Tag 64, 26.4.2007, Donnerstag |
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Ort: Australien Festland 01. Tag - Hobart - Melbourne - Perth |
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An diesem Tag kostete mich meine schusseligkeit das erste Mal etwas Geld. Ich hatte mir naemlich schon vor ein paar Tagen mein Ticket fuer den Bus zum Flughafen gekauft. Allerdings jetzt wo ich es brauchte war es unauffindbar. Wo ich das Teil verloren haben konnte war mir wirklich ein Raetsel. So war ich froh, dass es nur um 6 Euro ging. Der Flughafen Hobarts wurde zur Zeit umfangreichen Umbaumassnahmen unterzogen, daher war es nicht ganz so einfach sich zurechtzufinden. Da ich aber einen Quantas Flug hatte, hielt ich mich hart an die Beschilderung und landete bald in einer Abfertigungshalle. Das einzig etwas merkwuerdige war, dass neben mir nur noch zwei Frauen in der Halle waren. Als schliesslich jemand am Quantas Schalter eintrudelte meinte er, dass wir falsch seien. Wir muessten zu einem anderen Schalter einer Billigfluggesellschaft. Haette ich mir meine Flugdaten genauer angeschaut, so haette ich mir die Schlepperei meines Gepaecks ueber das Gelaende sparen koennen, doch so schnappte ich mein Zeug und marschierte den Weg zurueck, den ich gerade zuvor hinter mich gebracht hatte. Besonders gluecklich mit einem Billigflieger abgefertigt zu werden war ich nicht, doch bei nur 1 Stunde Flug war es fast egal. Mehr Begeisterung ergab sich fuer mich in Melbourne. Hier musste ich ersteinmal mein Gepaeck in Empfangnehmen, weil es nicht durchgecheckt werden konnte. Danach suchte ich einen Schalter, doch ich fand keinen. Also ging es zu einer Information. Dort teilte man mir mit, dass es keinen Schalter gaebe und, dass ich es alles selber an einem Automaten machen musste. Spontan meinte ich ... Noe, dass wuerde ich nicht tun. Schon etwas angenervt meinte die Frau hinter dem Schalter, warum ich es nicht machen wolle. Ich meinte lapidar, dass ich keinerlei Ahnung haette wie das gehen soll. Sie betonte dann zwar, dass das nicht ueblich sei, aber sie wuerde ausnahmsweise einen Checkin durchfuehren. Dass ich damit Glueck hatte, bewies mir ein Blick zum anderen Informationsschalter, denn da schleifte man eine alte Frau an einen der Terminals und verkuendete ihr, dass es ja alles so einfach sei und sie es nur hier erledigen koennte. Die Personenkontrolle hier in Perth verlief ausgesprochen unproblematisch. Nichteinmal mein Guertel wurde bemaengelt, der eigentlich immer Anlass fuer eine persoenliche Kontrolle gab. Verdutzte Gesichter konnte ich hier aber jedes mal produzieren, wenn ich auf die Frag, ob ich ein Notebook haette, entgegnete, nein habe ich nicht, ich besitze aber eine mobile Festplatte. Mit dieser Information konnten zumeist die Beschaefftigten an diesen Kontrollen nichts anfangen und winkten mich weiter. Die knapp 4 Stunden Flug waren im Grunde unspektakulaer. Der Mann der neben mir sass schlief die ganze Zeit, das Essen war im Grunde Ok und was den Film anbetraf, so hatte ich wirklich Glueck. Ich hatte mich waehrend mener Zeit in Tasmanien schon durch das gesamte Filmangebot gearbeitet und dabei wirklich nur sehr wenige Streifen ausgelassen. Einer dieser Streifen wurde nun gezeigt. Es ging mal wieder um die Läuterung von Jugendlichen in einer Schule. In diesem Fall schaffte es eine angachirte und anfangs etwas naive Lehrerin. Da die Geschichte auf wahren Begebenheien beruhte, konnte man gut darueber hinwegsehen, dass die Geschichte an sich ziehmlich aufgewaermt war. In Perth angelangt musste ich recht lange auf mein Gepaeck warten, doch diese Zeit lies sich hervorragend nutzen einen Fahrschein fuer den Schuttel in die Stadt und der gleichen zu erwerben. Schliesslich rollte auch mein Gepaeck aufs Band und nach etwa 60 Minuten Fahrtzeit stand ich vor meiner Herberge. Ich buchte mich fuer 3 Naechte ein, auch wenn ich die 65 Dollar (40 Euro) pro Nacht etwas sehr schmerzhaft fand. Als ich schliesslich mein Zimmer sah, waren diese Kosten in keinster Weise mehr gerechtfertigt. Das Zimmer lag direkt am Innenhof und der wurde massiv mit Musik beschallt. Dann trafen sich hier alle Raucher und die feierten lustig vor sich hin. Doch all das stoerte mich nur bedingt. Mehr gefiel mir nicht, dass das Loch und das war die einzige Bezeichnung die fuer diesen Raum zutreffend war, etwas schmuddelig wirkte und es in ihm stank. Diese Umgebung lies mich ersteinmal aus der Herberge fluechten, um zu sehen wie die Stadt auf mich wirkte. Das einzige was ich jedoch zu diesem Zeitpunkt wahrnahm waren die vielen Baustellen, die das Gesicht der Stadt doch nachhaltig verschandelten. Auf diesem Wege kam ich an der Touristeninformation vorrueber und dort buchte ich schliesslich, nach relativ kurzer Ueberlegungszeit eine 10taegige Fahrt entlang der Westkueste Australiens. Ich muss gestehen, dass ich ueber diese Wendung sehr erleichtert war. Nur war zu ueberlegen wie es mit dem Geld gehen wuerde, denn ich hatte zum einen schon 3 Naechte in der Herberge bezahlt und auch der Preis fuer die Reise machte mir etwas zu schaffen, denn es waren doch rund 750 Euro. Trotz allem hies es nun sich etwas auf die Reise vorzubereiten. Das bestand darin, dass ich in einem Supermarkt verschwand und mich dort mit ein paar Kleinigkeiten fuer die Reise eindeckte, auch wenn Essen im Reisepreis inbegriffen war. Doch man wusste ja nicht wann man was und vorallem was man bekommen wuerde. Wegen des laerms in der Herberge zog ich es etwas in die Laenge ins Bett zu gehen, doch der Reisetag sollte frueh beginnen und so legte ich mich doch hin. Um etwas Ruhe zu bekommen, stopfte ich mir meinen Laermschutz in die Ohren und danach ging es ganz gut mit dem Einschlafen. Irgendwann wurde es dann doch ruhiger und ich wollte mich meiner Ohrstoepsel entledigen. Einen bekam ich hervorragend heraus doch ein anderer war so tief im Gehoergang verschwunden, dass ich ihn nicht zu greifen bekam. Ich gebe zu, es beunruhigte mich etwas. Als ich das Teil wirklich nicht herausbekam, ging ich zur Rezeption und bat um Hilfe. Doch dort zeigte man sich nicht besonders beeindruckt von meinem Problem. Man meinte nur, ich solle ins Krankenhaus gehen und das obwohl sicherlich nur eine Pinzette gereicht haette. Bevor ich mich jedoch in Richtung Krankenhaus aufmachte, wurstelte ich selber nochmal herum und mit Einsatz meines Zimmrschluessels kam das Teil schliesslich zum Vorschein. In der weiteren Nacht verzichtete ich grosszuegig auf den Einsatz dieses Laermschutzes.
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Tag 65, 27.4.2007, Freitag |
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Ort: Australien Festland 02. Tag - Westkuestentour 01. Tag (Perth - Kalbarri) 26 Grad - kaum Wolken - sonnig |
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Probleme Wach zu werden hatte ich wahrlich nicht, denn wenn abends die Nachteulen lange Radau in der Herberge machten, schlugen ab 5 Uhr die Fruehaufsteher zu. Obwohl es mengenmaessig nicht viele Leute waren, reichte es, um mich aus meinem doch sehr unruhigen Schlaf hochzureissen. Besonders der schlechte Geruch im Raum hing mir selbst im Schlaf die gesamte Zeit in der Nase. Um auch ueberhaupt nichts falsch zu machen, stand ich mehr als fruehzeitig am Abholpunkt. Was ich anfangs ueberhaupt nicht durchschaute war die Anwesenheit der anderen Leuten. Erst als der erste Bus eintrudelte, merkte ich, dass dies ein offizieller Punkt war, wo alle Unternehmen ihre Reisenden einsammelten. Da mein bus fuer etwas spaeter angekuendigt war, lichteten sich die Reihen der Menschenmassen zusehends. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass mein Bus keine Fahrtgaeste mehr abgekommen haette. Die 22 Sitzplaetze waren bis auf 3 alle belegt als die Fahrt begann. Bis die Fahrt begann ... das dauerte etwas, denn eine Reiseteilnehmerin hatte ihren Geldbeutel, der zudem wohl bis oben hin mit Bargeldgefuellt war, im Hotel liegen gelassen. Dieses Problem musste erst geloest werden, bevor wir losfahren konnten. Mit ihrer Vergesslichkeit stellte sie selbst mich in den Schatten und das will was heissen. Stetig war sie etwas am suchen oder etwas war vermeindlich verschwunden. Was die Teilnehmer anging, so war der Schwerpunkt eindeutig dem weiblichen Geschlecht ueberlassen. Gerade mal 4 Jungs waren wir. Laendermaessig war es etwas gemischter. So gab es Englaender, Schweizer, Israelies, Canadier, jemanden aus Hong Kong und natuerlich 3 Deutsche. Der Schwerpunkt lag aber eindeutig bei den Englaendern. Die Reise begann mit einem Mamut Fahrtprogramm. An diesem Tag sollten immerhin 500 Kilometer bewaeltigt werden. Auch wenn wir nur mitfuhren, so wurde diese Tatsache wahrlich ein Anschlag auf die Gesaessmuskeln. Mehr tat mir der Fahrer leid, denn er war Kindermaedchen fuer alles und halt auch noch Fahrer. Dass ihm Langweilig werden wuerde, konnte ich mir wirklich nicht vorstellen. Die Fahrt war so angelegt, dass wir etwa alle 90 - 120 Minuten ein sogenanntes Roadhouse anfuhren. Wobei ein Roadhaus im Grunde eine Raststaette mit Tankstelle war. Mit den dafuer bekannten Preisen, die auch stiegen je weite wir uns von Perth entfernten. Ich muss gestehen, als ich die Reise gebucht hatte, hatte ich es nur auf Grundlage der Streckenfuehrung und der Dauer getan. Ich hatte im Grunde ueberhaupt keine Ahnung was mich erwartete. Ich las auch jetzt waehrend der Reise nicht was kommen wuerde und so war jeder Stop fuer mich ein unverhofftes Ereignis. So nahm ich auch mit grossem Interesse wahr, dass wir im sogenanten Pinnacles Desert (http://de.wikipedia.org/wiki/Pinnacles) halten wuerden. Von diesem Naturwunder hatte ich schon etliche Bilder gesehen und so freute ich mich schon sehr darauf es live zu sehen. Auch wenn ich, eigentlich waehrend der gesamten Reise, mit den Uhrzeiten haderte, an denen wir die Ziele erreichten, denn diese waren absolut fotounfreundlich. Die Pinnacles gefielen mir wirklich sehr gut. Dieser Gebilde aus Kalkstein die in Saeulen aus dem Boden ragten hatten wirklich etwas an sich und man haette bestimmt stunden lang durch den Irrgarten an Saeulen Laufen koennen und wurde noch immer spannende Formationen entdecken. Die Gruppe hingegen rannte hindurch, hin zum Aussichtspunkt. Als ich den Aussichtspunkt erreichte, war der Blick von der auf die Formationen bei weitem nicht so spannend wie selber zwischen ihnen hindurchzulaufen. Der naechste Stop war dann eher nach dem Geschmack aller. Wir hielten an ein paar Sanddeunen. Dort wurden Boards ausgepackt, hinaufgestiefelt und dann auf den Boards hinuntergerutscht. Ich nutzte die wenige Zeit die auch fuer diesen Halt eingeplant war, um ein paar Fotos - was auch sonst - zu schiessen und den andern beim Sandsurfen zuzusehen. Mit uns war noch ein anderer Tourbus hier eingetroffen und so tummelten sich rund 40 Leute auf einer Duene und jeder wollte mal hinunter saussen. Da es aber doch recht steil war, kostete es doch einiges an Ueberwindung. Unser erstes Mittagessen, welches zumeist Sandwitches waren, wurde in der Naehe eines kleinen Strandes eingenommen. Die die sich nicht an der Zubereitung des Essens beteidigen brauchten, konnten den Strand erkunden. Ich hatte ich mal fuer die Zubereitung gemeldet und so konnte ich, waehrend sich die anderen ueber das Essen hermachten, in Ruhe den leeren Strand geniessen. Mit diesen Aufenthalten war das Angebot an Stops ausgeschoepft und es hies mit aller Gewallt den Endpunkt unserer Fahrt zu erreichen. Horrocks, dort befand sich der Backpacker, erreichten wir kurz nach Sonnenuntergang, was schade war, denn die Herberge lag direkt am Strand und so haette es bestimmt einen herrlichen Sonnenuntergang zu sehen gegeben. So sahen wir jetzt nur noch das Rot ueber dem Horizont vergehen. Fuer das Abendessen waren die Fahrtgaeste verantwortlich. Damit nicht jemand meinte er wurde die Arbeit ganz alleine machen, oder auch tatsaechlich tun, wurden Gruppen eingerichtet, die fuer das Kochen und Abspuehlen verantwortlich waren. Meine Gruppe war an diesem Abend dran. Da wir eine Frau aus Hong Kong in meiner Gruppe hatte, wurde das Essen etwas anders zubereitet als bei uns ueblich und das war gut so. So gab es, wenn meine Gruppe dran war immer ein Essen mit herrlich asiatischem Einschlag. An diesem Abend nahm ich nicht am Essen teil, denn dummer Weise hatte ich bei letzten Roadhouse mit einer Tuete Chips eingedeckt und diese auch vollstaendig getoetet. An diesem Abend zeichnete sich aber ein anderes Problem fuer diese Reise fuer mich ab. Es war mal wieder mein Schnarchen. Ich wollte nicht mit in einem Gruppenschlafsaal schlafen und so musste nach individuellen Loesungen gesucht werden. An diesem Abend war es kein Problem, denn fuer 6 Euro steckte mich der Eigentuemer in einen eigenen Raum. Doch ob dies an den anderen Tagen ebenso klappen wuerde, konnte ich nicht ueberblicken. Eine Frau aus unserer Gruppe hatte fuer die Reise ein sogeanntes Upgrade gekauft, was ihr die Reise eine Unterbringung in Einzelzimmern verschaffte. Nachdem ich dem Problem gewahr geworden war, war ich auch gleich an den Reiseleiter herangetreten, damit er sich um ein Upgrade fuer mich kuemmern wuerde.
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Tag 66, 28.4.2007, Samstag |
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Ort: Australien Festland 03. Tag - Westkuestentour 02. Tag (Kalbarri - Shark Bay) 28 Grad - Wolken - sonnig |
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Fuer heute sollten rund 700 Kilometer Fahrtstrecke auf dem Programm stehen, daher waren wir angewiesen worden, schon vor Sonnenaufgang unterwegs zu sein. Ok, das mit dem Sonnenaufgang hoert sich etwas dramatisch an, denn hier war das so gegen 6 Uhr, also durchaus zu einer humanen Uhrzeit. An diesem Morgen lernte ich, was es auf dieser Reise zum Fruehstueck gab. Wer Muesli mochte und Marmeldade kam durchaus auf seine Kosten. Ich schnappte mir ein Brot, tat entweder Erdnussbutter oder Vegimate drauf und schon war mein Fruehstueck fertig. Etwas Gemuese haette ich auch gerne gehabt, doch das stand morgens nicht auf dem Programm. Wie lange wir bis zu unserem ersten Stop dem Kalbarri Nationalpark (http://de.wikipedia.org/wiki/Kalbarri_National_Park) fuhren vermag ich nicht zu sagen. Die Aussicht, dass die Ausfluege nicht schwierig sein sollten stimmten mich zusaetlich sehr positiv. Unser Besuch im Nationalpark splittete sich in zwei Besuche. Der eine beinhaltete ein Felsenfenster und der andere den Besuch eine Schlucht. Damit ist der Park im Grund auch schon beschrieben. Es gab schone Felsenschluchten in denen zumeist Wasser floss. Die Felsen waren wild und rot, also besassen die Attribute, die man von solch einer Landschaft erwartete. An diesen Orten nahm ich das erste mal wirklich wahr, dass Einsamkeit in diesem Teil des Landes nur auf den Strecken zwischen den Highlights zu finden war. An den Sehenswuerdigkeiten trafen sich all die Reisenden, was die Orte doch etwas anfuellte. Nun war es nicht so, dass man sich irgendwo anstellen musste, ausser in der eigenen Gruppe, doch Einsam war man halt auch nicht. Beim Zweiten Stop im Park besuchten wir das sogenannte Z-Band ... Ein Schlucht die sich wohl wie ein Z durch die Landschaft zog. Aus unserer Perspektive konnten wir es nicht sehen, doch sicherlich aus der Luft wuerde sich einem dieses Bild geboten. Hier trennte ich mich das erste Mal von der Gruppe, denn man stuermte zumeist die Wege so rasch hinunter, dass ich nicht willens war dieses Thempo mitzugehen. Ich versicherte mich lediglich, ob die Wege Rundwege waren, oder ob man auf dem selben Wege wieder zurueckkommen wuerde. Da die Rueckkehr auf dem selben Weg zumeist zutreffend war, konnte ich so weit ich konnte und wollte den Weg entlanglaufen und ich konnte mir all die Zeit nehmen die ich meinte zu brauchen. Beim Z-Band besuchte ich ersteinmal den Aussichtspunkt, von dem ich in eine tiefe Schlucht schaute, die nicht so offen war wie die letzte und wirklich etwas abenteuerliches an sich hatte. Danach folgte ich den Anderen, die den Fuss der Schlucht anstrebten. Um dort hinzugelangen war etwas Kletterei noetig. Besonders beeindruckend war es, wenn der Weg durch enge Felsenschluchten fuehrte, die gerade mal so breit waren wie man selber. An einer Stelle gab es die Moeglichkeit sich abseilen zu lassen. Wir hatten das nicht gebucht und so schaute ich einer anderen Gruppe zu, wie sie sich die Felsenwand hinunterarbeiteten. Nach diesem durchaus trockenen Stop war nach einigen Stunden Fahrerei ein Halt an einem Strand angesagt. Hier konnte, wer wollte in die Fluten spingen. Es taten auch einige, doch merkten sie alsbald, dass es eindurchaus kuehles Ereignis war. Dem ausgefallenen Sonnenuntergang wurde an diesem Abend auch noch Rechnung getragen. Und so hielten wir nicht weit von unserem Tagesziel entfernt an einem Kuestenabschnitt, von dem man die Sonne herrlich im Meer verschwinden sehen konnte. Dass wir dann auch noch mit gigantischen Licht- und Farbenspielen belohnt wurden, konnte man aber nicht ahnen. Auch nahmen die Wolken teilweise bizarre Formen an, so dass ich es wahrlich genoss mir das Schauspiel anzusehen. Die Fahrt bis zu unserem Tagesziel wurde dann sogar noch richtig spannend. Waehrend ueber Tag unsere Reisegeschwindigkeit grundsaetzlich bei 100 Km/h lage, musste heute deutlich zurueck geschraubt werden. Denn in der Daemmerung und der Nacht betrachteten Kangaroos und Kuehe die Strasse als einen netten Ort, um sich dort aufzuhalten. Trotz dieses Erschwernisses, erreichten wir schliesslich Monkey Mia (http://de.wikipedia.org/wiki/Monkey_Mia) unser Tagesziel. Dieses Mal war es kein ausgesprochener Backpacker, sondern ein Zeltpaltz mit Gruppenschlafraeumen. Auch war dieser Zeltplatz gut mit Gaesten befuellt, denn die Sensation (dazu am naechsten Tag mehr) des Ortes zog viele Menschen an. Da sich fuer ein Upgrade niemand so recht interessierte, musste ich mit der Rezeption selber sprechen und klaeren, was ein Einzelzimmer, oder ahnliches kosten wurde. Als man 65 Dollar, also rund 40 Euro, haben wollte, trat ich in streik. Das wollte ich nicht bezahlen. Lieber wuerde ich im Bus pennen. Im Bus brauchte ich dann nicht zu schlafen. Es wurde daraus meine erste Uebernachtung in einem SWAG. Einen Swag wuerde ich als Biwacksack bezeichnen mit eingearbeiteter Isoliermatte. Das einzige vielleicht etwas unschoene war, dass ich direkt neben der Wasseraufbereitungsanlage und dem Gennerator schlafen sollte, doch ernstlich belastete mich das nicht. Unser Abendessen bestand an diesem Abend aus einem BBQ, also einem urtypischen Ding der Australier. Es wurde so viel an Fleisch und Wurst aufgefahren, dass jeder mehr als satt und es blieb noch reichlich fuer den kommenden Tag uebrig. Nicht all zu spaet legte ich mich an den ausgewaehlten Platz zum Schalfen nieder. Ich hatte mich gerade hingelegt, als der Besitzer den Wohnwagens, der nicht weit von mir entfernt stand um mich herumzuschleichen begann. Ich Gruesste, man gruesste zurueck und erkundigte, ob ich wohl auch nicht schnarchen wuerde. Ich sagte, ich wuerde sicherlich und schon war der Mann verschwunden und ich blieb mal wieder mit einem schlechten Gewissen zurueck.
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