Japan (2013/14) – Shirakawa-go – 3 Tage in Eis und Schnee

Nun hatte ich in diesem Urlaub wirklich Gegensätze kennenlernen dürfen. So z.B. die einsamen Inseln der Ise Bucht (Ise Bucht – Auf ans Meer / Insel Kamishima – Ein wilder ritt / Ise Bucht – Zurück aufs Festland), das Gewusel und Hektik in Tokyo (Tokyo – Wo bleibt der Schnee / Tokyo – Gundam / Tokyo – Rush Hour & Sumo Live / Tokyo – Die Megakreuzung) oder die grandiosen Einblicke in die Geschichte Kyotos (Kyoto – 35 Kg brennen in meinem Fleisch / Kyoto – Herbstfarben & Hallo Fugu / Kyoto – Im Bambus-Hain). Doch auf das jetzige Ziel freute ich mich insgeheim am meisten.

Heute ging es für 3 Tage und 2 Nächte nach Shirakawa-go einem kleinen Ort in den japanischen Alpen, welches 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden war.

Besonderheit dieser Orte sind die dort errichteten Gebäude, welche pragmatisch gesehen durch ihre Bauweise (an ein Dreieck erinnernd) einfach nur den gewaltigen Schneemassen standhalten sollten. Mehr spirituell erinnert die Bauweise zum Gebet gefaltete Hände. Doch egal was es war, auf mich wirkte es nur faszinierend und ich wollte es einfach einmal live sehen.

Der Besuch wurde durch die Tatsache gekrönt, dass in diesem Jahr sehr früh Schnee fiel und ich somit den Ort, die Landschaft und die Berge mit Schnee bedeckt erleben konnte. Einfach nur eine auf den Schnee wartende Landschaft zu erleben, wäre auch ok gewesen, doch der Schnee war die Körnung dieses Besuchs.

Shirakawa-Go_8725 Durch die Popularität des Ortes waren wir gezwungen jeweils nur eine Nacht in einer Unterkunft verbringen zu können, was sich im Nachhinein wahrlich als Glücksfall herausstellte, denn so konnten wir zwei unterschiedliche Übernachtungsstiele genießen. Zudem bot uns das Wetter 3 unterschiedliche Szenarien, die jeden Tag unseres Aufenthaltes spannend hielt und es immer wieder ein Abenteuer war durch den Ort zu schlendern.

Am ersten Tag kamen wir in einer sehr traditionellen Unterkunft unter. Es war eines der Spitzhäuser, die innen zwar auf dem neusten technischen Stand war, und trotzdem dem Gast das urtümliche traditionelle Wohnerlebnis vermittelte.

Dies bedeutete, dass wir auf dem “Boden” (Tatami Matten und den auf diesen ausgelegten Matratzen)  schliefen und saßen.

Zwischen den einzelnen Räumen existiere jeweils nur eine mit Papier überzogene Tür, welches einem hautnah am Geschehen des Nachbarn teilhaben ließ, wenn dieser sich nicht an die Etikette – ruhe zu halten, über das Maß hinaus was wir vielleicht für ruhig halten – hielt. Ok, wir hatten solch ein “Glück”.

Shirakawa-Go_9021Nachdem wir uns eingerichtet hatten traten wir unseren ersten Rundgang durch den Ort an. Das Wetter zeigte sich wechselhaft. Es gab sonnige Abschnitte, aber auch etwas düstere Zeiten, doch insgesamt gesehen war es ein freundliches Wetter. Ich fühlte mich wirklich herzlich willkommen und ich konnte den Spaziergang genießen.

Direkt unserer Unterkunft hatte sich ein Film-Crew eingefunden, die hier einen Film wohl über den Ort drehte. Das war zum einen spannend, zum anderen etwas lästig, denn sie blockierten eine wirklich grandiose Aussicht auf ein paar der besten Häuser im Ortes. Zudem zogen sie natürlich durch den Ort und so trafen wir immer wieder auf die Produktion.

Ich möchte nicht Ungerecht sein, auch wir bekamen unsere Aussichten und wir konnten wirklich alles genießen. Zudem hielten sich die Besucherzahlen wirklich in Grenzen und so manches Mal hatten wir das Gefühl wir seien allein.

Shirakawa-go - Der Fluss Während der Tag überwiegend sonnig war, zog sich der Himmel am Abend etwas zu und es legte sich eine Nebeldecke auf den Ort. Das wirkte zum einen etwas gespenstisch, aber auch romantisch schön. Ich konnte mir jeweils das mir passende Gefühl aussuchen.

Wir kehrten in der Dunkelheit zu unser Unterkunft zurück und wurden mit einem besonderen Geschenk bedacht. Denn eines der Häuser auf unserem Zugang zum Haus war herrlich von Innen beleuchtet und es gab eine herrliche Stimmung die ich lange und ausgiebig genoss. Natürlich nicht ohne meinen Fotoapparat etwas zu strapazieren.

Schließlich kroch doch die Kälte in die Knochen und wir zogen uns in unsere Unterkunft zurück. Dort war gerade das Bad frei (es gab ein Gemeinschaftsbad, welches man sich reservieren konnte) und so verschwanden wir sogleich dort und tankten im heißen Wasser wieder Wärme und Behaglichkeit.

Während wir badeten wurden unsere Betten hergerichtet. D.h. es wurden die Matratzen herausgeholt und auf dem Boden gelegt und ein Berg an Zudeckmöglichkeiten darauf gestapelt. Man rechnete wohl mit einer kalten Nacht. Doch so kalt wurde es mir nicht und auch Eri empfand das Angebot als bequem und vor allem warm.

Bei dieser Art des Schlafens erwachte ich regelmäßig Morgens mit Rückenschmerzen, doch auch die hielten sich einigermaßen in Grenzen. Die Matratzen schienen hier deutlich besser und bequemer zu sein als in all den anderen Unterkünften zuvor. Ich hatte wahrlich nichts dagegen.

Der nächste Tag begann mit einem japanischen Frühstück. Ich mochte es, doch das hocken auf der Erde war nicht mein Ding und so war ich froh, dass ich ein kleines Höckerchen bekam und man auch meinen Tisch etwas aufbockte. Dadurch ließ sich das Mahl genießen.

Aus unserer Unterkunft mussten wir bis 9 Uhr ausgecheckt haben. Das fand ich schon sehr früh, doch so waren die Regeln. Zum Glück hatten wir am Vortag schon erkundet wo sich unsere andere Unterkunft befand und wie wir am schnellsten dort hin kamen. So brachten wir den Wechsel der Unterkünfte in rund 15 Minuten hinter uns.

Shirakawa-Go_9510 Vor dem Frühstück hatte ich noch ein kleines Panorama (360×180 Grad) geschossen und genoss schon da einen leichten Schneefall. Doch nun, wo wir zur anderen Schlafstätte liefen hatte ein kräftiger Schneefall eingesetzt, welcher dem Ort eine ganz andere neue Stimmung verlieh.

Der Schneefall ließ auch über Tag nur unbedeutend nach und obwohl wir den gesamten Ort schon erkundigt hatten, ergaben sich ganz neue Perspektiven und Einblicke.

20131224_031453_IMG_9624_ji Trotz des Schneefalls entschieden wir uns gegen Mittag  in einen der Shuttle Busse zu hüpfen, der uns zum Aussichtspunkt über den Ort bringen sollte. Sehr hoffnungsfroh was die Aussicht anging war ich nicht und dennoch sah ich etwa mehr als ich mir vorgestellt hatte. Insgeheim träumte ich von einem schönen sonnigen Tag, doch dieser war heute so weit weg, dass es nur ein Traum blieb.

Ich weiß nicht wie oft wir die Wege und Straßen von Shirakawa-go abliefen und trotzdem für uns blieb es stets spannend und wir waren auch selber überrascht, dass wir stets neue Dinge entdeckten.

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Auch heute kehrten wir erst bei Einbruch der Dunkelheit ins Hotel zurück, wo wir nun auch gleich unser Zimmer beziehen konnten.

Es war wirklich angenehm, dass wir einen richtigen Raum mit einem richtigen Bett hatten. Oh, das war wirklich angenehm. Wirklich ruhiger war es jedoch nur bedingt, denn auf unserem Gang war eine sehr aktive Großfamilie untergebracht und die verursachten einen gewissen Grundgeräuschpegel.

Bevor wir an diesem Abend unser Abendbrot genießen wollten, ging es ins Bad. Im Gegensatz zur letzten Unterkunft, in der wir zwar ein Gemeinschaftsbad hatten, dies durch eine Reservierung für uns allein hatte, gab es in diesem Hotel ein richtiges Onsen.

Wir machten uns gemeinsam auf den Weg, doch alsbald trennten sich unsere Wege und der konnte das Bad für sich genießen. Mich quälte dabei die Sorge, dass ich mich falsch verhalten würde und einen Fehler nach dem anderen Machte und ich übel auffiel. Doch ich war fast allein im Bad und so konnte ich es recht befreit genießen, wenngleich ich versuchte alles richtig zu machen.

Gut durchgewärmt trafen sich Eri und ich beim Speisesaal. Ich trug mein Jinbei und Eri den bereitgestellten Kimono. Damit waren wir standesgemäß bekleidet und auch die anderen Gäste waren so begleitet.

Das Essen war wieder typisch japanisch und lecker. Alles war sehr hübsch hergerichtet und meine anfänglichen Bedenken, dass die so klein anmutenden Portionen mich nicht sättigen würden, bestätigen sich nicht. Auch bekam ich wieder ein kleines Höckerchen, so dass ich in einer für mich akzeptablen Position sitzen konnte.

Nach dem Mahl ging es wieder auf Zimmer und wir genossen wieder den Trubel in den anderen Zimmer. Doch irgendwann wurde es dann doch ruhig und es konnte gut geschlafen werden.

IMG_0004_ji Der nächste Tag begann ich der freudigen Erkenntnis, dass mein Traum von einem strahlend blauen Himmel und Sonne wahr geworden war. Ich konnte es kam erwarten hinaus zu kommen und dieses Wetter genießen zu können.

Doch bevor wir das Hotel verließen, gab es ein Frühstück und ich war wie jedes Mal überrascht, dass ich am Ende wirklich satt war. Zudem mundete mir es jedes Mal, auch wenn ich mich etwas nach einer Scheibe Brot mit Wurst oder Käse sehnte.

Heute hieß es bis um 10 Uhr auszuhecken. Diese Zeit nutzen wir auch bis zum bitteren Ende aus, denn im Örtchen fuhr noch kein Shuttle und alles war noch geschlossen.

Als wir das Hotel schließlich verließen, nicht ohne unser Gepäck dort hinterlegt zu haben, denn wer wollte denn schon sein ganzes Gepäck den Tag über durch die Gegend schleppen, ging es als erstes zum Shuttle der uns zum Aussichtspunkt brachte.

IMG_0261_ji-1024px-compressor Oh, welch eine Pracht uns erwartete. Ich mochte mich überhaupt nicht satt sehen und ich schlug das Herz bis zum Hals die mit Schnee überzogenen Berge bei herrlichem blauen Himmel zu erleben. Durch die frühe Stunde waren es auch wirklich wenige Menschen am Aussichtspunkt und so ließ die Sicht wirklich genießen.

Shirakawa-Go_0976 Zurück im Ort, zogen wir wieder unsere Runden und wie schon am Vortag staunten wir, wie anders der Ort auf uns wirkte in diesen Licht und Wetterverhältnissen. Ich kann wirklich aus ganzem Herzen behaupten, auch wenn wohl maximal 1 Tag für das Entdecken des gesamten Ortes ausreichend wäre, so würde ich keine einzelne Sekunde missen wollen und zu Verdanken hatte ich es wirklich den so unterschiedlichen Wetterverhältnissen in diesen 3 Tagen.

Ich war so glücklich.

Shirakawa-Go - Drohne Im weiteren Verlauf unseres Undganges entdeckte ich wieder eine Filmcrew. Dieses Mal machte man Aufnahmen vom Ort mit einem Octocopter. Ich hatte schon Videos im Internet gefunden die Shirakawa-go aus dieser Perspektive zeigte und so war es um so spannender zu erleben wie solche Aufnahmen entstanden.

Doch irgendwann ist auch die schönste Zeit vorüber und es hieß zum Hotel zurückzukehren, das Gepäck einzusammeln und sich auf zur Bushaltestelle zu machen.

Am Bus angelangt, wollte ich mein Gepäck im Bauch des Fahrzeugs unterbringen, doch der Busfahrer gab mir verstehen, dass es keinen Platz mehr gäbe. Stattdessen sollte ich mit meinem 25 Kilo Rucksack (plus 10 Kg Fotorucksack) in den Buseinsteigen und ihn dort auf einer Sitzbank deponieren. Das war jedoch einfacher gesagt als getan, denn schon ohne Gepäck hatte ich Probleme mich durch den schmalen Gang zu quetschen, doch mit Gepäck – oh, Mann, das war eine Aufgabe und eine Entschuldigungs-Orgie.

IMG_1216_ji Doch auch dieses Aufgabe konnte bewältigt werden und nun war der Aufenthalt in Shirakawa-go tatsächlich vorüber und ich war froh so lange hier gewesen zu sein.

 

Ausnahmsweise habe ich dieses Mal 3 Tage in einem Bericht zusammengefasst. Was auch bedeutet, dass es ganze 3 Foto-Galerien gibt. Ich weiß, dass es viel gleiches zu sehen gibt, hoffe ich durch die 3 Galerien die unterschiedlichen Eindrücke und Stimmungen wiedergeben zu können.

 

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Japan (2013/14) – Auf in die Berge

20131222_045248_PC221014_ji Mit 5 Std. Busfahrt ist dies eigentlich nur ein Fahrtag, an dem es hieß Tokyo und seine Menschenmassen zu verlassen, um am Ende in den Bergen und sicherlich weniger Gewusel zu landen.

Doch zuvor stand die Aufgabe auf dem Programm vom Hotel zum Busdepot zu gelangen. Diese Tatsache beunruhigte mich durchaus, denn es hieß sich in Ausläufern der Rush-Hour den öffentlichen Verkehrsmitteln zu überlassen. u.A. wäre wieder eine Fahrt mit der Yamanote Linie notwendig, die auch zu normalen Zeiten voll ist.

Ich schlug deshalb vor einen kleinen finanziellen Anschlag auf unser Budget zu unternehmen und mit dem Taxi zu fahren. Die Entscheidung viel leicht, denn auch Eri war nicht sonderlich begeistert sich durch die Stadt quetschen zu lassen.

Also bestiegen wir alsbald ein Taxi und nachdem der Taxifahrer irgendwie aus seinem Navigationsgerät herausgequetscht hatte wohin wir wollten, begann die Fahrt durch die Stadt, die selbst auf den Straßen schon einiges an Gewusel aufwies.

In der Nähe des Busterminals entließ uns der Taxifahrer aus seinem Fahrzeug, denn er wusste nicht wo das Depot war. Er wies uns zwar noch eine Richtung in die wir laufen sollten, doch die erwies sich als falsch. So waren wir recht froh, dass wir das Depot dann mit nur kleineren Hindernissen fanden.

Unsere Busfahrt begann pünktlich um 11 Uhr und sollte rund 5 Std. dauern. Da auch dieser Bus reichlich Beinfreiheit einräumte erschien es mir nicht als eine besondere Herausforderung. Schade war nur, dass wir nur unseren reservierten Sitzplatz verwenden durften, obwohl der Bus einige leere Sitzplätze aufwies.

Man wies uns darauf hin, würden wir einen anderen Platz verwenden, müsste man dies uns extra in Rechnung stellen. Seltsam, aber es war nun mal so.

Das einzige was mich etwas traurig stimmte, dass wir den Tag im Bus verlebten, war die Tatsache, dass der Himmel strahlend Blau war und die Sonne herrlich und durchaus warm vom Himmel schien.

Nachdem der Bus seine Fahrt auf der Autobahn begann, hatte ich das besondere Glück einen Blick auf Mt. Fuji werfen zu können. Ich hatte wahrlich nicht damit gerechnet diesen bekanntesten Berg Japans sehen zu dürfen. Leider war es mir, trotz guter Aussichten, einen Foto zu schießen, denn links und rechts der Fahrbahn gab es Lärmschutzwände, die das schießen eines Fotos wirklich erschwerte oder gar unmöglich machte. Irgendwann schaffte ich es dann doch einen Schnappschuss zu schießen, so konnte ich zumindest einen kleinen Beweis antreten, dass ich den Berg gesehen hatte.

20131222_083052_PC221018_ji Unsere Fahrtrichtung führte unaufhörlich auf ein Bergkette zu und irgendwann hieß es die Autobahn zu verlassen und sich in Serpentinen und endlosen Tunneln durch die Bergwelt zu arbeiten.

Alsbald sahen wir den ersten Schnee und je höher wir kamen, um so eisiger, mehr Schnee und kälter wurde es. Neben der Straße gab es Hinweise zu den Außentemperaturen und die erklärten uns, dass wir mittlerweile –5 Grad erreicht hatten und die Straße bestätigte es. Es gab fast durchgängig eine geschlossene Schneedecke auf der Straße.

Trotz der durchaus wilden Straßenverhältnissen, bei denen es so eng war, dass zwei Busse nur langsam aneinander vorüber fahren konnten, der Busfahrer routiniert und sicher sein Ziel verfolgte uns ans Ziel zu bringen.

Irgendwo in den Bergen legten wir eine kleine Rast ein und wenn man aus dem wohl klimatisierten Bus hinaus ins freie trat, traf einen die Kälte wirklich wie ein Hammer. Ich fand es aber toll und ich genoss es. Irgendwie schien ich den Winter bislang etwas zu vermissen.

20131222_083217_PC221020_ji Unser Ziel Takayama erreichten wir pünktlich und zum kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit.

An der örtlichen Touristeninformation erkundigten wir uns wo das Hotel zu finden sei, was wie sich herausstellte, bei der Übersichtlichkeit des Städtchens, kein Problem darstellte es zu finden. Erfreulicherweise wies man uns bei der Touristeninformationen noch darauf hin, dass heute der letzte Tag einer 3 tägigen Illumination sei. Damit war schon jetzt klar was wir an diesem Abend noch unternehmen würden.

Im Hotel eingecheckt, erwies sich das Zimmer als wirklich nett und man konnte es dort aushalten. Weniger Begleitung brachte der Internet-Zugang. Dieser war so nervig, dass ich irgendwann aufgab mehr als eine kurze Abfrage von E-Mails zu unternehmen.

Schließlich brachen wir auf, um uns die Illuminationen anzusehen. Was wir zu erwarten hatten, wir hatten keine Vorstellung. Wir wussten nur, dass es im historischen Stadtviertel stattfinden sollte.

20131222_111025_IMG_8460_ji Als wir den Ort des Geschehens erreichten, stellte sich die Illumination auf den Ersten Blick sparsam heraus, denn man hatte den Straßenzug lediglich mit Laternen geschmückt. Doch beim näheren Betrachten und sich auf die Umgebung einlassend, fanden wir es beide sehr passend und sehr romantisch. Es musste in der Tat nicht immer ein Orgie an Lichtern sein.

Ich war so angerührt, das ich mir viel Zeit mit dem Fotografieren ließ und versuchte die Stimmung angemessen einzufangen. Auch ergaben sich, dank der Übersetzung von Eri, nette Unterhaltungen mit lokalen Fotografen, was ich wirklich sehr genoss.

20131222_110348_IMG_8453_ji Auf diese Weise ließ ich es mir gefallen, einen Ort zu erleben und zu genießen. So war ich sehr beseelt, als es schließlich wieder zurück ins Hotel ging.

 

Japan – Was essen die Japaner überhaupt? z.B. Mochi

IMG_4078_jiMochi ist eines der traditionellen Speisen zu Neujahr. Doch auch über das Jahr bringt es japanische Augen zum Leuchten, wenn es um den Verzehr dieses Lebensmittels geht.

In den Beschreibungen und Übersetzungen wird Mochi gerne als Reiskuchen beschrieben, doch die Textur eines Kuchens ist völlig anders als die des Mochi. Aus diesem Grunde bin ich mir nicht sicher ob die Bezeichnung Reiskuchen diesem Produkt gerecht wird.

Ich habe lange darüber nachgedacht wie man es am Besten beschreibt und ich komme damit durchaus an meine Grenzen. Im Verzehr fertigen Zustand hat das Mochi, welches aus einem besonderen Reis zu einer leicht zähnen Masse verarbeitet wurde, und durch die Zubereitung zu Hause oder im Restaurant wieder diesen Zustand wiedererlangt.

Die Masse ist leicht süß und durch intensives Kauen auf der Masse wird tritt der süße Geschmack immer deutlicher hervor. Hierin mag sicherlich auch das Geheimnis des Produktes liegen, denn die modernen Süßigkeiten kannte man lange in Japan nicht und durch Mochi hatte man ab und zu einen süßen Genuss. So hat sich dieses Lebensmittel über die Jahrhunderte  (min. 1000 Jahre) seinen Platz bei den Lieblingsspeisen der Japaner erobert.

IMG_4065_ji Mochi begegnet einem bei allen möglichen Speisen, so auch bei typischen Japanische Süßwaren, Eis, in Suppen, Eintöpfen aber auch Gegrillt. Es gibt eine große Vielfalt an Angeboten.

IMG_4092_ji Auf eine Gefahr sollte man vielleicht noch hinweisen, denn jedes Jahr sterben einige Leute beim Verzehr dieses Lebensmittels. Es ist wahrlich nicht giftig, sondern eher gesund, doch die Gefahr besteht in seiner etwas zähen Konsistenz. Man sollte stets nur kleine Bissen verzehren. Fallen die Stücke zu groß aus, kann es vorkommen, dass man beim Schlucken Probleme bekommt und unter Umstanden Erstickt, da sich die Masse in die länge zieht und die Atemwege verschließt. Ich muss gestehen ich habe immer großen Respekt davor, schaffe es aber trotzdem regelmäßig mich etwas in kleinere Schwierigkeiten zu bringen.

Die Produktion von Mochi ist durchaus aufwendig. Eri fand ein sehr spannendes Video dazu im Internet und ich denke es ist durchaus spannend.

 
Film von „hawaiianpapas

Japan (2013/14) – Tokyo – Die Megakreuzung

20131221_100029_IMG_8378_ji Dies wurde der erste Tag in Tokyo mit wirklich überragendem Wetter. Insgesamt gesehen brauche ich mich ohne dies nicht über das Wetter zu beschweren. Kar, es ist Winter und somit immer etwas frisch. Doch die Anzahl der Sonnentage war wirklich  extrem groß.

Mal wieder stand etwas auf meinem Wunschzettel auf das ich über div. Berichte im Fernsehen aber auch Internet aufmerksam gemacht worden war. Ich wollte unbedingt eine der wohl meist überquerten Kreuzungen Japans besuchen. Diese Kreuzung soll in Spitzenzeiten von bis zu 15.000 Menschen gleichzeitig überquert werden. Das musste ich gesehen haben.

Um heute der Rush-Hour zu entgehen, brachen wir etwas später auf und so wurde die Fahrt nach Shibuya vergleichsweise angenehm. Schon während der Fahrt überlegte ich, von wo man das Schauspiel der Kreuzung am Besten sehen konnte, doch ich kam zu der Erkenntnis, dass ich es abwarten musste.

Die Lösung war letztlich einfach. Direkt vom Bahnhof aus konnte man die Kreuzung gut einsehen. Angeblich sollte die Sicht vom gegenüber gelegenen Cafe besser sein, doch zum einen waren die entsprechenden Plätze immer gut gefragt und zum anderen hatte ich kein Verlangen ein Cafe zu besuchen.

20131221_033304_IMG_8000_ji Bei meinem ersten Blick auf die Kreuzung war ich schon beeindruckt, doch so brutal wie ich es mir vorgestellt hatte, war es nun doch nicht. Wir nahmen deshalb einfach an, dass die Uhrzeit zu der wir hier Ausschau hielten nicht die Beste war. So betrachteten wir das Getümmel eine Weile, stützen und dann selber hinein, um dann etwas durch die Hochhaus Korridore zu schlendern.

Bei diesem Rundgang entdeckte Eri den Zugang zu einem Manga Laden. Kurz entschlossen machten wir einen Abstecher hinein. Um es zu erreichen galt es erst etliche Etagen über Treppen in den Untergrund zu klettern. Unten angekommen sah ich mich sobald von Reihen über Reihen an Regalen mit “Comic”. Es war überwältigend diese Mengen zu sehen.

20131221_044243_IMG_8050_ji Aus dem Untergrund wieder aufgetaucht, ging es zurück zur Kreuzung und siehe da, die Anzahl der Überquerenden hatte signifikant zugekommen und trotzdem fand ich es noch nicht wirklich überwältigend. So erkundigten wir uns, was man in der Gegend noch anschauen könnte, um erneut später zurück zu kehren.

Man gab uns in der Touristeninformation den Tipp zur Takeshita Straße (englsicher Link) zu gehen und diese Fußgängerzone zu erleben. Diese Straße ist besonders beliebt bei Jugendlichen und auch für Modefirmen. Für die Firmen bildet diese Straße einen Ort, in dem sie ermitteln was zur Zeit angesagt ist und man richtet durchaus seine Strategien danach aus.

20131221_064752_IMG_8173_ji Also ging es zur Takeshita Straße. Wir waren wirklich nicht undankbar, dass wir für geraume Zeit den Menschenansammlungen entgehen konnten, doch angekommen, sahen wir uns einer noch größeren Menschenmenge gegenüber, als bei der Kreuzung. Besonders verstärkt wurde an diesem Tag die Personendichte, da es im gleichen Gebiet ein Konzert gab, die Leute in die Takeshita Straße drängten und am Abend eine der Straße illuminiert sein sollte.

20131221_071923_IMG_8201_ji So überließen wir uns wieder dem Fluß an Menschen und trieben mehr oder weniger geruhsam durch die Einkaufsstraße. So recht den Reiz konnte ich mir nicht erschließen der Geschäfte, doch das lag schlicht und ergreifend an mir, da ich dem Einkauf an sich nicht unbedingt viel Abgewinne.

20131221_075102_IMG_8246_ji Eri verschwand ab und an in dem ein oder anderen Laden und ich versuchte nicht von den Menschenmassen mitgerissen zu werden und die Szenerie auf mich wirken zu lassen und ich muss gestehen es gab wahrlich den ein oder andere sehr exzentrisch angezogenen Zeitgenossen zu sehen. Zum Fotografieren kam ich dabei nicht, denn hatte ich die Kamera einmal oben, waren sie schon wieder im Getümmel untergetaucht.

Als die Dunkelheit einsetzte erreichten wir die Straße mit den Illuminationen. Doch leider handelte es sich um eine Hauptverkehrsstraße und es war mehr als schwierig einen angenehmen Ausblick zu erhalten. Auch Fußgängerbrücken, die einen guten Blick versprachen waren keine Lösung, denn die hatte man wegen den Menschenmassen gesperrt. So blieb es beim Erhaschen kurzer Eindrücke der Straße mit seinen beleuchteten Bäumen.

20131221_090432_IMG_8280_ji Da hier reichlich Leute in den Straßen unterwegs waren, stieg die Hoffnung, dass an der Kreuzung nun deutlich mehr los sein würde. Oh, wie recht wir hatten. Schon der Weg zur Kreuzung bestand mal wieder im Treiben der Menschmassen. An der Kreuzung angelangt, gab es kaum mehr ein Vorwärtskommen. Ich sah nur ein unendliches Gewusel und Menschen, Menschen, Menschen.

Diesen normalen täglichen Wahnsinn kannte ich in Deutschland bestenfalls von Großveranstaltungen und selbst diese erreichen nicht unbedingt die Menschendichte an diesem Ort.

Wir gönnten uns erneut einen Blick vom Bahnhof auf die Kreuzung und die Mengen die sich nun über die Straße ergossen, hatten nichts mit dem zu tun was wir am Morgen gesehen hatte. Wenn die verschiedenen Ströme von Fußgängern auf der Kreuzung aufeinander prallten, verschwand die Straße und alles schlagartig unter einem Meer von Köpfen und Leibern. Ich war beeindruckt, hatte jedoch nicht das Verlangen mich dort hinein zu stürzten.

Wir zogen es stattessen vor uns wieder auf zum Hotel zu machen, denn am kommenden Tag verließen wir Tokyo und würden eine 6stündige Überlandfahrt mit dem Bus vor uns haben. Deshalb hieß es schon einmal etwas packen.

 

 

Japan (2013/14) – Tokyo – Rush Hour & Sumo Live

20131220_014053_IMG_7524_ji Als wir am Morgen dieses Tages unsere Unterkunft verließen, ahnte ich noch nicht was mich in kürze Ereilen würde. Aktuell freute ich mich auf die Aussicht an einem Sumo Training teilhaben zu können.

Es fiel schon auf dem Weg zum Bahnhof auf, dass die Straßen deutlich voller waren, als wie ich es an den Tagen zuvor erlebt hatte. Es zeichnete sich wirklich ab, dass wir in die Rush Hour gekommen waren.

Meinen Schock bekam ich, als wir schließlich am Bahnsteig der Metro standen und sich dort neben uns durchaus eine kleine Menschenmenge dort mit uns eingefunden hatte. Doch so schlimm fand ich es nicht.

Als schließlich der Zug einfuhr und sich die Türen öffneten, war der Zug einfach nur voll. Bis knapp hinter der Tür, standen die Menschen dicht an dicht gedrängt. Ich fragte mich, wie wir hier einsteigen sollten, besonders, da niemand Anstalten machte den Zug zu verlassen.

20131220_014407_PC201018_ji Den ersten Schock verdauend, warteten wir auf den nächsten, den nächsten und den nächsten Zug. Sie kamen schließlich im Minuten Tackt. Doch keiner der Züge war nur im Ansatz weniger mit Menschen gefüllt.

Schließlich quetschten wir uns einfach gegen die Menschenmenge und wurde langsam in die Masse auf Menschen gesaugt, bis wir irgendwo zum Stehen kamen. An Umfallen war wahrlich nicht zu denken, denn wir standen dicht an dicht. Nicht einmal meinen Arm konnte ich heben, der war zwischen den Menschen eingequetscht.

Wenn wir eine Haltestelle erreicht, verließen vereinzelt Leute den Zug, doch zumeist hatte ich den Eindruck, dass mehr einstiegen. Während sich weitere Leute in den Zug quetschten, wurden wir so lange hin und her geschoben, bis alle drin waren. Dass ich irgendwie Einfluss auf meine Position oder wohin ich getrieben wurde – das konnte man schlicht vergessen.

 

Als ob dies nicht gereicht hätte. Stoppte der Zug plötzlich ziemlich abrupt und es die Masse an Menschen hin und her riss, ohne dass man irgend etwas selber unternehmen konnte, um sich zu schützen oder festzuhalten.

Es folgte gleich eine Ansage, die ich natürlich nicht verstehen konnte. Eri klärte mich auf, dass man mit einem Erdbeben rechnete  und deshalb der gesamte Zugverkehr eingestellt worden war.

Nun hieß es warten, warten … warten … nicht dass es tierisch eng war, die Temperaturen schienen minütlich anzusteigen und nachdem sich die ersten Schweißperlen auf meiner Stirn bildeten, begann der Schweiß langsam in kleineren, später größeren Rinnsalen an mir herunter zu laufen.

Es dauerte einige Minuten bis es eine Entwarnung gab. Das Erdbeben war wohl gekommen, doch war ich mit dem Gedränge mehr beschäftigt, so dass ich nicht wirklich etwas gemerkt hatte. Doch die Fahrt begann noch nicht sofort, erst wurde ein Systemweiter Funktionstest durchgeführt, der auch einige Zeit in Anspruch nahm. Erst dann ging es weiter und ich war froh, dass die nächste Haltestelle, die wir nach weniger als  1 Minute erreichten, jene war, wo wir aus steigen konnten.

Ich muss gestehen, ich war froh der Enge entronnen zu sein und wusste, dass ich so etwas für meinen täglichen Weg zur Arbeit nicht brauchen würde. Mir taten die Leute, die dies Tag für Tag, Jahr für Jahr über sich ergehen ließen, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass es irgendjemanden Freude bereitete die zu ertragen.

Ach was war ich froh, dass die nächste Bahn bei weitem nicht so voll war wie die letzte, doch man soll hier bitte nicht glauben, es wäre nicht eng gewesen. Es waren einfach nur weniger.

Irgendwie war ich froh, als wir schließlich die Bahn verließen und wir uns auf zum Sumo Training machten.

Es bedurfte einigen Suchens, beim sich der Tokyoer als sehr hilfsbereit zeigte. Ohne, dass wir groß fragten, wurde uns Hilfe angeboten und so konnten wir schließlich das Gebäude, welches sich sehr unauffällig in die Häuserfront einreihte, finden.

Für den Besuch hatten wir bestimmte Regeln einzuhalten. Natürlich Schuhe ausziehen. Wir mussten uns ganz leise verhalten, hatten uns auf den angewiesenen Platz zu hocken und schon durften wir das Training verfolgen.

20131220_012940_IMG_7439_ji Mein Sitzplatz erwies sich als etwas schwierig, denn ich hockte direkt hinter dem Trainer, der durchaus meine Dimensionen hatte, also die Sicht auf das Geschehen nicht ganz einfach machte.

Erfreulicherweise durften wir auch fotografieren, doch war die Verwendung des Blitzes nicht erlaubt. Dies erwies sich als Herausforderung, denn es war nicht wirklich hell im Raum. Wieder einmal war ich froh einen neuen Fotoapparat zu besitzen, mit dem man auch in deutlich verminderten Lichtverhältnissen noch fotografieren konnte.

Bei dem Training handelte es sich um das Training von Jugendlichen. Zugang zu Profis würde man nie erhalten, aber ich erfand es ohnehin etwas erfrischender den Nachwuchs bei seinem Training beobachten zu können.

Ich muss gestehen, dass ich zu wenig über Sumo wusste, als dass ich die Rituale und alles fachgerecht nachverfolgen zu können. Trotzdem fand ich es spannend, wie die verschiedenen Szenarien für einen Kampf durchgespielt und praktiziert wurden.

Aus meiner Sicht war es auch spannend zu sehen, dass sich die Schwergewichte in die Hocke setzen konnten, und dann ohne Probleme aufstehen konnten. Davon war ich wirklich so weit entfernt, dass ich den Jungs wirklich Respekt hatte.

Ich musste ja in Japan oft, wenn wir nicht gerade in einem Hotel waren, auf dem Boden schlafen. Aus dieser Lage mich auf die Beine zu bekommen, machte wirklich keinen eleganten oder leichtfüßigen Eindruck. Es war eher immer eine Qual und ich war immer froh, wenn ich in der Nähe einen Gegenstand fand, auf dem ich mich abstützen konnte. Was nicht immer der Fall war und somit das hochkommen noch anstrengender wurde.

Während des Trainings hatte ich einmal Glück, denn der Trainer zog sich für kurze Zeit zurück und ich konnte freie Sicht auf die Geschehnisse erhaschen und ich genoss es.

 

In der Reihe vor mir saß ein Mann, dem alle hier großen Respekt entgegen brachten. Ich realisierte dies erst nicht wirklich. Eri klärte mich später auf, dass dies einer der bekanntesten und wohl erfolgreichsten Sumo Ringer des Landes war.

Es fiel scher sich es vorzustellen, denn er schien nicht sonderlich groß und wirkte nicht wirklich kräftig, ich würde ihn eher als schmächtig bezeichnen.

20131220_015111_IMG_7609_ji Gegen Ende des Trainings verwirrten die anderen Touristen ein wenig die Trainierenden, denn zum Ende Danken sie ihrem Gott und klatschen dazu in die Hände. Dies nahmen einige der Zuschauer zum Anlass auch kräftig zu klatschen. Ich stelle mir vor, wir wären in einer Kirche, würden Gott preisen und auf einmal fangen Zuschauer unvermittelt an zu klatschen. Ich muss geben ich musste schmunzeln.

Vom Training ging es mit der Bahn, die super leer war, eine Station den Stadtbezirk Sumida und dort nach “Sumo Town” (Ryōgoku (engl. Link)). Dieser Bezirk gilt als die Wiege des professionellen Sumo in Japan und deshalb hat der Bezirk sicherlich die Bezeichnung “Sumo Town” verdient.

Unser Spaziergang durch den Bezirk, brachte uns erst zu einer Gedenkstätte der Opfer von Erdbeben und der Weltkriege. Es war ein eindrucksvolles Gebäude und es war spannend sich umzusehen.

20131220_025935_IMG_7718_ji Im Kontrast zu diesem Denkmal, folgte der Besuch eines japanischen Gartens. Ich bedauerte es ein wenig, dass jetzt im Winter viel von der Pracht nicht zu sehen war, denn die Bäume hatten sich ihrer Blätter entledigt. Dennoch eröffnete die Gartengestaltung viele herrliche Einblicke, die sich genießen ließen.

Bevor wir den Park verließen trafen wir auf gleich zwei Hochzeitspaare, die hier ihre Erinnerungsfotos erstellen wollten. Ich war sehr froh, sie zu treffen und ich schaute ihnen eine ganze Weile nach.

20131220_034058_IMG_7833_ji Auf dem weiteren Wege kamen wir an einer ganz bekannten Sumo Halle (Ryōgoku Kokugikan) vorüber. Gerne hätten wir mal hinein geschaut, doch die Möglichkeit existiere heute nicht. Auch gab es akt. keine Wettkämpfe. Wir waren außerhalb der Saison hier.

Etwas enttäuscht, entschieden wir uns, die Mittagszeit zu nuten, um uns ein echtes Sumo Mahl zu können. Es sollte zwar etwas ins Geld gehen, doch dieses Essen wollten wir uns nicht entgehen lassen. Es gab Chankonabe (Nabemono), eine Art Eintopf.

Hierzu bekam man auf einem Kocher einen großen Topf vorgesetzt. In diesem köchelten viele Sorten an Gemüse , Fisch, Fleisch usw. Man fischte das, auf was man gerade Appetit hatte heraus und ließ es sich schmecken.

20131220_041115_IMG_7874_ji Als wir den Topf fast geleert hatten, wurden noch Nudeln in die Suppe gegeben und kurz gekocht und konnten dann auch verspeist werden.

Eri und ich kämpften gemeinsam an dem Topf und waren wirklich voll als wir dass Essen beendeten. Wir erkundigten uns was so ein Sumo Ringer denn verspeisst. Man erklärte uns, dass es wohl als nur einer dieser Töpfe pro Mahlzeit waren. Puhhh … das war viel. (Artikel .. Speiseplan eines Sumo)

20131220_054209_IMG_7945_ji Gut gefüllt streiften wir noch etwas durch die Umgebung und erreichten ein Bekleidungsgeschäft, in dem wir es tatsächlich schafften ein besonderes Bekleidungsstück für mich zu erwerben. Zumist scheiterten wir kärglich an der Größe die ich so benötigte. Doch hier in Sumo Town, gab es Läden die auch Kleidung für mich feil boten.

Bei dem Gegenstand meines Wunsches handelte es sich um ein Jinbei (englsicher Link). Es ist eine leichte traditionelle Hausanzug. Es ist aber auch möglich dieses Kleidungsstück unter bestimmten Umständen außerhalb der Wohnung zu tragen.

Ich mochte die Jinbei sehr und war somit wirklich froh, mal wieder einen gefunden zu haben in den ich auch hineinpasste.

20131220_080152_PC201027_ji Mit dem Einkauf verließen wir diesen Stadtbezirk und machten uns auf nach Akihabara, dem Elektronik und Technik-Narren Viertel in Tokyo. Leider fing es an zu hageln und regnen, als wir in Akihabara ankamen. Somit konnte man nicht wirklich davon regen, dass wir den Bezirk ausgiebig erkundeten oder genossen. Unser Aufenthalt beschränkte sich auf das Ablaufen von ein paar Straßen und dann  waren wir so nass, dass wir es vorzogen uns in Richtung Hotel auf zu machen.

Bevor endgültig Heim fuhren, nutzen wir ein besonderes Angebot an einem der Bahnsteige. Dort gab es eine Milchbar. So ziemlich jede Geschmacksrichtung konnte man erstehen und sich schmecken lassen. Es war in der Tat lecke rund einmal etwas anderes.

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Japan (2013/14) – Tokyo – Gundam

20131219_070659_IMG_7274_ji Nicht nur das Wetter ging bergab, auch mit meiner Gesundheit stand es wieder nicht zum Besten. Was mich da so genau heimgesucht hat, weiß ich nicht, doch schwächelte ich erheblich rum. Der üble Regen draußen motivierte mich somit nicht wirklich mich in Bewegung zu setzten.

Gegen Mittag entschied ich mich trotzdem, dass wir uns nach draußen wagen sollten. Der Wunsch “Gundam” eine riesige Roboterstatue sehen zu können, motivierte mich etwas. Ich hatte schon so viele Fotos von ihr gesehen und diese Fotos hatten mir so gut gefallen, dass ich den Roboter sehen wollte.

Bis vor unserer Abreise nach Japan war nicht sicher, ob die Statue in Tokyo sein würde, denn sie wanderte etwas durchs Land. Doch aktuell hat man der Statue wohl einen festen Platz auf einer der Tokyoer künstlichen Inseln zugestanden und so war auch für mich ein Besuch möglich und den wollte ich nicht versäumen.

20131219_053234_IMG_7199_ji Da wir auf Grund meines Unwohlseins der Rush-Hour ausgewichen waren, ließ sich die Fahrt mit den div. Zügen durchaus genießen, wenngleich so richtig leer war keiner der Züge.

20131219_061807_IMG_7241_ji Als wir unser Ziel erreichten, hatte es sich so richtig eingeregnet und zudem stürmte es etwas, so dass uns der Regen schön um die Ohren gepeitscht wurde. Trotz dieser Widrigkeiten, war ich wahrlich beeindruckt, als ich die Statue von Gundam das erste Mal zu sehen bekam und dies Besonders im Kontrast zu dein Ameisen klein wirkenden Menschen zu seinen Füßen.

Ich gebe zu lange genossen wir den Anblick nicht, denn das Wetter war zu übel und ich wollte meine neue Kamera nicht gleich im ersten Urlaub schrotten. So ging es in das anliegende Shopping Center, wo wir uns unser Mittagessen schmecken ließen.

Als der Regen allem Anschein nach kurz etwas nachließ, traute ich mich nochmals kurz vor die Tür, doch es schien als habe der Regen auf mich gewartet denn schon kurze Zeit später öffneten sich die Himmelstore wieder und entließ einen Schwall an Wasser.

So verlebten wir den Nachmittag im Shopping Center was für mich nur bedingt interessant war.

20131219_055753_IMG_7228_ji Im Nachbargebäude zum Shopping Center befand sich eine der größten Fernsehstationen Japans und da wir schon mal dort waren, besuchten wir das Gebäude gleich einmal. Nun gab es dort nicht so viel was ich kannte, doch Eri traf auf viele alte Bekannte und ich hatte den Eindruck, sie hatte durchaus Freude daran. Was ich wirklich nachvollziehen konnte.

Das Wetter machte keine Anstalten sich zu verbessern und es war mittlerweile ohnehin dunkel geworden, also zogen wir es vor wieder in Richtung Hotel zu fahren. Doch erwischten wir dabei die ersten Ausläufer der Rush-Hour, was bedeutete die Bahnen wurden voll, aber man konnte durchaus noch atmen. Doch ich glaubte eine Vorstellung zu erhalten, was die Rush-Hour bedeuten könnte … Ach, wie naive ich doch war 🙂 … Ich bekam meine Lektion zwar nicht mehr an diesem Tag, doch sie kam.

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