Japan (2015) – Kii-Tanabe – Flohmarkt

Japan (2015) - Kii-TanabeHeute war eigentlich einer von diesen diversen „Fahr-Tagen“, die uns zum nächsten Ort brachten.

Wir stimmten die Fahrt derart ab, dass wir so am Ziel ankamen, um gleich im nächsten Hotel einzuschenken. So ergab sich für uns die Möglichkeit,  etwas den Strand von Kii-Tanabe genießen zu können .

Wir verließen also unsere Unterkunft, deponierten aber noch unser Gepäck dort, und machten uns auf in Richtung Strand, welcher etwa sagenhafte 100 Meter entfernt lag.

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Australien – … und wie schusselig kann man sein?

20070508_110600 Bevor ich nach Australien aufbrach erzählte ich einem Kollegen, dass ich mit dem Indian-Pacific, dem Zug, der Sydney mit Perth verbindet, fahren würde und ich beabsichtige in paar Tage in Perth zu bleiben.
Er fragte mich, wann ich in Perth ankommen würde und da ich die Fahrt schon gebucht hatte, konnte ich ihm den Termin sogar geben. Ich wusste zwar, dass er einen Bruder in Perth hatte, doch irgendwie hatte ich dieser Tatsache keine sonderliche Bedeutung beigemessen.

Als ich nach einer rund 70stündigen Fahrt in Perth ankam und am Gleis stand und mich mit einem anderen Deutschen unterhielt, denn wir mussten wie im Flughafen auf unser Gepäck warten, wurden wir von einem Mann angesprochen, der uns fragte, ob wir einen Herrn …. kennen würden. Ich gebe zu, richtig verstanden hatte ich den Namen nicht und trotzdem meinte ich „Nein, kenne ich nicht“. Doch irgendwie war mir der Name bekannt vorgekommen und so lief ich dem Mann  hinterher und fragte erneut wen ersuche. Wen wundert’s, es stellte sich heraus, dass er mich gesucht hatte. Wie ich nun  erfuhr, war es der Bruder meines Kollegen. Er holte mich hier ab und lud mich und den anderen Deutschen, den ich bis zu meiner Unterhaltung am Bahnsteig nicht kannte, zu sich ein. Ich war wahrlich überrascht und zugleich sehr erfreut.

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes machte man sich die Mühe und stellte uns etwas Perth und seine Umgebung vor. Auf solch eine angenehme Art und Weise diese Region kennenzulernen hatte ich wirklich nicht gerechnet und so genoss ich es aus vollen Zügen.

20070509_044801Am Tag darauf starteten wir unsere eigene Erkundung der Stadt und ich stellte fest, dass sie mir gefiel. Auch wenn die Innenstadt durch Hochhäuser dominiert war, fühlte ich mich nicht so erschlagen und obwohl es die größte Stadt der australischen Westküste war, kam mir Perth  trotzdem nicht wie ein Tiegel aus Stress und Geschäftigkeit vor. Alles schien ruhiger und entspannter abzulaufen.

Das grandiose Wetter nutzen wir auch, um einen Ausflug nach Frementle zu unternehmen. Dabei lockte uns die Aussicht eines der kulturellen Zentren Perth zu erkunden und frische Seeluft schnuppern zu können. Dass es dort auch eine sehr ansprechende Architektur und Sehenswürdigkeiten gab, lernten wir erst vor Ort. Auf jeden Fall wurde es ein Tag den voll und ganz genossen.

Völlig entspannt und beeindruckt von den Sehenswürdigkeiten, nahmen wir irgendwann die Rückfahrt in Angriff. Wir wollten noch bei Tageslicht den Kings Park (englischer sprachiger Link) erreichen, den von dort hatte man einen grandiosen Blick auf Perth.

Wir hatten gerade die Innenstadt erreicht und waren ein paar Minuten gelaufen, als sich bei mir ein Gefühl etwas zu vermissen einstellte. Ich konnte es aber nicht wirklich mit Fakten untermauern. Also grübelte und grübelte ich, bis es mir plötzlich aufging was ich vermisste. Es war meine Fototasche. Diese Erkenntnis zuckte wie ein Blitz durch meine Gedanken mit der Erkenntnis, dass ich keinerlei Erinnerung daran hatte, wo ich sie hatte stehen lassen. Es konnte irgendwo in Frementle gewesen sein, aber auch in der Bahn. Ich hatte keine Ahnung.

20070508_030149 Schließlich nahm ich einfach einmal an, dass ich die Tasche in der Bahn vergessen hatte, denn dies war erst einmal die einfachste Möglichkeit mit der Suche zu beginnen. Dazu ging es zurück zum Bahnhof und auf direktem Wege zur “Bahnpolizei”

Dort erzählte ich von meinem Ungemach und man nahm sich auch gleich meinem Problem an. Es vergingen quälend lange 3 Stunden, bis erste Nachrichten eintrudeln. Es stellte sich heraus, dass jemand etwas gefunden hatte. Ob, es meine Tasche war, vermochte man nicht zu sagen. Der Finder hatte die Tasche nämlich nicht der “Polizei” aushändigen wollen. Man traute ihr nicht. Hatte sie stattdessen nach Hause mitgenommen.

Ich stellte mir nun die Frage, ob und wie wir zu diesem Finder gelangen konnten, um zu prüfen, ob es denn meine Tasche sei und auch hier war die “Polizei” hilfreich. Man brachte uns mit einem Dienstfahrzeug zum Haus des Finders. Welch eine großzügige Geste.

Es stellte sich heraus, dass eine Frau tatsächlich meine Tasche gefunden hatte und mir viel mehr als nur ein Stein vom Herzen, denn nun  bemerkte ich auch, dass ich an diesem Tag sogar meinen Geldbeutel und all meine Dokumente in dieser Tasche verstaut hatte. Was für ein Glück ich hatte wurde mir erst jetzt vollends bewusst und ich war all den Helfern mehr als dankbar. Die Finderin wollte lediglich ein Wort des Dankes akzeptieren, was ich ihr aus vollem Herzen auch gab.

Etwas leid tat mir die Frau, denn sie hatte wegen meiner Tasche etwas Ärger bekommen. Denn ihr Vater arbeitete für die Bahngesellschaft und er hatte kein Verständnis dafür gehabt, dass sie der “Polizei” (eine private Sicherheitsfirma) nicht getraut hatte und liebe selber meine Tasche in Verwahrung genommen hatte.

Als wäre ich heute nicht schon von Glücksmomenten überhäuft worden, wurden wir sogar noch zu unseren Gastgebern zurück gefahren.

IMG_1012 Am kommenden Tag ging es nach „Rottnest Island„. Eine kleine Insel vor der Küste Perths, welche für Tagesausflügler sehr beliebt ist und es Tiere und Natur zu Hauf zum Genießen gibt.

Da dort Kraftfahrzeuge verboten waren war man auf seine Beine oder die angebotenen Fahrräder angewiesen. Wir entschieden uns Fahrräder zu mieten und die Insel auf diesem Wege zu erkunden. So entdeckten wir hübsche Strände, herrliche Dünen, felsige Küstenabschnitte aber auch seine tierischen Bewohner die Quokkas, eine besonders kleine Art von Kängurus.

IMG_1016 Alles in allem ließ sich der Tag wirklich genießen. Wir hatten uns bis an das eine Ende der Insel vorgearbeitet, als es hieß die Rückfahrt anzutreten, denn die Fähre wartete nicht auf uns, um wieder zum Festland zurückzugelangen.

Wir waren gerade losgefahren, als mir eine der Pedalen am Rad abbrach.  Ich schaute ziemlich dumm aus der Wäsche, denn wie sollte ich mit nur einer Pedale am Rad fahren und zudem rechtzeitig die Fähre erreichen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als mit nur einer Pedale Fahrrad zu fahren. Es ging erstaunlich gut und wir überholten sogar andere Radfahrer.

Beim Radverleih angelangt, zeigte nur die Pedale und das Rad und schon meinte man, ich würde meine Radmiete zurückerstattet bekommen. Da war ich aber platt. Kein Diskutieren, ein Argumentieren, einfach so wurde mir das Geld erstattet. Ich fand es nett und großzügig.

IMG_1009 So hatte dieser Ausflug, trotz des Ungemach ein positives Ende gefunden.

Der folgende Tag stand im Zeiten meiner Abreise aus Perth. Es sollte zurück nach Melbourne gehe, von wo ich meine Heimreise antreten würde.

Zum Flughafen wurde ich von meinen Gastgebern gebracht was ich wirklich als eine sehr nette Geste empfand. Am Flughafen angelangt wurde ich aus dem Fahrzeug entlassen und man fragte mich „Andre, hast du auch alles“. Ich schaute mich im Fahrzeug um und meinte „Ja, ich habe alles“.

So ging ich in den Flughafen und meine Gastgeber fuhren zurück in die Stadt.

Ohne mich lange aufzuhalten, ging ich an den Schalter meiner Fluggesellschaft, um mich alle Formalitäten zu erledigen. Schon auf dem Weg dort hin, fühlte ich mich etwas Unwohl und es beschlich mich das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Als ich schließlich am Schalter angelangt war, wusste ich was es war. Ich hatte meine  Fototasche irgendwo vergessen. Ich war mir sicher, dass sie im Fahrzeug war. Doch diese Erkenntnis nutzte mir nun nichts, denn ich konnte meine Gastgeber nicht mehr erreichen. So blieb mir nichts anderes übrig, als zu einem späteren Zeitpunkt Kontakt mit ihnen aufzunehmen und zu versuchen die Tasche wieder zu erhalten.

Da ich in Melbourne aber noch fotografieren wollte, kaufte ich mir im zollfreien Bereich einen Ersatzapparat, was mir aber nicht wirklich leicht viel, denn auch dieser kostete noch ein Sümmchen. Doch ich tröstete mich, dass ich auch noch meinen restlichen Urlaub mit ein paar Aufnahmen festhalten konnte.

me010 In Melbourne hatte ich mich in eine Jugendherberge eingemietet von der aus ich einfach meine  Ausflüge in die Stadt koordinieren und durchführen konnte.

Während einer dieser Ausflüge verschlug es mich einmal in eine Post, denn es galt noch ein paar Postkarten zu versenden. Nach diesem Vorhaben erkundete ich einen Supermarkt, der sich im selben Gebäude wie die Post befand. Während ich nun zwischen den Lebensmittelregalen umherstreifte, stellte sich erneut das Gefühl des Verlustes ein.

Ich musste nicht lange nachdenken oder Grübeln was die Ursache war. Mein Fotoapparat war weg.

me040 Mir war gleich klar, dass ich ihn wohl in der Post hatte liegen lassen. Also ging es auf direktem Wege zurück. Ich hoffe wirklich inständig, dass ich ihn finden würde, denn noch einen Verlust wollte ich nicht wirklich hinnehmen wollen.

Doch auch dieses Mal war mir das Glück hold. Der Apparat lag noch genau an jener Stelle, an der ich ihn zurückgelassen hatte. Ich schwor mir nun wirklich bessere auf meine Sachen aufzupassen und zuzusehen, dass mir so etwas nicht nochmal passierte. Diese extreme Häufung von Missgeschicken in so wenigen Tagen, ließ mich wirklich an mir und meiner Gedächtnisleistung  zweifeln.

Ich war froh, dass ich es ab diesem Moment wirklich schaffte ohne jeden Weiteren Verlust bis nach Hause zu gelange, wenngleich dies nicht wirklich eine Leistung war, denn ich hatte gerade einmal 2 Tage zu überstehen.

Südamerika (2009) – Chile – 34. Tag – Ups 2.0 (09.09.2009)

Dieser Tag begann wahrlich erfreulich,`denn wir wollten unseren Ausflug erst um 9:30 Uhr beginnen. An solch eine erfreuliche Zeit konnte ich mich für den gesamten Urlaub nicht erinnern. Da ich es mir am Vorabend wirklich hatte schmecken lassen, konnte ich sogar das Frühstück ausfallen lassen, denn Hunger war weit und breit nicht zu entdecken.

Für den heutigen Morgen stand ein Museumsbesuch an, in dem ein Einblick in die Besiedlung der Region gegeben werden sollte. Die Fahrt dort hin erfolgte via Minibus.

Anfangs führte die Fahrt durch den Ort und schließlich ging es durch ein Tal in dem links und rechts Olivenhaine standen. Die Spanier hatten hier schon sehr früh Oliven eingeführt. Es stellte sich leider heraus, dass diese Oliven schlecht zur Ölgewinnung geeignet war, dafür aber wirklich sehr schmackhaft waren. Dennoch hatte man Ölmühlen gebaut und solch eine Ölmühle diente heute als Museum.

Im Verlaufe des Besuches erfuhr man viel über die Besiedelung und die Entwicklung der Region, doch das besondere waren die gefundenen und hier ausgestellten rund 7000 Jahre alten Mumien. Man hatte sich bei der Präparate sehr viel Mühe gegeben und so konnte man auch heute sehr gut erhaltene Exponate sehen.

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Gegenüber vom Museum gab es einen kleinen Stand mit tollen Leckereien aus Oliven. Gerne hätte ich etwas erstanden, doch da am nächsten Tag die Rückreise nach Deutschland beginnen sollte, musste ich den Gedanken verwerfen.

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Zurück im Hotel ging es darum die Zimmer zu räumen und in das Hotel für diese Nacht um zuziehen. Sah man davon ab, dass man wieder alles gepackt haben und die Treppe hinunter geschleppt sein musste, ging es Ratz Fatz und wir standen vor unserem letzten Hotel.

Hier stellte sich erst einmal heraus, dass unser Fahrzeug, welches so schön die vergangenen 5 Wochen uns von einem Ort zum anderen transportiert hatte, noch nicht wieder unter den Leben en war. Das benötigte Ersatzteil konnte noch nicht beschafft werden. Dafür hatte man ein anderes aus der Kondor Flotte stammendes Fahrzeug aktiviert und so stand uns für den Rest des Tages ein Untersatz zur Verfügung, der uns so vertraut war.

Bevor der nachmittägliche Ausflug beginnen sollte, konnten die Zimmer bezogen werden und es gab Mittagessen am Gefährt. Nachdem alles verputzt und gereinigt war, hockten wir uns in das Fahrzeug und waren bereit die restlichen Aktivitäten in Angriff zu nehmen.

Der Artikel würde nicht heißen wie er hisst, wenn das es so geklappt hätte wie geplant. Wie und was genau passierte, bekam ich nicht so recht mit. Das Ergebnis war jedoch, dass letztlich der Fahrzeugschlüssel im Schloss abgebrochen war und eine Fahrt so nicht mehr möglich war. Also wenn das keine ordentliche Pechsträhne war, dann weiß ich auch nicht.

Um aus der Situation den Druck zu nehmen entschieden wir uns selbsttätig den Tag in Arica zu verbringen und vielleicht einen Spaziergang zum Pazifik zu unternehmen.

Ich landete schließlich an einem Strandabschnitt, der nun wirklich nicht zum Verweilen und Aufenthalt einlud, da man vorsichtig über Dreck und Müll sich den Weg zum Wasser bahnen musste. Dennoch hielt ich mich hier geraume Zeit auf, denn zum einen konnte man den Blick über eine Abfrack Werft streifen lassen, aber auch einer Vielzahl an Vögeln zuschauen. So ließ sich die Zeit wirklich trefflich verbringen.

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Im Verlaufe meines Spaziergangs folgte ich schließlich stillgelegten Schienen und gewann eine bedeutende Erkenntnis. An einer Stelle bildete der Schienenstrang eine Brücke, die zwar nicht hoch war, vielleicht 2 Meter, doch sie überspannte einen Kanal. Ich hätte hier von Bohle zu Bohle laufen müssen und ich erinnerte mich, dass ich das mal konnte. Doch war ich wohl im Verlaufe meiner Reisen zu oft abgestürzt und so verwandelten sich meine Knie in wahren Pudding, als ich plötzlich nur noch Luft unter den Schienen sah. Ich war nichtmehr in der Lage auch nur einen Schritt zu tun, ohne panische Angst zu haben die nächste Schwelle nicht zu treffen und mich zu verletzen. Mir blieb wirklich nichts anderes übrig als mich hinzu hocken und irgendwie nach unten zu klettern, bis ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Diese Erkenntnis betrübte mich schon sehr, denn sie bestätigte meinen Verdacht, dass ich meine Trittsicherheit völlig verloren hatte.

Ich streunte noch etwas an etwas angenehmeren Strandabschnitten herum, ging dann aber alsbald zum Hotel zurück, denn mein Gepäck musste noch für den Rückflug umgebaut werden und wie lang ich dafür brauchen würde wusste ich wirklich nicht.

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Am Abend fand das große Abschlussessen statt und es wurde langsam wirklich bewusst, dass diese Tour nun wirklich ihr Ende gefunden hatte. Nun blieb nur noch zu warten was der Rückflug bringen würde.

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Südamerika (2009) – Brasilien – 04. Tag – Erkundung der Insel „Ilha Do Mel“ (10.08.2009)

Als ich beim Studium im Vorfeld der Reise die Beschreibung zu diesem Tag las, das Wort „mehrstündige“ Wanderung las und an mir herunter schaute, wusste ich, dass diese Wanderung für mich wohl eher nicht in Frage kommt. Diesem Wunsche kam man entgegen, doch verzichten brauchte ich deswegen auf die Besichtigung nicht. Ich nahm lediglich ein anderes Bötchen, welches mich zum Endpunkt der geplanten Wanderung brachte.

Wegen der halbstündigen Überfahrt machte ich mir etwas Sorge, denn ich neige doch sehr dazu Seekrank zu werden. Ich hatte dieses Mal jedoch Glück und ich konnte die gesamte Überfahrt genießen. Außer mir war nur noch der Dorfpolizist an Bord und so konnte ich nach allen Seiten über das Meer blicken. Die Hügelkette die sich auf dem Festland entlang zogen und mit zunehmender Entfernung immer besser zur Geltung kamen verzückten mich. Ich genoss es sehr sie teilweise steil und bizarr in den Himmel ragen zu sehen.

Infos zur Insel „http://de.wikipedia.org/wiki/Ilha_do_Mel“

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Auf der Insel angelangt, begann ich sogleich meinen Rundgang. Vom Hafen ging es über einen Sandweg an vielen kleinen Läden vorüber. Im Moment schien keine Saison zu sein und so waren die meisten Läden geschlossen. Bei der Masse der Unterkünfte und Angeboten war hier sicherlich zur Saison sehr viel los. Ich war froh, diese Ruhe war mir lieber.

Ich landete schnell auf der anderen Seite der Insel von wo ich mein erstes Ziel einen Leuchtturm entdeckte. Der Weg dort hin erwies sich als etwas abenteuerlich. Dies machte sich durch sehr feuchte Wegabschnitte bemerkbar und alsbald stampfte ich etwas durch Schlamm und Dreck. Irgendwie scheint mir diese Art der Fortbewegung im Blut zu liegen.

Am Wegesrand entdeckte ich viele hübsche Blümchen, Blätter und Farne. So kann sich jeder vorstellen, der mich kennt, dass ich nicht wirklich schnell vorwärts kam. Mich störte es nicht, denn die Sonne schien und ich fühlte mich wohl.

Kurz bevor ich den Leuchtturm erreichte kam ich durch eine herrliche Baumallee. Diesen Ort erklärte ich sogleich zu meiner Lieblingsstelle. Zum einen wirkte sie sehr europäisch, doch der Hauptgrund waren zwei Bänke mit einem wirklich hübschen Ausblick. Diese Stelle nutze ich später auch für eine sehr genussvolle Stunde.

Doch jetzt ging es weiter zum Leuchtturm. Kurz bevor der Anstieg beginnen sollte bog ich auf einen Strand ab und staunte, nachdem ich bislang nur durch Morast gelaufen war, wie herrlich er war. Ich genoss den weißen Sand unter den Süßen. Es kam dabei wirklich Urlaubsstimmung auf.

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Der Aufstieg zum Leuchtturm war durch einen hübschen Steinweg und Stufen zwar steil, aber sehr bequem. Je höher der Weg mich führte um so grandioser wurden die Aussichten. Ich blieb oft stehen, atmete tief durch und zog die Luft und die Eindrücke in mich ein.

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Den Rückweg zum Hafen gestaltete ich etwas anders. Ich lief nun durch den kleinen Ort. Die Straßen waren schmale Sandpfade und das gefiel mir sehr gut. So gab es hier keinen Verkehr, sondern nur Genuss.

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Gütertransport auf der Insel, da es keine Fahrzeuge gibt

Am Hafen hatte gerade ein Schiff mit Gütern angelegt und diese wurden einzeln an Land getragen, um anschließend auf Karren geladen zu werden und ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. So ließ sich die Wartezeit herrlich verleben.

Schließlich tauchten die anderen auf. Wir setzten uns noch kurz in eine Bar, um den Aufenthalt ausklingen zu lassen. Lustig an diesem Besuch war, dass die Bestellung etwas holperig ausfiel, denn viele der Sachen die ich gerne gehabt hätte, gab es nicht mehr. Ich musste meine Bestellung gleich mehrere Male anpassen.

Während nun lautstark im Hintergrund Reggae Musik lief, hockten wir zusammen, plauderten, genossen unsere Getränke und genossen Meeresfrüchte. So ließ sich die Reise wirklich genießen.

Die Rückfahrt Boot mir ein herrliches Lichtspiel und so bot sich mir die Landschaft in ganz anderem Bild. Es ist immer ein Genuss zu sehen zu welchen herrlichen Spielen die Natur fähig ist.

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Den Zeltplatz hatten wir am Morgen schon geräumt. Wir fuhren noch eine kurze Strecke bis in die Hafenstadt Paranagua, wo der Abend und Tag mit einem Inselaufenthalt aus klang.

Ach, einen kleinen Schrecken gab es doch noch, denn wir erfuhren, dass wir am kommenden Tag 750 km fahren wollten und wir um 4 Uhr zum Frühstück auftauchen sollten.

Südamerika (2009) – Brasilien – 03. Tag – Zugfahrt & Atlantik (09.08.2009)

Dieser Tag begann für einen Urlaub nach meinen Maßstäben sehr früh, denn schon um 6 Uhr mußte gefrühstückt werden. Auch wenn mir vorgeworfen wird, ich würde immer vom Essen reden, möchte ich hier erwähnen, dass das angebotene Mahl wirklich schick war. Ich fand alles, was mir ein Frühstück ausmacht – Ei, Wurst, Käse, Säfte und vieles mehr.

Für heute stand eine Zugfahrt auf unserem Programme, die uns vom Inland in Richtung Küste bringen sollte. Sie war seinerzeit errichtet worden, um den Güterfluß zwischen diesen beiden Regionen zu verbessern, denn die Bergkette die sie trennte machte den Güteraustausch sehr schwierig. So schwer es war Waren zu transportieren, so aufwendig, teuer und abenteuerlich war die Errichtung der Eisenbahnstrecke. Für den Ausflug sollte dies aber zumindest eine aufregende und abenteuerliche Fahrt werden und da das Wetter gut zu werden sollte, war die Spannung sehr groß. Leider spielte der Wettergott nicht wirklich gut mit. So gab es bis zur Bergkette wirklich den Anschein eines grandiosen Tages, doch als wir den höchsten Punkt erreichten und die Wetterscheide überschritten hatte, wurde es so nebelig und regnerisch, dass von den tollen Aussichten nichts mehr übrig blieb. So betrüblich sich das anzuhören mag, war es denn dann für mich nicht, denn die Fahrt führte durch tollen Regenwald und der zeigte bei diesen Wetterbedingungen sein bestes Gesicht. Allzu gern wäre ich ausgestiegen und hätte es genossen. Doch auch ansonsten gefiel mir die Fahrt gut und vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal die Gelgenheit die grandiosen Ausblicke zu sehen.

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Am Zielbahnhof wurden wir eingesammelt und es ging zum Ort unserer heutigen Übernachtung, einem Zeltplatz direkt am Atlantik gelegen. Als wir ankamen waren die Wetterbedingungen nicht wirklich viel besser als während der Zugfahrt, doch handelte es sich lediglich um Tau der sich absetzte und so deutlich zu spüren war, dass ich fast meinte es würde regnen.

Nachdem wir unser Mittagsmahl eingenommen hatten, ging es heute das erste Mal daran die Zelte aufzubauen. Für mich entstand nach dem Aufbau einen wahrer Ballsaal, denn ein Zelt für 2 Personen nur für mich, da lässt es sich herrlich ausbreiten.

Den weiteren Nachmittag durften wir am Strand verbringen und da der Wettergott doch ein Einsehen hatte, wurde es zu einem wirklichen Vergnügen den Strand zu erkunden.

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Der Abend fand einen leckeren Ausklang mit sehr schmack haften Flüsterton Gerichten, in denen sich allerlei Leckereien befanden und nicht nur mir ausgesprochen mundeten.

Die Anreise noch in den Knochen zog ich mich rasch zurück und schlief so schnell ein, dass mir jegliche Erinnerung an diese Ereignis fehlt.