Japan (2015) – Kōya-san – Kobo Daishi Gobyo

Japan (2015) - Kōya-sanBislang standen die diversen Aufenthalte und Besuche noch ganz unter dem Zeichen meinen Jetlag zu überstehen, doch jetzt wurde es ernst, denn wir wollten nun das erste wirklich spannende Reiseziel besuchen und zwar den Ort Kōya-san.

Kōya-san bezeichnet weniger einen Ort als ein Gebiet, welches eine Gruppe von Bergen umfasst und heute als ein wahrlich heiliger Ort für den Shingon Buddhismus gilt.

Eine richtige Vorstellung, was mich erwarten würde, hatte ich nicht, obwohl ich mir div. Bilder und Videos angesehen hatte.

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Japan (2013/14) – Nara – Bekanntes und Neues

20140117_054555_IMG_0313_jiGerade aus Hiroshima zurück, hatte ich den Wunsch geäußert nochmals einen Ausflug nach Nara zu unternehmen. Dies würde dann auch der letzte Ausflug während dieses Urlaubes sein, denn danach hatten wir uns intensiv um das Packen unserer Koffer und dem Aufräumen unserer Unterkunft in Kobe zu kümmern.

Doch für diesen Tag wollten wir nicht an die Abreise denken, sondern uns ganz auf den Besuch von Nara einlassen. Insgeheim hofften wir in einer Mochi Manufaktur zu erleben wie mit purer Muskelkraft diese zähe, für Japaner extrem schmackhafte Speise hergestellt wird.

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Japan (2013/14) – Hiroshima – Miyajima

20140115_082129_IMG_9018_jiFür diesen Tag hatten wir uns den Besuch einer kleinen Insel vorgenommen. Wir wollten Miyajima, die “Schrein-Insel” besuchen. Der Name war damit auch Programm, denn wir würden divers Schreine besuchen.

Besonders bekannt ist die Insel für sein großes, rotes, im Meer stehenden Tori und es war auch jene Sehenswürdigkeit, die in mir den Wunsch eines Besuches von Miyajima ausgelöst hatte.

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Japan (2011) – Kyoto – 02-03 – Viel Tee gegessen (Matcha)

20110404_095325-IMG_2640_ji 3 Matratzen, japanischer Art :-), waren so das Minimum, was mir die Nacht erträglich machte. Dennoch spürte ich meinen Rücken, als ich am Morgen das Aufstehen in Angriff nahm. Zeit zum Jammern blieb allerdings nicht viel, denn wir wollten heute das “10 Yen Gebäude” ansehen.

Natürlich hieß das Gebäude nicht so, sondern es handelte sich um den Byōdō-in Tempel, der lediglich heute seine Fassade auf dem Rückseite des 10 Yen Stück zeigt und aus meiner Sicht ein wirklich hübsches Gebäude darstellt.

Vor der Bewunderung der Schönheit stand ersteimal wieder die Anreise. Da das Gebäude nicht im Zentrum Kyotos zu finden ist, war Zug fahren angesagt. Wir waren glücklicherweise so früh am Zug, so dass es keine Probleme gab einen Sitzplatz zu ergattern.

20110404_043817-IMG_2197_ji Am Reiseziel angelangt, entdeckte ich vor dem Bahnhof ein paar putzige Frauen Figuren. Eri erklärte mir, dass wir hier in einer sehr berühmten Gegend für die Produktion von grünem Tee wären und es sich bei den Figuren um Abbilder von Frauen in den Teefeldern handelt. Wie ich im weiteren noch feststelle, drehte sich hier wirklich sehr viel um das Thema Tee.

Schon der erste Snack, eine Art frittierter Keks, war in seiner Grundmasse ordentlich mit grünem Tee durchsetzt. Es schmeckte wahrlich lecker. So ließ sich der weitere Weg, mit dem Snack in der Hand, durch eine der engen Straßen, die zudem durch Reparaturarbeiten verengt wurde, ertragen, denn Fußgänger, Radfahrer und Autos teilten sich den verbliebenen spärlichen Platz.

Auf letzten Metern zum Byōdō-in Tempel reihten sich Geschäfte, Restaurants und Teehäuser aneinander. Bei fast allen spielte das Thema grüner Tee eine sehr bedeutende Rolle.

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Der Byōdō-in Tempel zeichnete sich für mich durch seine sehr hübsche Parkarchitektur und das sehr ästhetisch schön anmutende Hauptgebäude aus. Ich bedauerte lediglich, dass hier der Frühling noch nicht so weit Einzug gehalten hatte, dass all die Pflanzen in voller Pracht dieses malerische Gelände mit Farbe füllten. Dennoch gefiel es mir so gut, dass wir uns außergewöhnlich lang hier aufhielten.

20110404_060213-IMG_2314_ji Besonders Freude hatte ich an den erblühten Kirschblüten. Um diese wenigen frühen Boten des Frühlings scharrten sich die Besucher und fotografierten was das Zeug hielt. Da wurde selbst ich, mit meinem stets zuckenden Finger, in den Schatten gestellt.

Wir streiften noch durch das in der Anlage befindliche Museum und zu den anderen Gebäuden. Doch alles überstrahlte das Hauptgebäude, das egal aus welcher Richtung man es anschaute, einen großen Eindruck auf mich vermittelte.

Es war vorgerückter Nachmittag, als der Hunger zu drücken begann und wir eines vor den Türen des Tempels liegenden Restaurants aufsuchten. Wir besuchten eines, in dem hausgemachte Nudeln in Suppe angeboten wurden. Natürlich waren diese Nudel auch durchsetzt mit grünem Tee und was soll ich sagen, es schmeckte lecker.

20110404_084155-IMG_2453_ji Selbst das Eis, welches sich Eri als Nachtisch gönnte und das wie ein kleines Kunstwerk einher kam, konnte dem grünen Tee nicht entkommen. Doch es schmeckte ihrer Informationen zu Folge ebenfalls ausgesprochen gut.

So konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt wahrlich behaupten, dass wir reichlich Tee an diesem Tag gegessen hatten.

Als nächstes Ziel stand der Ujigami-jinja Schrein auf unsere zu besuchenden Sehenswürdigkeiten. Um zu ihm zu gelangen galt es den örtlichen Fluss zu überqueren. Dies zu bewältigen gab es zwei Möglichkeiten, zum einen eine Autobrücke oder über hübsche rote Bücken zu denen im Fluss liegenden Inseln.

20110404_085343-IMG_2471_ji Dass wir uns für die Inselvariante entschieden war zweifelsfrei. Besonders, da es dort hübsche Kirschbäume gab. So flanierten wir am Fluss entlang und genossen die Pracht der Kirschblüten.

Auf den Ujigami-jinja Schrein waren wir schon sehr gespannt, denn er war  von der UNESCO zum Weltkulturerbe Historisches Kyōto (Kyōto, Uji und Ōtsu) ernannt. Natürlich wollten wir erkunden warum dies so war.

Obwohl es sich nicht um ein atemberaubend beeindruckendes Gebäude handelte, verströmte es seinen Charme und als historisches Gebäude, hatte es auf jeden Fall die Auszeichnung zum Weltkulturerbe verdient.

20110404_092922-IMG_2566_ji Was mich etwas verwunderte, waren die beiden Sandhügel in der Anlage. Ich dachte spontan man hätte irgendwelche Reparaturarbeiten. Ach, wie peinlich war diese Überlegung. Nein, es war Sand, dem an erwarb und dann wieder verstreute, um dadurch seine Seele zu reinigen. Tja, so geht es einem, wenn man sich nicht auskennt.

Damit endete unser Ausflug ins historische Kyoto für diesen Tag. Nun galt es nur noch wieder zum Hotel zurückzukehren. Was erneut bedeutete Zug zu fahren. Da nun die Rushhour begann, war der Zug relativ voll und dennoch ergatterten wir einen bequemen Sitzplatz.

20110404_103057-IMG_2712_ji In Kyoto stürmten wir nur noch einen Supermarkt in dem wir uns für den Abend verpflegten. Doch die Preise in diesem Markt  schlugen uns etwas auf den Magen und so machte dieser Einkauf nicht wirklich Spaß. Trotzdem verließen wir mit vollen Tüten das Geschäft und überließen uns einem ruhigen und gemütlichen Abend mit Blick auf den beleuchteten Tō-ji Tempel.

 

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Japan (2011) – Kyoto – 01-03 – Die Schönheiten der Stadt

20110403_085951-IMG_1820_ji Es stand eine, nach japanischen Verhältnissen, lange Reise an. Ganze 3 Tage wollten wir Kyoto erkunden. Nun waren wir zwar schon im Vergangen Jahr dort und es mag Stimmen geben, die sagen “Warum schon wieder”, doch Kyoto hat so viel zu bieten, dass selbst 100 Besuche nicht reichen würden alles zu erkunden. Vielleicht im super Schnelldurchgang ist es möglich einen tieferen Einblick zu gewinnen, doch ernsthaft ist all die Herrlichkeit nur mit viel Zeit zu erleben und genießen.

Im Gegensatz zum letzten Besuch wählten wir für die Anreise nach Kyoto diesmal nicht den Shinkansen, sondern einen ganz normalen Zug. Mit dem waren wir zwar etwa 60 Minuten unterwegs, gegenüber 15-20 Min. mit dem Shinkansen. Doch kostete es uns nur etwa 10 Euro, was deutlich billiger war, als die Fahrt mit dem Schnellzug. Die mit etwas 35 Euro zu buche geschlagen hätte.

20110403_050221-IMG_1581_ji Doch hatte dafür der lokale Zug so seine Tücken und das waren die zu transportierenden Menschenmengen. Gerade auf der Strecke Kobe, Osaka, Kyoto pendeln sehr viele Leute und so ist es selbst außerhalb der Rushhour durchaus eine Kunst, einen Sitzplatz zu erhaschen. Wir konnten uns Anfangs nur einen Notsitz sichern, was schon nicht schlecht war. In Osaka nutzten wir das frei werdenden etlicher Sitzplätze und kamen so zu einer bequemeren Art des weiter Reisens.

In Kyoto angekommen, standen wir vor dem Problem, wie erreichen wir das Hotel. Doch dank SmartPhone, Google Street Map, GPS und somit der Anzeige des Standortes in einem Stadtplan, des zurückzulegenden Weges und die aktuelle Position, müsste es doch zu schaffen sein. Insbesondere da das Hotel nur 15 Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt liegen sollte.

Tja “müsste”. So toll das mit der Technik ist, doch ob es denn letztlich Klappt ist dann die Frage. Nun gut, zu Beginn liefen wir in die falsche Richtung und es dauerte auch etwas, bis wir unseren Fehler bemerkten.

20110403_053702-IMG_1620_ji Danach lotste uns das Gerät durch die diversen Straßen – natürlich waren diese ohne Straßennamen – bis hin zu einem Tempel, bei dem sich das Hotel befinden sollte. Wie wir hinterher wussten, waren wir mit dieser Position Gold richtig gewesen und hätten gleich das Hotel erobern können. Doch war laut Karte des SmartPhones das Ziel noch nicht erreicht. Also irrten wir etwas herum, da die Straßenführung nicht ganz klar war.  Diesem Umstand war es letztlich zu verdanken, dass wir zu einem Flohmarkt Besuch kamen. Diese Möglichkeit nutzten wir ausgiebig aus.

Schließlich war die Zielkoordinate erreicht, doch weit und breit war ein Hotel zu sehen. Wir irrten noch etwas herum, riefen dann jedoch lieber im Hotel an und wurden vom Personal eingefangen.

Wie sich herausstellte, waren wir hinter de Hotel gelandet und erst durch einige verwinkelte Ecken und Wege erreichten wir schließlich das eigentliche Gebäude.

20110404_123823-IMG_2752_ji Für diesen Besuch hatten wir uns für ein traditionell eingerichtetes Hotel entschieden. Das hieß auf dem Boden auf Tatami Matten schlafen und sitzen. So romantisch das ist und so sehr japanisch es anmutet. Für mich war es  nicht einfach und für die Nacht stapelten wir gleich 3 Matratzen, so dass ich einigermaßen schlafen konnte.

Nach dem wir uns eingerichtet hatten, stand unserem ersten Ausflug nichts mehr im Wege. Für den heutigen Tag hatten wir uns für den Kiyomizu Tempel entschieden. Einem der meist Besuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Fahrt mit dem Bus verlief wirklich gut. Wenngleich das Fahren mit diesem Beförderungsmittel immer mehr an Begeisterung bei mir hier in Japan einbüßt, denn irgendwie sind meiner Ansicht nach die Busse nicht so toll designend.

Zum einen ragen die Räder wie gewaltige Hügel in den Fahrgastraum und machen das Sitzen wenig komfortabel. Doch am unangenehmsten ist für mich die Tatsache, dass die Busse schnell sehr voll sind und der Gang dementsprechend voll gepackt mit Menschen ist. Sich beim Aussteigen durch diese Menschen zu quetschen gehört nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Insbesondere ich doch etwas mehr Raum brauche als der normale Europäer, geschweige denn Japaner. Doch auf dieser Fahrt blieb mir all das erspart.

20110403_084029-IMG_1777_ji Dafür steckten wir gleich nach dem Aussteigen in einem Pulk von Menschen, die alle in Richtung Tempel unterwegs waren. Ich denke die Fotos geben einen kleinen Einblick, wie man vorwärts geschwemmt wurde.

Wir bogen kurz vor dem Zugang in die Anlage in eine etwas weniger belebte Straße ab und so war der Anstieg den Berg hinauf zum Tempel deutlich angenehmer.

Begrüßt wurden wird durch ein herrlich leuchtendes rotes Tor. Dazu die anfangende Kirschblüte. Es vermittelte  genau das Bild welches ich von Japan habe. Es war nur schön und die Sonne, die uns seit den Mittagsstunden begleitete, steuerte ihres dazu bei.

Ich denke und hoffe die Bilder vermitteln einen Eindruck von der Anlage und dem gesehenen.

Die Sehenswürdigkeiten schließen hier in Kyoto, vielleicht in ganz Japan, durchaus früh. Dies mag dem Umstand geschuldet sein, dass es ab 18 Uhr ohnehin zumeist mal schneller, mal langsamer dunkel wird. Man kann wirklich froh sein, wenn die Anlagen bis 18 Uhr offen sind, was hier der Fall war.

Wir nutzten die Zeit dann auch wirklich gut aus, was jedoch zur Folge hatte, dass wir den Berg wieder mit reichlich Volk verließen.

20110403_103121-IMG_2098_jiDer Anstieg zum Tempel, dies hatte ich vergessen zu erwähnen, war durchaus als steil zu bezeichnen. Um so mehr staunte ich, als ich auf dem Weg nach unten eine Rikscha zu sehen bekam. In dem sich zwei Fahrgäste befanden und die schließlich von nur einem “Männchen” den Berg nach oben gezogen wurde und das wahrlich zügig. Ich war beeindruckt.

Unsere Rikscha war der Kyotoer Linienbus. Wir gesellten uns an der Bushaltestelle zu den Wartenden. Als der erste Bus die Haltestelle erreichte, war er mehr als voll und so verzichtete ich einvernehmlich mit Eri auf den Zustieg. Was andere Fahrtgäste nicht davon abhielt sich dazu zu quetschen. Wir ließen noch weitere 3 Busse an uns vorüber fahren, doch die Situation besserte sich nicht wirklich. Es wurde eher schlimmer.

Mittlerweile war ein Mitarbeiter der Busbetriebe aufgetaucht und versuchte die Menschen etwas zu organisierten und die aufkeimenden aggressiven Stimmungen zu kanalisieren. Eine der Maßnahmen bestand darin andere Buslinien anzupreisen und zu Vermitteln, dass sie zwar nicht zum gewünschten Ziel führen, man jedoch nur einen kurzen Fußweg hätte, um zum Ziel zu gelangen. Dieses Angebot nahmen wir schließlich an und so stiegen wir in einen fast leeren Bus und konnten wirklich bequem in Richtung unseres Zieles fahren.

Das letzte Stück Weges vom Kyotoer Hauptbahnhof mussten wir wieder laufen, doch nach der Erfahrung vom Vormittag wussten wir wo das Hotel sein müsste.

20110403_142047-IMG_2158_ji So schafften wir es wirklich bis in die Nähe des Hotels, fanden jedoch nur den Zugang zum Tempel. Hier mussten wir Hilfe bei der Zugangskontrolleuren zum Tempel erbitten, um den Weg ins Hotel zu finden. Wie sie herausstellte war dieser genau neben dem Tor des Tempels, doch da er vollständig verschlossen war, konnten wir wirklich nicht gleich darauf kommen, dass dort der Zugang war.

Vom Hotelzimmer aus hatten wir einen genialen Blick auf die Tempel Anlage. Erfreulicherweise war diese illuminiert und hatte dieses Zimmer wahrlich einen herrlichen Mehrwert.

Vor der Nacht auf dem Boden, trotz 3 Matratzen hatte ich etwas Angst und ich war gespannt was mein Rücken sagen würde.

 

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Japan (2010) – Kobe – Hyogo daibutsu

20100605_062821-IMG_7996_jiJeder Tempel versucht auf seine Weise seinem Glauben Ausdruck zu verleihen.

Im Tempel Nofuku-ji wird dies durch eine wirklich große Buddha Statue getan. Doch bevor man sie sehen kann, muss man sie erst finden.

Wir näherten uns der Statue via Zug und schon kurz nach dem Aussteigen stellte sich die Frage in welche Richtung es gehen sollte.

Die Auskunft am Blumenstand des Bahnhofs war zwar nicht schlecht, doch löste es unser Wegeproblem nur teilweise. So lenkten wir uns erst einmal ab und legten einen kurzen Stopp auf dem Flohmarkt ein, der direkt vor der Haltestelle abgehalten wurde. Neben viel Krimskrams gab es auch etliche Stände an denen Hand gemachte Dinge verkauft wurden und die waren wirklich hübsch anzusehen.

20100605_061537-IMG_7983_ji Doch dann stellten wir uns der Herausforderung den Weg zu finden. Zumeist ist es so, dass die angestrebten Sehenswürdigkeiten wirklich gut versteckt liegen und sie erst entdeckt werden, wenn man kurz vor ihnen steht. So war es auch hier.

Wir liefen durch wenig attraktiv anmutende Straßen, waren manches Mal verwirrt ob der korrekte Richtung, bis wir schließlich um eine Ecke bogen und vor der Statue standen.

20100605_063428-IMG_8014_ji Als wir nun zu Füßen der Statue standen, musste auch ich  eingestehen, dass sie groß war und bei dem herrlichen Wetter dieses Tages mehr als eindrucksvoll wirkte. Ich war begeistert.

Zudem war es herrlich ruhig, kaum ein Besucher verirrte sich heute hier in und so lies sich die Statue und die gesamte herrliche Tempelanlage genussvoll erleben.

Es war zwar nur eine kleine Anlage, doch überall gab es größere und kleinere Dinge, die es zu entdecken galt und so hielten wir uns wirklich lange auf.

Zudem boten Bäume herrlichen Schatten. Es wehte ein laues Lüftchen und so ließ sich die Hitze des Tages wirklich gut ertragen.

20100605_110800-IMG_8220_jiAuf dem Heimweg, legten wir noch einen kurzen Halt in der Innenstadt ein, was einen wirklich krassen Kontrast zum ruhigen Tempel Aufenthalt darstellte. Doch es mussten Lebensmittel erstanden werden.

Ich nutze zudem die Gelegenheit etwas zu fotografieren. Welche Überraschung 🙂

FOTOBUCH … 020 Kobe Gigant Buddha

Japan (2010) – Kobe – Ausflug Kobe West

20100602_101301-IMG_7839_jiAls kleine nachmittägliche Unterhaltung, stand an diesem Tag ein Ausflug nach West Kobe auf dem Program. Auslöser für diesen Besuch war mein Wunsch die Akashi Kaikyo Brücke (Akashi Kaikyo Ohashi) Brücke aufzusuchen, die die Brücke mit der größten Stützweite zwischen den Pfeilern sein sollte.

Im Rahmen der Vorbereitungen dieses Ausfluges entdeckten wir noch etliche andere Sehenswürdigkeiten, die sich auf dem Weg zur Brücke befand und so war schnelle in herrliches Programm für den Nachmittag zusammengestellt.

Bezüglich des Wetters brauchten wir uns keine Gedanken zu machen, denn die Sonne schien von einem makellos blauen Himmel. Dies bedeutete aber auch hohe Temperaturen und sehr hartes Licht. So war ich nicht wirklich Undankbar, dass wir nach unserer Ankunft an der ersten Sehenswürdigkeit erst einmal unser Mittagsmahl zu uns nahmen.

20100602_044136-IMG_6642_ji Es stellte sich heraus, dass unser gewähltes Restaurant ein bekanntes Sushi Lokal ist, was sich aber auch in den Preisen ausdrückte. Trotzdem blieben wir. Eri stellte ein kleines Menü zusammen, wobei wie sich beim Bezahlen herausstellte, sie genau die Preise im Auge behalten hatte und wir wirklich relativ günstig davon kamen.

Im übrigen wählte Eri zumeist die Speisen aus, denn selbst wenn ich mittlerweile leidlich Hiragana lesen konnte, brachte mich das bei den Speisekarten nicht weiter. Sie bestanden zumeist aus Kanji (chinesischen Schriftzeichen), was das erste Hindernis darstellte, denn das kennen der Hiragana Zeichen bedeutete zudem noch lange nicht, dass ich irgendwelche Worte kannte (ok, ich kannte welche, doch die waren nicht hilfreich – Katze, Hund und Apfel 🙂 )  … also gab ich mich jedes Mal in die vertrauensvollen Hände Eris. Ehrlicherweise muss noch gesagt werden,  es war für Eri nicht so schwierig meinen Geschmack zu treffen, zum einen ich als kleiner Allesesser, und zum anderen mochte die selben Dinge wie ihr Vater.

Das Sushi, welches wir vorgesetzt bekamen war steilweise etwas exotisch in seiner Zusammenstellung, schmeckte aber extrem gut und wir genossen beide den dieses Mahl.

Zusätzlich Freude bereitete mir die Beobachtung eines Nachbartisches. Dort hatte sich eine Gruppe von Frauen niedergelassen. Sie orderten ebenfalls umfänglich Sushi, begnügten sich aber nicht nur mit dem Genuss, sondern sie analysierten jedes Stückchen aufs genaueste. Leider konnte ich nicht feststellen, ob sie mit der Arbeit zufrieden waren, doch sie aßen es und so konnte es nicht all zu schlecht sein.

20100602_054632-IMG_6772_ji Gut gesättigt machten wir uns schließlich auf den Weg zu unserer ersten Sehenswürdigkeit, dem Sumadera Tempel.

Als wir die Anlage betraten, ahnten wir nicht wie groß sie ist. Erst der Blick auf ein Hinweisschild ließ uns ahnen, dass es viel zu entdecken galt. Zudem sah man der Anlage nicht an, dass sie schon im Jahr 886 erbaut wurde. Auf Grund der sehr neu anmutenden Gebäude hatte ich spontan vermutet, es sei eine völlig neue Tempelanlage.

Wie ich beim Aufenthalt lernte bildet dieser Tempel die Hauptanlage der Sumadera Sekte des Shingon Buddhism.

20100602_061624-IMG_6856_ji In der Anlage gab es so viele Gebäude, Skulpturen und mehr, dass ich überhaupt nicht wusste, wohin ich zuerst schauen sollte. Zudem zerrann mir die Zeit zwischen den Fingern. Nur die glühend brennende Sonne veranlasste mich ab und an mich in den Schatten zurückzuziehen und mir ein kaltes Handtuch auf den Kopf zu legen (irgendwie hatte ich mich seit dem Besuch der heißen Quellen Bad daran gewöhnt 🙂 ) … nein, im Ernst, ich war kurz vor einem heftigen Sonnenstich.

20100602_063442-IMG_6928_ji Ebenso eindrucksvoll wie der Tempel war der Friedhof, der die Anlage umgab, wenngleich der Kinderfriedhof im besonderen Maße traurig und Nachdenklich stimmte.

Vom Tempel ging es mit der Bahn nur wenige Stationen weiter zum Suma-Ku, hier gab es eine Gondel, die uns hinauf in die Berge bringen sollte und uns Aussicht auf die Stadt und die Küste geben sollte. Dies weckte große Erwartungen, die in vollem Umfang überragend erfüllt wurde.

Was sich erst bei der Ankunft herausstellte war, das diese Gondel auch Zugang zu einer Freizeitanlage für Kinder bot, dies spiegelte sich in der Aufmachung und Gestaltung deutlich wieder. Nun war dies mehr putzig als stören, doch brachte es dennoch einen spannenden Aspekt in den Besuch.

Nachdem wir den ersten Teilabschnitt unserer Fahrt nach oben in einer ausgewachsenen Gondel durchführten, hieß es schließlich in ein sehr abenteuerliches Gefährt umzusteigen. Es sah aus wie Plastikwannen, die via Laufband den Berg hinauf fuhren. In solch eine Wanne passte ich mal so gerade hinein und es rumpelte und schunkelte gewaltig, als es nun langsam den Berg weiter hinauf ging.

20100602_075041-IMG_7046_ji Dieses Gefährt schien nicht nur mir Spaß zu bereiten, sondern beobachtete man andere Personen oder gar Gruppen an Jugendlichen, so hatten sie wirklich viel Spaß daran. Ich machte mir lediglich Sorgen, ob ich oben geordnet aussteigen konnte. Zu meiner Freude gelang es.

Eigentlich konnte man die Fahrt noch weiter fortsetzen, dies jedoch via Sessellift, doch ich verzichtete gerne darauf, insbesondere da wir mit dieser Station den perfekten Aussichtspunkt auf die Küste Kobes erreicht hatten.

Dass diese Anlage schon erheblich in die Jahre gekommen war, war nicht zu übersehen, doch irgendwie verlieh dies wiederum dem ganzen seinen eigenen Reiz.

20100602_092612-IMG_7818_ji Ich nutze die Gelegenheit ein paar Panoramafotos zu erstellen und die Aussicht zu genießen. Die Fahrt nach Unten schob ich etwas vor mir her, denn ich musste ja wieder in die Plastikwanne einsteigen und vor der grauste es mir schon etwas. Trotzdem schaffte ich es unbeschadet wieder unten anzukommen.

Als letzer Punkt an diesem Tag stand die Akashi Kaikyo Brücke auf unserem Programm. Eri führte mich dazu zu einem Punkt, von dem man die gesamte Brücke bewundern konnte. Irgendwie drängte sich mir aber der Eindruck auf, dass dieser Aussichtspunkt von ihr nicht ganz selbstlos gewählt worden war, denn an selber Stelle befand sich ein Outlet-Center 🙂 – So genoss ich erst die Aussicht auf die Brücke und danach ging es ins Center.

20100602_121501-IMG_7955_ji Als die Geschäfte gegen 20 Uhr schlossen, tauchten wir wieder beim Aussichtspunkt auf und mir wurde eine nett beleuchtete Brücke präsentiert. An diesem Abend hatte ich sogar etwas Glück, denn man illuminierte in bunten Farben. Es hätte aber auch durchaus nur rot, grün oder alles andere sein können.

FOTOBUCH … 019 Kobe West

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