Port Arthur

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Im Jahre 1830 wurde die Anlage eingerichtet, um schwierige Gefangene unterzubringen. Die Siedlung war praktisch unabhängig. Man fällte Bäume für den Schiffsbau, baute Brücken, erzeugte Nägel, Blumen, Schuhe und seine eigene Kleidung. Das Strafsystem basierte auf einem in London entwickelten System. Dieses System setzte auf die Isolation der Strafgefangenen und weniger auf körperliche Züchtigung. Die Gefangenen mußten bei absolutem Schweigen arbeiten und um Störungen zu vermeiden, mußten sie Kopf- Masken tragen, wenn sie mit anderen Gefangen zusammen arbeiteten. Ob diese Art der Bestrafung den gewünschten Erfolg brachte, muß jedoch bezweifelt werden.

Die Abschiebepraxis der englischen Regierung brachte in England lediglich den Erfolg, daß die dortigen, überfüllten Gefängnisse, etwas entlastet wurden. So traf diese harte Bestrafung nicht nur Schwerverbrecher, sondern auch Diebe mit leichteren Vergehen (z.B. den Diebstahl einen Brotes). Nach guter Führung konnten die Gefangenen ihr Glück als Kolonisten versuchen. Verhielten sie sich gut, so konnten sie nach gewisser Zeit halb, später ganz begnadigt werden. Insgesamt wurden 164.000 Gefangene nach Australien deportiert, wovon 23.000 Frauen waren. Ca. 123.000 waren Singles und ihr durchschnittliches Alter lag bei 26 Jahren.

Die kleine Insel "Isle of the Dead" war der offizielle Friedhof der Gegend. In der Zeit von 1831 bis 1877 wurden dort etwa 2.000 Gefangene und freie Bürger begraben. Heute kann man mit einem kleinen Boot einen Besuch auf die Insel starten und die dortigen Grabsteine bewundern. Etwa 12.000 Strafgefangene waren Insassen von Port Arthur, bis es im Jahre 1877 geschlossen wurde, nachdem die Transporte nach Australien endeten.

Die Gebäude fielen einer Reihe von Waldbränden zum Opfer, die den Ort stark zerstörten. Heute sind viele Gebäude weitestgehend restauriert.


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