Japan (2010) – Kobe – Tetsujin 28-gō

Eri erzählte mir etwas von einer “Iron Man” Statue und wie man so ist, verband ich es mit dem amerikanischen Iron man, der akt. auch die Kinos  beherrscht. Doch natürlich ging es nicht um diese amerikanische Figur, sondern um eine japanische Comic Figur namens “Tetsujin” (Aufbau Okt. 2009).

20100508_053301-IMG_0011_ji So recht etwas darunter vorstellen konnte ich im Vorfeld nicht was ich erwarten sollte und war um so begeisteter, als ich schließlich zu Füßen dieses 18 Meter großen Kolosses stand.

Ich fand es so spannend, dass ich mir etwas mehr Aufenthaltszeit wünschte, um mir Tetsujin aus allen Richtungen genau anzusehen. Auch fand ich es sehr spannend die anderen Besucher bei ihrem Besuch zu beobachten.

20100508_053738-IMG_0025_ji

20100508_054503-IMG_0058_ji

20100508_061947-IMG_0162_ji

20100508_080021-IMG_0245_ji Anschließend schlenderten Eri und ich noch etwas durch die nahegelegenen Straßen. Auf diesem Rundgang kamen wir an einem Restaurant vorüber an dessen Fassade viele beschriftete Lampions hingen. Ich fand es ein hübsches Schmuckwerk, doch erklärte Eri mir, dass es sich da bei um die Speisekarte des Lokales handelt. Also diese Idee fand ich wirklich originell und schön.

Dem nicht sehr ausschweifenden Spaziergang folgte die Rückfahrt in die Innenstadt, denn heute wollten wir endlich ins Kino gehen. Als ich die Rechnung sah, wurde ich doch etwas blass, denn 17 Euro pro Person, ohne Extras wie Popcorn, ist schon stattlich.

20100508_085826-IMG_0264_ji Den Preisschock verdaute ich bei einem Spaziergang durch die Stadt, bis die Vorstellung beginnen sollte. Dabei kamen wir an einem wirklich ansehnlichen Schrein vorüber der sich so unscheinbar zwischen die Hochhäuser duckte, dass ich ihn alleine sicherlich übersehen hatte. Auch wenn die allgegenwärtige rote Farbe ihn deutlich sichtbar machte.

Nicht nur, dass ich das Gebäude sehr ansehnlich fand zusätzlich hatte ich Glück, dass an diesem Tag für eine Zeremonie geübt wurde. So kam ich zu dem Genuss diesen Übungen zuschauen zu können. Es sah alles sehr anmutig und elegant aus.

Ich genoss diesen Aufenthalt sehr, doch dann ging es wieder in Richtung Kino.

20100508_090455-IMG_0296_jiDort angelangt, wollten wir uns noch mit Popcorn eindecken. In Japan herrscht gesalzenes und mit Karamell Überzogenes Popcorn vor. Da ich ohnehin die salzige Version bevorzuge, war ich um diesen Umstand nicht traurig. Etwas missmutiger stimmte hier die lange Schlange vor dem Schalter. Doch Glück gehört auch zum Leben, denn gerade als wir uns anstellen wollten, wurden 2 weitere Kassen geöffnet.

Der Kinosaal sah aus wie alle die Säle die ich bislang gesehen hatte, nur war alles wesentlich ausführlicher bezeichnet und beschriftet. Die Sitzreihen boten sehr viel Platz für die Beine, doch dafür schienen mir die Sessel einen hauch schmaler zu sein, so dass ich ernstliche Zweifel hatte je wieder aufstehen zu können. Ich steckte einfach nur fest.

Vor dem Film gab es noch allerlei Unterweisungen, z.B. welches Loch in der Lehne zum entsprechenden Platz gehört und ähnliches. Das Werbevorgeplänkel fiel wohl einen hauch kürzer aus als in Deutschland, doch wirklich ins Gewicht fiel es nicht.

Eri und ich hatte uns für Alice entschieden, der in 3D gezeigt wurde. Ich musste zwar die 3D Bille aufsetzen, damit mir von den Doppelbildern nicht schlecht wurde, doch von 3D sah ich nix. Das lag aber nicht am Film, sonder einfach an der Tatsache, dass ein Auge futsch ist. Somit wird diese Innovation für mich wirklich keine Rolle spielen.

Ob es an den Sitzen lag oder irgend etwas anderem, das Sitzen entwickelte sich zu einer sehr schmerzhaften Aktion und es war mehr als schwierig bis zum Ende des Films auszuhalten.

Ahhh … Ende vom Film. Während in Deutschland die ersten Zeilen des Abspanns zu Laufen beginnen, ist das Kino im Grunde schon leer. Nicht so in Japan. Hier blieb der Größte Teil wirklich sitzen, bis der Abspann abgelaufen war und das Licht anging. Besonders in unserer Reihe schienen Verfechter dieser Variante zu sitzen, so blieb nichts anderes übrig als, dass auch wir bis zum bitteren Ende hocken bleiben mussten.

20100508_091855-IMG_0338_jiVerschweigen möchte ich nicht, dass ich erfreulicher Weise ohne weitere Probleme mich aus der Umklammerung durch den Sessel befreien konnte.

Auf dem Heimweg kamen wir im Übrigen noch an der örtlichen Baumkuchen Backstube zurück. Sie war wohl mal von einen deutschen gegründet worden und er ist damit wohl auch wirklich erfolgreich geworden.

 

Japan (2010) – Kobe – Wie sieht die Wohngegend aus

Vielleicht mag sich der ein oder andere Fragen, wie es bei mir in der Umgebung denn so aussieht. Kein Problem. Einfach mal auf den folgenden Link für Google Street View (Google Straßen-Ansicht)  klicken und schon kann ein Rundgang ausgehend von meiner Wohnung unternommen werden. Aber Achtung, nicht verlaufen :-))

Hier klicken und der Rundgang kann beginnen

Nach dem klicken kann es ggf. ein paar Sekunden dauern, bis die Street View Ansticht startet.

Japan (2010) – Kobe- Der Umzug & Eine Stunde Schmerzen

Im Grund hatte ich an diesem Tag nicht damit gerechnet überhaupt Fotos zu machen, denn Eri und ich wollten uns eine Massage gönnen und danach ins Kino gehen.

20100504_055307-IMG_8574_ji Eigentlich ist die Straße in der sich unsere Wohnung befindet wirklich als ruhig zu bezeichnen. So wunderte ich mich, dass ich von draußen penetrantes Pfeifen einer Trillerpfeife vernahm und auch ansonsten ziemlich gebrüllt und getrommelt wurde. Eri meine nur, geh mal raus auf den Balkon, es lohnt sich. In der Tat lohnte sich dieser Weg, denn von dort konnte ich eine religiösen Zeremonie teilhaben. Verschiedene Gruppen bewegen sich durch die Straße. So kam zuerst ein Fahrzeug mit Trommel vorüber, danach tauchten Gruppen auf die eine Art True/Schrein durch die Stadt trugen. Eine wohl sehr anstrengend Angelegenheit, denn die Gesichter zeigten doch ein gewisses Maß an körperlicher Aufopferung.

So genossen die Träger die die Pause die in unserer Straße eingelegt wurde und mir gab es die Möglichkeit das Treiben etwas länger zu beobachten.

Ich muss gestehen, dass mir nicht bekannt war, was genau gefeiert wurde oder welchen Zweck der Umzug diente, dennoch war es spannend die verschiedenen Aktivitäten zu beobachten. So wurden u.A. auch alle Geschäftsinhaber begrüßt und Angesprochen und evtl. gesegnet. Möglichere Weise gegen eine kleine Spende. Ganz abwegig ist das mit der Spende nicht, denn zumeist gibt man für alles kleine Geldgeschenke, sei es wenn man im Tempel einen Wunsch äußert, die Glocke bedient usw., also warum nicht auch hier.

20100504_055956-IMG_8617_ji Vielleicht hätte ich mal kurz nach unten sprinten sollen und um einen schmerzfreien Nachmittag bitten sollen. Doch dass das notwendig werden würde, ahnte ich noch nicht. Na, eine leichte Ahnung hatte  ich vielleicht schon, denn unsere Massage sollte in einem chinesischen Salon durchgeführt  werden und so etwas hatte ich im vorletzten Urlaub in Perth schon einmal genossen und hatte dort lustig vor mich in gelitten.

Doch unser Besuch hier sprengte alles. Mir liefen wirklich die Tränen herunter und ich schaute manches Mal etwas hilfesuchend zum Masseur, der unschuldig fragte, ob es weh täte. Ob er danach etwas sanfter massierte, weis ich nicht, denn der Schmerz war der selbe. Besonders schlimm war es, wenn sich das ganze anfühlte, als würde unter der Haut ein Feuer entfacht. Dies waren in der Tat die unangenehmsten Momente, neben der Vorstellung, dass gerade mal die eine Seite bearbeitet wurde und natürlich die andere noch anstand.

Bevor ich mich schließlich vom Massagetisch erhob, wischte ich mir schnell die Tränen aus dem Gesicht, denn wenn man schon ein Weichei ist, muss es ja nicht gleich jeder sehen. Doch auch der Masseur hatte gelitten, bei der Arbeit an so viel Mensch wie mir. Er war wirklich außer Puste geraten.

Eri erzählte mir, dass auch bei ihr sehr intensiv massiert worden war und so schilderten wir uns gegenseitige unsere Schmerzen und Leid. Doch was soll ich sagen, so schmerzhaft es war, so gut half es und so werden wir noch einmal einen Besuch in diesem Salon einplanen. Na, mal sehen … 🙂

Ach ja, Kino … daraus wurde nichts, auch wenn ich mich wirklich sehr darauf gefreut hatte, Japan in die Reihe an Kinoerfahrungen meiner Reisen aufzunehmen. Das Kino war ausverkauft. Heute war Frauentag. An diesem Tag konnten Frauen für 8 Euro ins Kino und das wurde richtig ausgenutzt.

Japan (2010) – Kobe – Onsen & Taisanji Tempel

Am heutigen Tage durfte ich ein Onsen (Heisse Quelle / Öffentliches Bad) kennenlernen. So einfach sich das ganze zu Begin anhören mag, ist das wahrlich nicht. Es ist nicht nur einfach baden gehen, nein, es gibt Rituale und Regeln die es einzuhalten gilt und die man als Ausländer all zu leicht missachtet (Einfach den Artikel zu Onsen lesen 🙂 ). Auch mir hatte Eri sicherheitshalber im Vorfeld einen kleinen Leidfaden in die Hand gedrückt, so dass ich wusste wie es sich zu verhalten galt. Es stellte sich wirklich als nützliche Hilfe heraus.

20100503_022549-IMG_8353_ji Um zum Onsen zu gelangen, mussten wir aber erst via U-Bahn die Stadt verlassen. Anschließend ging es mit dem Bus weiter. Diese Busfahrt hatte es in sich, denn dieser klein Bus füllte sich der Art mit Menschen, dass selbst alle Notsitze ausgenutzt wurden (Eri und ich drückten das Durchschnittsalter im Bus bestimmt deutlich auf 70). Wenn ich sage der Bus war voll, dann kann man das mehr als wörtlich nehmen.

Am Onsen trafen wir Eris Vater. Er nahm mich unter seine Fittiche, so dass sich meine Verfehlungen hoffentlich in Grenzen hielten. Schon beim Betreten war der erste Fehler möglich, denn hier galt es gleich die Schuhe auszuziehen, um sie dann einzuschließen. Danach ging es in Richtung Badeeinrichtung. Hier galt es darauf zu Achten, dass man die korrekte Richtung einschlug und nicht versehendlich in der falschen Abteilung, die der Frauen, landete. In manchen Onsen änderte sich ab und an die Badegelegenheit der Geschlechter, also auch hier galt es aufzupassen.

Nun folgte der Auskleide raum. Hier fielen alle Hüllen und konnte zum Wasch-Ecke gegangen werden. Hier hockte man sich auf sein Höckerchen, seifte sich überall sehr, sehr, sehr gründlich ein und reinigt sich nachhaltig. Anschließen ist es wichtig sehr gründlich jegliche Seife zu entfernen, dazu nutze man auch sein kleines Handtüchelchen welches man mit sich zu führen hatte.

20100503_050630-IMG_8373_ji Bevor man jedoch in den eigentlichen Pool steigen durfte, hatte man auch ordentlich Wasserreste von sich zu entfernen. Nun stellte sich noch die Frage zum Handtüchelchen. Wohin? Rum liegen lassen, ging nicht. Ins Wasser mitnehmen, das ging überhaupt nicht. Also zusammenfalten und ab auf den Kopf. So hockte man sich dann in das 42 Grad heiße Wasser und genoss es.

Anschließend hatte man eigentlich alle Stolperfallen umschifft und brauchte sich nur noch Anzukleiden und konnte die Badeanstalt verlassen.

Wir blieben noch etwas im Gebäude und so lernte ich noch eine andere Gepflogenheit kennen, die hier wirklich Sinn macht. Im Gebäude lief man zumeist barfuß oder halt mit Strümpfen herum. Doch was sollte man machen, wenn es auf die Toilette geht. Ich denke jedem mag einleuchten, dass es sich sich nicht toll anhört barfuß dort hinein zu gehen. Das brauchte man auch nicht, denn es gab extra Latschen für das WC. Beim Betreten schlüpfte man hinein und beim verlassen blieben sie zurück. Macht wirklich Sinn. Ebenso verhielt es sich beim Besuch der Terrasse. Auch dort gab es eigens bereitgestelle Latschen. So brauchte man auch hier nicht barfüßig herumzulaufen.

20100503_052633-IMG_8420_ji Dem Aufenthalt im Onsen folgte noch ein Besuch einer sehr hübschen Tempelanlage. Gelernt hatte ich mittlerweile schon, dass wenn man von Tempeln sprach dort Buddhismus die entsprechende Lehre ist. Redete man jedoch von einem Schrein herrschte dort der Shintoismus.

Die Tempelanlage “Taisan-ji (englisch sprachiger Link)” gehört zu den Nationalschätzen Japans und obwohl es eine wirklich tolle Anlage war, war es erfreulich leer. So ließ sich diese hübsche Anlage in aller Ruhe genießen.

Über eine herrliche rote Brücke, die in die Hügel-Landschaft der Anlage eingebettet war, konnte man einen kleinen Bach überqueren und so erreichte man auch noch einen mitten im Wald gelegenen Schrein.

20100503_061403-IMG_8498_ji Der Besuch dieser Anlage Tempel und Schrein vermittelte einen herrlichen Eindruck in die japanische Geschichte, Baukunst und Ästhetik. Ich war wirklich sehr angetan.

Zurück in die Stadt ging es wieder via Bus. Obwohl ich im Verlaufe des Tages den Bus alle 30 Minuten habe abfahren sehen und zur Kenntnis nahm, dass er immer herrlich leer war, war er natürlich bei unserer Rückfahrt herrlich bis auf den letzten Platz gefüllte.

 

Japan (2010) – Kobe bei Nacht

Wer wird sich schon beschweren, wenn von 7 Tagen Japan nur ein Tag mit Regen daher kommt. Ich wirklich nicht. Sicherlich wird sich auch niemand in Japan beschweren, dass es ausgerechnet in der Goldenen Woche so schön ist. Ich genoss auf jeden Fall diese herrliche Wetter, wenngleich ich immer knapp an einem Sonnenstich vorbei schramme.

20100502_103226-IMG_8212_ji Das tolle Wetter hat nun auch zur Folge, dass mit herrlichen Nachtaufnahmen zu rechnen war, so schlug Eri vor doch nochmals die Aussichtsetage im Rathaus zu besuchen, um schöne Eindrücke von Kobe bei Nacht zu erhalten. Dieser Vorschlag begeisterte mich natürlich und so brachen wir kurz vor Einbruch der Nacht in die Stadt auf.

Die angehenden Lichter auf dem Weg in die Innenstadt war schon schön zu sehen, doch die Aussicht vom Rathaus war für mich noch toller. So recht entscheiden, ob ich eher die Seite in Richtung Hafen würdigen soll, oder jene in Richtung Berge hatte zur Folge, dass ich immer hin und her pendelte, doch ich fand es lohnte sich.

20100502_122325-IMG_8313_ji Nach dem Rathaus flanierten wir noch kurz durch den kleinen, sehr hübschen Park, um dann hungrig in Richtung Restaurant aufzubrechen.

Auch wenn mir gesagt wurde, wo es hin geht, ich konnte es mir nicht vorstellen und um so begeisterter war ich. Wir suchten ein Jakiniku Restaurant (BBQ Restaurant) auf. Hier gab es ein großes Loch im Tisch in das ein Korb mit glühender Holzkohle versenkt wurde.

20100502_132019-IMG_8330_ji Darauf bratete man schließlich all das was man sich bestellte. Überwiegend war es Fleisch. Alles war eingelegt und schmeckte schon so lecker, doch gab es zusätzlich noch ein paar Saucen. Alles in allem mal wieder sehr lecker. 🙂

 

Japan (2010) – Ein „normaler“ Tag im Shoppingcenter

20100501_080413-IMG_8148_ji So ein Tag im Jungel der Kobe Shoppingcenter ist wirklich aufregend. Zum einen kann man das geschäftiges Treiben haut nah erleben, oder auch die Modewelt der Stadt entdecken. Für mich ist es jedes Mal aufregend mich hier treiben zu lassen oder eine kleine Shopping Tour mit Eri zu unternehmen. Ich hoffe die wenigen Bilder können einen Einblick in dieses abenteuerliche Treiben geben. Japan (2010) – Ein „normaler“ Tag im Shoppingcenter weiterlesen

Japan (2010) – Kobe – Entdeckung der Innenstadt

20100429_091035-IMG_7675_ji Ich gebe zu, diese erste Version des Berichtes wird sich wieder nur auf ein paar Zeilen beschränken. Auch wenn ich meinen Bildern in einer Nachtsitzung Herr geworden bin, so ist das mit dem Schreiben wirklich so eine Sache. Zwischen all den Aktivitäten bleibt wahrlich keine Zeit und hier sollte niemand glauben, dass ich ernsthaft zum Lernen käme. Nein, hier komme ich so überhaupt nicht in die Pötte.  So wird ziemlich sicher der japanisch Sprech Kurs in der nächsten Woche eine Katastrophe und ich werde ihn wohl auch abbrechen, denn immer so Unvorbereitet aufzuschlagen, nimmt mir schon etwas den Schwung. Leider macht es die Wohnung auch nicht einfacher zu lernen, denn es gibt beim besten Willen keine ordentliche Möglichkeit sich hinzusetzen. So schreibe ich auch diesen Artikel auf dem Bett hockend.

Es sei aber erwähnt, dass ich meinen Schreibkurs auf jeden Fall fortsetzen werde. Der macht wirklich Spaß, auch wenn es hier die ein oder andere Schattenseite gibt.

Aber ansonten kann ich mich nicht beklagen. So zeigte mir Eri ein wenig die Innenstadt mit Aussicht vom Rathaus. Hier sah ich das erste Mal das Meer und bekam eine bildliche Vorstellung von der Stadt. Auch entdeckten wir China Town, wo es wirklich schwer war an all den verdammt leckeren Angeboten vorbei zu kommen. Auch lernte ich die div. Einkaufspassagen kennen, wenn gleich ich meine, bislang nur einen zarten Hauch des Angebotes gesehen zu haben.

Richtig schön war für mich der erste Besuch eines Tempels und einer Markt Einkaufs-Straße. Hier fühlte ich mich so richtig in Japan angekommen.

 

Japan (2010) – Kobe – Die Anreise

Na, dass ich angekommen bin, hatte ich ja schon gesagt, und dass es eine durchaus positive Erfahrung war mit dieser Gesellschaft zu fliegen, hatte ich auch schon erwähnt. Das soll aber nicht heißen, dass diese Anreise nicht die eine oder andere kleine Anekdote zu bieten hätte.

Eigentlich begann es mit dem Verlassen der Wohnung und dem Eindruck, dass 45 Kg Gepäck doch kein Problem seien. Als ich jedoch im Bus zum Flughafen keinen Platz bekam und er zudem an Überfüllung grenzte, änderte ich das erste Mal meine Meinung.

Als ich am Schalter im Flughafen ankam und zur Kenntnis nahm, dass, obwohl ich über 2 Std. vor Abflug am Schalter war, sich schon eine gewaltige Schlange gebildet hatte, fluchte ich über diesen Umstand und, dass ich jedes Mal das ganze Gepäck Meter für Meter weiter schleppen durfte.

Allerdings verglich ich mich mit den anderen Reisenden, so gehörte ich eindeutig zu der Gattung, die im Grunde nichts mit nahmen. Ansonsten sah es nach viel Hausrat aus, was transportiert werden wollte. Mir konnte es egal sein, doch kostete es anscheinend viel Zeit alles zu Verbuchen. Doch wie ich feststellte, stimmte das nicht ganz, denn bei mir dauerte es noch länger als bei allen anderen zuvor.

Warum? So recht erschloss es sich mir nicht. Zum einen hatte man wohl bei der Bedienung der Eingabemaske Probleme und es durften wohl viele Daten nachgetragen werden. So dauerte der Prozess bei mir bestimmt 10-15 Min. Die Begeisterung hinter mir konnte man sich vorstellen.

Nach diesem Prozedere setzte ich mich gleich der Personenkontrolle aus und ich muss gestehen, ich war erstaunt, denn ohne jede Beanstandung wurde ich durch gewunken. Diese Tatsache muss ich mir unbedingt in meinem Reiseerinnerungen vermerken, denn dies ist wahrlich sehr unüblich. Zumeist gibt es immer viel Diskussionsbedarf.

Da zum Umsteigen in Istanbul nur 2,5 Std. zur Verfügung stand, nahm ich mit etwas Unbehagen zur Kenntnis, dass mein Flieger Verspätung hatte. Mit rund 60 Min. Verzögerung ging es dann aber los.

Auf dem Hopser von Berlin nach Istanbul wurden die Passagiere bestens versorgt und sah man genau hin auch noch köstlich Unterhalten. So kommunizierten den Flugbegleiter via Zeichensprache. Brauchten sie noch ein Hühnchen Gericht, so imitierten sie eine Henne, wollte man Fisch, stellte man das mit Gesten dar. Ja, es war lustig.

Mich hatte man Reihe 19 platziert. Eigentlich keine Besonderheit, doch bedeutete, dass die beiden Service Teams sich an meiner Reihe trafen und allerlei ausging. Es wurde also viel getauscht, besorgt usw. Bei dieser Aktion wurde, als es darum ging das Geschirr einzusammeln, ebenfalls Geschirr hin- und her jongliert. Zudem ließ man den Wagen einen Moment außer Acht und eine der Türen schwan auf. Ich überlegte noch, ob ich sie zudrücken soll, als schon alle Tabletts aus dem Wagen geschossen kamen und sich gleichmäßig durch den Gang verteilte. Also hier konnte man eindeutig sehen, wie viel Abfall ein einzelner Passagier produziert. Es dauerte lange,  bis alles eingesammelt war.

Da nun die Landung anstand konnte zum Glück nichts mehr passieren. Doch dank der Verspätung (so vermute ich) wurde der Flieger so abgestellt, dass es via Bus zum Terminal ging  Was wieder einiges an Zeit kostete. Ich gebe zu meine Unruhe bezüglich des Anschlusses nahm zu.

Zum Glück stellte sich der Flughafen als überschaubar groß dar (es musste dennoch ordentlich gerannt werden).

In Berlin hatte man mir auf die Bordkarte schon mein Gate gedruckt und so fühlte ich mich völlig sicher. Als ich jedoch auf der Anzeige nachsah, war dort ein anderes Gate vermerkt. Eigentlich kein Grund zur Verunsicherung, dachte ich mir, doch als ich beim neuen Gate ankam, war dort alles so was von zu und dunkel, dass mir doch mulmig wurde. Als kurze Zeit später die Menge an verunsicherten Passagieren zunahm, war ich mir sicher, dass ich hier richtig war.

20100423_231740-P4230238

Da dieses Umsteigen geklappt hatte, schaute ich nun voller Zuversicht auf den nächsten Abschnitt der Reise. Der zwar auch mit Verspätung begann, doch dieses Mal interessierte es mir nicht. Mehr nahm ich zur Kenntnis, dass der Flieger sehr voll werden würde. Tatsächlich füllte sich das Flugzeug dramatisch.

Mich hatte man in Mitten einer Japanischen Reisegruppe gebucht. Da gab es sogleich die ersten lustigen Unterhaltungen – na, nennen wir es mal so 🙂 – Diese freundliche Atmosphäre hatte zur Folge, dass man mich bat den Platz zu Tauschen. Da der neue Platz ebenso schlecht war wie der zuvor, stimmte ich zu. Irgendwie hatte ich aber wohl schon Mitleid bei den Flugbegleitern gesammelt, so dass man mir kurze Zeit einen anderen Platz anbot. So zog ich zwar zum 2. Mal um, bekam nun aber einen wirklich angenehmen Sitzplatz.

20100424_104620-P4240243

Auch der weitere Service stelle sich als sehr angenehm und zuvorkommend heraus und so ließen sich die rund 11 Std. Flug gut überstehen. Sah man davon ab, dass noch nie auf einem Flug so viele Leute mir auf die Füße getreten, mein Knie angestoßen haben usw..

Die Einreise nach Japan brachte all die Dinge mit sich, von denen ich schon gehört und erwartet habe. So wurde die Körpertemperatur bezüglich Schweinegrippe beim Vorbeigehen gemessen, ich durfte alles mitgebrachte Geld genau auflisten, wurde fotografiert und hinterließ Fingerabdrücke.

Da ich viel an Lebensmitteln mitführte (deutsche Besonderheiten), dies auch in den Einreiseformularen kenntlich gemacht hatte, stellte ich mich auch brav am entsprechenden Schalter an. Nachdem geklärt war, dass ich keine Drogen, Medikamente und sonstiges einzuführen gedachte, es sich bei mir lediglich um Brot usw handelte, war eine erste Erleichterung bei meinem Gegenüber zu spüren und es konnte mit dem Auspacken begonnen werden.

Etwas Verwirrung rief Pumpernickel Brot in der Dose hervor und auch Gurken in der Dose war wohl merkwürdig. So wurden diese Dosen nochmal extra durchleuchtet. Aber, da es keine Beanstandungen gab, durfte ich meiner Wege ziehen.

20100424_104838-P4240246_ji

Am Flughafen wurde ich eingesammelt und es ging in 90 Min. Busfahrt weiter nach Kobe.

In Kobe angekommen ging es noch darum, wie kommen wir zu Wohnung. Ich ganz taff, meinte wir könnten laufen. Doch wie schwer 45 Kg sind und es dann zudem noch leicht berg an geht, merkte ich sehr schnell. Ich war wirklich fertig, als die Wohnung erreicht war.