Südamerika (2009) – Argentinien – 08. Tag – Argentinischer Teil von Iguacú

Um zum Wasserfall auf der argentinischen Seite zu gelangen, standen heute einige Zollformalitäten ins Haus. Dieser Umstand und weil wir vor den größten Touristenströmen bei Iguazú ankommen wollte, hiess es etwas früher aufzustehen. Dieses frühe Aufstehen fiel zwar nicht leicht, doch wie sich beim Aufenthalt am Wasserfall zeigt, war es was das Licht, die Tiere und den Ansturm betraf eine wahrlich gute Sache.

Eigentlich hatte ich gedacht ich müsse hier heftigste über die Zollformalitäten der Brasilianer oder der Argentinier schimpfen, doch rutschten wir so zügig hindurch, dass wir noch vor der offiziellen Öffnung des Parks vor dessen Toren standen.

Nachdem die Tickets erstanden und eine kurze Absprache des Ablaufs des Besuches erfolgt war, begannen wir die Fälle zu erkunden.

Die Sage

Erzählungen der Caingangues-Indianer zufolge sandte der Götterkönig Tupá seinen Sohn, M’Boi, den Schlangengott, damit er über den Volksstamm wache. M’Boi lebte im Paraná-Fluß. Der Häuptling des Stammes, Igobi, hatte seine bildhübsche Tochter Naipi dem Gott M’Boi versprochen, der sich unsterblich in sie verliebt hatte. Unglücklicherweise war aber ein Stammeskrieger, Tarobá, der Geliebte Naipis. Am Hochzeitstag M’Bois Naipis flohen daher letztere und ihr Geliebter Tarobá mit einem Kanu über den Fluß. Maisalkohol hatte die Stammesbrüder in einen Rauschzustand versetzt, so daß sie die beiden nicht bemerkten. Bloß M’Boi erwachte vom Geräusch der aufs Wasser schlagenden Ruder und ließ, fuchsteufelswild über den Betrug, durch einen kraftvollen Schwanzschlag eine Schlucht entstehen, in die das Liebespaar hineinstürzte. Naipi wurde in einen Felsblock am Fuß der Wasserfälle verwandelt und ist so ständig der Gewalt des Flusses ausgesetzt. Tarobá ist ein die Fälle überragender Palmbaum geworden, der bis in alle Ewigkeit seine große Liebe betrachten muß, ohne zu ihr gelangen zu können.

Unter besagter Palme verbirgt sich eine Höhle, in der sich M’Boi versteckt hält und sich am Unglück der Liebenden ergötzt. Kein feiner Zug … Seine Schadenfreude und sein Lachen werden jedoch durch den Lärm der herabstürzenden Wassermassen übertönt. Die Palme ist eindeutig zu erkennen, den Felsen erahnt man bloß.
(Quelle: interconnections)

Zu Beginn beliefen wir jenen Wanderweg, der oberhalb der Fälle entlang führte. Nachdem der erste Aussichtspunkt erreicht war bot sich mir ein optisches Highlight nach dem anderen. Ich wusste zumeist nicht, wo ich zuerst hinschauen soll.

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Eine wirkliche Besonderheit sind die Vögel Namens „Greis-Segler„. Sie haben sich hier einen ganz besonderen Ort zum nisten heraus gesucht, nämlich hinter den Wasserfällen. Das bedeutete, dass wenn sie zu ihren Nestern wollen oder es verlassen, sie todesmutig durch die gewaltigen Wände aus Wasser fliegen müssen. Selbst die Jungvögel müssen bei ihren ersten Flugversuchen dieses Wagnis auf sich nehmen. Das zu beobachten war wahrlich atemberaubend.

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Segler die nicht unter dem Wasserfall leben

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Segler vor dem Durchstoßen des Wasserfalls

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Später am Nachmittag fuhren wir mit einer kleinen Bahn zum „Garganta del Diablo“. Hätte ich geahnt wie gewaltig und toll dieser Wasserfall ist hätte ich sicherlich nicht so lange auf dem Steg herumgetrödelt, der über den Fluß gebaut worden war. Dieses Schauspiel mit Worten zu beschreiben ist eigentlich nicht möglich und daher lass ich die Bilder sprechen.

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Garganta del Diablo

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Südamerika (2009) – Brasilien – 06. Tag – Ein ultimativer Reisetag (12.08.2009)

Dies war ein Tag, so voll von Eindrücken, dass es sich auch hier mit einer wirklich grossen Anzahl an Bildern bemerkbar macht.

So unterschiedlich die verschiedenen Stationen dieses Tages auch waren, keine war weniger Eindrucksvoll. Wir begannen den Tag mit dem Besuch eines Vogelparks. Dieser hatte ursprünglich als Pflegestation begonnen und sich schließlich zu einem sehr eindrucksvollen Gelände entwickelt, auf dem der Besucher eine sehr bunte Vogelwelt zu bestaunen. Es gab zwar auch normale Voliere, doch die großen konnten durchlaufen werden und ich kam den Tieren aufregend nahe.

Auch wenn es nicht leicht ist hier eine Besonderheit herauszustreichen, sind es dann für mich die Kolibris. Diese kleinen Flitzer begeisterten mich wirklich sehr. Bei meinen Versuchen sie auf ein Bild zu bannen, musste ich immer wieder kleine Pausen einlegen und ruhige, sich nicht bewegende Blumen fotografieren, um wieder etwas Ruhe zu empfinden.

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Nach dem Besuch des Vogelparks gab es erst einmal eine kleine Stärkung am Fahrzeug, während dessen ich die herrlichen Bilder etwas verarbeitet. Ahnen was mir anschliessend bevorstehen würde konnte ich jetzt wahrlich nicht. Ich hatte nur eine schwache Vorstellung was ich sehen würde doch wie grandios die Wasserfälle von Iguaçu sein würden war nicht möglich. Selbst jetzt wo ich die Bilder sehe, bin ich jedes Mal überwältigt.

Infos zu Iguaçu gibt es hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Igua%C3%A7u

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Oh, wie lecker war dieser Abend und diese Aussage bezieht sich nicht nur auf das Essen. Die Tanzveranstaltung mit Buffet rundete diesen eindrucksvollen Tag aufs trefflichste ab.

Die Veranstaltung begann damit, dass ein grandioses Buffet bereitgestellt worden war, bei dem für jeden Geschmack etwas gefunden wurde und zur Völlerei verleitete. Es war aber auch zu lecker.

Dem Mahl folgte der Show-Teil. Hier wurde eine Reise durch Musik, Tänze und Trachten Südamerika unternommen.

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