Strahan befindet sich 40 km von Queenstown
entfernt direkt an einer gewaltigen Bucht, dem "Macquarie
Habour". Es ist der einzige Ort an dieser rauhen und gefährlichen
Küste.
Heute ist diese Ortschaft nur noch ein Schatten seiner selbst,
doch findet man noch heute viele Zeugnisse seiner bewegten Geschichte
(Gefangene, Holzindustrie und Bergbau).
Die tückische See, der hohe Niederschlag und das fehlen von
natürlichen Häfen verhinderten sehr lange eine Ansiedlung
in diesem Gebiet. Das änderte sich, als die Bucht "Macquarie
Harbour" entdeckt wurde. Entdeckt wurde die Bucht von Seeleuten,
die lediglich auf der Suche nach einem Ersatz der "Huon"-Tanne
waren.
Zu dieser Zeit war diese Region nicht auf dem Landweg zu erreichen.
Aber auch der Seeweg wies seine Tücken auf. Erst durch die
Entdeckung der Bucht wurde eine Besiedelung möglich und so
wurde im Jahre 1821 die erste Ansiedlung eingerichtet. Die erste
Besiedelung erfolgte auf einer kleinen Insel in der Buch die "Sarah
Island" genannt wurde.
Diese Siedlung diente jedoch ausschließlich, um die schlimmsten
der Strafgefangenen zu isolieren. Die Gefangenen mußten
auf dieser Insel schwere körperliche Arbeit leisten. Sie
mußten weit stromaufwärts Holz fällen (nicht befreit
von ihren Fußketten) und diese zurück zur Insel flößen.
Dort wurde aus diesem Holz Schiffe aber auch Möbel gebaut.
So wurde das Lager auf Sahra Island zum berüchtigtsten in ganz Australien. Doch wurde diese harten Strafmaßnahmen noch gesteigert, denn auf "Grummel Island", einem winzigen Felsen, wurden bis zu 40 Gefangene unter Menschenverachtenden Zuständen gehalten. Für diese Gefangen war der Tod eine Erlösung.
Sarah Island wurde auch in Marcus Clarke's Novelle über das Leben der Gefangenen ("For the term of his Natural Life") erwähnt. Als im Jahre 1834 in Port Arthur das Gefangenenlager eingerichtet wurde, geriet die Insel mehr und mehr in Vergessenheit.
Als Hafen für Queenstown, erreichte
Strahan seinen Höhepunkt mit dem Höhepunkt der Bergbauwirtschaft.
Gesteigert wurde seine wirtschaftliche Bedeutung nach der Anbindung
des Ortes im Jahre 1890 durch die Eisenbahnstrecke zwischen Queenstown
und Strahan. Diese Verbindung war von der "Mt Lyel Mining
& Railway" Gesellschaft erbaut worden.
In dieser Zeit verkehrten zwischen Strahan und Hobart,
Launceston und Melbourne Dampfschiffe zum
Transport von Kupfer, Gold, Silber, Blei und Holz. Als in Queenstown
mehr und mehr Gesellschaften aufgaben und auch noch eine Bahnstrecke
zwischen Zeehan und Burnie eröffnet wurde, verblasste die
Bedeutung des Hafens von Strahan mehr und mehr.
Heutzutage ist Strahn ein Küstenort mit seinem eigenen Küstencharm.
Dem Besucher werden Ausflugsfahrten in die Bucht, auf den Gordon
oder auch Rundflüge angeboten. Eine Entscheidung des Rates
soll dem Ort eine andere Einnahmequelle eröffnen und zwar
der Aufbau eines Kais.