Japan – Was essen die Japaner überhaupt? z.B. Mochi

IMG_4078_jiMochi ist eines der traditionellen Speisen zu Neujahr. Doch auch über das Jahr bringt es japanische Augen zum Leuchten, wenn es um den Verzehr dieses Lebensmittels geht.

In den Beschreibungen und Übersetzungen wird Mochi gerne als Reiskuchen beschrieben, doch die Textur eines Kuchens ist völlig anders als die des Mochi. Aus diesem Grunde bin ich mir nicht sicher ob die Bezeichnung Reiskuchen diesem Produkt gerecht wird.

Ich habe lange darüber nachgedacht wie man es am Besten beschreibt und ich komme damit durchaus an meine Grenzen. Im Verzehr fertigen Zustand hat das Mochi, welches aus einem besonderen Reis zu einer leicht zähnen Masse verarbeitet wurde, und durch die Zubereitung zu Hause oder im Restaurant wieder diesen Zustand wiedererlangt.

Die Masse ist leicht süß und durch intensives Kauen auf der Masse wird tritt der süße Geschmack immer deutlicher hervor. Hierin mag sicherlich auch das Geheimnis des Produktes liegen, denn die modernen Süßigkeiten kannte man lange in Japan nicht und durch Mochi hatte man ab und zu einen süßen Genuss. So hat sich dieses Lebensmittel über die Jahrhunderte  (min. 1000 Jahre) seinen Platz bei den Lieblingsspeisen der Japaner erobert.

IMG_4065_ji Mochi begegnet einem bei allen möglichen Speisen, so auch bei typischen Japanische Süßwaren, Eis, in Suppen, Eintöpfen aber auch Gegrillt. Es gibt eine große Vielfalt an Angeboten.

IMG_4092_ji Auf eine Gefahr sollte man vielleicht noch hinweisen, denn jedes Jahr sterben einige Leute beim Verzehr dieses Lebensmittels. Es ist wahrlich nicht giftig, sondern eher gesund, doch die Gefahr besteht in seiner etwas zähen Konsistenz. Man sollte stets nur kleine Bissen verzehren. Fallen die Stücke zu groß aus, kann es vorkommen, dass man beim Schlucken Probleme bekommt und unter Umstanden Erstickt, da sich die Masse in die länge zieht und die Atemwege verschließt. Ich muss gestehen ich habe immer großen Respekt davor, schaffe es aber trotzdem regelmäßig mich etwas in kleinere Schwierigkeiten zu bringen.

Die Produktion von Mochi ist durchaus aufwendig. Eri fand ein sehr spannendes Video dazu im Internet und ich denke es ist durchaus spannend.

 
Film von „hawaiianpapas

Japan (2013/14) – Tokyo – Rush Hour & Sumo Live

20131220_014053_IMG_7524_ji Als wir am Morgen dieses Tages unsere Unterkunft verließen, ahnte ich noch nicht was mich in kürze Ereilen würde. Aktuell freute ich mich auf die Aussicht an einem Sumo Training teilhaben zu können.

Es fiel schon auf dem Weg zum Bahnhof auf, dass die Straßen deutlich voller waren, als wie ich es an den Tagen zuvor erlebt hatte. Es zeichnete sich wirklich ab, dass wir in die Rush Hour gekommen waren.

Meinen Schock bekam ich, als wir schließlich am Bahnsteig der Metro standen und sich dort neben uns durchaus eine kleine Menschenmenge dort mit uns eingefunden hatte. Doch so schlimm fand ich es nicht.

Als schließlich der Zug einfuhr und sich die Türen öffneten, war der Zug einfach nur voll. Bis knapp hinter der Tür, standen die Menschen dicht an dicht gedrängt. Ich fragte mich, wie wir hier einsteigen sollten, besonders, da niemand Anstalten machte den Zug zu verlassen.

20131220_014407_PC201018_ji Den ersten Schock verdauend, warteten wir auf den nächsten, den nächsten und den nächsten Zug. Sie kamen schließlich im Minuten Tackt. Doch keiner der Züge war nur im Ansatz weniger mit Menschen gefüllt.

Schließlich quetschten wir uns einfach gegen die Menschenmenge und wurde langsam in die Masse auf Menschen gesaugt, bis wir irgendwo zum Stehen kamen. An Umfallen war wahrlich nicht zu denken, denn wir standen dicht an dicht. Nicht einmal meinen Arm konnte ich heben, der war zwischen den Menschen eingequetscht.

Wenn wir eine Haltestelle erreicht, verließen vereinzelt Leute den Zug, doch zumeist hatte ich den Eindruck, dass mehr einstiegen. Während sich weitere Leute in den Zug quetschten, wurden wir so lange hin und her geschoben, bis alle drin waren. Dass ich irgendwie Einfluss auf meine Position oder wohin ich getrieben wurde – das konnte man schlicht vergessen.

 

Als ob dies nicht gereicht hätte. Stoppte der Zug plötzlich ziemlich abrupt und es die Masse an Menschen hin und her riss, ohne dass man irgend etwas selber unternehmen konnte, um sich zu schützen oder festzuhalten.

Es folgte gleich eine Ansage, die ich natürlich nicht verstehen konnte. Eri klärte mich auf, dass man mit einem Erdbeben rechnete  und deshalb der gesamte Zugverkehr eingestellt worden war.

Nun hieß es warten, warten … warten … nicht dass es tierisch eng war, die Temperaturen schienen minütlich anzusteigen und nachdem sich die ersten Schweißperlen auf meiner Stirn bildeten, begann der Schweiß langsam in kleineren, später größeren Rinnsalen an mir herunter zu laufen.

Es dauerte einige Minuten bis es eine Entwarnung gab. Das Erdbeben war wohl gekommen, doch war ich mit dem Gedränge mehr beschäftigt, so dass ich nicht wirklich etwas gemerkt hatte. Doch die Fahrt begann noch nicht sofort, erst wurde ein Systemweiter Funktionstest durchgeführt, der auch einige Zeit in Anspruch nahm. Erst dann ging es weiter und ich war froh, dass die nächste Haltestelle, die wir nach weniger als  1 Minute erreichten, jene war, wo wir aus steigen konnten.

Ich muss gestehen, ich war froh der Enge entronnen zu sein und wusste, dass ich so etwas für meinen täglichen Weg zur Arbeit nicht brauchen würde. Mir taten die Leute, die dies Tag für Tag, Jahr für Jahr über sich ergehen ließen, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass es irgendjemanden Freude bereitete die zu ertragen.

Ach was war ich froh, dass die nächste Bahn bei weitem nicht so voll war wie die letzte, doch man soll hier bitte nicht glauben, es wäre nicht eng gewesen. Es waren einfach nur weniger.

Irgendwie war ich froh, als wir schließlich die Bahn verließen und wir uns auf zum Sumo Training machten.

Es bedurfte einigen Suchens, beim sich der Tokyoer als sehr hilfsbereit zeigte. Ohne, dass wir groß fragten, wurde uns Hilfe angeboten und so konnten wir schließlich das Gebäude, welches sich sehr unauffällig in die Häuserfront einreihte, finden.

Für den Besuch hatten wir bestimmte Regeln einzuhalten. Natürlich Schuhe ausziehen. Wir mussten uns ganz leise verhalten, hatten uns auf den angewiesenen Platz zu hocken und schon durften wir das Training verfolgen.

20131220_012940_IMG_7439_ji Mein Sitzplatz erwies sich als etwas schwierig, denn ich hockte direkt hinter dem Trainer, der durchaus meine Dimensionen hatte, also die Sicht auf das Geschehen nicht ganz einfach machte.

Erfreulicherweise durften wir auch fotografieren, doch war die Verwendung des Blitzes nicht erlaubt. Dies erwies sich als Herausforderung, denn es war nicht wirklich hell im Raum. Wieder einmal war ich froh einen neuen Fotoapparat zu besitzen, mit dem man auch in deutlich verminderten Lichtverhältnissen noch fotografieren konnte.

Bei dem Training handelte es sich um das Training von Jugendlichen. Zugang zu Profis würde man nie erhalten, aber ich erfand es ohnehin etwas erfrischender den Nachwuchs bei seinem Training beobachten zu können.

Ich muss gestehen, dass ich zu wenig über Sumo wusste, als dass ich die Rituale und alles fachgerecht nachverfolgen zu können. Trotzdem fand ich es spannend, wie die verschiedenen Szenarien für einen Kampf durchgespielt und praktiziert wurden.

Aus meiner Sicht war es auch spannend zu sehen, dass sich die Schwergewichte in die Hocke setzen konnten, und dann ohne Probleme aufstehen konnten. Davon war ich wirklich so weit entfernt, dass ich den Jungs wirklich Respekt hatte.

Ich musste ja in Japan oft, wenn wir nicht gerade in einem Hotel waren, auf dem Boden schlafen. Aus dieser Lage mich auf die Beine zu bekommen, machte wirklich keinen eleganten oder leichtfüßigen Eindruck. Es war eher immer eine Qual und ich war immer froh, wenn ich in der Nähe einen Gegenstand fand, auf dem ich mich abstützen konnte. Was nicht immer der Fall war und somit das hochkommen noch anstrengender wurde.

Während des Trainings hatte ich einmal Glück, denn der Trainer zog sich für kurze Zeit zurück und ich konnte freie Sicht auf die Geschehnisse erhaschen und ich genoss es.

 

In der Reihe vor mir saß ein Mann, dem alle hier großen Respekt entgegen brachten. Ich realisierte dies erst nicht wirklich. Eri klärte mich später auf, dass dies einer der bekanntesten und wohl erfolgreichsten Sumo Ringer des Landes war.

Es fiel scher sich es vorzustellen, denn er schien nicht sonderlich groß und wirkte nicht wirklich kräftig, ich würde ihn eher als schmächtig bezeichnen.

20131220_015111_IMG_7609_ji Gegen Ende des Trainings verwirrten die anderen Touristen ein wenig die Trainierenden, denn zum Ende Danken sie ihrem Gott und klatschen dazu in die Hände. Dies nahmen einige der Zuschauer zum Anlass auch kräftig zu klatschen. Ich stelle mir vor, wir wären in einer Kirche, würden Gott preisen und auf einmal fangen Zuschauer unvermittelt an zu klatschen. Ich muss geben ich musste schmunzeln.

Vom Training ging es mit der Bahn, die super leer war, eine Station den Stadtbezirk Sumida und dort nach “Sumo Town” (Ryōgoku (engl. Link)). Dieser Bezirk gilt als die Wiege des professionellen Sumo in Japan und deshalb hat der Bezirk sicherlich die Bezeichnung “Sumo Town” verdient.

Unser Spaziergang durch den Bezirk, brachte uns erst zu einer Gedenkstätte der Opfer von Erdbeben und der Weltkriege. Es war ein eindrucksvolles Gebäude und es war spannend sich umzusehen.

20131220_025935_IMG_7718_ji Im Kontrast zu diesem Denkmal, folgte der Besuch eines japanischen Gartens. Ich bedauerte es ein wenig, dass jetzt im Winter viel von der Pracht nicht zu sehen war, denn die Bäume hatten sich ihrer Blätter entledigt. Dennoch eröffnete die Gartengestaltung viele herrliche Einblicke, die sich genießen ließen.

Bevor wir den Park verließen trafen wir auf gleich zwei Hochzeitspaare, die hier ihre Erinnerungsfotos erstellen wollten. Ich war sehr froh, sie zu treffen und ich schaute ihnen eine ganze Weile nach.

20131220_034058_IMG_7833_ji Auf dem weiteren Wege kamen wir an einer ganz bekannten Sumo Halle (Ryōgoku Kokugikan) vorüber. Gerne hätten wir mal hinein geschaut, doch die Möglichkeit existiere heute nicht. Auch gab es akt. keine Wettkämpfe. Wir waren außerhalb der Saison hier.

Etwas enttäuscht, entschieden wir uns, die Mittagszeit zu nuten, um uns ein echtes Sumo Mahl zu können. Es sollte zwar etwas ins Geld gehen, doch dieses Essen wollten wir uns nicht entgehen lassen. Es gab Chankonabe (Nabemono), eine Art Eintopf.

Hierzu bekam man auf einem Kocher einen großen Topf vorgesetzt. In diesem köchelten viele Sorten an Gemüse , Fisch, Fleisch usw. Man fischte das, auf was man gerade Appetit hatte heraus und ließ es sich schmecken.

20131220_041115_IMG_7874_ji Als wir den Topf fast geleert hatten, wurden noch Nudeln in die Suppe gegeben und kurz gekocht und konnten dann auch verspeist werden.

Eri und ich kämpften gemeinsam an dem Topf und waren wirklich voll als wir dass Essen beendeten. Wir erkundigten uns was so ein Sumo Ringer denn verspeisst. Man erklärte uns, dass es wohl als nur einer dieser Töpfe pro Mahlzeit waren. Puhhh … das war viel. (Artikel .. Speiseplan eines Sumo)

20131220_054209_IMG_7945_ji Gut gefüllt streiften wir noch etwas durch die Umgebung und erreichten ein Bekleidungsgeschäft, in dem wir es tatsächlich schafften ein besonderes Bekleidungsstück für mich zu erwerben. Zumist scheiterten wir kärglich an der Größe die ich so benötigte. Doch hier in Sumo Town, gab es Läden die auch Kleidung für mich feil boten.

Bei dem Gegenstand meines Wunsches handelte es sich um ein Jinbei (englsicher Link). Es ist eine leichte traditionelle Hausanzug. Es ist aber auch möglich dieses Kleidungsstück unter bestimmten Umständen außerhalb der Wohnung zu tragen.

Ich mochte die Jinbei sehr und war somit wirklich froh, mal wieder einen gefunden zu haben in den ich auch hineinpasste.

20131220_080152_PC201027_ji Mit dem Einkauf verließen wir diesen Stadtbezirk und machten uns auf nach Akihabara, dem Elektronik und Technik-Narren Viertel in Tokyo. Leider fing es an zu hageln und regnen, als wir in Akihabara ankamen. Somit konnte man nicht wirklich davon regen, dass wir den Bezirk ausgiebig erkundeten oder genossen. Unser Aufenthalt beschränkte sich auf das Ablaufen von ein paar Straßen und dann  waren wir so nass, dass wir es vorzogen uns in Richtung Hotel auf zu machen.

Bevor endgültig Heim fuhren, nutzen wir ein besonderes Angebot an einem der Bahnsteige. Dort gab es eine Milchbar. So ziemlich jede Geschmacksrichtung konnte man erstehen und sich schmecken lassen. Es war in der Tat lecke rund einmal etwas anderes.

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Japan (2013/14) – Osaka – In schwindelnder Höhe

IMG_0466_jiw Mein erster Tag in Japan begann spät, denn mein nicht schlafen während des Fluges von Deutschland nach Japan hatte seinen Tribut gezollt. Aber auf diese Weise erwachte ich durchaus munter im neuen Land und dem neuen Tag, zusätzlich erfreut, dass ich Sonne durch mein Hotelzimmer fluten sah. Ich merkte zwar, dass das Wetter durchaus wechselhaft zu sein schien, doch gegen ein paar Sonnenstrahlen für den ersten Tag hatte ich wahrlich nichts einzuwenden.

Das aufgesuchte Hotel hatte kein Frühstück zu bieten, also ging es als bald hinaus und sogleich ins erste Restaurant. Es war fast 12 Uhr Mittag, also wurde das Frühstück ausfallen gelassen und gleich mit dem Mittagessen begonnen. Ich bestellte mir, ok Eri bestellte, denn ich konnte nichts lesen oder gar bestellen, eine Schale Reis auf der allerlei leckere Meeresfrüchte angerichtet waren und eine Miso-Suppe. Es war wirklich lecker und verschaffte mir ein angenehmes Gefühl gesättigt zu sein.

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Nachdem wir gestärkt waren, stellte sich die Frage wohin es uns verschlagen sollte. Nach einigem Hin und Her fiel die Entscheidung eines der acht höchsten Gebäude der Stadt aufzusuchen und von dort, ohne störende Fenster die Aussicht auf die Stadt zu genießen.

Bevor wir uns jedoch in schwindelnde Höhe des Umeda Sky Building wagen konnten, hieß es in den Untergrund der Stadt zu verschwinden und via U-Bahn unser Ziel zu erreichen.

Obwohl es für meinen Geschmack noch recht früh am Tage war, waren die U-Bahnen und die Zuwege schon gut gefüllt mit Menschen und ich hatte schon ein wenig das Gefühl etwas beengt reisen zu dürfen. So war ich wirklich froh, als wir schließlich das Ende der Fahrt erreichten.

Als wir wieder Tageslicht erblickten, wurde ich gleich mit etwas konfrontiert, was ich nur all zu gut kannte – Einem Weihnachtsmarkt :-). Er bestand nur aus ein paar Buden, aber dort gab es alles, was man auf jedem deutschen Markt auch finden würde. Es gab zwar augenscheinlich keinen Glühwein, aber dafür deutsches Bier.

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Bevor es schließlich zum Umeda Sky Building ging, musste ich einen Ort aufsuchen, über den man in aller Regel kein Wort verliert. Ich musste auf die Toilette. Doch Japanische Toiletten verzücken mich jedes Mal. Nicht nur, dass man zumeist immer und überall kostenfreie und vor allem saubere Toiletten findet, so kann man auch oft das Glück haben, auf super moderne japanische Toiletten zu stoßen. Diese machen einen Besuch wahrlich angenehm. Die Wohltaten beginnen mit einem beheizten Sitz, über eine angenehme Hinterteilspühlung bis hin zum automatischen abspülen und Deckel schließen. Wer einmal solch einen Luxus genossen hat, mag kaum mehr darauf verzichten. Ich gebe ehrlich zu, mir geht es auf jeden Fall so.

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So erreichten wir schließlich das Hochaus, zu dessen Füße sich ebenfalls ein Weihnachtsmarkt ausbreitete, der auf jedem Fall einem deutschen Markt in nichts nach stand. Es gab alle möglchen Leckereien und Weihnachtsuntensilien. Sogar einen Thürnger Bratwurststand entdeckte ich. Doch waren mir 6 Euro für eine Wurst etwas zu viel und ich versagte mir, trotz reichlichem Speichelfluss, den Einkauf. Stattdessen ging es ins Hochaus und die Fahrt hinauf in den – so glaube ich zumindest – 41 Stock begann. Teilweise bot der Fahrstuhl freie Sicht auf die Umliegende Stadt, die immer kleiner werdend unter unseren Füßen verschwand.

IMG_0343_ji Auf dem Dach angelangt, empfing uns ein wirkliche kaltes Lüftchen, doch die grandiose Aussicht machte es alle Mal wett. Ich wusste nicht in welche Richtung ich meinen Blick als erstes richten sollte. Zumal überforderte mich dieses Meer an Häusern und Straßen meine Sehgewohnheiten.

Es war erstaunlich zu erkenne, dass selbst große Gebäude von diesem rund 180 Meter Hohen Koloss, wie Spielzeuge wirkten, von den Fahrzeugen oder gar Menschen ganz zu schweigen.

Erfreulicherweise riss die Wolkendecke während des Aufenthaltes etwas auf und so wurde es etwas wärmer und die Gebäudefluchten und Straßentäler wurden wesentlich plastischer. Jetzt wirkte alles noch tiefer und weiter als zuvor. Es fiel mir schwer mich von diesem Ausblick loszureißen. Doch der Hunger begann wieder zu bohren, es war schließlich auch schon Zeit zum Abendessen geworden.

IMG_0324_ji Wir entschieden uns gegen den Besuch eines Restaurants, stattdessen besuchten wir einen “Convenience Shop” (Nachbarschaftsgeschäft) und erstanden dort ein paar Onigiri (Reisball) und andere Leckereien, auf die ich mich wirklich gefreut habe. Mit den Lebensmitteln hockten wir uns in eine Sitzecke und wir ließen es uns wirklich schmecken. Es war einfach, aber so lecker, dass ich mich jeder Zeit davon ernähren könnte.

Mittlerweile war es dunkel geworden und so genossen wir noch die nächtliche weihnachtliche Beleuchtung in der Stadt. Ich musste feststellen, dass mich das japanische Engagement für dieses Event, die deutschen Aktivitäten wirklich nicht vermissen ließ.

 

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Japan – Was essen die Japaner überhaupt? z.B. Gyōza

Eines meiner Favoriten der japanischen Küche sind Gyōza. Diese gefüllten Teigtaschen, stammen ursprünglich aus China,  gehören jedoch heute zu den typischen japanischen  Speisen und sind landesweit sehr beliebt.

Als Reisender kann man aller Orte in den Genuss dieser kleinen Köstlichkeiten, die zumeist mit Fleisch oder Gemüse gefüllt sind, gelangen. Natürlich kann man sie auch tief gefroren im Supermarkt erwerben, doch die Hand gemachten lassen einem einmal mehr das Wasser im Munde zusammen laufen.

Zubereitet werden können die Gyōza im Wasserdampf oder auch frittiert, doch die Kombination aus beidem Zubereitungsarten ist allerdings der wahre Hochgenuss.

Verzehrt mit einer leichten Sauce aus Sojasauce, Reisweinessig, Sesamöl und Zucker ist der Gaumengenuss ein ganz besonderer.

Dänemark (2012) – Kopenhagen – Tivoli & Kulinarische Spezialitäten

20120518_115345-IMG_6902 Heute war es so weit. Unser Ausflug nach Kopenhagen fand sein Ende, da unser Flieger jedoch erst am Abend die Stadt verlassen sollte, stand uns noch ein ganzer Urlaubstag zur freien Verfügung.

Für diesen Tag hatten wir trotz der vielen Zeit nur 2 Wünsche auf unserer Liste. Wir wollten den Freizeit- und Erholungspark Tivoli besuchen und etwas typisch dänisches essen.

Bevor wir uns all diesen Vergnügungen hingeben konnten, war noch der Prozess der Bezahlung für die Hotelübernachtungen durchzuführen. Für die Zimmer und das Essen zahlten wir gerne, denn prinzipiell gab es nicht viel was es auszusetzen gab. Schade war es nur, dass wir bei der Bezahlung mit der, am unhöflichsten Beschäftigten des Hotels, zu tun hatten und sie ihre schlechte Arbeitsweise – Abwickelung der Bezahlung – auf mich abwälzte und mir dadurch unnötige Kosten entstanden. Zudem gab es kein freundliches Wort oder uns in Zukunft erneut in diesem Hause begrüßen zu dürfen. Sie drehte sich einfach um und zeigte uns ihren Rücken.

So verließen wir doch etwas enttäuscht dieses Haus und kletterten in den nächsten Bus, der leider etwas voll war und so die Fahrt zum Bahnhof anstrengend machte, insbesondere mit unserem ganzen Gepäck.

Im Bahnhof lagerten wir das Gepäck ein und gingen direkt zum gegen über gelegenen Tivoli Park. Dort angekommen stellten wir allerdings fest, dass der Park erst um 11:00 Uhr öffnete und wir somit etwas zu früh dran waren. Zudem sollte unsere Kopenhagen-Card etwa um diese Uhrzeit ihre Gültigkeit verlieren.

20120521_112228-IMG_8132_ji Die Wartezeit verbrachten wir im Hard Rock Cafe, welches sich direkt neben dem Eingang zum Park befand. Dazu hockten wir uns auf die Veranda und staunten nur, welche Massen an Schulklassen auf den Park zu marschierten. Es waren so viele, dass sich der Eindruck entwickelte, dass der Park von der ersten Minute an überfüllt sei oder wir ewig anstehen müssten, um auf das Gelände zu kommen. Doch nichts von beidem trat ein.

So verschwanden wir kurz nach 11 Uhr im Park, sogar noch unter Einbeziehung unserer Kopenhagen-Card, was uns einen kostenfreien Zutritt verschaffte. Wir genossen den Besuch von der ersten Minute, jedoch verstanden wir unter Genießen nicht sich den div. Fahrgeschäften zu überlassen, sondern eher das bunte Treiben, das herrliche Grün und die vielfältigen Angebote zu ergründen und zu beobachten.

Wir stürmten wahrlich nicht im Schnellzug Tempo durch den Park, wie es die vielen Jugendlichen taten, sondern wir liefen nach und nach den gesamten Park ab, blieben stehen, legten Pausen ein und genossen es wirklich uns durch den Park treiben zu lassen. So staunten wir auch nicht schlecht, als sich schließlich unsere Zeit dem Ende näherte.

20120521_113720-IMG_8188 Doch bevor wir gingen, wollten wir uns noch ein typisches dänisches Essen gönnen und dafür hatte mein Reiseführer ein Restaurant im Park empfohlen. Also warum sollte unsere Reise nicht hier im Park seinen kulinarischen Abschluss finden.

Am liebsten würde ich hier nicht auf nser Essen eingehen wollen, denn der erneute Genuss der  Landes typischen Spezialität wird für uns keine Wiederholung finden.

Was hatten wir nun gegessen. Als Empfehlung gab es Smørrebrød und etwas, dessen Namen ich nicht verstanden hatte. Auch beim Studium der Speisekarte durchdrang ich nicht ganz, was dieses zweite Angebot sein soll Ich meinte, es sei etwas mit Fisch und da es, laut Bedienung, wohl sehr beliebt sein sollte, bestellten wir es.

Als schließlich eine Schalte gefüllt mit einer grauen Masse und viel Petersilie oben drauf auf unseren Tisch gestellt wurde, kamen erste Zweifel auf, ob diese Wahl die Beste gewesen sei. Auch der erste Geschmackstest überzeugte nicht, auch wenn ich  nicht sagen will, dass es schlecht war.

20120521_125948-IMG_8383_ji Nachdem wir etwa die Hälfte gegessen hatten, gaben wir auf und ich machte mich erneut über die Speisekarte her und identifizierte nun jenes Wort welches verriet was wir bestellt hatten. Es war Labskaus (leider sieht das Labskaus auf den Bildern von Wikipedia wesentlich schmackhafter aus, als unsere Variante). Dass das Mahl auch noch einen horrenden Preis kostete, machte es nicht wirklich besser.

So verließen wir schließlich den Park ein ganz klein wenig geknickt und machten uns auf zum Bahnhof und Flughafen. Für die Fahrt zum Flughafen mussten wir noch einen Fahrschein erwerben, was grundsätzlich kein Problem war, doch erwischte ich die Angestellte mit der übelsten Laune. Als ich sie fragte, wann denn der nächste Zug fahren würde meinte sie nur, dass ich gefälligst die Anzeige lesen soll. Hoppla, da blieb mir doch die Luft weg.

So schnappten wir uns nur noch unser Gepäck und suchten unseren Zug. Glücklicherweise fanden wir ihn schnell und sogar ein einigermaßen leeres Abteil. Warum es leer war, klärte sich bald, denn die Klimaanlage war defekt und es war wirklich brütend heiß in diesem Abteil. Alle anderen Bereiche des Zuges waren zum Bersten gefüllt und so mussten wir die kostenfreie Sauna Nutzung in Anspruch nehmen. Ich war nur froh, dass die Fahrt nur rund 15 Min. dauerte.

20120521_112239-IMG_8136 Am Flughafen angelangt, hieß es unser Terminal zu finden und den Check-in durchzuführen. Diesen mussten wir bei Norwegian am Automaten durchführen. Für mich war es das erste Mal und es dauerte etwas den ein oder anderen Punkt zu verstehen, doch letztlich war klar was zu tun war und wir bewältigten diese Aufgabe. Trotzdem bevorzuge ich weiterhin einen Check-in mit Menschen.

Nun waren wir zwar eingecheckt, doch  wohin sollten wir mit unserem Gepäck. Witziger Weise mussten wir dann doch wieder einen Schalter von Norwegian anlaufen, um dort das Reisegut aufzugeben.

Dass man bzgl. Übergepäck bei dieser Gesellschaft und dem Selbst-Check-in keinen Spaß verstand, bekamen wir bei einem anderen Reisenden mit. Er hatte 3 Kg Übergepäck und obwohl er laut schimpfte, drohte und wie wild mit den Armen fuchtelte, blieb man hart und meinte nur, dass dies die Regeln der Gesellschaft seien  und die würden nur durchgesetzt. Wie dieser Disput letztlich ausging weiß ich nicht. Ich war nur froh, dass wir uns deutlich unter der kritischen Marke des Gepäckgewichtes befanden.

Nun hockten wir uns noch etwas in den öffentlichen Bereich des Flughafens und warteten, bis wir die Sicherheitskontrolle angehen wollten. Dies schien auch überhaupt kein Problem zu sein, denn eine nette Anzeige signalisierte immer wie lange die Sicherheitsüberprüfung incl. Schlange stehen dauern sollte.

Als wir uns auf machten wurden 8 Min. angekündigt. Wenn es diese 8 Minuten dann auch mal gewesen wären, es wurden 40 Min. und somit wurde es etwas eng Zeitgerecht zum eigentlichen Flug-Gate zu kommen. Ok, wir schafften es und brauchten nun nicht einmal lange warten bis wir den Flieger besteigen konnten.

Ich war ja etwas skeptisch was bei einem Billigflieger das Platzangebot angeht, doch muss ich sagen, dass ich durchaus zufrieden war. Dass für mich es nie genügend Platz ist, ist ein anderes Problem .

20120521_165252-IMG_8575_ji Bzgl. Gepäck zeigte sich das System des selbst Eincheckens als durchaus trickreich, denn so mancher Passagier schleppte eindeutig deutlich mehr Gepäck als Handgepäck in den Flieger als zugelassen und verstopfte die Ablagen. Die Flugbegleiter meinten jedes Mal nur, das ist doch viel zu viel, und das nächste Mal solle man doch die Richtlinien einhalten. Ach wie putzig diese Welt doch ist.

Der Flug verlief ohne Probleme.

Wir landeten in Berlin Schönefeld auf dem alten Flughafen, denn der neue, ja das war in diesem Jahr noch nichts. Und so durften wir auch noch den langen Marsch zur S-Bahn unternehmen. Erfreulicher Weise stand diese schon bereit und mit nur 1x Umsteigen erreichten wir unsere zu Hause.

 

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05 Filmsteifen 21-05-2012

Japan – Was essen die Japaner überhaupt? z.B. Okonomiyaki

Okonomiyaki, dieser Pfannkuchen aus Kohl, Mehl, Ei und einer fast unbegrenzten Möglichkeit der Variation, ist eines der Gerichte, die mir wirklich sehr gut munden und ich immer gerne esse.

Ich war in der glücklichen Lage, dass meine Reisen nach Japan mich immer in die Kansai-Region führten, wo Okonomiyaki zu den regionalen Spezialitäten zählt.

Ich kann nur empfehlen, wer einmal ein anderes japanisches Geschmackserlebnis erfahren möchte, als nur Sushi, sich diesem Gericht anzunehmen.

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