Japan (2016) – Kitakyushu – Die Burg & Das Ende

Japan (2016) - KitakyūshūBei dem Aufenthalt in Kitakyushu handelte es sich lediglich um einen 2-stündigen Stop, bevor wir eine Fähre bestiegen, mit der es nach Kobe gehen sollte, wo dann die Reise durch Japan wahrlich ihr Ende fand.

Als wir mit dem Bus durch Kitakyushu fuhren, vermittelte diese Stadt nicht den Eindruck, dass es sich lohnen könnte,  sie näher zu besuchen, doch da täuschte ich mich mal wieder.

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Japan (2015) – Wakayama – Die Burg / Wakayama-joo

Japan (2015) - Wakayama - Die BurgIch befand mich noch immer in meiner Phase dem Jetlag, damit gingen wir alles mit viel Ruhe an und packten unser Tagesprogramm nicht gnadenlos voll. Deshalb stand für den heutigen Tag lediglich der Besuch der Burg von Wakayama auf dem Programm.

Da das mit den Straßen und der Orientierung durchaus ein Problem ist, wenn man kein Navi hat, und dazu die Straßen keine Namensschilder kennen, entschieden wir uns, einfach einer der großen Verkehrsadern Wakayamas zu folgen.

Obwohl diese Art Straßen es üblicherweise an sich haben, nicht viel Aufregendes zu bieten, lässt sich trotzdem dort Interessantes entdecken.

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Schottland (2014) – Tagesausflug 03-04 – Inveraray – Der Bus ist hin

Schottland - Inveraray Schloss
Schottland – Inveraray Schloss

Ohne Probleme erreichten wir Inveraray. Bevor es in den eingenlichen Ort ging, galt es eine kleine einspurige Brücke zu überqueren von der man die beste Sicht auf das Inveraray Schloss haben sollte. In der Tat war der Blick toll. Leider gab es die Aussicht nicht auf meiner Seite des Busses und so konnte ich es nicht so ausgiebig genießen, wie ich es gerne getan hätte.

Von der Brücke bogen wir ab zum Schloss. Dort angelangt, stellte der Fahrer den Motor aus, was mich wunderte. Doch die Erläuterung kam sogleich. Wir bekamen erklärt, dass der Bus nun vollständig hin sei. Nichts von der Elektrik funktionierte mehr und auch der Bremsverstärker und ähnliches war nicht mehr verfügbar.

Es dauerte etwas bis wir aus dem Busfahrer heraus bekamen wie es nun weiter gehen sollte. So stellte sich heraus, dass es mit diesem Bus auf keinen Fall mehr weiter geht und wir auf einen Ersatz warten mussten, was etwa 3 Std. dauern würde. So kamen wir zu einem wirklich langen Besuch dieses kleinen Örtchens und ich konnte das Foto von der Brücke nachholen. Schottland (2014) – Tagesausflug 03-04 – Inveraray – Der Bus ist hin weiterlesen

Deutschland (2014) – Würzburg – Historisches

Festung Marienberg
Festung Marienberg

Nach einem wahrlich opulenten und leckeren Frühstück, welches jeden Cent wert war, der extra entrichtet werden musste, stand unser erster Ausflug in die Stadt an.

Für den heutigen Tag hatten wir uns vorgenommen die Würzburger Residenz und die Festung Marienberg zu besuchen.

Da wir direkt in der Innenstadt wohnten, war alles problemlos zu Fuß zu erreichen. So schlenderten wir gemütlich durch die Stadt und kamen unter anderen am Marktplatz und der Marienkapelle vorüber. Wir entschieden uns spontan unseren Weg zur Residenz zu unterbrechen und das Gotteshaus aufzusuchen.

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Schweden (2012) – Malmö – Ein Tagesausflug

20120520_130230-IMG_7819_20_21_tonemapped--rdy Heute sollte es in Kopenhagen einen Marathon Lauf geben. Dies bedeutete, dass es umfangreiche Sperrungen in der Stadt geben würde und sicherlich sehr viele Menschen in den Straßen unterwegs wären. Aus diesem Grunde, hatten wir uns entschieden, einen Tagesausflug nach Malmö in Schweden zu unternehmen, was, dank der schicken Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden, gerade mal eine Fahrzeit von ca. 45 Min. mit der Bahn bedeutete.

An einem der letzten Tage hatten wir die Touristeninformation aufgesucht und versucht herauszufinden, in wie weit ein Aufenthalt in Kopenhagen unsere Bewegungs- und Transportfreiheit einschränken würde. Man meinte, wenn man auf ein Auto verzichte, eigentlich überhaupt nicht. Dass das nicht so ganz stimmte, merkten wir gleich zu Beginn unserer Reise.

Wir wunderten gleich zu Beginn, warum die Straße vor unserem Hotel so leer war, da jedoch einige Leute, die in der Nähe liegenden Bushaltestelle belagerten, gesellten wir uns zu ihnen. Doch wie ich bald feststellte, kam kein Bus. So wandte ich mich an einen der anderen Wartenden und erkundigte mich über den Busverehr. Als ich in die Unterhaltung einfließen ließ, dass heute ja Marathon war, verzogen sie die Gesichter, man schauten verwirrt. Nun nahmen auch die Einheimischen an, dass diese Straße wohl gesperrt war. So brachen schließlich alle Wartenden von der Bushaltestelle zu Fuß in Richtung Innenstadt auf.

Auf diesem Weg stellte sich schnell heraus, dass die Straße tatsächlich gesperrt war und schon jetzt, relativ früh am Morgen, die ersten Zuschauer auf die Läufer warteten.

Ich musste nun zu Grübeln beginnen, wie wir am Besten zum Bahnhof kämen, da ich damit nicht wirklich zu einem schönen Ergebnis kam, erkundigte ich mich bei einem der Streckenposten und obwohl dieser meinte, er sei nicht aus der Stadt, konnte er mir einen guten Hinweis geben. Wir sollten einfach von der nächsten Station, die nur einen Steinwurf entfernt lag, mit dem Zug fahren. Dieser Vorschlang war gut und so setzten wir ihn gleich in die Tat um. Am Bahnhof angelangt brauchten wir auch nicht lange auf eine Bahn warten.

Als dieser einlief, wunderten wir uns über die etwas fremd wirkende Form, die doch stark an einen japanischen Reisball (Onigiri) erinnerte. So hatte dieser Zug für uns gleich seinen Spitznamen weg, nämlich “Onigiri-Zug”.

20120520_113108-IMG_7740 Nach nur wenigen Haltestellen war der Hauptbahnhof erreicht. In der  Schalterhalle reihten wir uns in die Schar der Menschen ein, die einen Fahrschein erwerben wollten, denn die Nutzung der Fahrscheinautomaten erschloss sich zumindest mir nicht wirklich.

Erstaunlich schnell hatten wir unser Ticket und da noch etwas Zeit übrig war, erforschten wir, ob und wie wir  hier an unserem Abreisetag unser Gepäck einlagern könnten. Die Gepäckaufbewahrung war schnell gefunden und neben Schließfächern gab es auch noch einen Gepäckraum, der von Personal bedient worden. Das fand ich wirklich praktisch und zudem erinnerte es mich an meine erste Reise via InterRail Ticket nach Norwegen, auf der ich in Kopenhagen einen Zwischenaufenthalt hatte und mein Gepäck genau hier hinterlegt hatte.

Von der Gepäckaufbewahrung ging es zum Bahnsteig, wo unser Zug, ebenfalls ein “Onigiri-Zug”, schon bereit stand.

Womit wir nicht gerechnet hatten war, dass der Zug ordentlich mit Fahrgästen gefüllt war und wir wahrlich froh sein konnten noch einen Sitzplatz zu ergattern. Nach dem wir glücklicher Weise einen gefunden hatten, brauchten wir nur noch die Fahrt hinüber nach Schweden genießen.

20120520_114607-IMG_7749 Natürlich war das Wetter an diesem Tage auch in Kopenhagen grandios gewesen, doch so richtig realisieren, was für ein herrlicher Sonnentag es geworden war, merkten wir erst, als wir in Malmö aus dem Bahnhof schritten.

Die Sonne schien von einem strahlend blauen Himmel. Die Straßen waren um diese Uhrzeit noch herrlich leer und so startete unserer Spaziergang mehr als entspannt.

Ich war bei unserem Rundgang doch überrascht, wie viele schöne Gebäude es hier gab und wie gemütlich alles wirkte. Dieser Ausflug ließ sich wirklich genießen.

Die erste Unterbrechung unsere Spazierganges bildete der Besuch des “Form Design Center”. Dies nicht nur, weil der Zugang kostenfrei war, nein, wir wollten sehen auf was man hier in Schweden stolz ist.

Ich gebe zu, dass ich auch froh war aus der Hitze des frühen Tages zu entrinnen und die kühle der Museumsräume zu genießen.

Im Rahmen unseres Rundganges wurde schwedisches Design über verschiedene Schwerpunkte hinweg vorgestellt. Es war interessant und ich staunte über so manches Exponat, welches ich aus dem normalen Lebensalltag kannte.

20120520_115452-IMG_7764 Vom Museum ging es direkt zum nächsten Museum, dem “Malmö Museum” welches in einer Burganlage dem Malmöhus untergebracht war. Dabei interessierte uns weniger das Museum, als die Burganlage selber.

Über die kleinen Gassen, durch die wir zum Malmöhus liefen, gab es so viel an hübschen Häusern zu sehen, dass wir nicht wirklich schnell vorwärts kamen. Doch schließlich sahen wir die Burganlage mit ihrem Wassergraben und ich gebe zu, jetzt, wo dieses Bauwerk so Sonnendurchflutet vor uns lag, war es ein eindrucksvoller Anblick.

Um die Burg von innen zu betrachten, kamen wir nicht umhin eine Eintrittskarte für das Museum zu erwerben. Da wir nun schon mal bezahlt hatten, gönnten wir uns einen kurzen Streifzug durch die Ausstellung.

Bei ihr wurden, Bilder, Büsten, Einrichtung uvm. auf ansehnliche Art präsentiert. Besonders gefiel mir, dass man Epochen typisch Räume eingerichtet hatte und wir uns so gut vorstellen konnten wie man zu jener Zeit gelebt hatte.

20120520_134630-IMG_7938 Der weitere Weg durch die Burganlage mit seinen Ausstellungen war nicht weniger spannend. Wir wurden wie an einer Schnur geführt durch das Schloss gelotst und bekamen so auf diese Weise an den unterschiedlichsten Präsentationen und Ausstellungen vorüber. Dadurch war dieser lange Marsch durch die alten Mauern zu keinem Zeitpunkt langweilig. Den für uns spannenden Endpunkt, bildete die Ankunft in einem Burganbau, in welchem die Wehranlagen z.B. Kanonen untergebracht waren. Hier hatte man wirklich das Gefühl, sich in einer Burg und nicht einem Museum zu befinden.

Diesem Besuch ließen wir eine ausgiebige Mittagspause im Schatten folgen, denn es war zwischenzeitlich mehr als warm geworden und nach den vielen geistigen Eindrücken und dem langen Spaziergang durch die Burg, war solch eine Rast mehr als notwendig. Zudem waren wir wirklich hungrig.

Gestärkt und erholt ging es wieder zurück in die Innenstadt, wo wir die restlich verbleibende Zeit verbringen wollten. Dort taten wir es schließlich den Einheimischen gleich und zogen uns in eine der Gaststätten zurück. Dieser Beuch lehrte mich, andere Länder, andere Sitten.

Wir zogen es vor uns ins Lokal zu setzen und nicht draußen in der Sonne geschmort zu werden. Da wir die Ausnahme bildeten, gab es im Restaurant eine große Auswahl an Sitzmöglichkeiten und wir konnten wirklich aus dem Vollen schöpfen.

20120520_125133-IMG_7804 Nachdem wir uns hingesetzt hatten, kam sogleich die Bedienung und gab uns die Karte. Wir studierten diese und wunderten uns, dass wir keinerlei Getränke darin fanden. Ich rief die Bedienung und erkundigte mich, was denn mit den Getränken sei. Daraufhin erklärte mir die Angestellte in einem Ton, der mir zu verstehen gab, dass man das ja nun wissen müsse, dass nur für Speisen am Tisch ein Service erfolgt. Wolle man Getränke haben, egal ob warm oder kalt, müsse man sich zu Bar zu bemühen, um dort zu bestellen, zu bezahlen und auch den anschließenden Transport zum Tisch übernehmen.

Dass dies nun mal hier so war, war hinzunehmen und stellte, nachdem die Information angekommen und verarbeitet war kein Problem dar.

Also ging es zur Bar und ich bestellte die gewünschten Getränke. Da dies alles etwas dauerte, kam ich noch zu einem netten Plausch mit einem der anderen Wartenden, wodurch dieser Ausflug einen netten Nebeneffekt hatte.

20120520_181004-IMG_8047 Diesem Restaurantbesuch ließen wir nochmals einen längeren Spaziergang durch die Innenstadt folgen, in dessen Verlauf wir uns einem Straßenkünstler anvertrauten, um ein Portrait von uns zu erhalten. Dieses Experiment wurde zumindest eine interessante Erfahrung denn seine Art des Malens, würde ich als ungewöhnlich bezeichnen wollen. Er malte uns mit einem dicken Filzstift und das entstandene Ergebnis erinnerte mit Phantasie tatsächlich an uns. Spaß hatten wir, wenngleich dieses Bild eher in eine Gift-Schublade gehört. Deshalb hier Entschuldigung, dass dieses Portrait unter Verschluss gekommen ist.

Mit dieser Künstlerischen Erfahrung führte unser Weg zurück zum Bahnhof und die Rückfahrt nach Kopenhagen, wo wir direkt den Bus zum Hotel bestiegen und einen wirklich gelungenen Tag hinter uns ließen.

 

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04 Filmsteifen 20-05-2012

Japan (2011) – Kyoto – 03-03 – Im Reich des Shōguns

20110405_083905-IMG_3155_ji 3 Tage Ausflug sind wirklich nicht viel, bei all den Sehenswürdigkeiten Kyotos. Doch so bleibt noch genug zu entdecken, für viele weitere Ausflüge in diese Stadt.

Für heute stand ein Besuch der Burg Nijō dem ehemaligen Sitz des Shōguns in Kyōto auf unserem Programm. Damit holten wir den geplatzten Besuch meines letzten Kyōto Besuchs nach, denn der Zugang endete schon um 4 Uhr Nachmittags.

Doch bevor wir uns zur Burg auf machten, wollten wir es nicht versäumen den Tempel, den wir direkt vor der Tür gehabt hatten, einen kurzen Besuch abzustatten. Wie ich feststellen durfte, hatte er eine wirklich schöne Park Architektur zu bieten, die im Frühling und Herbst so richtig ihre Schönheit präsentieren konnte.

20110405_030911-IMG_2795_ji Ich konnte am heutigen Tag nur eine Ahnung der Schönheit erhaschen, denn nur zartes Grün und Blüten versuchten der Landschaft Farbtupfer zu verleihen.

Beeindruckend überragt wurde die Anlage von ener fünfstöckigen Pagode, die ich nur bestaunen und mich über die handwerkliche Kunst begeistert zeigen konnte.

Für diesen Aufenthalt hatten wir gerade einmal 30 Minuten zur Verfügung, denn die Bus Intervalle waren sehr spärlich mit 2 Mal pro Stunde und so sputeten wir schließlich, um unsere Fahrgelegenheit in Richtung Bahnhof noch zu erwischen. Natürlich war der Bus wieder Propen voll und mit all meinem Gepäck war es eine Freude chauffiert zu werden. Zum Glück war der Bahnhof die Endhaltestelle und alle verließen mit uns das Gefährt. Das erleichterte den Ausstieg doch gewaltig.

20110405_045903-IMG_2896-02ohne Nach der Entledigung vom Gepäck vertrauten wir uns gleich wieder einem vollen Bus an und landeten schließlich vor den Toren der Nijō Burg.

Natürlich war ich von der Burgmauer einigermaßen beeindruckt und ich musste zugestehen, dass man es auch hier in Japan verstanden hat massiv zu bauen. Doch mehr Begeisterung kam auf, als ich im inneren verschiedene Holz Tore erreichte und sah mit welcher handwerklichen Geschicklichkeit diese verziert worden waren. Ich mochte mich kam satt sehen an den vielen zu entdeckenden Details (klick hier für eine Detailansicht des Tor).

20110405_053440-IMG_2973_ji Schließlich liefen wir auf Socken durch das Hauptgebäude auf quietschenden Holzböden. Als ich diese Geräusche hörte, entsann ich mich, dass dieser Umstand sogar einen Grund hatte. Es quietschte, damit man eindringende ungebetene Gäste hören konnte. Für was so ein quietschender Boden alles gut sein konnte war schon erstaunlich.

Danach streiften wir noch durch die Mauer und Parkanlagen und erneut bedauerte ich, dass der Frühling sich so viel Zeit in diesem Jahr lässt mit seinem Feuerwerk an Farben zu beginnen.

20110405_081132-IMG_3078_ji Als letztes Highlight stand nun noch der Besuch des Hirano-Schrein auf unsere Liste. Huiii, war da was los. Ich staunte nicht schlecht, als ich die Stände und div. Angebote zu sehen bekam. Man feierte wohl reichlich die Kirschblüte und so wurde beherzt zugeprostet.

Ich hatte mir dieses Ziel ausgesucht, da im Reiseführer ein Bild mit einem herrlichen roten Tor und Reihe an ebenso roten Lampen zu sehen gegeben hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Hier war der Frühling schon etwas früher eingezogen und so konnte ich ein Bild der Pracht erhaschen, die die Natur zu bieten hat. Sogar ein Fernsehteam hatte sich hier her bewegt und filmte ausgiebig die Kirschblüten.

20110405_083149-IMG_3137_ji Im Schrein selber gab es einen Baum, den man umrunden konnte, ihn berührte um so seine Wünsche und Sehnsüchte zu formulierte. Eigentlich fand ich das wirklich sehr nett.

Mit einem nochmaligen Spaziergang unter den Kirschbäumen, unter einem herrlich blauen und sonnigen Himmel, beendeten wir unseren Ausflug nach Kyōto.

Was nun kam war nur wieder der Kampf um Sitzplätze und die Fahrt zurück nach Kobe.

 

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Japan (2010) – Osaka – Das Schloss der Stadt

20100612_083046-IMG_1004 Man mag es kaum glauben, doch auch der längste Urlaub geht einmal vorüber. So auch der meinige. Nun war nur die Frage, wie gestaltet man die letzten Stunden bis zum Abflug so angenehm wie nur möglich.

Diese Entscheidung begann damit, dass ich die Idee aufgriff und mein Gepäck nicht selber zum Flughafen wuchtete, sondern via Koffer-Service transportieren ließ. Das kostete zwar ein Sümmchen, doch hatte es wirklich Charme, sich am Reisetag nicht mit seinem Gepäck herumzuschlagen.

Trotzdem wurde der Morgen meiner Abreise ein kleinwenig Anstrengend, denn wir mussten schließlich unsere Wohnung räumen. Für mich war es wirklich erstaunlich, was sich in so kurzer Zeit alles angesammelt hatte. Zum Glück hatte sich Eris Vater bereit erklärt mit seinem Auto zu kommen und sich dem Gepäck anzunehmen. So brauchten wir den ganzen Kram lediglich von der Wohnung  zum Auto zu schaffen. Dort wunderte ich mich dann kaum mehr, als ich sah wie sich das Fahrzeug zunehmend füllte und schließlich wirklich nur noch etwas Platz für den Fahrer blieb. Ich vermutete, dass dieses kleine schnuffige Autochen noch nie so voll beladen war in seinem Autoleben.

20100612_043028-IMG_0627_ji Danach galt es den Tag mit Aktivitäten zu füllen, denn der Flieger sollte Japan erst spät in der Nacht verlassen. Da ich vom Kansai Flughafen (eine künstlich aufgeschüttete Insel) in Osaka abfliegen sollte, lag es nahe, den Tag auch in Osaka zu verleben.

Dieser letzte Tag in Japan verhieß ein wirklich heißer Tag zu werden und so wollte ich unser Tagesprogramm nicht übermäßig üppig gestallten und beschränkten wir die Tagesaktivitäten auf den Besuch des Osaka-jo (Burg).

Die Anreise zur Burg verlief ohne Probleme und obwohl die Bahnen mal wieder knackig voll waren, konnten wir fast immer einen Sitzplatz ergattern.

20100612_051241-IMG_0687_ji Bevor wir das Osaka-jo schließlich eroberten, entschieden wir uns eine kleine Bötchen fahrt im Gebiet um die Burg zu unternehmen. Auf diese Weise erhoffte ich mir einen anderen und netten Blick auf die Stadt. Wie anders der Blick wurde erfuhr ich schließlich, als wir uns durch die Gegend schippern ließen.

Es war zwar ein großes Boot was dessen Länge anging, doch saß man sehr nah an der Wasserlinie, so dass ich zumeist gegen die Befestigungsmauern der Wasserstraße schaute. Auch gab es leider keine Außenplätze, sondern man musste innen sitzen und konnte nur durch die heftig spiegelnden Scheiben schauen. Da sich herausstellte, dass die Uferbebauung auch nicht sehr aufregend war, lehnte ich mich zurück und genoss nur das gemütliche dahin schippern und die Klimaanlage.

20100612_054737-IMG_0776_ji Trotzdem war ich froh, als die Fahrt vorüber war und wir uns langsam wieder dem Osaka-jo näherten.

Das mit dem langsam ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn wir schlenderten durch die Anlage um die Burg, legten ab und zu kurze Pausen im Schatten ein und kamen so dem Gebäude wirklich nur sehr gemächlich näher.

Doch schließlich standen wir zu Füßen des Bauwerks und auch wenn es ein komplett neuer Wiederaufbau des Gebäudes darstellte, war es eindrucksvoll und imposant. Vor allem spiegelte es die Macht, die es einst präsentierte auf eindrucksvolle Weise wieder.

20100612_074357-IMG_0947_ji Die Burg besuchten wir natürlich auch von innen und ich war froh, dass man einen schicken Fahrstuhl eingebaut hatte, so brauchte ich mich nicht die 6 Etagen bis nach oben hinauf zu arbeiten.

Zusätzlich war das mit dem Fahrstuhl auch ein guter Weg, um die Menschmengen, die die Burg besichtigen wollten, zu steuern. So kam immer nur eine Fahrstuhlladung nach der anderen bei der Aussichtsplattform an, was den Genuss der Aussicht wirklich deutlich erleichterte.

Aus dem 6. Stock hatten wird dann auch einen schönen und ganz anderen Blick über die Stadt, im Vergleich zum Blick vom WTC vor wenigen Tagen. Beeindruckend war die durchaus als weitläufig zu bezeichnende Grünanlage um das Osaka-jo und das sofortige angrenzen der Flut von Häusern.

20100612_071820-IMG_0872_ji Nach unten musste die Treppe verwendet werden und spätestens hier merkte ich, welche Höhe ich via Fahrstuhl überwunden hatte. Ich hatte mir wirklich viel Schweiß erspart. Doch auch so hatte ich bei der heutigen Hitze ziemlich viel Feuchtigkeit verloren.

Die wenige Zeit die uns nun noch verblieb, hielten wir uns zu Füßen der Burg auf und beobachteten Touristen und da gab es wirklich viel zu sehen. Sei es ein Ehepaar welches ihren Hund in einem Art Mini-Kinderbett durch die Gegend fuhren oder jemand der die hier reichlich vorkommenden Tauben so fütterte, dass sie auf seinem Kopf, den Armen und halt überall auf ihm landeten. Ja, Langweilig wurde es nicht.

20100612_072237-IMG_0892_ji Schließlich hieß es aber zum Flughafen aufzubrechen. Wir versuchten die Fahrt dort hin via Expresszug deutlich zu verkürzen, doch verpassten wir diesen um wenige Minuten und gondelten somit recht gemütlich hinaus auf die Flughafeninsel.

Dass diese Fahrt ihre Tücken hatte ahnte ich, denn Eri erzählte mir, dass der Zug irgendwo auf der Strecke geteilt würde, um dann verschiedene Richtungen einzuschlagen. Ich brauchte mich zum Glück nur auf Eri zu verlassen, doch der ein oder andere Tourist war auf sich alleine gestellt und entsprechend verwirrt. Doch auch ihnen half Eri weiter.

Im Flughafen musste als erstes die Gepäckausgabe für mein Reisegut gefunden werden. Nun ist der Kansai Flughafen angenehm überschaubar und gut zu erlaufen und nachdem wir am Infostand erfuhren wohin es gehen sollte, war ich schnell im Besitz meines Gepäcks.

20100612_092247-IMG_1109_jiDa ich mich während des Tages doch deutlich vom Duft einer Blümchenwiese entfernt hatte, war die Entscheidung leicht den Duschservice des Flughafens in Anspruch zu nehmen (mir war bis heute ehrlicherweise nicht bekannt gewesen, dass es so etwas gab) und für kleines Geld konnte ich mich frisch machen.

Als ich die Dusche mieten wollte, sah es anfangs nicht gut aus, denn alle Duschen waren besetzt. Doch nachdem sich die Beschäftigten beraten hatte, konnte man mir kurze Zeit später die Dusche für die Schwerbehinderten zuweisen. Dies war durchaus praktisch, denn so hatte ich wirklich viel Platz. Doch hatte es auch einen kleinen Nachteil und den Nutze ich auch gleich aus.

Als es darum ging mich wieder anzukleiden, nutze ich eine der Raumwände um mich abzustützen. Das hätte ich mal bleiben lassen. Nicht dass ich durch die Wand gekracht wäre, nein, nein. Ich erwischte den Alarmknopf. So schrille der Alarm gnadenlos los und ich wurde sicherlich ziemlich blass. Leider ließ sich der Alarm auch nicht deaktivieren, also hieß es zu warten  und kleinlaut zu erklären, dass es nur ein Versehen war.

20100612_073543-IMG_0911_ji Von der Dusche ging es zum Schalter meiner Airline. Die Schlange dort war erfreulich kurz und dennoch staunte ich nicht schlecht, als es schließlich 90 Min. dauerte, bis ich die Formalitäten für den Flug erledigen konnte.

Als mir am Schalter erklärt wurde, dass von den beiden Sitzen in meiner Reihe der zweite frei bliebe, sah ich dem Flug mehr als erfreut entgegen.

Leider hatte dieses langwierige Prozedere dazu geführt, dass Eri und mir nun nicht mehr viel Zeit blieb uns von einander zu verabschieden. Sondern wir mussten direkt zum Zugang zu den Gates. Dort trennten sich unsere Wege, nach 7 sehr schönen Wochen, für eine sehr lange Zeit.

FOTOBUCH … 024 Osaka-jo

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