Japan (2015) – Kumano – Kumano Nachi-Taisha

Japan (2015) - NachiWie fast alle besuchten Ziele, stand am Anfang ein Foto, welches ich im Internet gefunden hatte.

In diesem Fall war es ein Foto von einem wunderbaren und beeindruckend hohen Wasserfall. Mir war sogleich klar, dass ich diesen Ort besuchen möchte und so wurde er in unsere Reiseroute eingebaut.

Erneut wurde der eigentliche Ort, nämlich Nachi, nicht der Ort in dem wir unsere Unterkunft bezogen, sondern ein Ort in der Nähe namens Shingū. Hier waren die Voraussetzungen für unsere Weiterreise besser, als von Nachi.

So stand auch hier erst einmal Morgens eine Fahrt mit den öffentlichen Transportmitteln an. Den Anfang bildete der lokale Zug,  und anschließend folgte noch eine kurze Busfahrt.

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Japan (2013/14) – Hiroshima – Miyajima

20140115_082129_IMG_9018_jiFür diesen Tag hatten wir uns den Besuch einer kleinen Insel vorgenommen. Wir wollten Miyajima, die “Schrein-Insel” besuchen. Der Name war damit auch Programm, denn wir würden divers Schreine besuchen.

Besonders bekannt ist die Insel für sein großes, rotes, im Meer stehenden Tori und es war auch jene Sehenswürdigkeit, die in mir den Wunsch eines Besuches von Miyajima ausgelöst hatte.

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Japan (2013/14) – Kobe – Kitano-Cho & Der Wasserfall

20140113_055011_IMG_6112_ji Mein Ausflug in die Stadt bestand eigentlich nur aus Zufällen.

Heute machte ich mich allein in die Stadt auf den Weg, was für mich noch immer ein kleines Abenteuer darstellt, denn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln stehe ich noch immer etwas auf Kriegsfuß.

Mit welchem Bahnunternehmen in von unsere Wohnung in die Stadt fahre war egal. Es kam nur drauf an wie weit ich bis zum Bahnhof laufen und wie lange ich unterwegs sein wollte (Je nach Bahnhof handelte es sich auch immer um eine andere Gesellschaft. Jede hat grundsätzlich ihre eigenen Bahnhöfe aber auf jeden Fall ihre eigenen Streckennetze). Zumeist entschied ich mich für die Faulenzer-Variante, denn da waren es gerade mal 5 Min. bis zum Bahnhof. Nun brauchte diese Bahn etwas länger, doch mir war es im Grunde ja egal.

Etwas schwieriger war dann schon mit welcher Bahn ich fahren konnte, denn es gibt Lokale Züge, die überall halten, Schnell Züge die weniger halten und Super Schnell-Züge die noch weniger halten. Zumeist musste man sich dann auch noch die richtige Schlange am Bahnsteig aussuchen, denn jeder Zugart hatte im Prinzip ihre eigene. Ok, das Ticket kaufe habe ich vergessen. Hier heißt es immer seinen Zielbahnhof heraussuchen und dann am Automaten das entspr. Ticket kaufen, doch das klappte im kleinen schon etwas.

Ok, dies traf für meinen Bahnhof nicht zu, denn dort hielt nur der Bummelzug. Dieser fuhr aber immer nur eine Station, um dann 5-10 Min. zu pausieren. Es wurde ein Schnellzug vorgelassen und man konnte hier in den Schnellzug umsteigen.

Am heutigen Tag nahm ich diese Möglichkeit wahr, wenngleich dies zumeist bedeutete stehen zu müssen, denn je schneller die Züge waren, um so voller schienen sie zu sein. Doch ich brauchte nur 2 Stadtionen zu fahren und da war es wirklich egal und ich sparte rund 15 Min. Fahrzeit gegenüber dem lokalen Zug.

20140113_043835_IMG_5883_ji In der Stadt angekommen war die Frage was ich unternehmen sollte. Ich kam direkt an einem Plan vorüber auf dem die Sehenswürdigkeiten der Stadt aufgelistet waren und ich fand auch gleich welche die ich nicht kannte und die für mich zu Fuß zu erreichen war. Das einzige Problem konnte lediglich sein, dass ich keinen Stadtplan oder ähnliches hatte und damit die ohnedies schwierige Navigation (ohne Straßenschilder) zudem erschwerte.

Also lief ich erst einmal einen Ort an den ich kannte und zwar den in der Innenstadt gelegenen Ikuta-Schrein.

Als ich ihn nach kurzem Fu0weg erreicht hatte, stellte ich fest, dass die Menschenmassen die hier zum Neujahr aufliefen nichtmehr vorzufinden waren. Dennoch bildeten sich vor dem Schrein noch immer eine sehr lange Schlange, in der die Leute geduldig warteten, bis sie bis zum Gebäude vorgedrungen waren und dort beten konnten.

20140113_043925_IMG_5886_ji Ich war schon verhältnismäßig oft an diesem Ort und trotzdem machte es mich noch immer viel Freude mich hier aufzuhalten, die Ruhe innerhalb der Großstadt und das Grün zu genießen.

Vom Schrein wendete ich mich in Richtung Berge und die waren wirklich nicht weit weg. Vom Meer bis zum Beginn der Berge kann man sicherlich bequem in 20 Minuten gehen und so erklärt sich sicherlich auch die hohe Baudichte auf diesem doch recht schmalen Stück Flachland.

Die Berge sind nur im unteren Bereich bebaut, weiter oben gibt es nur Wald und das halte ich durchaus für schlau, denn die Hänge sind relativ steil und durch einen Wald hat der Grund meiner Ansicht nach wesentlich höhere Festigkeit. Ob dies jedoch der Grund ist, ich weiß es nicht.

20140113_051807_IMG_5995_ji Während ich nun ziellos durch die Straßen lief, kam eine Touristengruppe nach der anderen an mir vorüber und ich dachte mir, dass ich hier sicherlich nicht all zu falsch sein könnte und tatsächlich alsbald entdeckte ich einen Plan, der dem Besucher durch dieses Gebiet lotste. Ich war in “Kitano” (englischer Link) gelandet einem der historischen Stadtteile von Kobe. Die Gebäude entstanden dort etwa um die Zeit von 1915, doch leider ist durch Krieg und Naturkatastrophen nicht mehr all zu viel von diesen historischen Gebäuden übrig. Doch das was es gibt, kann man sich wirklich ansehen.

Um zu den eigentlichen Häuser zu gelangen musste ich ziemlich klettern und auch einiges an steilen Treppen überwinden. Doch es lohnte sich. Ich bekam das ein oder andere schicke Haus zu sehen und auch die Aussicht auf Kobe wurde wirklich toll.

20140113_055011_IMG_6112_ji Ich lief immer weiter nach Oben in Richtung Wald und verschwand schließlich in ihm. Ich überlegte, ob ich zurückgehen solle, um noch mehr Gebäude zu entdecken, doch der Wald lockte mich mehr und so begann ich einen etwa 3 Kilometer Spaziergang an den Hängen entlang. Ich hatte wirklich große Freude daran und genoss die immer wieder möglichen Aussichten auf die Stadt.

20140113_062832_IMG_6293_ji Am Ende des Weges ergab sich schließlich noch eine weitere verlockende Möglichkeit, nämlich der Besuch eines Wasserfalls.

20140113_070319_IMG_6444_ji Während meines letzten Aufenthaltes hatte ich ganz in der nähe dieses Wasserfalls gewohnt und es nie geschafft ihn zu besuchen. Zum einen aus Zeitmangel und zum Anderen weil sich mir nie wirklich erschloss wie ich ihn erreichen könnte. Also warum nicht an diesem Tag die Möglichkeit wahrnehmen.

Hätte ich jedoch geahnt welch ein Schweißbad mir das ganze einbringen würde, ich hätte es wohl gelassen.

20140113_072727_IMG_6531_ji Anfangs verlief der Weg sehr moderat. Doch bald erreichte ich eine Treppe und sie schien mir fast unendlich den Berg hinauf zu führen. Trotzdem startete ich den Aufstieg und bald brannten mir die Beine. Natürlich war dies nur meiner Statur geschuldet, aber ich war froh, dass auch andere etwas zu Stöhnen begannen.

Oh, was war ich froh, als der Wasserfall erreicht war und ich hielt mich wirklich lange dort auf, obwohl er im Schatten lag und mit, so durchgeschwitzt wie ich war, wirklich sehr kalt wurde. Doch ich wollte die Zeit hier genießen.

20140113_075558_IMG_6562_ji Der Abstieg war nicht weniger Angenehm und ich war mehr als froh, als ich weiter unten war und irgendwann, als ich wieder zwischen den Häusern verschwand mich diversen Rolltreppen anvertrauen konnte.

Damit war dieser Ausflug schon wieder vorüber und ich fand es toll, was sich alles durch Zufall so ergeben hatte. Ich würde diesen Tag wahrlich als eine kleine Erfolgsgeschichte des Zufalls für mich verbuchen wollen.

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Japan (2013/14) – Takayama

20131226_020121_IMG_1258_ji Takayama war der Ausgangs- und Endpunkt für unseren Ausflug nach Shirakawa-Go. Daher war eigentlich keine Zeit für den Ort selber eingeplant. Lediglich am Tag unserer Abreise in Richtung Kobe, erlaubte es uns etwas durch den Ort zu streifen und die Zeugnisse der Edo-Zeit, was Takayama den Zusatznamen Klein-Kyoto einbrachte.

Ich lass nun einmal dahin gestellt, ob der Vergleich mit Kyoto nicht doch die ein oder andere Enttäuschung beinhaltet, denn mit der Pracht und dem grandiosen Angebot an Sehenswürdigkeiten kann der Ort sicherlich nicht Schritt halten.

Dennoch die Altstadt mit seinen kleinen Geschäften und den kleinen Handwerksgeschäften hatten wir ja schon kennenlernen dürfen. Heute ging es darum noch etwas mehr durch den Ort zu streifen und die anderen Perlen des Ortes zu finden. Ein guter Stadtplan, den es sogar in Deutsch gab, was ich wirklich toll fand, erleichterte den Rundgang trefflich.

Unseren Rundgang begannen wir mit dem neben unserem Hotel gelegenen Schrein. So klein die Anlage sie war, dennoch gab es allerlei größere und kleinere Schätze entdecken. Ich muss gestehen, dass mir sicherlich das ein oder andere entgangen wäre, hätte mich Eri nicht darauf aufmerksam gemacht.

20131223_020340_IMG_8571_ji Besonders hübsch fand ich immer wenn Skulpturen mit Schnee bedeckt waren. Das verlieht der Szene immer etwas besonders.

20131223_020724_IMG_8585_ji Vom Schrein ging es zum durch die Stadt verlaufenden Fluss, an dessen Ufern ein morgendlicher Markt stattfinden sollte. Bevor wir jedoch den Markt erreichten, bestaunten wir etwas skurril wirkende Skulpturen auf einer der Bücken, die sich durch übermäßig lange Extremitäten auszeichneten. Welche Bedeutung es hatte, ließ sich nicht ergründen, doch hatte es etwas.

Der Markt war etwas überschaubar. Eri, die zuvor schon einmal mit ihrem Vater hier gewesen war, meinte, dass sie den Markt größer und geschäftiger in Erinnerung hatte. Ich vermutete, dass es einfach an den Temperaturen und den Wetterverhältnissen lag, dass es nur wenige Stände war. Dieses System kannte ich auch von den Berliner Wochenmärkten. Wenn es so richtig kalt wurde, gab es kaum mehr Stände.

So verließen wir die Straße mit den Ständen und schlenderten am Fluß entlang, wo wir mit einer netten Aussicht auf ein großes Tor belohnt wurden und wir konnten eine hübsche kleine Brücke überqueren.

20131226_022325_IMG_1302_ji Dieses Tor (Torii) beeindruckte eröffnete uns den Weg zum nächsten Schrein, der sich als sehr Eindrucksvoll erwies und ich genoss mich dort umzusehen. Einmal entdeckte ich eine Box, voll mit Schreibutensilien und Pinseln. Ich wunderte mich etwas, doch die Lösung fand sich auf einem dort angebrachten Schild. Es war eine Erinnerung an einen bekannten Kalligrafie Künstler und die Leute hatten dort ihre Utensilien als Opfergaben hinterlegt, und sicherlich etwas für ihre eigenen Künste erbeten.

20131226_023539_IMG_1325_ji Neben Hauptschrein fanden wir einen weitern, doch dieser ließ Eri etwas stutzen, denn dort gab es wenig japanische Götter, sondern es war wohl eher eine Indische Gottheit für dieser Schrein errichtet worden war. Dies war in der Tat etwas ungewöhnlich.

Als nächstes Ziel hatten wir uns einen kleinen Hügel auserkoren, auf dem sich die Ruinen eines Schlosses befinden sollten. Auf dem Weg dort hin, kamen wir an der örtlichen Bücherei vorbei. Dort gab es haufenweise Holzstücke, die von den Kindern der Gemeinde zu verschiedenen  Themen bemalt worden waren.

Ich war wie immer beeindruckt zu sehen was mit Phantasie entstanden war, besonders weil sich bei mir, bei solchen Aufgaben immer eine fürchterlich Blockade aufbaut und mir nicht im entferntesten einfällt  was ich machen soll.

20131226_034348_IMG_1471_ji Ein kleines lustiges Schild ließ sich auch noch bei der Bibliothek finden. Auf ihm sah ich einen Hund der Wasser ließ und eine Ameise, die ein Blatt zum Schutz über ihren Kopf hielt. Ich überlegte ob es zu bedeuten hätte, dass Hunde Ameisen nicht auf den Kopf pinkeln sollten. Mit dieser Annahme lag ich natürlich völlig falsch. Dieses Schild sollte sagen, das Hunde auf die dort befindliche Grünanlage nicht Wasser lassen sollen, denn sie haben dadurch das Gras so nachhaltig zerstört, dass es kaputt ging. Ja, so kann man sich täuschen.

Schließlich begann der Anstieg auf den Berg und ich muss sagen es war steil. Doch die Ruine erreichten wir nicht, denn wir hätten durch den dort befindlichen Wald laufen müssen und der Weg war vereist und der Schnee Dronte von den Bäumen zu fallen. So ließen wir diese Attraktion des Ortes aus. Stattdessen versuchten wir einen Blick auf Takayama zu werfen, doch berauschend war die Aussicht nicht und selbst wenn es ihn gegeben hätte, war das Stadtbild nicht wirklich spannend.

20131226_041859_IMG_1530_ji Wir kletterten den Berg wieder nach Unten, um schließich in der Historischen Altstadt zu landen. Diese hatten wir ja schon bei der Illumination kennengelernt, doch jetzt, am Tag wirkte sie ganz anders. Sie war noch immer nett anzusehen, doch ich muss gestehen im Illuminierten Zustand hatte der Ort noch einen ganz anderen Zauber und ich war froh, dass wir hatten es erleben können.

20131226_050530_IMG_1596_ji Bevor wir unsere Abreise in Angriff nahmen, wollten wir uns noch ein Mahl gönnen. Dazu gingen wir in die örtliche Fleischerei mit angeschlossenem Restaurant. Die Preise in der Fleischerei und dem Restaurant waren wirklich sportlich und ich suchte jedes Mal die Goldeinlage, doch die gab es nicht.

Ich gönnte mir etwas für den BBQ Gill und so konnte ich etwas im Tisch eingelassen vor mich hin brutzeln und es mir schmecken lassen.

20131226_060336_IMG_1621_ji Es war 16 Uhr als wir Takayama verließen und wir uns in Richtung Kobe auf machten.

 

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Japan (2010) – Die Hochzeitsreise 03-06 – Kotohira-gū

20110418_082829-IMG_6409_ji 60% Regenwahrscheinlichkeit. Was für eine unerfreuliche Neuigkeit für diesen Tag. Besonders freute ich mich darüber, denn zusätzlich erfuhr ich, dass es bis zum Kotohira-gū Schrein, den wir heute als Ziel ausgewählt hatten, 786 Treppenstufen zu überwinden galt. Oh, und das dann noch im Regen.

So schlecht war das Wetter morgens dann doch nicht, doch das war ohnehin egal, denn wir fuhren Bahn bis in die Stadt Kotohira der Präfektur Kagawa, in der sich der Schrein befand.

In Kotohira angekommen, fing es natürlich pünktlich an zu regnen.

20110418_050622-IMG_6052_ji Schon die Straße die vom Bahnhof weg führte vermittelte mir, durch die dort stehenden Figuren, dass dies ein besonderer und wohl auch schöner Tag werden könnte. Den Regen, der immer stärker wurde, versuchte ich zu ignorieren

Als wir dem Anstieg zum Schrein  beängstigend nahe waren, kamen wir an einem Udon Restaurant vorüber und das nutzten wir, um ein frühes Mittagsmahl einzunehmen und zu Versuchen den Regen auszuhocken.

20110418_055448-IMG_6080_ji Das Essen war wirklich lecker und machte der Tatsache, dass diese Präfektur für ihr Udon berühmt war, alle Ehre. Das mit dem Regen aushocken, klappte nur bedingt. Als wir vor das Restaurant traten, war es zwar trocken, doch all zu lange hielt das nicht an.

Bis die ersten Treppenstufen auftauchten, dauerte es nicht lange und ich gebe zu, ganz so brutal sah es nicht aus. Es gab immer ein paar Stufen zu überwinden gefolgt einem mehr oder weniger langer Absatz. Links und rechts gab es viele Geschäfte, in denen der Tourist  glücklich gemacht werden sollten.

Unter anderem wurden Bambusstöcke angeboten, die als Wanderstöcke dienen sollten. Kurz dachte ich über den Erwerb nach, verwarf den Gedanken jedoch, was ich später doch etwas bereute.

20110418_061315-IMG_6130_ji Alsbald erreichten wir ein Schreintor (Torii) und hier wurde ich dann doch etwa blass, als ich sah, in welchem Winkel sich die Stufen nun gnadenlos den Berg hinauf zogen. Ich war froh, dass Eri in einen Laden verschwand und ich den Schock in Ruhe verarbeiten konnte.

Beim Umsehen stellte ich fest, dass an dieser Stelle Männer einen besonderen Service anboten. Man konnte sich von ihnen den Berg hinauf tragen lassen. Wie das genau aussah, konnte ich nicht ergründen, denn niemand nahm das Angebot wahr. Es gab wohl einfach zu wenige Touristen an diesem Tag. Als ich mir das Angebot etwas genauer anschaute, meinte ich eine gewisse Angst in den Augen der Männer zu erblicken. Ich fragte mich, woher das wohl kommen mochte 🙂

20110418_062455-IMG_6161_ji Schließlich wagten wir uns an diesen ersten, für mich anstrengenden Anstieg. Viele Pausen und natürlich die Möglichkeit des Fotografierens, halfen mir diese Kletterei zu überstehen. Natürlich wurden wir von allerlei Volk überholt.

Etwas peinlich war es für mich, nicht die Tatsache, dass mich 90jährige überholten, nö, das war mir egal, eher junge voll durch gestylte Japanerinnen. Nicht nur dass sie sich mit Hochhackigen die Treppen hinauf arbeiteten, nein, man musste auch einen Minirock tragen, der diese Bezeichnung schon fast nicht mehr verdient hatte, so kurz war er.

Wir warteten, bis diese Mädels verschwunden waren, denn man konnte nicht nach oben schauen, ohne, dass es peinlich wurde.

20110418_063646-IMG_6206_ji Nach etwa 400-500 Stufen erreichten wir erneut ein Torii. Mit seiner Durchquerung erreichten wir die eigentliche Tempelanlage. Hier wurde kurzfristig etwas flacher und es gab keine Geschäfte mehr. So war es hier wesentlich besinnlicher und schöner.

Der Weg zog sich nicht grade den Berg hinauf, sondern es gab immer wieder Richtungsänderungen. Diesen Teil des Weges konnte man nicht einsehen und so stöhnte ich jedes Mal, wenn ich um die Ecke kam, und sah, dass es wieder neue Stufen zu überwinden galt.

Schließlich kamen wir um eine Ecke und die Anzahl der Stufen war mir einfach zu monströs. Ich brach innerlich zusammen. Glücklicherweise gab es hier ein Restaurant und es brauchte nicht viel Überredungskunst von Eri, mich hinein zu locken. Wir gönnten uns dort eine Kleinigkeit zu Essen und Tee.

20110418_064009-IMG_6220_ji Während wir versuchten wieder etwas trocken zu werde, nahm draußen der Regen fast Wolkenbruch artige Ausmaße an.

Von einer Bedienung erfuhren wir, dass es nur noch rund 250 Stufen bis zum Haupt Shintō-Schrein seien. Da wollte ich nicht aufgeben und wir nahmen in heftigstem Regen diese letzten Stufen in Angriff.

Trotzdem stöhnte ich jedes Mal, wenn immer mehr Stufen auftauchten und es einfach kein Ende zu geben schien. Es tröstete mich etwas, dass es anderen Menschen ebenso erging. Regelmäßig hörte man Bekundungen der Enttäuschung, wenn die Leute feststellten, dass das Ende einfach nicht in Sicht kam.

20110418_083823-IMG_6465_ji Ich mochte es kaum glauben, als ich schließlich am Haupt Schrein eintraf. Allerdings dämpfte das Wetter etwas die Begeisterung.

Am Aussichtspunkt, von dem man eigentlich einen grandiosen Ausblick haben sollte, schauten wir nur in den Nebel oder in eine Wolke. Ob es das eine oder das andere war, dürfte egal sein. Es gab nichts zu sehen.

Das Wetter war auch Schuld, dass der Aufenthalt etwas kurz ausfiel, obwohl es wirklich viel zu entdecken gab.

Auf den Abstieg freute ich mich wirklich nicht, denn die Stufen waren steil, nass und es gab keine Geländer. Das war der Moment, in dem es mich reute, keinen Stock als Unterstützung für den Abstieg erworben zu haben.

20110418_081408-IMG_6363_ji Ich arbeitete mich schließlich zwar unsicher die Stufen den Berg nach unten und meine Knie meldeten mir langsam, dass sie keine Lust mehr hatten Stufen zu laufen. Doch als es fast nicht mehr ging, hatte ich die letzten Stufen überwunden – dachte ich 🙂 … Am Bahnhof nämlich musste wir von einem Gleis zum anderen wechseln, welches nur über eine Brücke möglich war. Diese Stufen waren dann auch der Moment, an dem ich diese Teile zu Hassen begann. Um so glücklicher war ich, dass wir im Zug einen Sitzplatz bekamen und die Rückfahrt durchaus gemütlich war und dies trotz ländlicher Rush-Hour 🙂

 

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Japan (2011) – Kyoto – 03-03 – Im Reich des Shōguns

20110405_083905-IMG_3155_ji 3 Tage Ausflug sind wirklich nicht viel, bei all den Sehenswürdigkeiten Kyotos. Doch so bleibt noch genug zu entdecken, für viele weitere Ausflüge in diese Stadt.

Für heute stand ein Besuch der Burg Nijō dem ehemaligen Sitz des Shōguns in Kyōto auf unserem Programm. Damit holten wir den geplatzten Besuch meines letzten Kyōto Besuchs nach, denn der Zugang endete schon um 4 Uhr Nachmittags.

Doch bevor wir uns zur Burg auf machten, wollten wir es nicht versäumen den Tempel, den wir direkt vor der Tür gehabt hatten, einen kurzen Besuch abzustatten. Wie ich feststellen durfte, hatte er eine wirklich schöne Park Architektur zu bieten, die im Frühling und Herbst so richtig ihre Schönheit präsentieren konnte.

20110405_030911-IMG_2795_ji Ich konnte am heutigen Tag nur eine Ahnung der Schönheit erhaschen, denn nur zartes Grün und Blüten versuchten der Landschaft Farbtupfer zu verleihen.

Beeindruckend überragt wurde die Anlage von ener fünfstöckigen Pagode, die ich nur bestaunen und mich über die handwerkliche Kunst begeistert zeigen konnte.

Für diesen Aufenthalt hatten wir gerade einmal 30 Minuten zur Verfügung, denn die Bus Intervalle waren sehr spärlich mit 2 Mal pro Stunde und so sputeten wir schließlich, um unsere Fahrgelegenheit in Richtung Bahnhof noch zu erwischen. Natürlich war der Bus wieder Propen voll und mit all meinem Gepäck war es eine Freude chauffiert zu werden. Zum Glück war der Bahnhof die Endhaltestelle und alle verließen mit uns das Gefährt. Das erleichterte den Ausstieg doch gewaltig.

20110405_045903-IMG_2896-02ohne Nach der Entledigung vom Gepäck vertrauten wir uns gleich wieder einem vollen Bus an und landeten schließlich vor den Toren der Nijō Burg.

Natürlich war ich von der Burgmauer einigermaßen beeindruckt und ich musste zugestehen, dass man es auch hier in Japan verstanden hat massiv zu bauen. Doch mehr Begeisterung kam auf, als ich im inneren verschiedene Holz Tore erreichte und sah mit welcher handwerklichen Geschicklichkeit diese verziert worden waren. Ich mochte mich kam satt sehen an den vielen zu entdeckenden Details (klick hier für eine Detailansicht des Tor).

20110405_053440-IMG_2973_ji Schließlich liefen wir auf Socken durch das Hauptgebäude auf quietschenden Holzböden. Als ich diese Geräusche hörte, entsann ich mich, dass dieser Umstand sogar einen Grund hatte. Es quietschte, damit man eindringende ungebetene Gäste hören konnte. Für was so ein quietschender Boden alles gut sein konnte war schon erstaunlich.

Danach streiften wir noch durch die Mauer und Parkanlagen und erneut bedauerte ich, dass der Frühling sich so viel Zeit in diesem Jahr lässt mit seinem Feuerwerk an Farben zu beginnen.

20110405_081132-IMG_3078_ji Als letztes Highlight stand nun noch der Besuch des Hirano-Schrein auf unsere Liste. Huiii, war da was los. Ich staunte nicht schlecht, als ich die Stände und div. Angebote zu sehen bekam. Man feierte wohl reichlich die Kirschblüte und so wurde beherzt zugeprostet.

Ich hatte mir dieses Ziel ausgesucht, da im Reiseführer ein Bild mit einem herrlichen roten Tor und Reihe an ebenso roten Lampen zu sehen gegeben hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Hier war der Frühling schon etwas früher eingezogen und so konnte ich ein Bild der Pracht erhaschen, die die Natur zu bieten hat. Sogar ein Fernsehteam hatte sich hier her bewegt und filmte ausgiebig die Kirschblüten.

20110405_083149-IMG_3137_ji Im Schrein selber gab es einen Baum, den man umrunden konnte, ihn berührte um so seine Wünsche und Sehnsüchte zu formulierte. Eigentlich fand ich das wirklich sehr nett.

Mit einem nochmaligen Spaziergang unter den Kirschbäumen, unter einem herrlich blauen und sonnigen Himmel, beendeten wir unseren Ausflug nach Kyōto.

Was nun kam war nur wieder der Kampf um Sitzplätze und die Fahrt zurück nach Kobe.

 

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Japan (2011) – Kyoto – 02-03 – Viel Tee gegessen (Matcha)

20110404_095325-IMG_2640_ji 3 Matratzen, japanischer Art :-), waren so das Minimum, was mir die Nacht erträglich machte. Dennoch spürte ich meinen Rücken, als ich am Morgen das Aufstehen in Angriff nahm. Zeit zum Jammern blieb allerdings nicht viel, denn wir wollten heute das “10 Yen Gebäude” ansehen.

Natürlich hieß das Gebäude nicht so, sondern es handelte sich um den Byōdō-in Tempel, der lediglich heute seine Fassade auf dem Rückseite des 10 Yen Stück zeigt und aus meiner Sicht ein wirklich hübsches Gebäude darstellt.

Vor der Bewunderung der Schönheit stand ersteimal wieder die Anreise. Da das Gebäude nicht im Zentrum Kyotos zu finden ist, war Zug fahren angesagt. Wir waren glücklicherweise so früh am Zug, so dass es keine Probleme gab einen Sitzplatz zu ergattern.

20110404_043817-IMG_2197_ji Am Reiseziel angelangt, entdeckte ich vor dem Bahnhof ein paar putzige Frauen Figuren. Eri erklärte mir, dass wir hier in einer sehr berühmten Gegend für die Produktion von grünem Tee wären und es sich bei den Figuren um Abbilder von Frauen in den Teefeldern handelt. Wie ich im weiteren noch feststelle, drehte sich hier wirklich sehr viel um das Thema Tee.

Schon der erste Snack, eine Art frittierter Keks, war in seiner Grundmasse ordentlich mit grünem Tee durchsetzt. Es schmeckte wahrlich lecker. So ließ sich der weitere Weg, mit dem Snack in der Hand, durch eine der engen Straßen, die zudem durch Reparaturarbeiten verengt wurde, ertragen, denn Fußgänger, Radfahrer und Autos teilten sich den verbliebenen spärlichen Platz.

Auf letzten Metern zum Byōdō-in Tempel reihten sich Geschäfte, Restaurants und Teehäuser aneinander. Bei fast allen spielte das Thema grüner Tee eine sehr bedeutende Rolle.

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Der Byōdō-in Tempel zeichnete sich für mich durch seine sehr hübsche Parkarchitektur und das sehr ästhetisch schön anmutende Hauptgebäude aus. Ich bedauerte lediglich, dass hier der Frühling noch nicht so weit Einzug gehalten hatte, dass all die Pflanzen in voller Pracht dieses malerische Gelände mit Farbe füllten. Dennoch gefiel es mir so gut, dass wir uns außergewöhnlich lang hier aufhielten.

20110404_060213-IMG_2314_ji Besonders Freude hatte ich an den erblühten Kirschblüten. Um diese wenigen frühen Boten des Frühlings scharrten sich die Besucher und fotografierten was das Zeug hielt. Da wurde selbst ich, mit meinem stets zuckenden Finger, in den Schatten gestellt.

Wir streiften noch durch das in der Anlage befindliche Museum und zu den anderen Gebäuden. Doch alles überstrahlte das Hauptgebäude, das egal aus welcher Richtung man es anschaute, einen großen Eindruck auf mich vermittelte.

Es war vorgerückter Nachmittag, als der Hunger zu drücken begann und wir eines vor den Türen des Tempels liegenden Restaurants aufsuchten. Wir besuchten eines, in dem hausgemachte Nudeln in Suppe angeboten wurden. Natürlich waren diese Nudel auch durchsetzt mit grünem Tee und was soll ich sagen, es schmeckte lecker.

20110404_084155-IMG_2453_ji Selbst das Eis, welches sich Eri als Nachtisch gönnte und das wie ein kleines Kunstwerk einher kam, konnte dem grünen Tee nicht entkommen. Doch es schmeckte ihrer Informationen zu Folge ebenfalls ausgesprochen gut.

So konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt wahrlich behaupten, dass wir reichlich Tee an diesem Tag gegessen hatten.

Als nächstes Ziel stand der Ujigami-jinja Schrein auf unsere zu besuchenden Sehenswürdigkeiten. Um zu ihm zu gelangen galt es den örtlichen Fluss zu überqueren. Dies zu bewältigen gab es zwei Möglichkeiten, zum einen eine Autobrücke oder über hübsche rote Bücken zu denen im Fluss liegenden Inseln.

20110404_085343-IMG_2471_ji Dass wir uns für die Inselvariante entschieden war zweifelsfrei. Besonders, da es dort hübsche Kirschbäume gab. So flanierten wir am Fluss entlang und genossen die Pracht der Kirschblüten.

Auf den Ujigami-jinja Schrein waren wir schon sehr gespannt, denn er war  von der UNESCO zum Weltkulturerbe Historisches Kyōto (Kyōto, Uji und Ōtsu) ernannt. Natürlich wollten wir erkunden warum dies so war.

Obwohl es sich nicht um ein atemberaubend beeindruckendes Gebäude handelte, verströmte es seinen Charme und als historisches Gebäude, hatte es auf jeden Fall die Auszeichnung zum Weltkulturerbe verdient.

20110404_092922-IMG_2566_ji Was mich etwas verwunderte, waren die beiden Sandhügel in der Anlage. Ich dachte spontan man hätte irgendwelche Reparaturarbeiten. Ach, wie peinlich war diese Überlegung. Nein, es war Sand, dem an erwarb und dann wieder verstreute, um dadurch seine Seele zu reinigen. Tja, so geht es einem, wenn man sich nicht auskennt.

Damit endete unser Ausflug ins historische Kyoto für diesen Tag. Nun galt es nur noch wieder zum Hotel zurückzukehren. Was erneut bedeutete Zug zu fahren. Da nun die Rushhour begann, war der Zug relativ voll und dennoch ergatterten wir einen bequemen Sitzplatz.

20110404_103057-IMG_2712_ji In Kyoto stürmten wir nur noch einen Supermarkt in dem wir uns für den Abend verpflegten. Doch die Preise in diesem Markt  schlugen uns etwas auf den Magen und so machte dieser Einkauf nicht wirklich Spaß. Trotzdem verließen wir mit vollen Tüten das Geschäft und überließen uns einem ruhigen und gemütlichen Abend mit Blick auf den beleuchteten Tō-ji Tempel.

 

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