vermeindlich wegwerfen würden. Die Soldaten sollten sie erhalten.

Als alles fertig war, platzierten wir uns hinter dem Fahrzeug und schon nach kurzem Anschieben, welch ein Jubel, lief die Maschine wieder.

Wir lieferten die Soldaten noch bei ihrer Kaserne ab und setzten unsere Fahrt zu bolivianischen Grenze, die nur wenige Kilometer entfernt lag fort. Auf diesem Wegstück erfuhr ich dann, dass man die Entscheidung gefällt hatte, an diesem Tag etwas weiter zu fahren als ursprünglich geplant. Man machte sich Sorge, dass das Fahrzeug vielleicht überhaupt nicht mehr starten würde. Im Moment befanden wir uns nämlich auf rund 4600 Meter und unseren Nacht-Stop würden wir auf einem nicht wesentlich niedrigen Niveau einlegen.

So würde dies ein doch noch längerer Fahrtag werden, der uns zudem von 4600 Meter hinunter auf 0 bringen würde. Dies würde für den Fahrer (im Besonderen) und für uns eine ziemliche Strapaze werden.

Zwischenzeitlich war die bolivianische Grenze erreicht. Hier hieß es aussteigen, Motor laufen lassen und das Häuschen suchen, in dem die Ausreiseformalitäten erledigt würden. Da man zwischenzeitlich ein neues Gebäude errichtet hatte, war eine kleine Irritation vorhanden. Hätten die Beschäftigen der Zollstelle nicht just zum Zeitpunkt unserer Ankunft Mittagspause gemacht, wäre die Ausreise sicherlich noch schneller von Statten gegangen. So mussten wir waren, bis die Herren gesättigt wieder hinter ihren Schaltern saßen.

Bei der Fahrt durchs Niemandsland erfuhren wir weiterhin, dass man sich entschieden hatte, trotz der technischen Probleme, uns den Nationalpark Lauca nicht vorzuenthalten und den ein oder anderen Stop einzulegen. Diese Aussicht gefiel mir, denn die Landschaft die ich schon geraume Zeit sah, verzückte mich zunehmend.

Doch bevor wir uns den Naturschönheiten widmen konnten, stand die Einreise nach Chile an. Viel Papierkram brauchten wir nicht erledigen. Zur allgemeinen Freude waren die Formulare für uns schon vor ausgefüllt worden. Wir mussten nur noch unterschreiben. Welch ein Luxus.

Durch diese tolle Vorarbeit schlich sich bei mir die Vorstellung ein, dass die Einreise ein Klacks sein müssten. Als jeder dann auch noch ohne Probleme seine Stempelchen in den Ausweis bekam, was konnte schon noch passieren. Doch was soll ich sagen, es kommt immer anders als man Denkt, denn nach dem Stempelchen im Ausweis kam die Untersuchung nach all den schönen Dingen, die nicht in das Land eingeführt werden durften und das waren durchaus einige.

Sicherlich wurde uns etwas zum Verhängnis, dass wir beim vernichten aller verbotener Lebensmittel, ein war winzige Dinge übersehen hatten. So hieß es schließlich das gesamte Gepäck abzuladen und danach auch das Handgepäck aus dem Fahrzeug zu nehmen, um es dann dann durch ein Röntgengerät zu schicken. So schnell wie das Gepäck durch dieses Gerät lief, hatte ich durchaus meine Zweifel, ob man wirklich etwas finden würde. Doch beim Fahrzeug ließ man sich etwas mehr Zeit und ließ Löcher öffnen, von denen ich auf der gesamten Reise nicht einmal zur Kenntnis genommen hatte dass es sie gab.

Doch im Großen und Ganzen fand ich es nicht so schlimm, es hatte halt nur rund 90 Minuten in Anspruch genommen. Ich mußte schon viel mehr über mich ergehen lassen.

Als alles erledigt war, setzten wir die Fahrt fort und konnten den Nationalpark genießen.

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Schließlich verließen wir den Nationalpark und es begann der Abstieg hinunter ans Meer. Die Fahrt von 4600 Metern bis hinab ans Meer führte über wild gewundene Serpentinen und ich war froh, dass diese neu und schick waren.

Je tiefer wir kamen um so weniger Vegetation gab es. Während wir uns oben in den Anden noch der dort vorherrschenden Vegetation widmen konnten, gab es schließlich nur noch Sand zu sehen. Ich tauchte damit das erste Mal in meinem Leben in einen riesigen Sandkasten ein, der nur ab und an von ein paar Kakteen belebt wurde. Es war wirklich eindrucksvoll, wie schließlich die untergehende Sonne den Sand verfärbte und mein Mund immer trockener zu werden schien.

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Im Dunkeln erreichten wir Arica, einen Tag früher als ursprünglich geplant. Hier fuhren wir erst einmal jenes Hotels an in dem wir ab dem kommenden Tag wohnen sollten. Leider zerschlug sich die Hoffnung, schon eine Nacht früher hier einbuchen zu können, das Teil war schlicht voll. So hieß es via Taxi zu einem Hotel in der Innenstadt gebracht zu werden.

Wir waren diese Unterfangen ja schon gewohnt, doch trafen wir hier auf eine besondere Problematik, denn diese Taxen besaßen einen Gastank. Dieser Tag war im Kofferraum untergebracht, was zur Folge hatte, dass unser reichliches Gepäck nicht so ohne weiteres Untergebracht werden konnte. So teilten wir den Fahrgastkabine mit Bergen an Gepäck, doch bei rund 10 Minuten Taxifahrt, ließ es sich wahrlich verkraften.

Das Hotel für die Nacht erwies sich als durchaus angenehm und geräumig. Etwas ungeschickt war eigentlich nur, dass man auf einen Lift verzichtet hatte und wer wer schon einmal 30 Kilo Gepäck die Treppe hinauf geschleppt hat, kann sich vorstellen, dass dies nicht unbedingt das größte Vergnügen bildet.

Einen schönen Abschluss fand dieser Tag in einem einheimischen Lokal und nachdem wir wieder normal 0 Erreicht hatten, ging es mir wahrlich besser und ich machte mich über die üppigen chilenischen Portionen her. So kam es, dass ich seit langem mal wieder voll und satt in mein Bettchen landete.

Zum Glück war ich sehr müde und so störte mich das anhaltende Gekläff von draußen nicht so sehr. Ich hatte diese Konzerte schon so manche Nacht auf dieser Reise genießen dürfen und so sehr ich Hunde schätze, wenn diese bis 3 Uhr in der Früh herum kläffen und es scheint als würde dies kein Ende finde, steigen im Dämmerzustand durchaus Gedanken aus dem Unterbewusstsein herauf … 🙂

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Südamerika (2009) – Bolivien – 28. Tag – Copacabana & Titicacasee (03.09.2009)

Um unser Tagesziel Copacabana am Titicacasee frühzeitig zu erreichen, setzten wir unsere Fahrt über das Altiplano (die Hochebene der Anden), früh am Tag fort.

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Richtig munter wurde ich eigentlich erst, als wir gegen Mittag den Titicacasee erreichten und dort an einem wirklich schicken Aussichtspunkt unsere Mittagspause einlegten. Die Aussicht war wirklich grandios. Der See mit seinem satten blau, eingerahmt von dem trockenen Umland waren schon ein Augenschmaus, doch die Tatsache, dass ich einen Blick auf die Königskordillere mit seinen mit Eis überzogenen Gipfeln werfen konnte, krönte das ganze.

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Nach kurzer Weiterfahrt heiß es auf eigenwillige Art und Weise den Titicacasee zu überqueren. Hierfür standen Holzbote zur Verfügung. Das Fahrzeug kam auf eine Art Floß und wurde separat zum anderen Ufer verfrachtet. Wir kamen in eine winzige Nussschale von Bot und wechselten so von einem Ufer zum anderen.

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Dieser etwas abenteuerlichen Überfahrt war es zu verdanken, dass wir uns eine Ein- /Ausreise über Peru ersparten um unser Ziel Copacabana zu erreichen. Copacabana war nämlich über den Landweg nur von Peru aus zu erreichen.

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Kurz nach unserer Ankunft in Copacabana begannen wir einen kleinen Ausflug in die Stadt, welcher einen der bedeutendsten Wallfahrtsorte Südamerikas darstellt. Schon vor den Spaniern war dieser Ort ein wichtiger religiöser Ort. Damit die Spanier ihre Dominanz zeigten, wurde hier eine mächtige Wallfahrtskirche auf den Heiligtümern der Ureinwohner errichtet.

Dass sich bis heute Einflüsse der alten religiösen Einflüsse erhalten habe, mag man daran merken, dass Copacabana die Menschen hier ihre Fahrzeuge und allerlei andere Wünsche segnen lassen, was wohl dem katholischen Urgedanken etwas zu wieder spricht.

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Nach der Besichtigung der Wallfahrtskirche und der „Dunklen Jungfrau“, der zahlreiche Wunder und Heilungen zugesprochen werden, konnte jeder machen was er wollte. Ich entschied mich für einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Mein Rundgang fand sein Ende am Hafen, wo ich auf den Sonnenuntergang warten wollte.

Welches besondere Vorlieben die Besucher dieses Ortes zu haben scheinen, ließ sich am Hafen nicht übersehen. Neben ein paar normalen Booten, gab es Heerscharen an Schwänen Tretbooten. Es wirkte schon etwas bizarr auf mich, den Strand vor Schwänen nicht mehr sehen zu können.

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