Japan (2015) – Shirahama – Felsenküste

Japan (2015) - Engetsu-tōNun lag Koya-san,  samt seiner Geschichte seinen beeindruckenden Orten, hinter uns, und ich war wirklich gespannt, wie es weitergehen würde.

Nun mussten wir uns ein wenig den Transportbedingungen unterwerfen, da wir ja mit öffentlichen Transportmitteln unterwegs waren;
Deshalb ging es nicht auf direktem Wege zu unserem nächsten großen Ziel, sondern über einen Zwischenaufenthalt, den wir natürlich mit dem Besuch einer anderen Sehenswürdigkeit der Region verbanden.

Wir hatten uns, in einem kleinen Ort namens Kii-Tanabe,  unsere Unterkunft gesucht. Mehr als dies hatte dieser Ort nicht zu bieten, wenngleich er wirklich sehr nett war,  und man allerlei Aufwand betrieben hatte, die Hauptstraße hübsch herzurichten. Aber gab es etliche Bäckereien.

In anderen Orten war in den Auslagen ein Hinweis zu finden, dass es „deutsches Brot gäbe“ , doch nicht hier. Hier gab es eine dänische Bäckerei mit dänischen Brotspezialitäten. Japan (2015) – Shirahama – Felsenküste weiterlesen

Japan (2013/14) – Hiroshima – Miyajima

20140115_082129_IMG_9018_jiFür diesen Tag hatten wir uns den Besuch einer kleinen Insel vorgenommen. Wir wollten Miyajima, die “Schrein-Insel” besuchen. Der Name war damit auch Programm, denn wir würden divers Schreine besuchen.

Besonders bekannt ist die Insel für sein großes, rotes, im Meer stehenden Tori und es war auch jene Sehenswürdigkeit, die in mir den Wunsch eines Besuches von Miyajima ausgelöst hatte.

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Australien – … und wie schusselig kann man sein?

20070508_110600 Bevor ich nach Australien aufbrach erzählte ich einem Kollegen, dass ich mit dem Indian-Pacific, dem Zug, der Sydney mit Perth verbindet, fahren würde und ich beabsichtige in paar Tage in Perth zu bleiben.
Er fragte mich, wann ich in Perth ankommen würde und da ich die Fahrt schon gebucht hatte, konnte ich ihm den Termin sogar geben. Ich wusste zwar, dass er einen Bruder in Perth hatte, doch irgendwie hatte ich dieser Tatsache keine sonderliche Bedeutung beigemessen.

Als ich nach einer rund 70stündigen Fahrt in Perth ankam und am Gleis stand und mich mit einem anderen Deutschen unterhielt, denn wir mussten wie im Flughafen auf unser Gepäck warten, wurden wir von einem Mann angesprochen, der uns fragte, ob wir einen Herrn …. kennen würden. Ich gebe zu, richtig verstanden hatte ich den Namen nicht und trotzdem meinte ich „Nein, kenne ich nicht“. Doch irgendwie war mir der Name bekannt vorgekommen und so lief ich dem Mann  hinterher und fragte erneut wen ersuche. Wen wundert’s, es stellte sich heraus, dass er mich gesucht hatte. Wie ich nun  erfuhr, war es der Bruder meines Kollegen. Er holte mich hier ab und lud mich und den anderen Deutschen, den ich bis zu meiner Unterhaltung am Bahnsteig nicht kannte, zu sich ein. Ich war wahrlich überrascht und zugleich sehr erfreut.

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes machte man sich die Mühe und stellte uns etwas Perth und seine Umgebung vor. Auf solch eine angenehme Art und Weise diese Region kennenzulernen hatte ich wirklich nicht gerechnet und so genoss ich es aus vollen Zügen.

20070509_044801Am Tag darauf starteten wir unsere eigene Erkundung der Stadt und ich stellte fest, dass sie mir gefiel. Auch wenn die Innenstadt durch Hochhäuser dominiert war, fühlte ich mich nicht so erschlagen und obwohl es die größte Stadt der australischen Westküste war, kam mir Perth  trotzdem nicht wie ein Tiegel aus Stress und Geschäftigkeit vor. Alles schien ruhiger und entspannter abzulaufen.

Das grandiose Wetter nutzen wir auch, um einen Ausflug nach Frementle zu unternehmen. Dabei lockte uns die Aussicht eines der kulturellen Zentren Perth zu erkunden und frische Seeluft schnuppern zu können. Dass es dort auch eine sehr ansprechende Architektur und Sehenswürdigkeiten gab, lernten wir erst vor Ort. Auf jeden Fall wurde es ein Tag den voll und ganz genossen.

Völlig entspannt und beeindruckt von den Sehenswürdigkeiten, nahmen wir irgendwann die Rückfahrt in Angriff. Wir wollten noch bei Tageslicht den Kings Park (englischer sprachiger Link) erreichen, den von dort hatte man einen grandiosen Blick auf Perth.

Wir hatten gerade die Innenstadt erreicht und waren ein paar Minuten gelaufen, als sich bei mir ein Gefühl etwas zu vermissen einstellte. Ich konnte es aber nicht wirklich mit Fakten untermauern. Also grübelte und grübelte ich, bis es mir plötzlich aufging was ich vermisste. Es war meine Fototasche. Diese Erkenntnis zuckte wie ein Blitz durch meine Gedanken mit der Erkenntnis, dass ich keinerlei Erinnerung daran hatte, wo ich sie hatte stehen lassen. Es konnte irgendwo in Frementle gewesen sein, aber auch in der Bahn. Ich hatte keine Ahnung.

20070508_030149 Schließlich nahm ich einfach einmal an, dass ich die Tasche in der Bahn vergessen hatte, denn dies war erst einmal die einfachste Möglichkeit mit der Suche zu beginnen. Dazu ging es zurück zum Bahnhof und auf direktem Wege zur “Bahnpolizei”

Dort erzählte ich von meinem Ungemach und man nahm sich auch gleich meinem Problem an. Es vergingen quälend lange 3 Stunden, bis erste Nachrichten eintrudeln. Es stellte sich heraus, dass jemand etwas gefunden hatte. Ob, es meine Tasche war, vermochte man nicht zu sagen. Der Finder hatte die Tasche nämlich nicht der “Polizei” aushändigen wollen. Man traute ihr nicht. Hatte sie stattdessen nach Hause mitgenommen.

Ich stellte mir nun die Frage, ob und wie wir zu diesem Finder gelangen konnten, um zu prüfen, ob es denn meine Tasche sei und auch hier war die “Polizei” hilfreich. Man brachte uns mit einem Dienstfahrzeug zum Haus des Finders. Welch eine großzügige Geste.

Es stellte sich heraus, dass eine Frau tatsächlich meine Tasche gefunden hatte und mir viel mehr als nur ein Stein vom Herzen, denn nun  bemerkte ich auch, dass ich an diesem Tag sogar meinen Geldbeutel und all meine Dokumente in dieser Tasche verstaut hatte. Was für ein Glück ich hatte wurde mir erst jetzt vollends bewusst und ich war all den Helfern mehr als dankbar. Die Finderin wollte lediglich ein Wort des Dankes akzeptieren, was ich ihr aus vollem Herzen auch gab.

Etwas leid tat mir die Frau, denn sie hatte wegen meiner Tasche etwas Ärger bekommen. Denn ihr Vater arbeitete für die Bahngesellschaft und er hatte kein Verständnis dafür gehabt, dass sie der “Polizei” (eine private Sicherheitsfirma) nicht getraut hatte und liebe selber meine Tasche in Verwahrung genommen hatte.

Als wäre ich heute nicht schon von Glücksmomenten überhäuft worden, wurden wir sogar noch zu unseren Gastgebern zurück gefahren.

IMG_1012 Am kommenden Tag ging es nach „Rottnest Island„. Eine kleine Insel vor der Küste Perths, welche für Tagesausflügler sehr beliebt ist und es Tiere und Natur zu Hauf zum Genießen gibt.

Da dort Kraftfahrzeuge verboten waren war man auf seine Beine oder die angebotenen Fahrräder angewiesen. Wir entschieden uns Fahrräder zu mieten und die Insel auf diesem Wege zu erkunden. So entdeckten wir hübsche Strände, herrliche Dünen, felsige Küstenabschnitte aber auch seine tierischen Bewohner die Quokkas, eine besonders kleine Art von Kängurus.

IMG_1016 Alles in allem ließ sich der Tag wirklich genießen. Wir hatten uns bis an das eine Ende der Insel vorgearbeitet, als es hieß die Rückfahrt anzutreten, denn die Fähre wartete nicht auf uns, um wieder zum Festland zurückzugelangen.

Wir waren gerade losgefahren, als mir eine der Pedalen am Rad abbrach.  Ich schaute ziemlich dumm aus der Wäsche, denn wie sollte ich mit nur einer Pedale am Rad fahren und zudem rechtzeitig die Fähre erreichen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als mit nur einer Pedale Fahrrad zu fahren. Es ging erstaunlich gut und wir überholten sogar andere Radfahrer.

Beim Radverleih angelangt, zeigte nur die Pedale und das Rad und schon meinte man, ich würde meine Radmiete zurückerstattet bekommen. Da war ich aber platt. Kein Diskutieren, ein Argumentieren, einfach so wurde mir das Geld erstattet. Ich fand es nett und großzügig.

IMG_1009 So hatte dieser Ausflug, trotz des Ungemach ein positives Ende gefunden.

Der folgende Tag stand im Zeiten meiner Abreise aus Perth. Es sollte zurück nach Melbourne gehe, von wo ich meine Heimreise antreten würde.

Zum Flughafen wurde ich von meinen Gastgebern gebracht was ich wirklich als eine sehr nette Geste empfand. Am Flughafen angelangt wurde ich aus dem Fahrzeug entlassen und man fragte mich „Andre, hast du auch alles“. Ich schaute mich im Fahrzeug um und meinte „Ja, ich habe alles“.

So ging ich in den Flughafen und meine Gastgeber fuhren zurück in die Stadt.

Ohne mich lange aufzuhalten, ging ich an den Schalter meiner Fluggesellschaft, um mich alle Formalitäten zu erledigen. Schon auf dem Weg dort hin, fühlte ich mich etwas Unwohl und es beschlich mich das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Als ich schließlich am Schalter angelangt war, wusste ich was es war. Ich hatte meine  Fototasche irgendwo vergessen. Ich war mir sicher, dass sie im Fahrzeug war. Doch diese Erkenntnis nutzte mir nun nichts, denn ich konnte meine Gastgeber nicht mehr erreichen. So blieb mir nichts anderes übrig, als zu einem späteren Zeitpunkt Kontakt mit ihnen aufzunehmen und zu versuchen die Tasche wieder zu erhalten.

Da ich in Melbourne aber noch fotografieren wollte, kaufte ich mir im zollfreien Bereich einen Ersatzapparat, was mir aber nicht wirklich leicht viel, denn auch dieser kostete noch ein Sümmchen. Doch ich tröstete mich, dass ich auch noch meinen restlichen Urlaub mit ein paar Aufnahmen festhalten konnte.

me010 In Melbourne hatte ich mich in eine Jugendherberge eingemietet von der aus ich einfach meine  Ausflüge in die Stadt koordinieren und durchführen konnte.

Während einer dieser Ausflüge verschlug es mich einmal in eine Post, denn es galt noch ein paar Postkarten zu versenden. Nach diesem Vorhaben erkundete ich einen Supermarkt, der sich im selben Gebäude wie die Post befand. Während ich nun zwischen den Lebensmittelregalen umherstreifte, stellte sich erneut das Gefühl des Verlustes ein.

Ich musste nicht lange nachdenken oder Grübeln was die Ursache war. Mein Fotoapparat war weg.

me040 Mir war gleich klar, dass ich ihn wohl in der Post hatte liegen lassen. Also ging es auf direktem Wege zurück. Ich hoffe wirklich inständig, dass ich ihn finden würde, denn noch einen Verlust wollte ich nicht wirklich hinnehmen wollen.

Doch auch dieses Mal war mir das Glück hold. Der Apparat lag noch genau an jener Stelle, an der ich ihn zurückgelassen hatte. Ich schwor mir nun wirklich bessere auf meine Sachen aufzupassen und zuzusehen, dass mir so etwas nicht nochmal passierte. Diese extreme Häufung von Missgeschicken in so wenigen Tagen, ließ mich wirklich an mir und meiner Gedächtnisleistung  zweifeln.

Ich war froh, dass ich es ab diesem Moment wirklich schaffte ohne jeden Weiteren Verlust bis nach Hause zu gelange, wenngleich dies nicht wirklich eine Leistung war, denn ich hatte gerade einmal 2 Tage zu überstehen.

Japan (2011) Die Hochzeitsreise 01-06 – Auf nach Shikoku

20110416_225456-IMG_5168_ji Es war 2 Uhr in der Früh, als ich ins Bett verschwand und sagenhafte 90 Minuten später erinnerte mich der Wecker daran, dass Eris und meine Hochzeitsreise beginnen sollte.

Es sollte auf die Insel Shikoku gehen, nachdem wir uns schon im Vorfeld meiner Reise nach Japan darauf verständigt hatten, die Reise nach Tokio nicht durchzuführen, wegen der aktuellen Probleme in Fukushima.

Um ganz ehrlich zu sein, nicht in die Großstadt zu fahren, sondern etwas vom Land zu sehen, begeisterte mich mittlerweile ohnehin etwas mehr. Wenngleich ein Besuch Tokios irgendwann durchgeführt werden muss.

20110416_230406-IMG_5255_jiUm uns etwas Stress zu ersparen, gönnten wir uns eine Fahrt mit dem Taxi in die Stadt. Was wirklich sehr angenehm war. So hatte ich schon jetzt Gelegenheit zur Kenntnis zu nehmen, dass es der Wetter Gott wirklich sehr gut mit uns meint und es ein herrlich sonniger Tag werden würde.

Am Hafen ging es gleich ins Terminal. Schnell merkte ich, dass dieser Ausflug ohne Eri sicherlich bedeutend schwieriger geworden wäre, denn hier war keine der Information in romanischer Schreibweise. Man musste also wirklich Japanisch können. Auch sprach allem Anschein nach kein einziger der Mitarbeiter auch nur ein Wörtchen Englisch. Na, zum Glück brauchte es mich nicht schrecken, denn Eri machte das schon 🙂

20110416_231211-IMG_5317_jiLange mussten wir nicht warten und es ging aufs Schiff. Schnell war eine nette Sitzecke gefunden und wir machten es uns gemütlich. Eri unternahm einen kurzen Streifzug durchs Schiff, während ich auf das Gepäck aufpasste.

Als sie zurückkehrte, klärte sie mich über das Schiff auf.

So erfuhr ich, dass es eine Etage über uns einen Aufenthaltsraum nur für Frauen gab. Ich konnte nun aufpassen mich nicht versehentlich dort hin zu verlaufen. Zudem gab es einen japanischen Aufenthaltsraum. Dies bedeutete, dass der Raum lediglich mit Futon Matten ausgelegt war und man saß und lag auf diesen– Es gab keine weiteren Sitzmöbel.

20110417_013858-IMG_5463_ji Mit diesen Informationen mache ich mich auf den Weg, um das Ablegen vom Pier und die Fahrt hinaus aus dem Hafen zu beobachten. Bei dem herrlichen Wetter wurde es eine grandiose Fahrt und ich mochte mich kaum satt sehen.

So vergingen die 4 Stunden Fahrt wie im Fluge und es hatte sich mein Wunsch erfüllt, endlich einmal zu erleben, dass es sich bei Japan um ein Land aus Inseln handelt.

 

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Südamerika (2009) – Bolivien – 26. Tag – Ein Tag auf dem Saltzsee (Salar de Uyuni) (01.09.2009)

Der neue Monat beginnt wirklich mit einem Superlativ, die Reise soll geht heute zum Salar de Uyuni führen, dem mit 12.000 Quadratkilometern größten Salzsee der Welt. Um sonst sollten wir dieser Tag nicht sein, denn er begann wie der vergangene Endete, mit dem Geratter und Geschunkel auf bolivianischen Straßen.

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Doch wehrte dieses nur gerade mal 2 Stunden und dann lag dieses Wunder der Natur vor uns.

Eine gleisend helle, glatte Fläche, die einen an Schnee erinnerte. Die Fläche war so herrlich glatt und fest, dass eine entspannende Fahrt über den See beginnen konnte. Auch wenn man sich etwas Sorgen machte, dass man dieses grandiose Naturwunder zerstören würde, so konnte man sich beruhigen, denn bei der nächsten Regenzeit würde Wasser nach fließen, erneut verdunsten und die Fläche würde wieder völlig unberührt wirken. Mit diesem Wissen ließ sich die Fahrt wirklich genießen.

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Den ersten Halt hatten wir an einem „historischen“ Gebäude. Es war der erste Versuch hier ein Stätte aus Salz zu errichten und das Gebiet etwa zu erschießen. Das gesamte Gebäude war aus Salz errichtet und auch die Innenausstattung hatte seinen Ursprung dem Salz zu verdanken.

Doch das ganze Vorhaben verhedderte sich in Streitereien zwischen Erbauer und der Region, so dass das ganze Unternehmen scheiterte. Auch die Tatsache, dass das Gebäude an die Region abgegeben wurde half nichts. Es wurde heruntergewirtschaftet und so wird dieses Gebäude alsbald nur noch Geschichte sein

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Diesem etwas traurigen Halt folgte nach längerer Fahrt durch das gleissende Weiss ein Halt in Mitten der Unberührtheit des Salzsees. Hier ließ sich die Muster im Salzes und die Schönheit des Ortes wirklich genießen.

Auch wenn in alle Richtungen nur brennendes Weiß zu sehen war, konnte ich mich kaum entscheiden wohin ich zuerst sehen sollte, so beeindruckt war ich von diesem Ort.

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Die Mittagszeit verlebten wir mitten auf dem Salzsee. Doch bevor es an die Nahrungsaufnahme ging, sollte jeder einmal alleine in eine Richtung Laufen, um dann vor Ort für sich diese Landschaft zu genießen und vorallem die absolute Stille in sich aufzunehmen. Auch wenn jeder seinen eigenen Weg suchte den Ort zu erfahren, gab es wohl keinen der dieses Naturschauspiel nicht in sich aufnahm und genoß.

Für all diejenigen, die ganz genau wissen wollen wo wir gespeist haben, hier die Koordinaten …

Südliche Breite 20° 00 Min 705 Sec
Westliche Breite 67° 38 Min 508 Sec

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Wenn ich angenommen hätte dieser Tag hätte keine weitere Steigerung mehr zu bieten, so hätte ich mich sehr getäuscht gefühlt. Mitten im See gab es nämlich eine kleine schroffe Insel „Isla de los Pescadores“ auf der Kakteen wuchsen und die einen grandiosen Kontrast zur Landschaft bildeten.

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Den vorläufigen Abschluß des Besuches des Salar de Uyuni bildete ein Stop bei den Menschen, die sich diese Salz für ihren Broterwerb auserkoren haben. So ernteten die Männer das Salz auf dem See, während die Frauen für das Trocknen, aufbereiten und Verpacken des Salzes zuständig waren. Viel bekamen sie nicht für diese Mühen, doch ist es eines der wenigen Möglichkeiten hier ein Auskommen zu finden.

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Nach diesen Eindrücken ging es endlich zu unserer Unterkunft an der wir an diesem Tag schon zwei Mal vorüber gekommen waren. Dieses Gebäude nannte sich Salz Palace. Dieses Gebäude war ein erneuter Versuch aus Salz eine Herberge entstehen zu lassen. Auch wenn diese Unterkunft von Außen etwas bescheiden wirkte, so grandioser war es von innen. Alles war möglich war, war aus Salz erbaut und zudem sehr geschmackvoll hergerichtet.

Der Boden bestand aus Salzgranulat und so lief man durch das weiße Gold der Region und ließ den Blick von einem herrlichen Detail zum anderen schweifen.

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Ein großartiger Tag fand sein Ende mit einem überwältigenden Sonnenuntergang und diese Stimmung nahm ich ganz tief in mich auf und merkte mir diesen Tag als einen der ganz besonderen vor.

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Südamerika (2009) – Brasilien – 04. Tag – Erkundung der Insel „Ilha Do Mel“ (10.08.2009)

Als ich beim Studium im Vorfeld der Reise die Beschreibung zu diesem Tag las, das Wort „mehrstündige“ Wanderung las und an mir herunter schaute, wusste ich, dass diese Wanderung für mich wohl eher nicht in Frage kommt. Diesem Wunsche kam man entgegen, doch verzichten brauchte ich deswegen auf die Besichtigung nicht. Ich nahm lediglich ein anderes Bötchen, welches mich zum Endpunkt der geplanten Wanderung brachte.

Wegen der halbstündigen Überfahrt machte ich mir etwas Sorge, denn ich neige doch sehr dazu Seekrank zu werden. Ich hatte dieses Mal jedoch Glück und ich konnte die gesamte Überfahrt genießen. Außer mir war nur noch der Dorfpolizist an Bord und so konnte ich nach allen Seiten über das Meer blicken. Die Hügelkette die sich auf dem Festland entlang zogen und mit zunehmender Entfernung immer besser zur Geltung kamen verzückten mich. Ich genoss es sehr sie teilweise steil und bizarr in den Himmel ragen zu sehen.

Infos zur Insel „http://de.wikipedia.org/wiki/Ilha_do_Mel“

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Auf der Insel angelangt, begann ich sogleich meinen Rundgang. Vom Hafen ging es über einen Sandweg an vielen kleinen Läden vorüber. Im Moment schien keine Saison zu sein und so waren die meisten Läden geschlossen. Bei der Masse der Unterkünfte und Angeboten war hier sicherlich zur Saison sehr viel los. Ich war froh, diese Ruhe war mir lieber.

Ich landete schnell auf der anderen Seite der Insel von wo ich mein erstes Ziel einen Leuchtturm entdeckte. Der Weg dort hin erwies sich als etwas abenteuerlich. Dies machte sich durch sehr feuchte Wegabschnitte bemerkbar und alsbald stampfte ich etwas durch Schlamm und Dreck. Irgendwie scheint mir diese Art der Fortbewegung im Blut zu liegen.

Am Wegesrand entdeckte ich viele hübsche Blümchen, Blätter und Farne. So kann sich jeder vorstellen, der mich kennt, dass ich nicht wirklich schnell vorwärts kam. Mich störte es nicht, denn die Sonne schien und ich fühlte mich wohl.

Kurz bevor ich den Leuchtturm erreichte kam ich durch eine herrliche Baumallee. Diesen Ort erklärte ich sogleich zu meiner Lieblingsstelle. Zum einen wirkte sie sehr europäisch, doch der Hauptgrund waren zwei Bänke mit einem wirklich hübschen Ausblick. Diese Stelle nutze ich später auch für eine sehr genussvolle Stunde.

Doch jetzt ging es weiter zum Leuchtturm. Kurz bevor der Anstieg beginnen sollte bog ich auf einen Strand ab und staunte, nachdem ich bislang nur durch Morast gelaufen war, wie herrlich er war. Ich genoss den weißen Sand unter den Süßen. Es kam dabei wirklich Urlaubsstimmung auf.

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Der Aufstieg zum Leuchtturm war durch einen hübschen Steinweg und Stufen zwar steil, aber sehr bequem. Je höher der Weg mich führte um so grandioser wurden die Aussichten. Ich blieb oft stehen, atmete tief durch und zog die Luft und die Eindrücke in mich ein.

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Den Rückweg zum Hafen gestaltete ich etwas anders. Ich lief nun durch den kleinen Ort. Die Straßen waren schmale Sandpfade und das gefiel mir sehr gut. So gab es hier keinen Verkehr, sondern nur Genuss.

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Gütertransport auf der Insel, da es keine Fahrzeuge gibt

Am Hafen hatte gerade ein Schiff mit Gütern angelegt und diese wurden einzeln an Land getragen, um anschließend auf Karren geladen zu werden und ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. So ließ sich die Wartezeit herrlich verleben.

Schließlich tauchten die anderen auf. Wir setzten uns noch kurz in eine Bar, um den Aufenthalt ausklingen zu lassen. Lustig an diesem Besuch war, dass die Bestellung etwas holperig ausfiel, denn viele der Sachen die ich gerne gehabt hätte, gab es nicht mehr. Ich musste meine Bestellung gleich mehrere Male anpassen.

Während nun lautstark im Hintergrund Reggae Musik lief, hockten wir zusammen, plauderten, genossen unsere Getränke und genossen Meeresfrüchte. So ließ sich die Reise wirklich genießen.

Die Rückfahrt Boot mir ein herrliches Lichtspiel und so bot sich mir die Landschaft in ganz anderem Bild. Es ist immer ein Genuss zu sehen zu welchen herrlichen Spielen die Natur fähig ist.

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Den Zeltplatz hatten wir am Morgen schon geräumt. Wir fuhren noch eine kurze Strecke bis in die Hafenstadt Paranagua, wo der Abend und Tag mit einem Inselaufenthalt aus klang.

Ach, einen kleinen Schrecken gab es doch noch, denn wir erfuhren, dass wir am kommenden Tag 750 km fahren wollten und wir um 4 Uhr zum Frühstück auftauchen sollten.