Norwegen – … und ich lebe noch – Die Strömung

i0064 Während dieses Urlaubs fuhr ich in den Norden Norwegens. Dort gibt es die Inselgruppe der „Lofoten„. Sie sind auch heute noch ein kleiner Geheimtipp für Norwegenbesucher. Es gibt nicht viele solch landschaftlich reizfolle Gegenden in dieser Welt. Es gibt herrliche Strände und steile wild in den Himmel aus dem Meer ragende Berge. Die Menschen sind nett und die Häuser bunt. In einem schönen Sommer kann ich mir fast keinen schöneren Platz vorstellen an dem ich meine Zeit verbringen mag.

Um auf die Lofoten zu gelangen, war ich auf eine Fähre angewiesen, das so genannte Postschiff. Diese Schiffslinie verbindet den Süden Norwegen mit dem Norden. Neben seinem historischen Zwecke dem Transport von Post, Gütern und Lebensmitteln, sind die Hurtigruten heute für den Tourismus sehr bedeutend und auf jeden Fall eine Reise wert. Auch als Transportmittel, um die Küste abzuklappern und die verschiedenen Regionen zu erkunden, bietet sich diese Linie bestens an. Für mich war sie nur das Transportmittel, um von Bodø auf die Lofoten zu gelangen.

Die Überfahrt war erfreulich ruhig und so konnte ich die Reise ohne Seekrankheit überstehen und das kleine Fischerdorf, welches wir erreicht hatten von der ersten Minute an genießen.

Auf dem Weg zur Jugendherberge, vielen mir neben den vielen hübschen Häusern gleich die Gestelle ins Auge die es über all zu sehen gab. Dank div. Fernsehdokumentationen konnte ich sie relativ leicht identifizieren. Auf diesen Gestellen wurden Fische zum Trocknen auf gehangen und entwickelten sich dabei zu einem beliebten Lebensmittel, dem Stockfisch.

Bis zur Jugendherberge war es nur ein kurzer Spaziergang. Zu meiner Freude stelle ich fest, dass sich um eine der div. Fischerhütten handelte und dadurch mehr als freundlich und urtümlich auf mich wirkte. Ich freute mich gleich darauf mich hier einzuquartieren.

i0054Es war die Zeit der Mitternachtssonne. Dies bedeutete, dass es nie wirklich dunkel wurde. 24 Stunden am Tag gab es genügend Licht. Aus diesem Grunde schliefen die Besucher der Herberge zu sehr seltsamen Zeiten.
Meist standen sie erst gegen Mittag auf, dafür waren sie jedoch bis zum frühen Morgen mit verschiedensten Dingen beschäftigt. Für die Frischlinge in der Herberge, so wie mich, war dies etwas verwunderlich.

Eine der Beschäftigungen bestand darin, im Hafen Fische zu fangen, um sie dann in der Herberge zum Verzehr vorzubereiten.

Auch ich schloss mich einmal solch einem Angelausflug an, wenngleich dies mein aller erster Versuch zu Angeln in meinem Leben war. Um so erstaunter war ich, dass ich sogar etwas fing und dies sogar, obwohl ich lediglich den Hacken ohne jeden Köder ins Wasser hielt. So kam ich zu einem kostenfreien und sehr leckeren Mahl.

Es gefiel mir in der Herberge zwar, doch wollte ich die Inselgruppe der Lofoten noch etwas nähre kennenlernen. Aus diesem Grunde fuhr ich mit einem Bus zu einem Ort mehr am Ende der Inselgruppe.

Als ich den Ort erreichte, stellte sich heraus, dass das Hotel und der Zeltplatz von einem Feuer zerstört worden war. Doch erlaubte mir der Besitzer, sein Grundstück dennoch zu nutzen und ich konnte mein Zelt aufstellen wo immer ich wollte.

i0075Ich entschied mich für die Strand nähe, obwohl ich mir wegen des sehr stürmischen Windes dort ein klein wenig Sorge bezüglich meines Zeltes machte. Ich vertraute darauf ein ordentliches Zelt erworben zu haben, versank die Heringe tief im sandigen Untergrund und wartete ab, was passieren würde. Tatsächlich erwies sich mein Zelt als Sturm tauglich.

Während meiner Zeit auf diesem Zeltplatz, hatte ich großes Glück mit dem Wetter. Es schien zumeist die  Sonne und auch Wolken verzogen sich zumeist am frühen Morgen. Auf diese Weise zeigte das Gebiet sich von der nur erdenklichst schönsten Seite. Als besonderes Highlight freute ich mich auf das Erleben der Mitternachtssonne, denn von meinem Zelt konnte ich über das Meer genau auf jenen Punkt blicken an dem die Sonne ihren niedrigsten Stand über dem Horizont erreichen sollte, bevor sie wieder begann den neuen Tag einzuleiten.

In einer Nacht stand ich deshalb gegen Mitternacht auf, um mir den „Sonnenuntergang“ anzusehen. Die Sonne sank zusehends, doch als sie den Horizont fast erreicht hatte, begann sie sogleich wieder mit ihrem Aufstieg. Es war wirklich beeindruckend und wunder schön. Leider blies ein unerbittlich kalter und starker Wind, so dass ich alsbald lieber wieder in meinem Zelt verschwand.

Ich erkundete in den folgenden Tagen noch die nähere Umgebung und wurde ein immer größerer Fan von den landschaftlichen Schönheiten. So schmerzte es schon etwas, als ich dazu entschied zu meinem Ausgangsort auf den Lofoten und der dortigen Jugendherberge zurückzukehren.

Wenn die Reise hierher via Bus wirklich komfortabel war, so wurde meine Rückreise durchaus etwas beschwerlich, denn es gab an diesen Tagen keinen Bus mit dem ich die Rückreise hätte bewerkstelligen können. Mir blieb nichts weiter übrig, als die Strecke zu Fuß zurückzulegen.

So packte ich alles zusammen, schulterte meinen Rucksack und begann den Marsch. Der mir schon frühzeitig eine Überraschung bereitete. Ich erreichte nämlich eine Bucht, an der sich das Meer tief in die Inseln gegraben hatte. Blickte ich über die Bucht hinweg, so sah ich jene Straße auf der mein Weg weiter führen sollte. Auch wenn diese Bucht nur etwa 100 Meter breit war, verhinderte sie den direkten weg. Ich musste wie alle der Straße folgen, die sich um die Bucht herum schlängelte. Dies verlängerte meine Weg wirklich deutlich und ich verstand warum ich an diesem Tage 30 Kilometer Weg zurück legen musste, um mein Ziel zu erreichen.

Als ich schließlich die Herberge wieder erreichte, befanden sich viele neue Gäste in ihr und sie schienen auch erst in den letzten Tagen angekommen zu sein, denn alle hielten sich noch an den normalen Tag- / Nachtrhythmus. Auch schien es nicht bekannt zu sein, wie herrlich man Fische im Hafenbecken angeln konnte.

i0103Dies begeisterte ein Mädchen aus Südafrika so sehr, dass sie es gleich mal ausprobieren wollte. So hockten wir uns in eines der Boote, ruderten in den Hafen, hielten unsere Angelschnüre ins Wasser und fingen natürlich überhaupt keinen einzigen Fisch. Ich gebe  zu, es war mehr als frustrieren.

In die Herberge zurückgekehrt erzählten wir von unserem Pech. Diese Schilderung nahm ein junger Belgier zum Anlass, uns auf die Möglichkeit hinzuweisen, eine richtig lange Angelschnur zu mieten und bei Flut hinaus aufs offene Meer zu rudern, um dort unser Angelglück zu versuchen.

Ich fragte das Mädchen, ob sie mitkommen wolle und da sie diesem Unternehmen zustimmte verabredeten wir uns für den späten Abend.

Als die Flut gegen Mitternacht ihren höchsten Stand erreicht hatte, machten wir uns auf unser Angelglück zu versuchen. Doch bevor wir dieses Glück einforderten, mussten wir ein anderes Problem lösen, denn das Wasser war so hoch gestiegen, dass der Steg, an dem das Boot lag, ganz von Wasser überspült war. Es wurde so wahrlich ein Akt verhältnismäßig trocken in das Boot zu klettern und den Angelausflug zu beginnen.

Innerhalb des Hafens klappte alles noch wunderbar. Wir ruderten und kamen gut vorwärts. Schließlich erreichten wir die Hafenausfahrt und schon hier merkten wir, das es etwas unruhiger wurde. Ok, eigentlich mussten wir uns ordentlich festhalten, damit wir im Boot blieben und rudern konnten..

Wir ruderten bis etwa 50 Meter vor den Hafen. Dort versuchte das Mädchen zu Angeln und ich ruderte, damit wir nicht all zu weit abgetrieben würden. Sie war so sehr in das Angeln und ich in das Rudern vertieft, dass wir nicht bemerkten, dass wir trotz meiner ruder Versuche nach und nach abgetrieben wurden.

Als wir es schließlich bemerkten, erschraken wir schon etwas und stellten sofort das Angeln ein und schauten erst einmal, ob wir irgendwo noch den Hafen sehen konnten, was nicht wirklich der Fall war. Uns wurde klar, dass wir uns in einer echt üblen Situation befanden und es wohl viel Arbeit kosten würde zurück ans Land zu gelangen. Zum Hafen zurück zu kommen, daran wollten wir schon jetzt kaum glauben.

Da ich alleine nicht gegen die Gewalten ankam, hockte sich das Mädel neben mich, jeder packte ein Ruder und nun versuchten wir gemeinsam dem Land und der Rettung näher zu kommen. Doch anstatt, dass sich die Situation besserte, verschlimmerte sie sich, denn wir wurden mehr und mehr abgetrieben und das Land wurde zusehends kleiner.

Ich nahm die Bedrohlichkeit der Situation natürlich auch wahr, doch versuchte ich sie nichts davon merken zu lassen, denn in ihren Augen und ihrer Stimme manifestierte sich ein gehöriges Maß an Panik. Mit ruhigen Worten versuchte ich sie zu beruhigen, doch wirken tat es nicht wirklich.

Während wir gegen die Wellenberge an ruderten, grübelte ich unter Hochdruck was wir nur machen könnten, um aus dieser verzwickten Situation heraus zu kommen. Als einzige Lösung sah ich, irgend wie zu versuchen wieder in Richtung Land zu runder, doch viel Hoffnung hatte ich wirklich nicht und so musste ich eingestehen, dass wir wirklich in der Klemme saßen.

Während ich die Situation weiter durchdachte, entdeckte ich in einiger Entfernung das Licht eines  Fischerbootes. Zu meinem Erstaunen kam es sogar immer näher an uns heran und schließlich war es sogar in Rufnähe. Schnell stellte sicher heraus, dass man zu unserer Rettung gekommen war und dass es sich um den Herbergsvater handelte, der solch eine Situation schon  hatte kommen sehen.

In der ganzen Zeit, in der wir uns draußen auf dem Meer abmühten, hatte man uns beobachtet und dabei recht früh festgestellt, dass wir uns unaufhörlich in eine schwierige Situation brachten und so hatte man gleich das Fischerboot bestiegen, um die Opfer von Wind und Wellen einzufangen.

i0078Auch wenn man uns nun wohlwollend in Schlepp nahm, wollte man uns doch noch zeigen worauf wir uns eingelassen hatten. Denn man setzte den Kurs so, dass wir in der rauhen See ordentlich durchgeschüttelt wurden. Ich kam mir vor, als würde ich auf einem wild bockenden Pferd sitzen, was mich unbedingt loswerden möchte. Es störte mich aber in keinster Weise, denn die Erleichterung über die glückliche Wendung dieses Abenteuers überwog all das.

Als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, hatte ich kurz die Überlegung, ob ich auf die Knie sinken soll und den Boden küssen. Doch so schnell die Idee aufkeimte, war sie auch schon wieder verschwunden.

Ich war mehr als erleichtert, als wir schließlich wieder im Hafen und bei der Herberge waren.

An diesem Abend und dem nächsten Tag mussten wir uns einiges an spitzen Bemerkungen anhören. Keine der Bemerkungen war bösartig und so nahm ich es wie es gemeint war, als Amüsement für alle

Noch heute denke ich ab und zu darüber nach, wo wir wohl gelandet wären, wenn man uns nicht eingefangen hätte. Vielleicht in Grönland?

Japan (2011) – Die Hochzeitsreise 04-06 – Zurück zum Festland

20110419_035309-P4190438_ji Es ist Fahr-Tag. Es geht von Shikoku zurück zum “Festland”. Dafür wahr wieder etwas schippern mit einer Fähre angesagt und auch Zug fahren stand ganz oben auf dem Programm.

Die Fahrt mit der Fähre dauerte nur 60 Min. und ich muss sagen, dass die Sicht hinaus auf die Inseln und das Meer wirklich toll waren. Lediglich die etwas raue Dünung und der heftig wehende Wind machte es etwas schwierig nicht umgeworfen zu werden. Trotzdem die Sonne, das Meer, es war einfach toll.

Wir legten in einem Örtchen an, wessen Namen mich sehr an ein bekanntes Spiel erinnerte. Der Ort nannte sich “Uno”. Von hier wollten wir eigentlich mit dem Bus weiter fahren, doch diese Verbindung war aufgegeben worden. Zum Glück gab es aber einen Bahnhof und den galt es anzusteuern.

20110419_055634-IMG_6677_ji Auch wenn Uno auf den ersten Blick einfach nur ein kleiner, nicht besonders hübscher Ort war, so konnte ich auch hier viele nette Details entdecken. So hatte man am Bahnhof Tier Skulpturen, eine Meerjungfrau und ähnliches aufgestellt, was dem Vorplatz eine gewisse Attraktivität verlieh.

Im Bahnhof erfuhren wir, dass wir nur 30 min. warten brauchten, bis ein Zug den Ort verließ. Das war die gute Nachricht. Die schlechte war, dass wir 2 Mal den Zug wechseln mussten, bis zu unserem Ziel Kurashiki. Wir hofften nun inständig, dass wir nicht die ganze Zeit in Zügen herumstehen brauchten.

20110419_071933-IMG_6730_ji Unser Wunsch wurde erfüllt. Lediglich auf der letzten Fahrtstrecke nach Kurashiki, die nur 15 Min. dauerte, war stehen angesagt. Im übrigen Umfallen konnten wir in diesem Zug auch dann nicht, denn er war nämlich voll gestopft mit Menschen.

Dieses letzte Teilstück der Fahrt beinhaltete neben den beengten Verhältnissen noch ein anderes Erlebnis.

Das Zusteigen in den Zug hatte dieses Mal nicht viel mit der japanischen Ordnung und Zurückhaltung zu tun. Obwohl Fahrgäste noch versuchten auszusteigen, drängte die Masse an Menschen gleich von Beginn vom Bahnsteig in den Zug. Ob dies Ursache für das folgende Vorkommnis war, kann ich nicht ganz ausschließen.

20110419_063651-IMG_6720_ji Die Türen des Zuges schlossen sich gerade und der Zug machte Anstalten die Fahrt zu beginnen, als ich sah, dass ein Mann seinen Regenschirm zwischen die Türen rammte. Er wollte damit das Schließen der Türen verhindern, doch die Türen taten alles, nur nicht sich nicht schließen. So steckte der Schirm eingeklemmt in der Tür und der Fahrgast und andere Menschen versuchten den Regenschirm herauszuziehen. Mittlerweile hatte sich der Zug langsam in Bewegung gesetzt, doch als der Regenschirm aus der Tür befreit war, gab es einen Ruck und der Zug stand. Durch die Maßnahme war eine Notbremsung ausgelöst worden.

Die Tür ging auf und der Fahrgast stürmte, ohne links oder rechts zu schauen einfach aus dem Zug. Auch die heraneilenden Bahnangestellten ignorierte er und zog von dannen.

20110419_084948-IMG_6775_ji In Kurashiki angelangt, liefen wir sogleich unser Hotel an. Für diese Nacht hatte Eri ein besonders gutes Hotel ausgesucht, welches auch ein sehr ansprechendes Ambiente haben sollte und dazu ein grandioses Frühstücksbüfett.

Als wir das Gebäude erreichten, waren wir schon etwas schockiert, denn von außen machte das Gebäude keinen Überzeugenden Eindruck. Doch von innen, sah das ganz anders aus. User Zimmer stellte sich schließlich als wirklich tolle Suite mit moderner, hübscher Einrichtung heraus. Wir waren beide begeistert.

 

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Japan (2011) Die Hochzeitsreise 01-06 – Auf nach Shikoku

20110416_225456-IMG_5168_ji Es war 2 Uhr in der Früh, als ich ins Bett verschwand und sagenhafte 90 Minuten später erinnerte mich der Wecker daran, dass Eris und meine Hochzeitsreise beginnen sollte.

Es sollte auf die Insel Shikoku gehen, nachdem wir uns schon im Vorfeld meiner Reise nach Japan darauf verständigt hatten, die Reise nach Tokio nicht durchzuführen, wegen der aktuellen Probleme in Fukushima.

Um ganz ehrlich zu sein, nicht in die Großstadt zu fahren, sondern etwas vom Land zu sehen, begeisterte mich mittlerweile ohnehin etwas mehr. Wenngleich ein Besuch Tokios irgendwann durchgeführt werden muss.

20110416_230406-IMG_5255_jiUm uns etwas Stress zu ersparen, gönnten wir uns eine Fahrt mit dem Taxi in die Stadt. Was wirklich sehr angenehm war. So hatte ich schon jetzt Gelegenheit zur Kenntnis zu nehmen, dass es der Wetter Gott wirklich sehr gut mit uns meint und es ein herrlich sonniger Tag werden würde.

Am Hafen ging es gleich ins Terminal. Schnell merkte ich, dass dieser Ausflug ohne Eri sicherlich bedeutend schwieriger geworden wäre, denn hier war keine der Information in romanischer Schreibweise. Man musste also wirklich Japanisch können. Auch sprach allem Anschein nach kein einziger der Mitarbeiter auch nur ein Wörtchen Englisch. Na, zum Glück brauchte es mich nicht schrecken, denn Eri machte das schon 🙂

20110416_231211-IMG_5317_jiLange mussten wir nicht warten und es ging aufs Schiff. Schnell war eine nette Sitzecke gefunden und wir machten es uns gemütlich. Eri unternahm einen kurzen Streifzug durchs Schiff, während ich auf das Gepäck aufpasste.

Als sie zurückkehrte, klärte sie mich über das Schiff auf.

So erfuhr ich, dass es eine Etage über uns einen Aufenthaltsraum nur für Frauen gab. Ich konnte nun aufpassen mich nicht versehentlich dort hin zu verlaufen. Zudem gab es einen japanischen Aufenthaltsraum. Dies bedeutete, dass der Raum lediglich mit Futon Matten ausgelegt war und man saß und lag auf diesen– Es gab keine weiteren Sitzmöbel.

20110417_013858-IMG_5463_ji Mit diesen Informationen mache ich mich auf den Weg, um das Ablegen vom Pier und die Fahrt hinaus aus dem Hafen zu beobachten. Bei dem herrlichen Wetter wurde es eine grandiose Fahrt und ich mochte mich kaum satt sehen.

So vergingen die 4 Stunden Fahrt wie im Fluge und es hatte sich mein Wunsch erfüllt, endlich einmal zu erleben, dass es sich bei Japan um ein Land aus Inseln handelt.

 

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Japan (2010) – Kobe – Entdeckung der Innenstadt

20100429_091035-IMG_7675_ji Ich gebe zu, diese erste Version des Berichtes wird sich wieder nur auf ein paar Zeilen beschränken. Auch wenn ich meinen Bildern in einer Nachtsitzung Herr geworden bin, so ist das mit dem Schreiben wirklich so eine Sache. Zwischen all den Aktivitäten bleibt wahrlich keine Zeit und hier sollte niemand glauben, dass ich ernsthaft zum Lernen käme. Nein, hier komme ich so überhaupt nicht in die Pötte.  So wird ziemlich sicher der japanisch Sprech Kurs in der nächsten Woche eine Katastrophe und ich werde ihn wohl auch abbrechen, denn immer so Unvorbereitet aufzuschlagen, nimmt mir schon etwas den Schwung. Leider macht es die Wohnung auch nicht einfacher zu lernen, denn es gibt beim besten Willen keine ordentliche Möglichkeit sich hinzusetzen. So schreibe ich auch diesen Artikel auf dem Bett hockend.

Es sei aber erwähnt, dass ich meinen Schreibkurs auf jeden Fall fortsetzen werde. Der macht wirklich Spaß, auch wenn es hier die ein oder andere Schattenseite gibt.

Aber ansonten kann ich mich nicht beklagen. So zeigte mir Eri ein wenig die Innenstadt mit Aussicht vom Rathaus. Hier sah ich das erste Mal das Meer und bekam eine bildliche Vorstellung von der Stadt. Auch entdeckten wir China Town, wo es wirklich schwer war an all den verdammt leckeren Angeboten vorbei zu kommen. Auch lernte ich die div. Einkaufspassagen kennen, wenn gleich ich meine, bislang nur einen zarten Hauch des Angebotes gesehen zu haben.

Richtig schön war für mich der erste Besuch eines Tempels und einer Markt Einkaufs-Straße. Hier fühlte ich mich so richtig in Japan angekommen.

 

Südamerika (2009) – Brasilien – 04. Tag – Erkundung der Insel „Ilha Do Mel“ (10.08.2009)

Als ich beim Studium im Vorfeld der Reise die Beschreibung zu diesem Tag las, das Wort „mehrstündige“ Wanderung las und an mir herunter schaute, wusste ich, dass diese Wanderung für mich wohl eher nicht in Frage kommt. Diesem Wunsche kam man entgegen, doch verzichten brauchte ich deswegen auf die Besichtigung nicht. Ich nahm lediglich ein anderes Bötchen, welches mich zum Endpunkt der geplanten Wanderung brachte.

Wegen der halbstündigen Überfahrt machte ich mir etwas Sorge, denn ich neige doch sehr dazu Seekrank zu werden. Ich hatte dieses Mal jedoch Glück und ich konnte die gesamte Überfahrt genießen. Außer mir war nur noch der Dorfpolizist an Bord und so konnte ich nach allen Seiten über das Meer blicken. Die Hügelkette die sich auf dem Festland entlang zogen und mit zunehmender Entfernung immer besser zur Geltung kamen verzückten mich. Ich genoss es sehr sie teilweise steil und bizarr in den Himmel ragen zu sehen.

Infos zur Insel „http://de.wikipedia.org/wiki/Ilha_do_Mel“

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Auf der Insel angelangt, begann ich sogleich meinen Rundgang. Vom Hafen ging es über einen Sandweg an vielen kleinen Läden vorüber. Im Moment schien keine Saison zu sein und so waren die meisten Läden geschlossen. Bei der Masse der Unterkünfte und Angeboten war hier sicherlich zur Saison sehr viel los. Ich war froh, diese Ruhe war mir lieber.

Ich landete schnell auf der anderen Seite der Insel von wo ich mein erstes Ziel einen Leuchtturm entdeckte. Der Weg dort hin erwies sich als etwas abenteuerlich. Dies machte sich durch sehr feuchte Wegabschnitte bemerkbar und alsbald stampfte ich etwas durch Schlamm und Dreck. Irgendwie scheint mir diese Art der Fortbewegung im Blut zu liegen.

Am Wegesrand entdeckte ich viele hübsche Blümchen, Blätter und Farne. So kann sich jeder vorstellen, der mich kennt, dass ich nicht wirklich schnell vorwärts kam. Mich störte es nicht, denn die Sonne schien und ich fühlte mich wohl.

Kurz bevor ich den Leuchtturm erreichte kam ich durch eine herrliche Baumallee. Diesen Ort erklärte ich sogleich zu meiner Lieblingsstelle. Zum einen wirkte sie sehr europäisch, doch der Hauptgrund waren zwei Bänke mit einem wirklich hübschen Ausblick. Diese Stelle nutze ich später auch für eine sehr genussvolle Stunde.

Doch jetzt ging es weiter zum Leuchtturm. Kurz bevor der Anstieg beginnen sollte bog ich auf einen Strand ab und staunte, nachdem ich bislang nur durch Morast gelaufen war, wie herrlich er war. Ich genoss den weißen Sand unter den Süßen. Es kam dabei wirklich Urlaubsstimmung auf.

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Der Aufstieg zum Leuchtturm war durch einen hübschen Steinweg und Stufen zwar steil, aber sehr bequem. Je höher der Weg mich führte um so grandioser wurden die Aussichten. Ich blieb oft stehen, atmete tief durch und zog die Luft und die Eindrücke in mich ein.

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Den Rückweg zum Hafen gestaltete ich etwas anders. Ich lief nun durch den kleinen Ort. Die Straßen waren schmale Sandpfade und das gefiel mir sehr gut. So gab es hier keinen Verkehr, sondern nur Genuss.

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Gütertransport auf der Insel, da es keine Fahrzeuge gibt

Am Hafen hatte gerade ein Schiff mit Gütern angelegt und diese wurden einzeln an Land getragen, um anschließend auf Karren geladen zu werden und ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. So ließ sich die Wartezeit herrlich verleben.

Schließlich tauchten die anderen auf. Wir setzten uns noch kurz in eine Bar, um den Aufenthalt ausklingen zu lassen. Lustig an diesem Besuch war, dass die Bestellung etwas holperig ausfiel, denn viele der Sachen die ich gerne gehabt hätte, gab es nicht mehr. Ich musste meine Bestellung gleich mehrere Male anpassen.

Während nun lautstark im Hintergrund Reggae Musik lief, hockten wir zusammen, plauderten, genossen unsere Getränke und genossen Meeresfrüchte. So ließ sich die Reise wirklich genießen.

Die Rückfahrt Boot mir ein herrliches Lichtspiel und so bot sich mir die Landschaft in ganz anderem Bild. Es ist immer ein Genuss zu sehen zu welchen herrlichen Spielen die Natur fähig ist.

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Den Zeltplatz hatten wir am Morgen schon geräumt. Wir fuhren noch eine kurze Strecke bis in die Hafenstadt Paranagua, wo der Abend und Tag mit einem Inselaufenthalt aus klang.

Ach, einen kleinen Schrecken gab es doch noch, denn wir erfuhren, dass wir am kommenden Tag 750 km fahren wollten und wir um 4 Uhr zum Frühstück auftauchen sollten.